Geschichte
1967 Generic Coding Project der Graphic Communications Association
- Trennung von Struktur und Layout bei Publizierungssystemen
1969 Generalized Markup Language (Charles Goldfarb, Edward Mosher,
Raymond Lorie) für IBM
- Textedition, Formatieren, Document sharing
1978 Charles Goldfarb arbeitet im Auftrag des American National Standards
Institute an einem Projekt für eine Textbeschreibungssprache nach
dem Vorbild von GML
1986 SGML wird zum ISO-Standard erklärt
1992 ISO 10744 HyTime (Hypermedia / Time-based Structuring Language)
- Sprache für Links und Crossreferenzen
1996 ISO 10179 DSSSL (Document Style Semantics and Specification Language)
nach 10jähriger Entwicklungszeit wurde ein Standard für eine
Style-Sprache geschaffen
Breite Anwendung
Das CALS - Computer Aided Acquisition and Logistics Support war eine
Initiative des U.S. Department of Defense, um den elektronischen Austausch,
die elektronische Speicherung und Distribution von technischen Produkt-Dokumentationen
mit seinen Zulieferern zu erleichtern.
Ziel war es, einen Standard für den Austausch, die Strukturierung
und die Archivierung dieser technischen Informationen zu finden. (Wenn
man bedenkt, daß ein U.S. Navy Schiff an die 15-20 t Dokumentationsmaterial
mit sich führt, ist klar, wie wichtig die Erschaffung eines Standards
für die elektronische Speicherung wurde.)
Problem war, daß jeder einzelne Zulieferer sein eigenes proprietäres
System benutzte und damit inkompatibel zu den Systemen anderer Zulieferer
war. CALS löste dieses Problem, in dem es einheitliche Austauschformate
/ Standards schaffte. Schon 1985 (ein Jahr, bevor SGML offiziell ein
ISO Standard wurde) bestimmte das Department of Defense, dass technische
Dokumente (also Text) dabei mit SGML ausgezeichnet werden sollen
.
Trennung von Struktur und Layout
SGML trennt die Dokumentstruktur vom Dokumentlayout und garantiert
damit eine Systemunabhängigkeit der Dokumente.
Die Dokumentstruktur wird mit Hilfe der sogenannten DTD ausgezeichnet
- d.h. die einzelen Strukturelemente des Dokuments werden durch ein
Markup mit Tags kenntlich gemacht.
Das dabei entstehende SGML-Dokument (Dokument-Instanz) besteht nur
aus ASCII-Zeichen.
Auch die DTD (Liste der Strukturelemente, die in einem Dokument vorkommen
können) besteht nur aus ASCII-Zeichen.
Das Layout des Dokuments wird getrennt davon vorgenommen und kann
dann in einem Browser mit dem Inhalt zusammengeführt werden.
Einem Dokument können dabei mehrere Layouts zugewiesen werden,
z. B. das Bildschirmlayout oder das Printlayout.
Bestandteile eines SGML-Dokuments