Peter Bruhn

50 Jahre 17. Juni 1953 -  Bibliographie

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH, 2003. - 341 S.


Pressestimmen:

In bewegender Weise zeigt diese Veröffentlichung zwei Gesichter des bekannten Bibliographen. Zum einen ist der objektiv, unbestechlich, akribisch arbeitende Bibliograph erkennbar, wie ihn die Öffentlichkeit seit Jahrzehnten kennt. Zum anderen offenbaren Widmungen und die Widmungsseite 9 das Gesicht des mit dem Thema erlebnismäßig verbundenen, engagierten Bürgers, der dem Geschehen noch nach fünfzig Jahren eine menschliche Dimension verleiht. Wenn anlässlich des 50. Jahrestages des 17. Juni auch von einem leicht mystifizierenden, ideologisierenden „schwierigem Datum" der deutschen Geschichte orakelt wird, zeigt dies auf seine Weise auch die Notwendigkeit dieser anspruchsvollen, nüchternen bibliographischen Arbeit, die hervorragend dazu hilft, keine persönlichen Schlachten zu schlagen, sondern hilft zu verstehen und Lehren zu ziehen - in dem Maße, in dem man aus der Geschichte lernen kann. Das ist alles andere als wenig.
Ein entsprechend großer und aufrichtiger Dank ist Peter Bruhn zu sagen, der freilich am besten und angemessensten gezollt werden kann, durch sachliche Benutzung, nüchterne Auswertung und dadurch, wenigstens klug zu werden für ein anderes Mal. (Aus: ProLibris)


Peter Bruhn hat mit der vorliegenden Bibliographie unter Beweis gestellt, dass er einer der großen Bibliographen in Deutschland ist. Es bleibt zu hoffen, dass Bibliotheken, Museen, Archive, Institute für Zeitgeschichte, Redaktionen von Tages- und Wochenzeitungen und Verlage, die zeitgeschichtliche Bücher herausgeben, von dieser Bibliographie häufig Gebrauch machen. (Aus: Bibliothek – Forschung und Praxis)


 

Über die Probleme der Deutschen, des 17. Juni angemessen zu gedenken, kann Bruhn Bücher schreiben. Und er hat sie geschrieben. Der Bibliothekar ist seit jenen aufregenden Junitagen 1953 damit beschäftigt, jeden Buchaufsatz, jeden Zeitzeugenbericht und jeden Zeitungsartikel zum damaligen Volksaufstand aufzuheben und zu sortieren. Dicke Bibliographien hat er verfaßt. Es ist seine Art, mit den Ereignissen umzugehen. Bruhn verarbeitet auf diese Weise Geschehnisse, die auch sein Leben total verändert haben. (Aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung)

 


„Das vorliegende Verzeichnis enthält ohne Rücksicht auf ihre politische Herkunft oder gar auf ihre Solidität alle mir bekannt gewordenen Schriften zur Thematik des 17. Juni 1953“ (12), schreibt Bruhn, der den Volksaufstand selbst miterlebte. Neben deutschsprachigen Publikationen wurden auch Artikel, Aufsätze und Bücher berücksichtigt, die auf Russisch, Englisch und Französisch erschienen sind. (Aus: Zeitschrift für Politikwissenschaft)


 

Der Bibliograph, Augenzeuge des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953, hat seitdem Literatur zum Thema gesammelt und in Vorbereitung zu dieser, aus Anlaß des 50. Jahrestages erschienenen Bibliographie seine nur bei den Monographien nach Vollständigkeit strebende Titelsammlung durch Recherchen in Datenbanken komplettiert. Die Bibliographie wird durch ein vorangestelltes systematisches Themen-Verzeichnis (S. 15 - 76) erschlossen, das mit Kurztiteln, die erforderlichenfalls auf die Kernaussage reduziert sind und mit Angabe des Erscheinungsjahres auf die laufende Nummer verweisen. Es ist dies eine dem Material angemessene Erschließung, auf die aber nur ein erfahrener Bibliograph kommt. (Aus: Informationsmittel <IfB> / Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft)


 

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