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XML in 7 Punkten

(zitiert und adaptiert nach Bert Bos: XML in 10 points (7, really...)

1. XML ist eine Methode, um strukturierte Daten in eine Text-Datei zu speichern.

Unter strukturierten Daten sollte man sich Tabellen, Adressenbücher, Konfigurationsparameter, finanzielle Transaktionen, technische Zeichnungen und ähnliche Dinge vorstellen. XML stellt eine Reihe von Regeln, Richtlinien oder Konventionen zur Verfügung, um Textformate für diese Daten zu designen, so dass diese später auch ohne das Programm, welche sie produzierte, zu lesen sind. Dabei sollen diese XML-Dateien einfach zu erstellen und zu lesen sein und Fallen wie fehlende Erweiterfähigkeit, fehlende Unterstützung für die Internationalisierung und Platform-Unabhängigkeit vermeiden.

2. XML sieht ein bißchen aus wie HTML, aber es ist nicht HTML.

XML nutzt wie HTML sogenannte Tags und Attribute um Strukturen kenntlich zu machen. Während HTML allerdings spezifiziert, was welcher Tag und welches Attribut ganz genau meinen, nutzt XML die Tags nur um Datenstücke abzutrennen und überlässt die Interpretation der Daten komplett der Anwendung, die diese lesen wird.

3. XML ist Text, aber es ist nicht dazu gedacht, von Menschen gelesen zu werden.

XML Dateien sind Textdateien, um das Debugging zu erleichtern (man braucht einen simplen Texteditor, um eine XML Datei lesen zu können).

4. XML ist in Wirklichkeit eine ganze Familie von Technologien.

XML 1.0 - definiert, was Tags und Attribute sind
Xlink - beschreibt einen Standard, wie Hyperlinks einer XML Datei hinzuzufügen sind
XPointer & XFragments - beschreibt Syntax, um zu Punkten in einem XML Dokument zu verweisen
CSS, XSL - sind Stylesheet-Sprachen
XML Namespaces - beschreibt, wie man eine URL mit jedem einzelnen Tag oder Attribut in einem XML Dokument assoziieren kann
etc.

5. XML ist ausschweifend, aber das ist kein Problem.

XML Dateien sind fast immer länger als vergleichsweise binäre Formate, weil sie im Textformat sind und Tags zur Eingrenzung von Daten benutzen. Dies ist aber bei den heutigen Komprimierungsmöglichkeiten und geringen Speicherkosten kein Problem mehr und wird von den Vorteilen mehr als kompensiert.

6. XML ist neu, aber nicht so neu.

Die Entwicklung von XML begann 1996, ein W3C Standard wurde es im Februar 1998. Die Mutter, SGML, wurde aber schon in den frühen 80er Jahren entwickelt und HTML 1990.
Während SGML hauptsächlich für die technische Dokumentation genutzt wird und sehr viel weniger für andere Datenarten, ist dies bei XML genau entgegengesetzt.

7. XML ist lizenzfrei, Platform-unabhängig und gut unterstützt.

 

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15.11.2000
xmlin7p.html
© V. Petras, 2000