Prof. Dr. Peter Zahn    /  zur Homepage

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Die Sorbonne


Seminararbeit im SS 1998
von Halka Zwietasch

Das Collegium

Die Gründung Roberts von Sorbon

Die Struktur des Kollegiums

Die Verwaltung

Der Neubau Richelieus als Universitätsgesamtgebäude

Die Zeit der Französischen Revolution und das 19. Jahrhundert

Die Sorbonne nach der Neugliederung 1970

Die Bibliothèque de la Sorbonne

Die Entstehung

Die Kataloge

Die Teilung der Bibliothek

Benutzung und Ausleihe

Aufschwung und Niedergang

Die Bibliothèque de la Sorbonne in der Neuzeit und ihre Sammlungen

Das Collegium

Die Gründung Roberts von Sorbon

 Die Sorbonne ist die älteste und bis zur Neugliederung 1968 einzige Universität in Paris. Ihren Ursprung fand sie in    dem 1257 von Robert von Sorbon, Kaplan Ludwig IX., für 16 mittellose Theologiestudenten gegründeten Kollegium,  einer  internatsähnlichen Kirchenschule. Aufgrund seiner Vertrauensstellung zu König Ludwig IX. gelang es Robert von  Sorbon, Interesse bei den obersten staatlichen Autoritäten für sein Projekt zu wecken. Der König hatte bereits einige,  wahrscheinlich für einen anderen Zweck bestimmten Gebäude erworben. In drei Häusern, darunter zwei eine  Schenkung aus königlichem Besitz, wurde im Studienjahr 1257/1258 das Kollegium eröffnet. Der Besitz wurde durch  fortlaufenden Ankauf benachbarter Gebäude und Neubauten erweitert, so daß zwischen 1257-1283 ein  zusammenhängendes Großgrundstück entstand.

Die Struktur des Kollegiums

Die Stiftung galt Graduierten, die das Artes-Studium mit dem Magistergrad abgeschlossen hatten und nun Theologie studierten und sich auf die Doktorprüfung vorbereiteten. Idee Roberts von Sorbon war es, die Mitglieder der Einrichtung zu einer Gemeinschaft zu verbinden. Dies zu verwirklichen, fiel nicht schwer, denn die Studenten standen durch die gemeinsam zu befolgenden Regeln, die gleichen Studieninteressen und die Diskussion über ihre universitäre Arbeit in ständigem Kontakt und erhielten so wertvolle Anregungen. Auftretende Probleme und Streitigkeiten wurden gemeinsam besprochen und beigelegt. Jeder hatte eine Stimme  und durfte abstimmen. Dieser kollegiale und solidarische Gedanke wurde in vielen nachfolgenden Kollegiumsneugründungen aufgegriffen und man bezog sich dort ausdrücklich auf die Struktur der Sorbonne als Vorbild. Neben den Kollegiaten wurde auch eine Anzahl von armen Grammatik- oder Artes-Studenten, sogenannte "beneficarii" aufgenommen. Für Hilfeleistungen im Kollegium erhielten sie Unterkunft, Verpflegung und Unterricht von den Kollegiaten.
Im Jahre 1271 richtete Robert von Sorbon ein Kollegium für Artes-Studenten ein, das "Petit Collège de Sorbon", später "Collège de Calvi" genannt , das sich an das Hauptkolleg anschloß. Der Tagesablauf im Kollegium war durch die von Robert von Sorbon persönlich erstellten Statuten geregelt. Diese bestimmten unter anderem über die reihum zu leistenden, mehr oder weniger angenehmen Dienste, die einzuhaltende Disziplin, wie z. B. Ausgangserlaubnis, abendliche Rückkehr, Empfang von Besuch und das Verhalten im Zimmer. Für Verfehlungen oder Verletzungen der Regeln wurden einzeln festgesetzte Strafen angesetzt.
Innerhalb des Kollegiums wurden Kurse und Übungen zur Repetition und Disputation  abgehalten, die die in den Lesesälen stattfindenden Lehrvorgänge ergänzen und vertiefen sollten. Anfang des 14. Jahrhunderts fanden die Vorlesungen im Kapitelsaal von Notre Dame und danach für kurze Zeit in der Klosterkirche der Mathuriner statt. Die großen Disputationen der Fakultät wurden jedoch schon zu dieser Zeit in der Sorbonne gehalten. Externe Theologiestudenten ("socii sine bursa") durften beit Bestehen des Kollegiums an den internen Lehrveranstaltungen teilnehmen. Die Repetitionen weiteten sich zu selbständigen Vorlesungen aus. Ab 1550 war die Sorbonne das zentrale Lehrsaalgebäude und damit der Hauptsitz der theologischen Ausbildung in Frankreich, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts das Hauptgebäude der gesamten Universität Paris wurde.

Die Verwaltung

Oberaufsichtsführendes Gremium waren der Kanzler und die Universität. Dem Visitatorengremium gehörten neben anderen Fakultätsvertretungen sämtliche Theologiedoktoren und der Kanzler (gleichzeitig Dekan der theologischen Fakultät) an. Das Gremium war relativ schwerfällig; daher wurden die Entscheidungen überwiegend vom Provisor getroffen, In den Händen des Provisors lag die Führungs- und Disziplinargewalt, die allgemeine Geschäftsführung sowie die Verwaltung des Vermögens. Das Amt des Rektors des Kollegiums higegen hatte eher symbolischen Charakter. Er repräsentierte die Gemeinschaft und besaß keinerlei Machtbefugnis. die die Zusammensetzung des Visitatorengremiums besaß die Universität selbst die Kontrolle über das Kollegium und war eng mit ihm verbunden. Das Kollegium hatte nicht die Stellung einer selbständigen Korporation, sondern war der Universität unterstellt. Dadurch wurde das Kollegium zunehemend in die Universtät integriert.

Der Neubau Richelieus als Universitätsgesamtgebäude

In den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde Kardinal Richelieu Provisor der Sorbonne. Kurze Zeit später begann er mit Vorarbeiten für einen Neubau der Sorbonne auf eigene Kosten, der an derselben Stelle stehen, aber größer und formal einheitlicher sein sollte. Bauplatz war das alte aber erweiterte Großgrundstück. Der Neubau wurde zwischen 1627 - 1648 von Lemercier, einem der berühmtesten Architekten seiner Zeit, errichtet.
Neben der bisherigen Kapelle wurde ein Kirchenbau (ab 1635) auf dem Grundstück des ehemaligen Petit Collège de Sorbonne errichtet. Dabei wurden die beidseits der Kirche liegenden Innenhöfe dreigeschossig (bisher zweigeschossig) umbaut. Im Obergeschoß waren über den Versammlungsräumen die Bibliothek und interne Lesesäle  für die Kollegiaten der Sorbonne eingerichtet.  Desweiteren gab es in dem Neubau auch Unterkunfts- und Wohnräume für die Studenten, die Professoren und das Personal. Auch für die Nicht-Kollegiaten wurde eine neues Lehrsaalgebäude, die Ecole Externe in der Nähe der Sorbonne errichtet. Der Neubau, der für die theologische Fakultät errichtet worden war, hatte die Aufgabe 1. das Gesamtgebäude der Fakultät, in dem speziellen Fall das Gesamtgebäude der Universität und 2. ein Kollegium zu sein. Damit begann die Verschmelzung des Kollegiums "Sorbonne " und der Lehranstalt Universität.

Die Zeit der Französischen Revolution und das 19. Jahrhundert

Der Einfluß der theologischen sowohl auf religiösem als auch auf politischem Gebiet beherrschte das 16. - 18. Jahrhundert. Bis zur Revolution 1789 war die Sorbonne aufgrund des Bildungsmonopols des Klerus die maßgebliche Autorität in allen Fragen des Glaubens und Wissens. Ihre Entscheidungen auf dem Gebiet der orthodoxen Theologie und des Kirchenrechts waren bindend.
Während der Französischen Revolution wurden die Hochschulen, einschließlich der Sorbonne (1791) geschlossen. 1806/08 wurde die Sorbonne als höchste französische Bildungsstätte durch eine Dekret Napoleons wieder eröffnet. Um die baulichen Verhältnisse neu zu ordnen, plante Napoleon ein Universitätsgesamtgebäude, das 1812 begonnen aber infolge der politischen Konstellation nicht ausgeführt wurde. Ab 1821 wurde die Universität offiziell als "Sorbonne" bezeichnet, wurde Fakultätssitz und auch Sitz anderer wissenschaftlicher Institutionen.
Zwischen 1816 - 1821 konsolidierten sich die theologische, die naturwissenschaftliche und die geisteswissenschaftliche Fakultät zu einem  eigenen Dasein; ihre Bibliotheken wurden der Bibliothèque de la Sorbonne hinzugefügt. Im Jahre 1857 wurde die Sorbonne, die einen privaten Status hatte, urkundlich der Stadt Paris übertragen. 1884 beabsichtigte Napoleon III einen größeren Wiederaufbau der Einrichtung - ein Projekt, das 1889 beendet wurde; nur die von Richelieu erbaute Kapelle überlebte. Schließlich wurde die Sorbonne zwischen 1885 - 1901 von Henri Paul Nénot zur größten Universität Frankreichs um- und ausgebaut. So wurde Ende des 19. Jahrhunderts an dem Ort, wo einstmals das berühmteste Kollegium der Pariser Universität entstand, ein Bauwerk errichtet, in dem sich die Universität Paris, die Sorbonne, als Ganzes darstellt.

Die Sorbonne nach der Neugliederung 1970

Nach dem II. Weltkrieg nahm die Zahl der Studenten rapide zu. Die in den folgenden Jahren wachsende Unzufriedenheit der Studenten gipfelte schließlich in den Studentenprotesten 1968, in denen vor allem die starren Fakultätsstrukturen und der Platzmangel, besonders aber auch der ungenügende Raum für die Bibliothek beklagt wurden Die Proteste endeten u. a. mit der Besetzung der Bibliothek. Die französische Regierung verabschiedete 1970 einen Reformbeschluß, der das Pariser Universitätsssystem neu in 13 Universitäten gliederte.
Die Sorbonne ist auch heute noch in Geisteswissenschaften und Philologien eine der führenden. Sie steht grundsätzlich allen Studenten der 13 Pariser Universitäten und allen Hochschuldozenten französischen Universitäten offen. Seit der Neuordnung des Hochschulwesens betreut die Sorbonne jedoch hauptverantwortlich die Universitäten Paris I, II, IV, V und VII und ist Sitz der Universität Paris I (Panthéon-Sorbonne),Paris III (Sorbonne nouvelle), und Paris IV (Paris-Sorbonne).

Die Bibliothèque de la Sorbonne

Die Entstehung

Die Bibliothèque de la Sorbonne wurde Ende des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt, war aber mit Sicherheit eher vorhanden und lag räumlich gesehen wahrscheinlich über der Aula. Sie ist größtenteils durch Schenkungen der einstigen Mitglieder des Kollegiums entstanden, die ihren Bücherbesitz aus Dankbarkeit der Stätte ihrer Studien übereigneten. Die Namen der Mitglieder, deren Zahl sich auf ungefähr 170 belief und das Jahr der Schenkung wurden in den Hanschriften und Katalogen eingetragen. Gelehrte aller Länder
(z. B. aus Frankreich, England, Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien und Polen) beteiligten sich an den Schenkungen. Da diese Geschenke freilich nicht Vollständigkeit boten, wurden die Lücken durch Abschrift, Kauf und Tausch ergänzt. Auch der Gründer der Sorbonne, Robert von Sorbon unterstützte die Literatursammlung, indem er seine Privatbibliothek und Geldmittel beisteuerte.

Die Kataloge

Ein aus dem Jahr 1289 stammender Katalog führte 1017 Handschriften auf, wobei zu bemerken ist, daß alle außer vier in lateinischer Sprache verfaßt waren. Gemäß den damals entstandenen Katalogen stieg diese Zahl bis 1338 auf 1722 an. Die Bibliothèque de la Sorbonne besaß im Mittelalter eine der bändereichsten Sammlungen und war die bedeutendste der mittelalterlichen Universitätsbibliotheken.
Die damaligen Kataloge stellten den Gipfel der mittelalterlichen Katalogisierungspraxis dar. Wie weit diese bereits gediehen war, zeigt z. B. die Tatsache, daß ein fragmentarisches Verzeichnis aus den ersten Jahrzehnten bei jeder Handschrift neben dem genauen Inhalt auch den Anfang des zweiten oder dritten Blattes, sowie die ersten Worte des letzten Blattes, die Namen der Geber und den Taxwert, der bei der Akzession festgestellt wurde, angab. Dieser war für die Verleihung und im Falle des Verlustes von Bedeutung. Der gleiche Eintrag wie im Katalog befand sich auch in der Handschrift.

Die Teilung der Bibliothek

Im Jahre 1289 wurden die Bestände geteilt - in eine "Libraria magna" und eine "Libraria parva".
Die "Libraria magna" war eine der gesamten Öffentlichkeit zugängliche Präsenzbibliothek. In ihr waren die zum Studium unentbehrlichen Bücher untergebracht, die angekettet waren und nur ausnahmsweise und mit besonderer Genehmigung entliehen werden durften. Die Standardwerke eines jeden Wissenschaftsgebietes konnten jederzeit hier eingesehen werden.
Im Gegensatz zur "Libraria magna" war die "Libraria parva" eine Ausleihbibliothek, denn in ihr wurden Dubletten und weniger verlangte Literatur aufbewahrt. Die "Libraria parva" wurde erst im 15. Jahrhundert für Nichtmitglieder geöffnet. Das im Jahre 1338 aufgestellte Inventar bezifferte die Zahl der Handschriften auf 1722 und beschrieb damit genau die Handschriften der "Libraria parva". Davon lagen 330 angekettet in der großen Bibliothek, die als Lesesaal bezeichnet werden konnte, 1090 bildeten die kleine Bibliothek, das Magazin. Die entsprechende Verzeichnung der "Libraria magna" ist nicht erhalten. Die Leitung der Bibliothek lag in den Händen eines jährlich von dem Kolleg gewählten Bibliothekars, der Unterstützung von Gehilfen erhielt.

Die Benutzung und Ausleihe

Die Benutzung der Bibliothek war auf das Freigiebigste geregelt. Neben den Mitgliedern der Sorbonne, denen die Schlüsses ausgehändigt wurden, hatten auch Universitätsangehörige Zugang. Die Leihfrist war sehr ausgedehnt - für bevorzugte Mitglieder des Kollegs sogar unbeschränkt. Nichtmitglieder hatten ein dem Wert der Handschrift entsprechendes Pfand zu hinterlegen. Die Leihregister wurden allerdings sehr genau geführt. So wurden z. B. der Name des Entleihers, der Titel und die Standortnummer der Handschrift, ihr Wert, die ersten Worte des zweiten und vorletzten Blattes sowie die Zahl der Lagen notiert, so daß die Wiedererkennung gesichert war. Daß die liberale Handhabung der Benutzung auch ihre Schattenseiten hatte, ist evident. Im Jahre 1338 waren von 1722 Handschriften ca. 300 verliehen bzw. nicht auffindbar. Diese Tatsache beweist, daß ein so großzügiger Umgang mit dem Buchbestand der Erhaltung der Bibliothek nicht förderlich sein kann. Nichtsdestoweniger war der Bestand der Bibliothek bis zum Ende des 15. Jahrhunderts bereits auf 2.500 Bände angewachsen - überwiegend in handschriftlicher Form. Als dann im 15. Jahrhundert auch die "Libraria parva" Nichtmitgliedern zugänglich wurde riß eine völlige Unordnung ein. Dieser Zustand verbesserte sich auch nicht, als das gedruckte Buch immer mehr an Bedeutung gewann. Die Sorbonne trug zur Einführug des Buchdrucks in Frankreich bei, indem sie 1469 drei Mainzer Buchdruckern (Michel Freiburger, Ulrich Gering und Martin Crantz) in Paris bei der Einrichtung der ersten Druckerei in Frankreich unterstützten.Diese Druckerei wurde in einem der Bibliothek benachbarten Gebäude errichtet, das noch im 17. Jahrhundert stand. 1480 wurde für die Bibliothek ein freistehendes Gebäude mit rundumlaufendem Gang errichtet.

Aufschwung und Niedergang

Die Bibliothek erfuhr Phasen des Wachstums als auch des Niedergangs. So erfreute sich die Bibliothèque de la Sorbonne z. B. der Gunst Kardinal Richelieus. Kardinal Richelieu, der von 1624 - 1642 Provisor der Sorbonne war, baute einen Großteil der Einrichtung als auch die Kapelle wieder auf.
Seine Privatbibliothek mit mehr als 1.000 Bänden wurde der Bibliothèque de la Sorbonne gestiftet.
Die an Handschriften und frühen Drucken reiche alte Bibliothèque de la Sorbonne wurde durch die Revolution vernichtet. Die 1770 gegründete neue Bibliothèque de la Sorbonne entwickelte sich zur bedeutendsten Literatursammlung innerhalb des Pariser Universitätssystems. Sie hat die Revolution überdauert und nahm vor allem während des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts erheblichen Aufschwung und übernahm 1885 die Funktion einer Fakultätsbibliothek für Geisteswissenschaften. 1789 besaß die Bibliothek mehr als 25.000 Bände und über 2.000 Handschriften. Während der Französischen Revolution, im Jahre 1794, wurde der Bibliotheksbestand beschlagnahmt; die gedruckten Materialien wurden  zu verschiedenen Bibliotheken gesandt, während die Handschriften in der Bibliothèque Nationale aufbewahrt wurden.
Im Zuge des größeren Wiederaufbaus der Sorbonne zwischen 1884-1889 wurde auch für die Bibliothek ein neues Gebäude mit über 300 Sitzplätzen errichtet. Es wurde allerdings erst 1897 bezogen. Im Jahre 1901 hatte die Bibliothek bereits einen Bestand von über 1 Million Bänden.

Die Bibliothèque de la Sorbonne in der Neuzeit und ihre Sammlungen

Im Jahre 1991 konnte die Bibliothèque de la Sorbonne einen Bestand von über 3 Millionen Bänden nachweisen. Die Basis bildeten zum einen ein Geschenk von 8.000 Bänden aus dem Jahre 1962,  das von einem früheren Universitätsprofessor namens J. G. Montempuis stammte, zum anderen die Sammlungen, die zu Beginn der Französischen Revolution verstreut wurden. Wegen des großen Umfangs der früheren Sammlungen wurde die Sorbonne eine bedeutende Forschungsbibliothek für Gelehrte. Besondere Beachtung verdient die Sammlung von über 40.000 französischen und anderen europäischen Hochschulschriften. Über die Jahre erwarb die Bibliothek eine Anzahl  spezialisierter Sammlungen, so z. B. die Sammlung Beljame (Shakespeare in Frankreich), die Sammlung Eugene Manuel (Französische Dichter und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts) und die Archivbestände der Univesität von Paris vom 14. - 18. Jahrhundert. Außerdem hat die Bibliothèque de la Sorbonne auch die Privatbibliothek des im 19. Jahrhundert lebenden Philosophen Victor Cousin in ihrem Besitz. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von über 20.000 Bänden, die sowohl Bücher als auch Handschriften beinhaltet, die sich mit der französischen Philosophie und Literatur des 17. - 19. Jahrhunderts beschäftigen. Daneben sind auch persönliche Notizen und der Briefwechsel Cousins in der Bibliothèque de la Sorbonne erhalten.

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