Logo

Back to the homepage of Prof. Dr. Walther Umstätter

Published papers 1970 - 1985: - / - Published papers 1986 - 1990: - / - Published Papers 1991 - 1995 - / - Published papers 1996 - 2000 - / - Published papers 1996 - 2000


Definitionen und Erläuterungen:


Information ist definiert durch die Shannon-Weaver'sche Gleichung:

-H = Summe ( pi x ld pi )


Lotkas Gesetz: "Die Anzahl der Personen, die n Aufsätze schreiben, ist proportional zu 1/n2. D.h. auf je 1.000 Autoren, die in einem bestimmten Zeitraum nur einen Aufsatz verfassen, kommen 25 mit zwei, 11 mit drei, und so weiter. Demnach schreibt etwa einer von fünf Autoren fünf oder mehr Aufsätze, und einer von zehn bringt es auf wenigstens zehn Titel" D. J. de Solla Price: Little Science Big Science. (Alfred J. Lotka, The frequency distribution of scientific productivity, in: Journal of the Washington Academy of Science (16) 1926).

Der Grund hierfür ist, daß nur wenige Autoren die Möglichkeit haben, mit bestimmten Materialquellen, Methoden oder Theorien Ergebnisse in Serie zu produzieren, die ein breites Interesse finden. Dabei sollte man allerdings gerade hier Quantität nicht unbedingt mit Qualität gleichsetzen. So kann in einigen Fällen die Quantität sogar umgekehrt proportional zur Qualität stehen, weil sorgfältige Arbeit viel Zeit kostet. Andererseits kann beispielsweise eine gute Theorie dazu führen, sich an zahlreichen Stellen zu bewahrheiten (Wissenschaftswissenschaft). Eine weitere Erklärung könnte theoretisch der Matthäus-Effekt sein.


Matthäus-Effekt: Ein von Merton postuliertes Prinzip, das auch mit den Worten ‘success breeds succes’ umschrieben wird. Es bezieht sich auf die zunächst unbestrittene Tatsache, daß bekannte Autoren eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben noch bekannter zu werden, da sie zu weiteren Publikationen aufgefordert und häufiger zitiert werden. Trotzdem ist der Matthäus-Effekt im Zitierverhalten erstaunlicherweise nicht nachweisbar. So findet man auch bei bekannten Autoren eine fast normale Halbwertszeit und keine zunehmende Zitationsrate. Der Grund hierfür liegt in der sog. Garfield'schen Uncitedness III, die bei zunehmendem Bekanntheitsgrad immer stärker wirksam wird.


Wissen ist begründete Information. Es kann aus Kausalitätsketten, aus Erfahrungen oder aus einem theoretischen Gebäude von vernetzten Definitionen bestehen.


Wissenschaftsforschung begründet sich als Wissenschaft über die Wissenschaft in erster Linie auf Methoden der Scientometrie, Bibliometrie und Informetrie. So betrachtet ist sie ein essentieller Teil der Bibliothekswissenschaft. Weitere Teilaspekte sind die Wissenschaftssoziologie, -ökonomie und -geschichte (Wissenschaftsforschung).


Last update: 30. November 1997 © by Walther Umstaetter