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INF: Wissen organisiert sich immer reproduktiv aus sich selbst heraus.

EXP: Ausgehend von einer Axiomatik, auf der jedes Wissen irreduzibel aufbaut, ergibt sich immer ein und das selbe Wissensgebäude. Auch wenn dieses Wissensgebäude immer mit einer gewissen Unschärfe behaftet ist, da es kein unendlich scharfes Wissen gibt, ist es für verschiedene Kommunikationspartner mit ähnlichem Wissen kompatibel.
Nur bei fehlerhaftem bzw. irrelevantem Wissen kommt es daher wiederholt zu Missverständnissen. Das gilt für die Geistes- und Naturwissenschaften in gleicher Weise, wenn sie beide auf der sie verbindenden Informationstheorie aufbauen. Eine unscharfe oder unverbindliche Axiomatik muss dagegen zu permanenten Missverständnissen und zu Kommunikationsverlust führen.
Wissen kann damit nicht beliebig organisiert und auch nicht beliebig repräsentiert werden. Es reproduziert sich in jedem Lebewesen auf ganz ähnliche Weise neu, auch wenn die einzelnen Subjekte für sich bestimmte subjektive Betrachtungen des selben Wissens bevorzugen. Im Sinne Jakob von Uexkülls hat der Regenwurm daher eine eigene Merk- bzw. Umwelt. Er unterliegt trotzdem der selben Biologie, der selben Chemie und der selben Physik wie alle anderen Lebewesen dieser Welt. Sein genetisch erlerntes Wissen über diese Welt stimmt damit weitgehend mit dem aller anderen Lebewesen überein.

LINK: Kausalität


Begriffe im semiotischen Thesaurus: Axiomatik, Informationstheorie, Kommunikation, Wissen

COP: Umstaetter, W.
UPD: 6.4.2001