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Letzte Änderung: 30.03.2005 - Hinweise bitte an PB


ussGUS
Regionalwissenschaftliche Datenbank für den Nachweis von Literatur mit Bezug auf Russland, die UdSSR und ihre Nachfolgestaaten


Die Datenbank RussGUS wurde vom Dokumentationszentrum für das Schrifttum aus und über Rußland/UdSSR/GUS beim Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin unter der wissenschaftlichen Leitung von Peter Bruhn und Dr. Tessa Hofmann entworfen und aufgebaut. Daran war eine Reihe sehr qualifizierter und engagierter Mitarbeiter und Studenten beteiligt. RussGUS enthält zur Zeit annähernd 180.000 Literaturnachweise.

Die Berichtszeit für das nachgewiesene Schrifttum beginnt mit dem Jahr 1974. In der zweiten Hälfte der 70er Jahre wurde das einschlägige Schrifttum noch mit dem Bemühen um Vollständigkeit erfasst. In den 80er Jahren mußte, bedingt durch eine unzureichende Personalausstattung des Dokumentationszentrums, die Erfassung auf das besonders relevante Schrifttum eingeschränkt werden. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre schließlich kamen die Arbeiten mehr oder weniger zum Erliegen. Mit dem Ende des Jahres 2003 wurde die Fortschreibung der Datenbank ganz eingestellt. Seitdem beschränken sich die Erfassungsarbeiten auf retrospektive Ergänzungen, vor allem des Erscheinungsjahres 1974.

So sehr die dadurch bedingte Einbuße an Aktualität von RussGUS zu beklagen ist, verliert der vorhandene Datenbestand, der hier weiterhin angeboten wird, dennoch nicht an Bedeutung. Gibt es doch für die wesentliche Berichtszeit von RussGUS, namentlich für das letzte Viertel des 20. Jahrhunderts weltweit keine auch nur annähernd vergleichbare Quelle. RussGUS deckt mit seiner Berichtszeit zudem eine ganz wesentliche Phase in der russischen Geschichte ab, - den durch rasante gesellschaftliche und politische Veränderungen gekennzeichneten Übergang von der Ära der Stagnation unter Breschnew, zur Ära von Perestroika und Glasnost unter Gorbatschow und weiter zur Ära Jelzin, d.h. den Übergang von der Sowjetunion zur Russischen Föderation und zu den Staaten der GUS und des Baltikums. Während der am Schrifttum über Russland Interessierte sich die benötigten Literaturnachweise für die Gegenwart, vor allem im Bereich der Beiträge in Periodika, jetzt zur Not wenigstens teilweise aus einer Vielzahl zunehmend neu entstandener und entstehender Datenbanken von Zeitungs- und Zeitschriftenarchiven zusammenklauben kann, bleibt er für die Vergangenheit nach wie vor auf RussGUS angewiesen.

Die Zedat der Freien Universität hatte den Rechner, auf dem RussGUS ursprünglich implementiert war, bedauerlicherweise anfang des Jahres 1997 rigoros abgeschaltet. Dem Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität ist es zu verdanken, daß die Datenbank RussGUS, die sich nach wie vor reger internationaler Benutzung erfreut, trotzdem wieder jedermann online zur Verfügung steht. Herrn Dipl.-Math. Michael Heinz, Akadem. Mitarbeiter des Instituts,  ist es gelungen, die nicht unkomplizierte Datenstruktur von RussGUS der verwendeten Datenbank-Software STAR anzupassen. Ihm ist es zu verdanken, daß nunmehr eine wesentlich effektivere und komfortablere Nutzung von RussGUS im Internet möglich ist. Weitere Verbesserungen sind in Vorbereitung.

 

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