Nachfolgend bieten wir allen Interessenten Einblick in die Regeln, nach denen bei der Daten-Erfassung für RussGUS vorgegangen wurde bzw. wird. Sie sind eigentlich interner Natur, weil nur für die Mitarbeiter von RussGUS gedacht und enthalten deshalb mancherlei, was für den normalen Datenbank-Benutzer nicht relevant ist. Sie betreffen ja auch nur den ersten Schritt beim Aufbau des Datenbestandes, nämlich die Art der Erfassung der Rohdaten. Für jeden Benutzer aber, der Aufschluß sucht hinsichtlich der komplexen Datenstruktur von RussGUS, wie auch für Fachkollegen, sind sie sicherlich eine interessante Quelle, deren Kenntnis bei einer intensiveren Benutzung von RussGUS zweifellos von Nutzen sein kann. Das gilt insbesondere für die Bereiche der Sachklassifikation und der diversen Register.


 
 

Datenbank RussGUS

BIBLIOGRAPHIE
 
 

REGELN FÜR DIE DATENERFASSUNG
 
 
 

Erstellt und überarbeitet
von

Peter Bruhn
 
 

(Version 01/1)









Inhalt:

  1) Vorbemerkungen
  2) Feld 001=  Laufende Nummer
  3) Feld 002=  Erscheinungsland
  4) Feld 003=  Erfassungsart
  5) Feld 004=  Bearbeiter
  6) Feld 005=  Bearbeitungsdatum
  7) Feld 006=  Quelle
  8) Feld 007=  Standort
  9) Feld 008=  Erfassungstiefe
10) Feld 009=  Jahrgang
11) Feld 010=  Notation
12) Feld 011=  Zusätze
13) Feld 020=  Literaturform
14) Feld 030=  Autoren
15) Feld 035=  Stellung des Autors
16) Feld 040=  Sachtitel
17) Feld 050=  Untertitel
18) Feld 060=  Sonstige Angaben (Impressum)

Bei Litfo=M (nicht bei M/Diss):
19a) Feld ort=  Erscheinungsorte
19b) Feld ver= Verlage
19c) Feld bnd= Bandzählung
19d) Feld eja=  Erscheinungsjahr
19e) Feld sei=  Seitenzahl
19f) Feld bei=   Beigabenvermerk

Bei Litfo=Mt (nicht bei Mt/Diss):
19a) Feld aut= Autor(en) oder Hrsg. der betr. Monographie
19b) Feld tit=   Titel
19c) Feld eor=  Erscheinungsort(e)
19d) Feld bnd= Bandzählung
19e) Feld eja=  Erscheinungsjahr
19f) Feld sei=   Seitenzahl bzw. -angabe
19g) Feld bei=  Beigabenvermerk

Bei Litfo=Zs oder Zs/Rez:
19a) Feld nam= Titel des Zeitschrift
19b) Feld bnd=  Jahrgangszählung
19c) Feld eja=    Erscheinungsjahr
19d) Feld num=  Heftnummer
19e) Feld sei=    Seitenangaben
19f) Feld bei=     Beigabenvermerk

Bei Litfo=Zt oder Zt/Rez:
19a) Feld nam= Titel der Zeitung
19b) Feld znr=   Zeitungsnummer
19c) Feld dat=    Erscheinungsdatum
19d) Feld sei=    Seitenangabe
19e) Feld bei=    Beigabenvermerk

Nur bei Litfo=M oder M/Diss:
20) Feld 090=    Serientitel + -zählung

21) Feld 100=  Inhaltsangaben / Annotationen
22) Feld 110=  Geo-Register
23) Feld 120=  Personen-Register
24) Feld 130=  Weitere Notationen
25) Feld 131=  Zusätze zu Notationen im Feld 130
26) Feld 140=  Weitere Notationen
27) Feld 141=  Zusätze zu Notationen im Feld 140
28) Feld 150=  Schlagwörter

Nur bei Litfo= .../Diss:
29) Feld 160=  Hochschulort
30) Feld 170=  Hochschule
31) Feld 180=  Fakultät, Fachbereich oder ähnl.
32) Feld 190=  Promotionsdatum
33) Feld 200=  Paginierung
34) Feld 210=  Zusatzangaben
35) Feld 220=  Titel einer Buchhandelsausgabe
36) Feld 230=  Vermerk ob Diss. oder Habil.

37) Feld 500=  Korrektor
38) Feld 501=  Datum der letztmaligen Korrektur

Verzeichnis der Anlagen
 


________________________________
 
 

Vorbemerkungen


Abgrenzung:

a) regional
Die wesentlichste Eingrenzung des zu erfassenden Materials ist regionaler Art. Nachgewiesen werden alle Schriften, die einen inhaltlichen Bezug haben zu den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion, wie auch zu deren historischen Vorläufern und Nachfolgern.
(Zur Vermeidung ständiger umständlicher Formulierungen wird aber im nachfolgenden Text dieser Erfassungsregeln nur der Begriff "Rußland" verwendet anstelle von "Russisches Reich", "Sowjetunion", "UdSSR", "GUS"; analog gilt "russisch" für die Adjektivformen "sowjetisch", "die GUS betreffend" oder "die Nachfolgestaaten der ehem. Sowjetunion betreffend". Es ist wichtig, sich dieses Umstandes bei der Arbeit mit diesem Regelwerk immer bewußt zu sein! )

b) zeitlich
Es werden in der Regel nur Schriften mit den Erscheinungsjahren 1974ff. erfaßt. Nur in begründeten Ausnahmefällen sollte davon abgewichen werden.

c) formal
ca) Monographien
Bei der Ermittlung der zu erfassenden Monographien, die in der Regel an Hand entsprechender Basisbibliographien erfolgt, werden zunächst alle Titel berücksichtigt, bei denen aufgrund der bibliographischen Daten davon auszugehen ist, daß sie sich möglicherweise, ganz oder partiell mit einer in das Sammelgebiet dieser Datenbank gehörenden Thematik befassen (Vgl. Regelungen zu Feld 008).
Die eigentliche Erfassung sollte nach Möglichkeit per Autopsie erfolgen, bei der auch über die Aufnahme sogenannter Verdachtsfälle entschieden wird.
cb) Zeitschriften-Beiträge
Bei der Ermittlung der zu erfassenden Zeitschriften-Beiträge, die in der Regel per Autopsie erfolgt, werden die namentlich in etwas periphereren Periodika (wie z.B. bestimmten Vereins-Blättern u. ähnl.) vorkommenden Bagatell-Beiträge nur in Ausnahmefällen berücksichtigt.
cc) Zeitungs-Beiträge
Bei der Erfassung von Zeitungs-Beiträgen, die sowohl durch Auswertung entsprechender Basisbibliographien und Datenbanken, wie auch per Autopsie erfolgt, wird bei der Erfassung per Autopsie unterschieden zwischen originären Beiträgen der betr. Redaktion (Kommentare, Analysen, Untersuchungen, Berichte, Darstellungen usw.) und reinen Agentur-Meldungen. Letztere sollten nur in besonders relevanten Fällen und bei entsprechendem Umfang berücksichtigt werden.
 

Schreibweisen:
Die zu erfassenden Daten werden mittels PC auf einen Datenträger (Festplatte oder Diskette) in dafür vorgesehene Dateien geschrieben. Für jedes nachzuweisende Dokument wird ein eigener Datensatz erstellt. Die Datensätze für die einzelnen Dokumente werden mittels einer Leerzeile voneinander getrennt. Die zu erfassenden Daten werden nach Feldern strukturiert. Jedes Feld beginnt linksbündig mit neuer Zeile, der die jeweilige Feldbezeichnung vorangestellt wird, die aus bis zu drei Ziffern oder Buchstaben besteht und jeweils auf ein "=" (Gleichheitszeichen) endet. Insgesamt sind also die ersten vier Positionen am linken Rand für die Feldbezeichnungen reserviert. Feldinhalte beginnen deshalb stets erst mit Position 5, was bei längeren, sich über mehrere Zeilen erstreckenden Feldinhalten zu beachten ist, indem ab Zeile zwei des betr. Feldes die ersten vier Positionen jeweils freigelassen werden. Das Ende eines Feldinhaltes muß nicht durch Setzen eines Punktes abgeschlossen werden.
Der Zeichenvorrat von Schreibmaschinen und Komputern ist bekanntlich begrenzt. Das gilt auch für die im Internet zur Anwendung kommende Schreibung mittels HTML und in noch größerem Ausmaß für Datenbank-Software. Auch die für RussGUS derzeit verwendete Datenbank-Software STAR kann leider nicht alle wünschenswerten Zeichen am Bildschirm darstellen. Es ist aber möglich, Texte mit solchen Zeichen über einen Drucker korrekt ausgeben zu lassen. Eine Voraussetzung dafür ist, daß die entsprechenden nicht vorhandenen Zeichen bei der Datenerfassung mittels spezieller Umschreibungen in den Datenbestand eingegeben worden sind. Generell gilt, daß die Buchstaben des deutschen Alphabets (einschließlich der Umlaute Ä/ä, Ö/ö, Ü/ü und des ß) ebenso verwendet werden können, wie alle sog. arabischen Ziffern und die gängigen Interpunktionszeichen. Tauchen bei der Datenerfassung Zweifel auf, ob ein in der Vorlage angetroffenes Sonderzeichen verwendet werden kann, so ist die Tabelle Anlage 1a zu Rate zu ziehen. In der Vorlage angetroffene Zeichen, die in dieser Tabelle nicht vorhanden sind, dürfen nicht im Original verwendet werden! Angesichts der Spezifik der Datenbank RussGUS kommt der unverzichtbaren Wiedergabe von diakritischen Zeichen bei der Wiedergabe russischer Wörter, insbesondere Namen, durch lateinische Buchstaben eine besondere Bedeutung zu. Wie diese speziell für die Datenbank RussGUS im einzelnen zu umschreiben sind, ist der Anlage 1b zu entnehmen.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß bei der Datenerfassung Silbentrennung innerhalb eines Wortes am Zeilenende nicht praktiziert werden sollte, weil Datenbankprogramme erfahrungsgemäß nicht immer einheitlich darauf reagieren.
Bei der Angabe von Personennamen (Zunamen nebst Initialen der Vornamen, wie z.B. im Feld 120) wird zwischen den Initialen der Vornamen (ggf. Vor- und Vatersnamen) kein Leerzeichen (Blank) gesetzt, wohl aber zwischen dem Zunamen und den Initialen der Vornamen.
Beispiel: El'cin, B.N. oder Meyer, K.H.
Vatersnamen brauchen grundsätzlich nur bei Russen, Ukrainern und Weißrussen erfaßt zu werden.
Einige der ausgewerteten Bibliographien verwenden für Ergänzungen von Angaben in den Titelaufnahmen die im deutschen Bibliothekswesen gebräuchlichen Klammern ( ) und [ ]; diese sollten wegen der Auswirkung auf Sortiervorgänge bei der Datenbankbenutzung nicht übernommen werden.
Beispiel: Vorlage: M(aximilian) B(randt)
Aufnahme: Brandt, Maximilian
 

Anschließend werden in der für die Datenerfassung vorgeschriebenen Reihenfolge die einzelnen Felder vorgestellt und charakterisiert:

Feld 001= Laufende Nummer
Das Feld dient zur Aufnahme einer jedem Dokument vom Programm zugeteilten individuellen laufenden Nummer. Das Feld bleibt bei der Datenerfassung unberücksichtigt, weil es vom Programm automatisch erzeugt wird.

Feld 002= Erscheinungsland
a) Eingetragen wird hier das für das jeweilige Erscheinungsland gültige amtliche internationale Kfz.-Kennzeichen (vgl. Anlage 2)
b)Für den Fall, daß mehrere Erscheinungsländer in Betracht kommen, gilt folgende Regelung:
ba) Handelt es sich um mehrere Verlage in verschiedenen Ländern, so werden die Heimatländer aller
beteiligten Verlage berücksichtigt. Als Trenner dient ein Semikolon.
bb) Handelt es sich um einen Verlag mit Erscheinungsorten in verschiedenen Ländern, so wird nur das Land berücksichtigt, in dem der betreffende Verlag seinen Hauptsitz hat; im Zweifelsfall gilt ein deutscher Verlagsort als Hauptsitz.

Feld 003= Routine- oder Sondererfassung
Hier werden die beiden folgenden Kategorien unterschieden:
R  Routinemäßige Erfassung für alle Aufnahmen, die im Rahmen der planmäßigen Literaturauswertung erfolgen
S  Sondererfassung für alle Aufnahmen, die außerhalb der planmäßigen Literaturauswertung erfolgen
Zur Vermeidung von Doppelerfassungen ist bei Sondererfassung darauf zu achten, daß grundsätzlich nur solche Publikationen erfaßt werden, bei denen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, daß sie von der planmäßigen Literaturauswertung nicht erfaßt werden.

Feld 004= Bearbeiter
Als Bearbeiterzeichen werden hier der erste, falls zur Unterscheidung erforderlich die ersten beiden Buchstaben des Nachnamens eingetragen.

Feld 005= Bearbeitungsdatum
Hier wird das Datum für den Tag eingesetzt, an dem die Erfassung erfolgte.
Schreibweise: Tag/Monat/Jahr in arabischen Ziffern, jeweils zweistellig mit Punkt zwischen Tag/Monat und Monat/Jahr (also: TT.MM.JJ).
Beispiel: 005=03.09.94

Feld 006= Quelle
Bei Schriften, die nicht durch eigene unmittelbare Auswertung erfaßt werden, sondern durch Übernahme der Angaben aus Quellen zweiter Hand (z.B. aus Bibliographien), wird hier die Quelle angegeben. Auch hierbei ist durch Rückkopplung mit den in der Datenbank bereits gespeicherten Angaben auf Gewährleistung von Einheitlichkeit und Kontinuität der Formulierungen und Schreibweisen, besonders der verwendeten Abkürzungen zu sorgen.
Vielgebrauchte Abkürzungen sind:
für die Deutsche Bibliographie
Beispiel: 007=DB
für den Zeitungs-Index
Beispiel: 007=ZI:1976,28264 oder:  007=ZI:1975B,1246

Feld 007= Standort
Eine Eintragung des Standortes erfolgt, wenn für die bearbeitete Publikation ein Standort in einer öffentlichen oder sonstigen allgemein zugänglichen Bibliothek bekannt ist, was normalerweise bei jeder De-visu-Bearbeitung der Fall ist.
Die Standortangabe besteht in der Regel aus zwei Teilen:
a) Angabe der Bibliothek, die bei deutschen Bibliotheken durch Eintragung des amtlichen Bibliothekssigels erfolgt. Sigel werden, auch wenn sie aus Buchstaben und Zahlen zusammengesetzt sind, fortlaufend geschrieben ohne Leerstelle (Blank) dazwischen. - Bei ausländischen Bibliotheken wird der Name der Bibliothek in möglichst gekürzter Form angegeben. Die einmal gewählte Form ist konsequent durchzuhalten. Bei Zweifeln sind die bereits in der Datenbank gespeicherten Formen heranzuziehen.
b) Angabe der Standortsignatur
Die Angaben zu a) werden mittels Doppelpunkt von denen zu b) getrennt.
Beispiel:  006=B900:016GD43/16

Feld 008= Bearbeitungstiefe
Hinsichtlich der Bearbeitungstiefe wird nach drei Stufen unterschieden. Früher wurden diese Stufen hier im Feld 008 angegeben. Aus mehreren Gründen wurde aber Anfang des Jahres 1995 beschlossen, künftig von der Kennzeichnung der Bearbeitungstiefe abzusehen. Aus diesem Grunde ist das Feld 008 überflüssig geworden und entfällt in Zukunft bei der Datenerfassung. Da ohne eine ziemlich aufwendige Änderung des Datenbankprogramms das Feld �Bearbeitungstiefe� aus der Datenbank nicht zu entfernen ist, wurde darauf verzichtet. Es wurde  aber zur Vermeidung von Irrtümern durchgehend auf den Wert �3" gesetzt und sollte bei der Recherche ignoriert werden.

Feld 009= Jahrgang
Hier wird das Erscheinungsjahr der aufzunehmenden Schrift angegeben. Für Einzelschriften ist grundsätzlich nur eine Jahreszahl anzusetzen; ist die Angabe in der Vorlage nicht eindeutig (z.B. "1976/77"), so wird das Jahr angegeben, in dem die betr. Schrift vermutlich erschienen ist. Es ist aber darauf zu achten, daß das Erscheinungsjahr dabei nicht mit dem sog. Berichtsjahr verwechselt wird. Bei Periodika und Serien (Sachnotation 1.2...) können hier, vorausgesetzt daß sich außer der Jahresangabe die übrigen bibliographischen Daten sonst nicht geändert haben, bei Vorliegen weiterer Erscheinungsjahre auch mehr als eine Jahreszahl angegeben werden; als Trenner ist das Semikolon zu benutzen.

Feld 010= Notation
Hier wird zum Zwecke der sachlichen Einordnung der zu erfassenden Schrift die den Klassifikationstabellen (siehe Anlage 3) zu entnehmende Notation eingetragen. Einzelheiten zur Klassifizierung sind der Vorbemerkung zu den Tabellen bzw. den darin enthaltenen Kommentaren zu entnehmen.

Feld 011= Zusätze zur Notation
Dieses Feld wird immer dann besetzt, wenn das Feld 010 eine der in der Rubrik 1 der folgenden Tabelle aufgeführten Notationen enthält:
 
1
2
3
4
5
2.1.1.2
Gnotz
Titlz
2.1.2.2
Gnotz
Titlz
2.1.3
Gnotz
Titlz
2.1.4.2
Gnotz
Titlz
2.2.2 Persz


4.2.3
Gnotz

5.2.2 Persz


5.5.1.2
Gnotz

5.5.2.2
Gnotz

6.1.5.2
Gnotz

6.2.2


Titlz
6.3.3
Gnotz

8.2.2


Titlz
9.2.2.1
Gnotz

9.2.3 Persz


9.2.4
Gnotz

9.3.2 Persz


9.6.2
Gnotz

9.6.3 Persz


9.6.4 Persz


9.6.5
Gnotz
Titlz
9.7.2 Persz


9.8.3


Titlz
9.8.4 Persz


9.9.2
Gnotz

9.9.3 Persz


9.9.4 Persz


9.9.5


Titlz
10.3.2.2
Gnotz

10.6.1
Gnotz

10.6.2
Gnotz

10.7 Persz


11.2.1.3.1


Titlz
11.2.1.3.2 Persz


12.2.2 Persz


12.2.3


Titlz
12.3.3.2.2 Persz


12.3.3.2.3.4 Persz


12.3.3.2.4.4 Persz


12.3.3.2.5.4 Persz


12.3.3.3.2.4 Persz


12.3.3.3.3.4 Persz


12.3.3.4.2.2.4 Persz


12.3.3.4.2.3.4 Persz


12.3.3.4.2.5.4 Persz


12.3.3.4.3.2.4 Persz


12.3.3.4.3.3.4 Persz


12.3.3.4.3.4.4 Persz


12.3.3.4.3.5.4 Persz


12.3.4.2.4 Persz


12.3.4.3.4 Persz


12.3.4.4.4 Persz


12.3.4.5.4 Persz


12.3.4.6.4 Persz


12.3.4.7.4 Persz


12.3.4.8.4 Persz


12.3.4.9.4 Persz


12.3.4.10.4 Persz


12.3.4.11.4 Persz


13.2.1.4 Persz


14.1.2 Persz


14.2.3 Persz


15.2
Gnotz

16.2.2 Persz


16.4.4 Persz


16.5.2.0
Gnotz

16.2.3 Persz


19.3 Persz


20.5
Gnotz

21.12.2.2
Gnotz

21.12.3.2.2
Gnotz

21.12.3.3
Gnotz

21.12.3.5
Gnotz

21.12.4.2.1
Gnotz

21.12.4.2.2
Gnotz

21.12.4.2.3
Gnotz

21.12.4.2.4
Gnotz

24.4.4 Persz


25.5

Snotz
25.6

Snotz
Die Eintragungen in den Spalten 2 bis 5 der vorstehenden Tabelle geben Aufschluß über die Art des/der jeweils zu machenden Zusatzes/Zusätze.
Es bedeuten
Persz=Zusatz eines Personennamens
Gnotz=Zusatz eines Geographischen Begriffs
Snotz=Zusatz eines Sachbegriffs
Titlz=Zusatz des Titels (eines Films, einer Zeitschrift, einer Institution u.ähnl.)

Falls mehr als ein Zusatz zum Tragen kommt, wird als Trenner zwischen den Zusätzen ein Doppelpunkt benutzt nebst nachfolgender Leerstelle (Blank).
Zur Art der für diese Zusätze zu wählenden Formulierungen gilt vorab generell, daß bereits in der Datenbank vorhandene Formulierungen zu benutzen sind. Zur Formulierung dort noch nicht gespeicherter Begriffe gelten nachfolgende Regelungen:

Persz
Namen aus Sprachen, die nicht das lateinische Alphabet benutzen, werden in der wissenschaftlichen Transliteration wiedergegeben. Im übrigen erfolgt die Ansetzung der Personennamen entsprechend den Regelungen für das Feld 120 (s. dort).

Gnotz
Bei diesem Zusatz handelt es sich um die Bezeichnungen für Staaten, Nationalitäten bzw. autonome Gebiete und Ortschaften.
Staaten werden angesetzt bei den Sachnotationen:
 
2.1.1.2 5.5.1.2 9.2.4.2 9.9.2.1 15.2 21.12.3.3 21.12.4.2.3
2.1.2.2 5.5.2.2 9.2.4.3 9.9.2.2 20.5 21.12.3.5 21.12.4.2.4
2.1.4.2 6.1.5.2 9.6.2.1 10.6.1 21.12.2.2 21.12.4.2.1
4.2.3 9.2.4.1 9.6.2.2 10.6.2 21.12.3.2.2 21.12.4.2.2
Die Ansetzung erfolgt in der gebräuchlichsten deutschsprachigen Kurzform.
Beispiele:      Schweiz             und nicht "Schweizerische Eidgenossenschaft"
                       Polen                 und nicht "Volksrepublik Polen"
                       Mongolei           und nicht "Mongolische Volksrepublik"
                       USA                   und nicht "Vereinigte Staaten von...",   auch nicht "U S A" oder "U.S.A."
                       Großbritannien  und nicht "Vereinigtes Königreich von...",   auch nicht "England"
                       Niederlande      und nicht "Holland"
Bei den geteilten Staaten gilt zur Unterscheidung für die Dauer ihrer Teilung folgende besondere Regelung:
Deutschland:    Deutschland (Bundesrepublik)
                         Deutschland (Bundesrepublik): Berlin
                         Deutsche Demokratische Republik

China:                 China (Volksrepublik)
                           China (Republik) nicht "Taiwan"

Jemen:                Jemen (Volksrepublik)
                           Jemen (Republik)

Korea:                  Korea (Volksdemokratische Republik)
                             Korea (Republik)

Vietnam:               Vietnam (Demokratische Republik)
                             Vietnam (Republik)

Nationalitäten  werden angesetzt bei der Sachnotation:
 16.5.2.0...  und  in gewisser Weise auch  bei  10.3.2.2

Bei 16.5.2.0... wird die gebräuchlichste deutschsprachige Form (Dudenschreibweise) zugrundegelegt.
Die Ansetzung erfolgt im Nominativ Pluralis des Substantivs.
Beispiele:     Georgier  und nicht "Grusinier"
                      Jakuten
                      Komi
                      Abchasen  und nicht "Abchasier"
                       Moldawier  und nicht "Moldauer" oder "Moldawaner"
                       Ukrainer  und nicht "Kleinrussen"
                       Weißrussen und nicht "Belorussen"
                       Tschuktschen
                       Deutsche und nicht "Rußlanddeutsche", "Sowjetdeutsche"  oder "Wolgadeutsche"

Bei 10.3.2.2 erfolgt die Ansetzung in der adjektivischen Form mit dem Zusatz "...Literatur".
Beispiele: Usbekische Literatur
                  Russische Literatur
                  Deutsche Literatur
                  Jüdische Literatur

Ortschaften werden angesetzt bei den Sachnotationen
 
2.1.1.2 2.1.2.2 2.1.4.2 6.2.2 6.3.3 9.2.2.1 9.6.5
Die Ansetzung erfolgt entsprechend der Dudenschreibweise bzw. analog dazu. Bei historischen Ortsnamen, d.h. bei Orten, die ihren Namen geändert haben, wird hier nur der aus der Vorlage zu entnehmende Name angesetzt; die für das Erscheinungsjahr der betreffenden Schrift gültige aktuelle Namensform für den gleichen Ort ist im Feld 110 anzugeben.
 

Snotz

Bei diesen Zusätzen handelt es sich um die Bezeichnungen
a) für wissenschaftliche Disziplinen bei den Notationen der Gruppe 6.1.4...
b) für sportliche Disziplinen bei der Notation 25.5
Die Ansetzung erfolgt in beiden Fällen mit der im Deutschen gebräuchlichsten Bezeichnung. In der Datenbank bereits verwendete Bezeichnungen sind zu berücksichtigen.
 

Titlz

Bei diesem Zusatz handelt es sich um
a) Titel von Periodika und von Filmen
Titel von Periodika (bei der Sachnotation 8.2.2) werden in ihrer Originalform angesetzt. Sofern es sich dabei um nicht lateinisch geschriebene Titel handelt, werden sie transliteriert.
Titel von Filmen (bei der Sachnotation 9.8.3) werden unter dem Titel der deutschsprachigen Synchronisation angesetzt. Handelt es sich um einen nicht oder noch nicht ins Deutsche synchronisierten Film, so ist ein Übersetzungstitel anzusetzen, der im Zweifelsfall der Vorlage entnommen werden sollte. Auf jeden Fall sind bereits in der Datenbank vorhandene Titelformulierungen zu berücksichtigen.

b) Bezeichnungen für Institutionen
ba) Institutionen außerhalb Rußlands bei den Notationen
 
2.1.1.2 2.1.2.2 2.1.4.2
Die Ansetzung erfolgt in der ungekürzten Originalbezeichnung. Bezeichnungen von Institutionen aus nicht geläufigen Sprachen (z.B. Chinesisch) sind in deutscher Übersetzung anzusetzen.
bb) Institutionen in Rußland bei den Notationen
 
6.3.3 9.2.2.1 9.6.5 9.9.5 11.2.1.3.1
Die Ansetzung erfolgt in der gebräuchlichsten und prägnantesten deutsch-sprachigen Fassung.
Beispiele:
Lumumba-Universität und nicht "Patrice-Lumumba-Universität"
Eremitage und nicht "Staatliche Eremitage"
Taganka-Theater und nicht "Theater an der Taganka"
Alexandrow-Ensemble
Puschkin-Museum
Gorki-Institut

Regelung für den Fall des Zusammentreffens mehrerer Zusätze im Feld 011:
Bei den folgenden Sachnotationen ist mehr als ein Zusatz anzusetzen; dabei ist die Reihenfolge streng einzuhalten:
bei 2.1.1.2 -  Staat: Ort: Name der Institution
bei 2.1.2.2 -  Staat: Ort: Name der Institution
bei 2.1.4.2 -  Staat: Name der Vereinigung: Ort
bei 6.3.3 -  Ort: Name der Anstalt
bei 9.2.2.1 -  Ort: Name des Museums...
bei 9.6.5 -   Ort: Name des Chores...
bei 9.9.5. -  Ort: Name des Theaters...
bei 11.2.1.3.1 - Ort: Name der Institution
Als Trenner dient jeweils ein Doppelpunkt, gefolgt von einem Blank.
 

Feld 020= Literaturform
Hier dürfen nur die nachfolgend augeführten Deskriptoren verwendet werden.
Es werden folgende Literaturformen oder Publikationsarten unterschieden:
M für    Monographien (und Periodika bzw.Serien bei der Sachnotation 1.2...)
Mt für   Teile aus Monographien
Zs für    Beiträge aus Zeitschriften
Zt für     Beiträge aus Zeitungen
Außerdem:
Diss für Hochschulschriften (Dissertationen und Habilschriften)
Rez für  Rezensionen

Zu den mit Zs gemeinten Zeitschriften gehören auch solche Periodika, die nur einmal jährlich oder noch seltener erscheinen.
Zu den mit Zt gemeinten Zeitungen gehören auch solche Periodika, die nicht täglich erscheinen; es genügt, daß ihre einzelnen Exemplare ein Tagesdatum aufweisen, - wie beispielsweise bestimmte Wochenblätter.

Während M, Mt, Zs und Zt sich gegenseitig ausschließen, kommen umgekehrt Diss und Rez nur in Kombination mit einer dieser Kategorien vor.
Beispiele: 020=M-Diss
                   020=Zs-Rez
Falls in einer Rezension mehrere Schriften rezensiert werden, so ist für jede darin rezensierte Schrift eine eigene Aufnahme anzufertigen.

Feld 030= Autor(en)
Die Namen der Autoren werden in der Schreibweise der Vorlage übernommen, wobei ggf. lediglich die Reihenfolge der verschiedenen Namensteile verändert wird. Sie sind in der gleichen Reihenfolge anzugeben, in der sie auch im alphabetischen Namensregister erscheinen sollen, d.h. in der Regel: Zunamen, Vornamen und Namenszusätze wie "von", "de" u.ähnl. (vgl. die Erläuterungen zu Feld 120).
Die Namen mehrerer Autoren werden jeweils durch Semikolon + Leerstelle (Blank) voneinander getrennt.
Werden in einer Vorlage anstelle der vollen Zunamen nur Kürzel verwendet, so entfällt eine Eintragung; es sei denn, daß dem Bearbeiter eine zweifelsfreie Identifizierung des Namens möglich ist. Abgekürzte Vornamen in Verbindung mit einem vollen Zunamen werden in der abgekürzten Form übernommen. Bei russischen, ukrainischen und weißrussischen Namen wird ein fehlender Vatersname ergänzt, sofern er dem Bearbeiter zweifelsfrei bekannt ist. Die Ergänzung sollte der Form des Vornamens entsprechen, d.h. einem ausgeschriebenen Vornamen folgt ein ausgeschriebener Vatersname, einem lediglich durch Initiale wiedergegebenen Vornamen folgt lediglich die Initiale des Vatersnamens, - bei einem Namen in populärer Umschrift erfolgt die Ergänzung des Vatersnamens in populärer Umschrift, bei einem Namen in wissenschaftlicher Transliteration wird auch die Ergänzung des Vatersnamens in wissenschaftlicher Transliteration vorgenommen.

Feld 035= Stellung des Autors
Eine Angabe zur Stellung des Autors erfolgt nur dann, wenn sie einen sachlichen Bezug zum Inhalt der zu erfassenden Schrift hat und wenn sie zur Bewertung der Schrift von Nutzen sein kann. Ist die Stellung des Autors als allgemein bekannt anzunehmen, so entfällt die Angabe.

Feld 040= Sachtitel
Falls ein deutschsprachiger Sachtitel vorliegt, wird auf die Aufnahme eines anderssprachigen Sachtitels (oder Parallel- bzw. Nebentitels) verzichtet, es sei denn, daß er in einer in Rußland beheimateten Sprache abgefaßt ist. Auch bei einer Übersetzung aus einer solchen Sprache wird, wenn bekannt, der Originaltitel in runden Klammern beigefügt.
Bei Rezensionen, die mehrheitlich ohne eigene Überschrift erscheinen, gelten Autor(en) und Titel aus den voranstehenden bibliographischen Angaben über das rezensierte Werk als Sachtitel. (Die in solchen Fällen benutzte Einleitungsformel "Rezension über" bleibt bei der Erfassung unberücksichtigt, weil sie vom Datenbank-Programm automatisch erzeugt wird.)
Es gibt aber Publikationen, die in diesem Feld zum besseren Verständnis einer in Klammern zu setzenden Einleitungsformel bedürfen, wie z.B. Theater- oder Filmkritiken, die über den Zeitungsindex erfaßt werden und die keine eigene Überschrift aufweisen, sondern lediglich das kritisierte Werk bzw. die kritisierte Aufführung benennen.
Beispiele:  030=Mander, Gertrud
                    040=(Theaterkritik über:) Ljubimow, Jurij: Raskolnikoff
                    050=London. Lyric Theatre. Regie: Jurij Ljubimov. Bühnenbild: David Borowskij

                    030=Kilb, Andreas
                    040=(Filmkritik über:) Moskau glaubt den Tränen nicht
                    050=Regie: Wladimir Menschow
 

Feld 050= Untertitel
Dieses Feld dient zur Aufnahme des bzw. der Untertitel.
Bei Rezensionen mit eigener Überschrift gelten Autor(en) und Titel aus den bibliographischen Angaben über das rezensierte Werk als Untertitel. Ein darüberhinaus vorhandener echter Untertitel ist im Feld 040 im Anschluß an den Sachtitel unterzubringen (getrennt davon durch Punkt + Leerstelle ).
 

Feld 060= Sonstige Angaben
Dieses Feld dient zur Aufnahme sonstiger bibliographischer Angaben wie: Angabe der Auflage, der herausgebenden Institution(en) und sonstiger am Zustandekommen der betr. Schrift beteiligter Personen, wie Übersetzer (nur bei Übersetzungen aus einer in Rußland beheimateten Sprache), Bearbeiter, Herausgeber, Verfasser von Vor- oder Nachworten usw.
Bei Rezensionen werden in diesem Feld die auf die Angabe von Autor(en) und Titel folgenden bibliographischen Angaben über die rezensierte Schrift hier untergebracht.

___________________________



Nachfolgend werden getrennt nach der jeweiligen Literaturform (vgl. Regeln zu Feld 020) die zwischen den Feldern 60 und 90 bzw. 100 gelegenen, mit verbalen Abkürzungen gekennzeichneten Felder erläutert.

Monographien

Feld ort= Erscheinungsorte (bei 020=M)
Hier werden die Erscheinungsorte in der Schreibweise der Vorlage eingetragen. Beim Vorliegen mehrerer Erscheinungsorte ist zu unterscheiden, ob sie einem oder mehreren Verlag(en) zuzuordnen sind. Beziehen sie sich auf einen einzigen Verlag, so sind sie in der Reihenfolge der Vorlage zu übernehmen und jeweils mittels Semikolon voneinander zu trennen. Erscheinungsorte, die sich auf zwei oder mehrere Verlage beziehen, sind durch Doppel-Schrägstrich ohne Leerstellen (Blanks) voneinander zu trennen, wobei die Reihenfolge der der Verlage im Feld ver entsprechen muß.
Beispiel:
Vorlage:       APN-Verlag Verlag Styria Moskau Graz Wien Köln
Aufnahme:    ort=Moskau//Graz;Wien;Köln
                     ver=APN//Styria

Feld ver= Verlage (bei 020=M)
Bei den Verlagsangaben wird das Wort "Verlag" nach Möglichkeit ignoriert.
Beispiele:
                    Vorlage
                    Verlag Progreß
                    Verlag Harrassowitz
                    APN-Verlag
                    Verlag Neues Leben
                    Verlag Rütten & Löning
                    Dietz-Verlag

                    Aufnahme
                    ver=Progreß
                    ver=Harrassowitz
                    ver=APN
                    ver=Neues Leben
                    ver=Rütten & Löning
                    ver=Dietz
Aber:
                    Vorlage
                    Deutsche Verlagsanstalt
                    Bundesverlag
                    Verlag für fremdsprachige Literatur

                    Aufnahme
                    ver=Deutsche Verlagsanstalt
                    ver=Bundesverlag
                    ver=Verlag für fremdsprachige Literatur

Bei Schriften von korporativen Herausgebern, die nicht in einem Verlag erschienen sind, tritt an die Stelle der fehlenden Verlagsangabe der Name der betr. Institution, deren Angabe im Feld 060 sich in solchen Fällen meist erübrigt.
Beim Vorliegen mehrerer Verlage ist entsprechend den Ausführungen zum Feld ort zu verfahren.
 
 

Feld bnd= Bandzählung (bei 020=M)
Dieses Feld wird nur besetzt, wenn es sich bei der aufzunehmenden Schrift um den Einzelband eines mehrbändigen Werkes handelt.
 
 

Feld eja= Erscheinungsjahr (bei 020=M)
Hier wird das Erscheinungsjahr angegeben.
Beispiele: eja=1975 oder: eja=1990/91
Bei Schriften, wie Kalendern, Jahrbüchern u.ähnl., die neben dem eigentlichen Erscheinungsjahr (Jahr der Herausgabe bzw. Veröffentlichung) noch ein sog. Berichtsjahr (Jahr, für das sie gelten) aufweisen, wird das Berichtsjahr aufgenommen, dem die Angabe des Erscheinungsjahres in Klammern folgt.
Beispiele: eja=1975 (1974) oder: eja=1983/84  (1984)
 
 

Feld sei= Seitenzahlen (bei 020=M)
Hier wird für jede in der aufzunehmenden Schrift auftretende Paginierung in der Reihenfolge des Auftretens die jeweils letzte gezählte Seite angegeben.
Beispiele:
Eine Monographie hat eine einzige Paginierung von S.1 bis S.334.
  Aufnahme: sei=334
Eine Monographie hat eine Paginierung von S.I-XIV und eine weitere von S.1-334.
  Aufnahme: sei=XIV,334
Eine Monographie hat eine Paginierung von S.I-XII, eine weitere v. S.1-214 u. eine dritte von S.1-20.
  Aufnahme: sei=XII,214,20
Beginnt die Paginierung einer Monographie nicht mit S.1 oder S.I oder S.A1 oder ähnl., sondern setzt inmitten einer anderswo begonnenen Paginierung ein, so erfolgt die Seitenangabe nicht hier, sondern im Feld bei.
Gezählte Blätter (statt Seiten) werden im Feld bei angegeben.
 
 

Feld bei= Beigaben (bei 020=M)
Dieses Feld dient nicht nur zur Aufnahme der Vermerke über Beigaben, sondern auch einiger anderer, sonst nicht unterzubringender Angaben.
a) Beigaben
Beispiele:     bei=Mit Karte
                      bei=Mit 3 Karten
                      bei=Mit Tab.
                      bei=Mit Abb.
                      bei=Überwiegend Abb. (bitte nicht die Abkürzung Ill.=Illustration verwenden!)
Sonstige hier unterzubringende Angaben
Angabe von Paginierungen, die nicht mit S.1 beginnen
   Beispiel: bei=S.128-290
Angabe über Blattzählung
   Beispiel: bei=93 gez.Bl.
 Maßstabsangaben für Karten
   Beispiel: bei=Karte 1:5000000
 
 

Teile von Monographien

Feld aut= Namen der Autoren, auch Hrsg. der Monographie (bei 020=Mt)
Für die Ansetzung der Namen gelten hier die gleichen Regeln wie bei Feld 030. Bei Monographien, die keine Autoren aufweisen, treten an ihre Stelle etwa vorhandene Herausgeber, die entsprechend zu kennzeichnen sind.
Beispiel:  aut=Meyer, Klaus (Hrsg.)
 

Feld tit= Sachtitel der Monographie (bei 020=Mt)
Hier wird der volle Sachtitel (Haupttitel) eingetragen. Nebentitel und Untertitel entfallen in der Regel. Es gibt aber Ausnahmen: So muß z.B. der Umstand, daß es sich um einen Reprint handelt, kenntlich gemacht werden (mit Angabe des ursprünglichen Erscheinungsjahres und -ortes).
 

Feld eor= Erscheinungsort(e) (bei 020=Mt)
Hier werden die Haupterscheinungsorte in der Schreibweise der Vorlage eingetragen. Beim Vorliegen mehrerer Ortsnamen wird als Trenner das Semikolon benutzt.
 

Feld bnd= Bandzählung (bei 020=Mt)
Dieses Feld dient zur Aufnahme der Zählung eines Bandes, falls er Bestandteil eines mehrbändigen Werkes ist.
Bei Reprints von Zeitschriften tritt (falls vorhanden) an die Stelle der Bandzählung die Jahrgangszählung.
 

Feld eja= Erscheinungsjahr (bei 020=Mt)
Hier wird das Erscheinungsjahr angegeben, - analog zu den Regelungen für Feld eja= (bei 020=M).
 

Feld sei= Seitenangaben (bei 020=Mt)
Hier wird die Paginierung von der ersten bis zur letzten Seite des zu erfassenden Beitrages angegeben.
Beispiel:  sei=181-210
 

Feld bei= Beigaben (bei 020=Mt)
Die Angabe der Beilagen erfolgt analog zu den Regelungen für das Feld bei= Beigaben (wie 020=M), doch werden hier nur solche Beigaben berücksichtigt, die zu dem zu erfassenden Beitrag selbst gehören.
 
 

Zeitschriften-Beiträge

Feld nam= Titel der Zeitschrift (bei 020=Zs...)
Hier wird der ungekürzte Haupttitel der Zeitschrift entsprechend  der Formulierung der Vorlage eingetragen. Ungeachtet der Vorlage wird aber hinsichtlich von Groß- bzw. Kleinschreibung nach den grammatischen Regelungen des Duden verfahren.
Abkürzungstitel werden in der Regel aufgelöst, wobei die Abkürzung selber mit einem "/" (Schrägstrich) als Trenner angefügt wird.
Beispiele:  Vorlage: BZ
                  Aufnahme: nam=Berliner Zeitung / BZ
                   Vorlage: taz
                   Aufnahme: nam=Die Tageszeitung / taz
Bei von korporativen Herausgebern publizierten Zeitschriften mit einem sog. Formaltitel (z.B. Mitteilungsblatt, Bulletin, Wissenschaftliche Zeitschrift, Berichte, Vierteljahrsschrift, Abhandlungen usw.usw.), bei denen aufgrund der gewählten Formulierung zwischen dem Titel im engeren Sinn und der Bezeichnung der herausgebenden Institution keinerlei grammatische Abhängigkeit besteht, wird der Name der Institution vorangestellt.
Beispiele:
Vorlage:     Mitteilungsblatt. Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen
Aufnahme: nam=Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen / Mitteilungsblatt
aber
Vorlage:     Monatsberichte des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung
Aufnahme: nam=Monatsberichte des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung
In Zweifelsfällen ist auch bezüglich der Ansetzung von Zeitschriftentiteln die Datenbank zu Rate zu ziehen und der dort bisher geübten Praxis entsprechend zu verfahren.
 
 

Feld bnd= Bandangabe (bei 020=Zs...)
Dieses Feld dient entweder der Aufnahme einer normalen Jahrgangszählung oder der Aufnahme einer jahrgangsinternen Bandzählung.
Beim Vorliegen einer normalen Jahrgangszählung kann diese hier vermerkt werden, wenn es zur Einschätzung der betr.Zeitschrift (Alter) nützlich ist.
Beispiel: nam=Zentralblatt für Bibliothekswesen
                bnd=105
                eja=1991
In den seltener vorkommenden Fällen, in denen eine Zeitschrift eine andere Art der Zählung, z.B. eine jahrgangsinterne Halbjahreszählung aufweist, wobei die Paginierung der Bände jeweils mit 1 beginnt, ist diese hier aufzunehmen.
 
 

Feld eja= Erscheinungsjahr (bei 020=Zs...)
Hier wird das Erscheinungsjahr angegen.
Beispiele:  eja=1975
                   eja=1975/76
Bei Periodika tauchen mitunter zwei unterschiedliche Jahresangaben auf. So liegt bei Kalendern verständlicherweise das Erscheinungsjahr vor dem Berichtsjahr. Es kommt auch durchaus vor, daß z.B. ein Jahrbuch für 1993 (laut Titelblatt) erst im Jahre 1994  (laut Impressum) erscheint. In diesem Fall würde 1993 als Berichtsjahr und 1994 als Erscheinungsjahr gelten. Bei der Aufnahme der Daten für dieses Feld wird das Berichtsjahr zugrundegelegt und das Erscheinungsjahr in Klammer angefügt.
Beispiel:  eja=1993 (1994)
 
 

Feld num= Nummer des Heftes (bei 020=Zs...)
Dieses Feld braucht nur besetzt zu werden, wenn jedes Heft der betr. Zeitschrift eine eigene (mit S.1 beginnende) Paginierung aufweist. Bei Zeitschriften mit durchgehender Jahrgangspaginierung kann eine Angabe unterbleiben.
Beispiele:  num=12
oder           num=3/4
 
 

Feld sei= Seitenangabe (bei 020=Zs...)
Hier werden in der Regel die erste und die letzte Seite des Zeitschriftenbeitrages angegeben:
Beispiele: sei=184-186
oder           sei=A10
Unterbrechungen werden berücksichtigt.
Beispiel:    sei=180-193, 204-205

Handelt es sich bei dem zu erfassenden Dokument um einen Beitrag, der nicht in der Zeitschrift selber, sondern in einer ihrer Beilagen (mit eigener Paginierung) enthalten ist, so bleibt das Feld sei= unbesetzt. Die Angaben zur Seitenzählung erfolgen in solchen Fällen im Feld bei= (vgl. die Erläuterungen zum Feld bei=).
 

Feld bei= Beigaben, Beilagen und anderes (bei 020=Zs...)
Beigaben
Beispiele:     bei=Mit Karte
                     bei=Mit Kt.-skizze
                     bei=Mit graph. Darst.
                     bei=Mit 2 Tab.
                     bei=Mit farb.Abb. (bitte nicht Ill. für Illustration verwenden!)

Beilagen
Es tauchen mitunter Beilagen auf, die zwar einen eigenen Titel und eine eigene Paginierung haben, trotzdem aber nicht als selbständiges Periodikum behandelt werden können, weil sie keine eigene Zählung aufweisen. In solchen Fällen wird hier der Titel der Beilage und die Seitenangabe eingetragen.
Beispiel:  bei=Völker und Kontinente, S.27-28
 
 

Zeitungs-Beiträge

Feld nam= Titel der Zeitung (bei 020=Zt...)
Hier gelten die gleichen Regelungen wie zum Feld nam= Titel der Zeitschrift (bei 020=Zs...). vgl dort!

Feld znr= Zeitungsnummer (bei 020=Zt...)
Hier kann (falls vorhanden) die Nummer der betr. Zeitungsausgabe eingetragen werden.
Beispiele:  znr=196  oder: znr=52346

Feld dat= Zeitungsdatum (bei 020=Zt...)
Hier ist das Datum der betr. Zeitungsausgabe einzutragen, und zwar in der Form TT.MM.JJJJ..
Beispiele: dat=08.10.1977 oder: 24.01.1993
Es gibt Zeitungsnummern, die ein Doppeldatum aufweisen. In solchen Fällen ist mit Rücksicht auf eine eindeutige Recherchierbarkeit in der Datenbank nur das erste Datum zu berücksichtigen.
Beispiel:
Vorlage:       12/13.August 1992
Aufnahme:   dat=12.08.1992

Feld sei= Seitenangabe (bei 020=Zt...)
Hier gelten die gleichen Regelungen wie zum Feld sei= Seitenangabe (bei 020=Zs...). Vgl.dort!

Feld bei= Beigaben, Beilagen und and. (bei 020=Zt...)
Hier gelten die gleichen Regelungen wie zum Feld bei= Beigaben, Beilagen und and. (bei 020=Zs...). Vgl. dort!
 
 

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Feld 090= Serienangabe (bei 020=M oder 020=Mt)
Bei Zugehörigkeit der betr. Monographie zu einer gezählten Serie wird hier der Serientitel eingetragen nebst der Zählung.
Beispiele:
090=Bibliographische Mitteilungen des Osteuropa-Instituts an der Freien Universität Berlin.16
090=Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien.1977,13

Feld 100= Inhalt
Angaben zum Inhalt werden gemacht
a) wenn die Formulierung von Titel und Untertitel Nichts oder Falsches bzw. Irreführendes zum Inhalt der betreffenden Schrift aussagt.
b) wenn es sich um Angaben handelt, die zur Charakterisierung der betr. Publikation dienlich sind.
c) wenn der Inhalt der aufzunehmenden Schrift eine Untergliederung aufweist, deren ganze oder teilweise Wiedergabe von informativem Nutzen ist oder zur Beurteilung der Art des Inhaltes dienen kann.

Der Form nach werden folgende Inhaltsangaben unterschieden:
a) Annotationen, d.h. vom jeweiligen Erfasser selbst formulierte Angaben, Hinweise oder Erläuterungen.
b) Inhaltsangaben, die aus dem Inhaltsverzeichnis bzw. den Kapitelüberschriften übernommen werden. Diese werden eingeleitet mittels
100=Inhalt:
wenn sie sich auf den gesamten Inhalt der aufgenommenen Publikation beziehen.
100=Darin:
wenn sie sich nur auf den Inhalt von Teilen der aufzunehmenden Publikation beziehen und die übrigenTeile keinen Bezug auf Rußland aufweisen.
100=Darin u.a.: wenn sie sich nur auf den Inhalt von Teilen der aufzunehmenden Schrift beziehen, obwohl auch andere Teile einen Bezug auf Rußland aufweisen.

Inhaltsangaben werden fortlaufend geschrieben. Bei hierarchisch gegliederten Inhaltsangaben endet ein in der Hierarchie übergeordneter Teil jeweils mit einem Doppelpunkt, dem nach einem Blank der hierarchisch untergeordnete Teil folgt. Seitenangaben innerhalb des Textes von Inhaltsverzeichnissen werden zu einem hierarchisch übergeordneten Teil nur dann gemacht, wenn sie mit der Seitenangabe zu dem nachfolgenden, hierarchisch untergeordneten Teil nicht identisch sind. In solchen Fällen tritt der Doppelpunkt hinter die Seitenangabe zu dem hierarchisch übergeordneten Element. Nach den Angaben zu einem in der Reihenfolge der Hierarchie jeweils unterstem Teil wird ein Schrägstrich gesetzt (Blank davor und dahinter), um die gedankliche Zäsur zu kennzeichnen.

Feld 110= Geo-Register
Für die Aufnahme ins Geo-Register kommen geographische Begriffe in Betracht, die im Text der Felder 040, 050 und 100 auftauchen. Als geographische Begriffe gelten die Bezeichnungen für regionale Verwaltungseinheiten, Städte, Ortschaften, Dörfer, Flecken und Siedlungen, Landstriche (Gegenden), Gebirge einschl. Tälern, Wüsten, Gewässer und Meere u.ähnl.

Aufgenommen werden
a) innerhalb Rußlands gelegene geographische Objekte, wenn die betr. Publikation Aufschluß bietet über den Charakter oder die Geschichte des jeweiligen geographischen Objektes.
b) außerhalb Rußlands gelegene geographische Objekte, wenn die betr. Publikation Aufschluß bietet über den Rußland-Bezug des jeweiligen geographischen Objektes.

Beim Vorliegen mehrerer zu berücksichtigender geographischer Begriffe werden diese fortlaufend hintereinander eingetragen und mittels Semikolon voneinander getrennt.

Alle (auch russische) geographische Begriffe werden nur in der Duden-Schreibweise wiedergegeben. In den Fällen, in denen der Duden mehr als eine Schreibweise zuläßt, werden alle zugelassenen Formen gleichberechtigt berücksichtigt.
Beispiel: 110=Tiflis; Tbilissi
Bei der Ansetzung der Bezeichnungen gelten auch hier die für Feld 011 getroffenen Regelungen für geographische Begriffe bzw. die Textformulierungen zu den Anhängezahlen zur Notation der Klassifikation.

Gebietsbezeichnungen müssen als solche kenntlich sein. Um Verwechselungen z.B. mit Gewässernamen zu vermeiden, ist Baikal-Gebiet, Amur-Gebiet, Wolga-Gebiet anzugeben, während die entsprechenden Gewässernamen als Baikal, Amur, Wolga anzugeben sind.

Bei historischen Ortsnamen, die wegen Umbenennung derzeit nicht mehr gelten, werden im Feld 110 alle weiteren Bezeichnungen, die seitdem gegolten haben bzw.noch gelten, gleichberechtigt aufgenommen.
Beispiele:  Vorlage: Zarizyn
                    Aufnahme: 110=Zarizyn; Stalingrad; Wolgograd
aber:           Vorlage:Wolgograd
                    Aufnahme: 110=Wolgograd

Bei solchen geographischen Begriffen, die hinsichtlich ihrer Formulierung generell nicht eindeutig feststehen, sondern unterschiedliche Formulierungsmöglichkeiten zulassen, sollten bei der Ansetzung folgende Prinzipien zur Anwendung kommen:
1) Die Formulierung sollte prägnant und kurz sein und wenn möglich aus einem Wort bzw. aus möglichst wenigen Wörtern bestehen.
Beispiele:  Vorlage: Estnische Sozialistische Sowjetrepublik
                   Aufnahme: 110=Estland
                   Vorlage: Donezker Kohlebecken
                   Aufnahme: 110=Donbass
                   Vorlage: Russische Ostseeprovinzen; oder: Baltische Sowjetrepubliken
                   Aufnahme: Baltikum
                   Vorlage: Halbinsel Kola
                   Aufnahme: Kola
2) Die Formulierung sollte mit Rücksicht auf eine leichte Wiederauffindbarkeit in alphabetisch geordneten Registern nach Möglichkeit so gefaßt sein, daß der vom Inhalt her wesentlichste Begriff am Anfang steht:
Beispiel:  Vorlage: Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen
                 Aufnahme: Wolgadeutsche Sowjetrepublik
3)Aus ähnlichen Gründen ist bei vorausgehender Himmelsrichtung der betr. geographische Begriff in seiner Normalform anzusetzen, dem nach Doppelpunkt die vorgefundene Form folgt.
Beispiele:  Vorlage: Südkaukasus
                    Aufnahme: Kaukasus: Südkaukasus
                    Vorlage: Südkarelien
                    Aufnahme: Karelien: Südkarelien
                    Vorlage: Mittelrußland
                    Aufnahme: Rußland: Mittelrußland
aber:           Vorlage: Ostpreußen
                    Aufnahme: Ostpreußen
                    Vorlage: Mittelasien
                    Aufnahme: Mittelasien
4) Auch hier gilt: Zur Erreichung einer größtmöglichen Einheitlichkeit sollte in allen Zweifelsfällen die Datenbank auf bereits vorhandene Ansetzungen befragt werden.
 

Feld 120= Personen-Register
Aufgenommen werden hier
a) die in den Feldern 040, 050, 060 und 100 auftauchenden Personennamen, sofern sie nicht schon über die Felder 011, 030 und aut (bei LITFO=Mt) des gleichen Dokuments erfaßt worden sind.
Hinweis: Es sollte vermieden werden, Namen in diesem Feld zu erfassen, die sonst nirgendwo in den übrigen zu dem betr. Dokument erfaßten Angaben auftauchen. Wenn es sinnvoll erscheint, solche bei der De-visu-Bearbeitung eines Dokumentes ins Auge fallenden Namen zu berücksichtigen, sollten sie zuvor im Rahmen einer Annotation (Feld 100) Erwähnung finden.
b) die wiss. transliterierten Namensformen für Namen, die in den Feldern 030, 040, 050, aut (bei LITFO=Mt) und 100 auftauchen, wenn sie aus Sprachen stammen, die nicht das lateinische Alphabet benutzen, sofern sie in einer anderen (populären) Umschrift wiedergegeben sind. In solchen Fällen wird im Feld 120 die wiss. transliterierte Form angegeben, der die in der Vorlage enthaltene (populäre) Namensform nach einem Schrägstrich folgt.
Beispiel: Vorlage:     Anton Tschechow
                Aufnahme: 120=C`7echov, A.P./Tschechow, A.
Transliteriert wird aus der ursprünglichen Namensform ins Lateinische; ist bei 'inländischen' Namen die ursprüngliche Namensform (z.B. in armenischer, ukrainischer, kirgisischer usw. Schreibung) nicht bekannt und auch unter Heranziehung der Datenbank nicht zu ermitteln, so wird bei der Transliteration von der russisch geschriebenen Namensform ausgegangen.
Ausländische Namen aus Sprachen mit unbekannteren Schriften (z.B. Chinesisch, Japanisch, Arabisch u.a.m.) werden in der Form der Vorlage übernommen. Andere dem Bearbeiter bekannte Schreibweisen für den Namen der betr. Person sind ebenfalls zu berücksichtigen, wenn zu erwarten ist, daß Benutzer unter dieser Form suchen werden. Zu berücksichtigen sind ferner andere Schreibweisen, die bereits in der Datenbank gespeichert sind.
Angesetzt werden die Personennamen zunächst unter dem Nachnamen, dem nach einem Komma (nebst Blank) die Vor- und ggf. Vatersnamen und weitere zum Namen gehörige Teile folgen. Sind von einem Nachnamen nur Teile bekannt, z.B. der bzw. die erste(n) Buchstabe(n), so bleibt er unberücksichtigt. Wenn der Bearbeiter auf Grund seiner Kenntnis in der Lage ist, ein solches in der Vorlage angegebenes Kürzel zur vollen Namensform zu ergänzen, so wird diese ganz normal erfaßt, ohne die Benutzung von Klammern für die ergänzten Teile.
Erläuternde Namenszusätze, die zur Identifizierung der betreffenden Person erforderlich oder nützlich sind (z.B. bei Potentaten oder kirchlichen Würdenträgern), werden dem Namen in deutscher Sprache in runden Klammern beigefügt.
Beispiele: Vorlage:     Die große Katharina
                  Aufnahme: 120=Ekaterina II (Zarin) / Katharina II. (Zarin)
                  Vorlage:      Patriarch Nikons Kirchenspaltung
                 Aufnahme: 120=Nikon (Patriarch)
Bei historischen Personennamen (z.B. aus dem Mittelalter oder der Antike) ist zu bedenken, daß es sich nicht um Vor- und Nachname handelt, sondern um nur einen einzigen Namen ggf. nebst Zusatz. In solchen Fällen wird die Wortfolge nicht verändert.
Beispiele: Vorlage:     Jesus Christus
                  Aufnahme: 120=Jesus Christus
                  Vorlage:     Walter von der Vogelweide
                  Aufnahme: 120=Walter von der Vogelweide
Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit sollten aber generell von allen Namensteilen Verweisungen vorgenommen werden, bei denen zu erwarten ist, daß ein Teil der Benutzer nach ihnen suchen wird. Das gilt auch für moderne Namen.
Beispiele:  Vorlage:     Charles De Gaulle
                   Aufnahme: 120=Gaulle, C. de / De Gaule, C.
                   Vorlage:     Otto Wolff von Amerongen
                   Aufnahme: 120=Wolff von Amerongen, O. /Amerongen, O.W. von

Bei Pseudonymen (auch Kryptonymen u.ähnl.) wird folgendermaßen verfahren:
Ist ein in der Vorlage enthaltenes Pseudonym bekannter als der wirkliche Name, so wird das Pseudonym angesetzt.
Beispiel: Vorlage:     Die Romane Maxim Gorkis
                 Aufnahme:120=Gor'kij, M. / Gorki, M.  (ohne Berücksichtigung von A.A. Peschkow)
Ist der wirkliche Name bekannter als ein in der Vorlage enthaltenes Pseudonym, so wird der wirkliche Name angesetzt mit Verweisung vom Pseudonym.
Beispiel:  Vorlage:     Der Mann, der sich Iskander nannte
                  Aufnahme:120=Gercen, A.I. / Iskander
Ist ein in der Vorlage enthaltener wirklicher Name bekannter, als ein von der betreffenden Person auch benutztes Pseudonym, so bleibt letzteres unberücksichtigt.
Ist ein Pseudonym bekannter als ein in der Vorlage enthaltener wirklicher Name, so wird das Pseudonym angesetzt mit Verweisung vom wirklichen Namen.
Beispiel:  Vorlage:     Die Jugend des Wladimir Iljitsch Uljanow
                 Aufnahme: 120=Lenin, V.I. / Ul'janov, V.I.
Da solche Verweisungen mit Rücksicht auf die Datenbank-Software jeweils nur zwei Komponenten haben dürfen, ergibt sich wegen der in der Vorlage verwendeten populären Transkription bei dem zuletzt verwendeten Beispiel die Notwendigkeit einer zweiten Verweisung, die getrennt durch Semikolon an die erste anzuschließen ist:
  Aufnahme: 120=Lenin, V.I. / Ul'janov, V.I.; Lenin, V.I. / Uljanow, W.I.

Keine Berücksichtigung finden
a) fiktive Namen.
Beispiele:
 Hans Schnier auf der Bühne des Mossowjet-Theaters
 Die Sage von Dr. Faustus in Rußland
 Oblomow lebt
b) Namen, die keinen unmittelbaren Bezug auf die betreffende Person haben.
Beispiele:
 Die Opfer des Stalin-Kultes
 Die Geschichte des Christentums
 Der Untergang des Hitlerreiches

Felder 130= u. 140= Weitere Sachnotationen
Bei Publikationen, die über die im Feld 010 vorgenommene Sachklassifizierung hinaus einen inhaltlichen Bezug auf weitere Positionen der Klassifikationstabelle aufweisen, werden die entsprechenden Notationen im Feld 130 oder 140 aufgenommen.
Die im Hinblick auf die ursprünglich geplante Veröffentlichung des Materials in Jahrbüchern vorgenommene Unterscheidung zwischen den beiden Feldern hat mit Einstellung der Herausgabe des Jahrbuches ihre Bedeutung weitgehend verloren. Doch sollten weitere Notationen von untergeordneter Bedeutung und solche, die sich auf die gleiche Großgruppe beziehen, wie die Notation im Feld 010, im Feld 140 untergebracht werden.
Generell gilt, daß es im Hinblick auf die Effizienz der Datenbank wichtig ist, bei der Vergabe weiterer Notationen großzügig zu verfahren. Es sollten alle Sachnotationen berücksichtigt werden, im Zusammenhang mit denen das betreffende Dokument von Interesse sein könnte.
Falls bei der Vergabe weiterer Notationen mehrere im gleichen Feld unterzubringen sind, so werden die einzelnen Notationen durch Semikolon + Blank voneinander getrennt.
Beispiel:  140=3.1.4.2-2.5; 21.9.2; 23.1.5
 

Felder 131= u. 141= Zusätze zu den weiteren Sachnotationen
Hier gelten die gleichen Regelungen wie bei Feld 011 (siehe dort).
Mehrere Zusätze, die verschiedenen Notationen im gleichen Feld zuzuordnen sind, werden hintereinander geschrieben und durch Semikolon voneinander getrennt. Wichtig ist hierbei, die richtige Zuordnung des Zusatzes zur Notation im Feld 130 bzw. 140 zu gewährleisten; dies geschieht aufgrund der Reihenfolge und durch das Setzen einer entsprechenden Anzahl von Semikolons.
Die nachstehenden Beispiele verdeutlichen das:
a)  10.7  Pus`7kin, A.S.
     10.1.3
     10.4.1.2
     10.6.1  Frankreich
Aufnahme: 130=10.7; 10.1.3; 10.4.1.2; 10.6.1
                    131=Pus`7kin, A.S.;;; Frankreich

b)   20.3.2
      21.12.3.4.1
      20.5  USA
Aufnahme:    40=20.3.2; 21.12.3.4.1; 20.5
                      141=;; USA

c)   21.12.2.2  Deutsche Demokratische Republik
      21.11.2.3.1
      22.1.3
Aufnahme: 140=21.12.2.2; 21.11.2.3.1; 22.1.3
                    141=Deutsche Demokratische Republik

Feld 150= Schlagwörter
Schlagwörter sollten nur dann vergeben werden, wenn sie sich aufgrund des Inhaltes eines Dokumentes gewissermaßen selber anbieten. Sie sollten möglichst kurz und prägnant formuliert werden. Bei Zweifeln hinsichtlich der treffendsten Formulierung sollte das Schlagwortregister der Datenbank konsultiert werden. Wichtigstes Kriterium ist stets die Antwort auf die Frage, unter welchem Schlagwort Benutzer der Datenbank den betr. Sachverhalt vermutlich suchen werden.
Die Vergabe eines Schlagwortes ist überflüssig, wenn das betreffende Wort bereits in den übrigen Feldern zu dem Dokument auftaucht und auf diese Weise als freier Deskriptor funktioniert.

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Feld 160= Hochschulort (nur bei 020=.../Diss)
Es wird der Name des Hochschulortes angegeben.
Doppelnamen bestimmter Hochschulen werden mit Bindestrich verbunden,
z.B. 160=Erfurt-Mühlhausen
        160=Nürnberg-Erlangen

Feld 170= Hochschule (nur bei 020=.../Diss)
Hier wird die volle Bezeichnung der Hochschule angesetzt, unter Fortlassung der im Feld 160 angegebenen Ortsangabe.
z.B.   170=Freie Universität
          170=Pädagogische Hochschule "Theodor Neubauer"

Feld 180= Fakultät oder Bereich (nur bei 020=.../Diss)
Hier erfolgt die Angabe der Fakultät, des Fachbereiches, der Sektion, der Abteilung oder sonstigen Einrichtung, bei der die Promotion bzw. Habilitation vorgenommen wurde.

Feld 190= Promotionsdatum (Nur bei 020=.../Diss)
Hier wird, sofern bekannt, das Promotions- bzw. Habilitationsdatum angegeben. Ist das Datum nicht zu ermitteln, so beschränkt sich die Angabe auf die Jahreszahl.

Feld 200= Paginierung (Nur bei 020=.../Diss)
Da eine größere Anzahl von Hochschulschriften anstelle der sonst üblichen Seitenzählung eine Blattzählung aufweist, wird bei der Erfassung von Hochschulschriften die Paginierung nicht im Feld sei= vorgenommen, sondern im Feld 200=.
z.B. 200=140 gez.Bl.

Feld 210= Zusatzangaben (Nur bei 020=.../Diss)
Dieses Feld dient zur Angabe von für Hochschulschriften typischen Zusatzangaben.

Feld 220= Titel der Buchhandelsausgabe (Nur bei 020=.../Diss)
Es gibt verschiedene Publikationsformen bei Hochschulschriften: die normalen Hochschulschriften, früher meist maschinenschriftlich vervielfältigt, später auch in kleiner Auflage auf Kosten des Kandidaten gedruckt und andererseits von Verlagen herausgebrachte und im Buchhandel vertriebene Werke. Mitunter erscheint eine soche Arbeit sowohl als reine Dissertation bzw. Habilschrift, als auch im Buchhandel. Wenn bei den beiden Ausgaben die Titelformulierungen voneinander abweichen, was immer wieder mal vorkommt, wird hier im Feld 220 der Buchhandelstitel angegeben.

Feld 230=Graduierung (Nur bei 020=.../Diss)
Hier wird angegeben, ob die zu erfassende Schrift zum Zwecke der Promotion oder Habilitation angefertigt wurde. Die dafür verwendeten Deskriptoren sind D und H.

Feld 500= Korrektor
Dieses Feld entfällt bei der eigentlichen Datenerfassung. Es wird in der Regel beim Laden des Dokuments in die Datenbank vom Programm erzeugt und nimmt für den Fall, daß Korrekturen erforderlich werden, das Kürzel für den Namen des letzten Korrektors auf.

Feld 501= Datum der letztmaligen Korrektur
Die Regelung beim Feld 500 gilt hier analog. Es wird für die zuletzt erfolgte Korrektur eine Zeitangabe gemacht, und zwar in der Form JJJJ/MM.
Beispiel:  501=1993/12

Verzeichnis der zu diesen Erfassungsregeln gehörenden Anlagen:

Anlage 1a: Tabelle der bei der Texterfassung zugelassenen Zeichen
Anlage 1b: Tabelle der zur Speicherung diakritischer Zeichen zugelassenen  Umschreibungen
Anlage 2:  Tabellen für die im Feld 002 zugelassenen internationalen Kfz.-Kennzeichen
Anlage 3:  Tabelle der im Feld 010 zugelassenen Notationen für die Sachklassifikation
Anlage 4:  Tabelle der im Feld 010 zugelassenen Notationen für die Geo-Klassifikation