Podcast #16 zum OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg

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In dieser Ausgabe sprechen wir mit Leyla Schön und Sandra Butte vom OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg, der im letzten Jahr zehn Jahre alt wurde und aus diesem Anlass ein Buch herausbrachte, über diesen Arbeitskreis und die Arbeit in OPLs.



Sandra Butte (links) und Leyla Schön (rechts).

 

Transkript zum Interview

LIBREAS PODCAST #16
Interview mit Leyla Schön, Sandra Butte,
Karsten Schuldt (Interview, Transliteration)
Sprache/Language: Deutsch/ German
Spieldauer/ Running Time: 29 min 38 sec
Datei/ File: mp3 / 27,1 mb // ogg / 32,9 mb
Bitrate: mp3 / 128 kBit/s // ogg / 160 kBit/s
Aufnahmedatum/ Recorded: 19. Februar 2011
Veröffentlicht/ Published: 07. März 2011
Über: One Person Libraries, OPL, Spezialbibliotheken, Vernetzung, Weiterbildung, Bestand, Bestandsaufbau


00:12
LIBREAS: Können Sie sich vielleicht einfach vorstellen?

00:16
Leyla Schön: Gerne. Mein Name ist Leyla Schön. Ich bin Bibliothekarin am Behandlungszentrum für Folteropfer und dort seit 1992 als OPL tätig. Also wirklich im engsten Sinne des Begriffes One Person Library. Ich bin die einzige Bibliothekarin im Hause gewesen, die einzige angestellte. Mittlerweile... ich geh schon ins Thema rein, das ist schon zu weit.

00:38
Sandra Butte: Mein Name ist Sandra Butte. Ich bin auch eine klassische OPL. Ich arbeite seit vier Jahren in der Bibliothek des Zentrums für historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften, ein bisschen langer Titel. Und genau: bin dort auch die einzige Bibliothekarin und da im Aufbau, also beziehungsweise die Bibliothek befindet sich noch im Aufbau.

01:00
LIBREAS: Okay. Die Besonderheiten Ihrer Bibliotheken sind ja, dass es OPLs sind. Ein Begriff der ja von Teilen von Ihnen einfach übernommen wurde aus den USA. Können Sie kurz einführen, was die Besonderheiten der OPL sind?

01:13
Leyla Schön: Also man kann ja OPL eben auflösen als One Person Library. Aber es gibt auch den Begriff One Professional Library. Dann gibt es noch einen dritten, der mir jetzt nicht einfällt. Aber das ist auch wirklich das Andere, was auch die Bewegung ausmacht: dass wirklich eine Person verantwortlich für eine Spezialbibliothek ist. Das ist so.

01:33
Sandra Butte: Genau, vor allem eine Fachkraft, die wirklich alle Bereiche eigentlich abdeckt, die in größeren Bibliotheken halt von einzelnen Abteilungen mit mehreren Personen geführt werden. Und da ist es dann wirklich so, dass man als OPL wirklich jeden Bereich von Katalogisierung, Erwerbung, Bestandsaufbau, Pflege und so weiter, Rechnungsführung, dass man das wirklich alles selbstständig macht.

01:54
LIBREAS: Aber Sie definieren das auch als Bewegung. Warum?

02:00
Leyla Schön: Weil wir erst gedacht haben, wir sind so ganz Wenige und Einzelne und Besondere. Und irgendwann merkten: Es werden immer mehr Bibliotheken, die nur von einer Fachkraft geführt werden. Und da hat man sich irgendwann mal gesagt: wir können uns aber untereinander vernetzen, netzwerken und austauschen. Also es ist ja nicht ein Miteinander-Arbeiten, aber der Austausch ist ganz enorm wichtig. Und deswegen als Bewegung, weil wir zwar als Fachkraft alleine in unserer Organisation sind, aber untereinander gut vernetzt sind und dann doch irgendwelche Absprachen oder Unterstützung geben können.

02:36
LIBREAS: Sie haben ja mit Ihrem Arbeitskreis ein Buch herausgegeben über OPLs in Berlin. In der Darstellung ist mir aufgefallen, dass viele von diesen OPLs ihren Schwerpunkt der Arbeit gar nicht so sehr auf die bibliothekarische Arbeit gelegt haben, sondern tatsächlich auf die Einbindung in die Institution, also so einen gewissen Outreach-Effekt. Ist das was, was OPLs allgemein ausmacht? Oder wie stellt man sich die Arbeit bei Ihnen eigentlich vor? Also gehen Sie raus aus der Einrichtung oder sind Sie die Einrichtung, zu der gekommen wird?

03:03
Leyla Schön: Na das ist, denke ich, beides. Also das ist so rausgestellt, weil es das Besondere ist, was wir auch leisten, was uns immer wieder erhält, denke ich. Aber das andere ist natürlich selbstverständlich. Wir sind Bibliothekarinnen, wir machen die ganze bibliothekarische Arbeit. Wir können ja eben, da wir alleine sind, sind wir sehr nah an unseren Kunden, also an unseren Lesern. Und deshalb haben wir wirklich einen guten Kontakt und sind oft mehr, als nur die Bibliothekarin des Hauses. Also wenn Sie sich die Beiträge anschauen oder den Arbeitskreis angucken, der ja viel größer ist, als die Beiträge das zeigen, dann sehen Sie, was für große Aufgaben noch die Bibliothekarinnen oft nebenbei machen. Also von Öffentlichkeitsarbeit über Webseitenpflege zu ganz anderen Bereichen, die sie mit übernehmen, weil einfach da von Leitung oder dem Kollegium mehr gesehen wird, was Bibliothekare noch können.

03:58
Sandra Butte: Noch können müssen. Weil es halt, sag ich mal, teilweise wirklich kleinere Institutionen sind, wo – also bei uns ist es auf jeden Fall so: Wir sind eine kleine Institution, wo es dann natürlich auch keine große Bibliothek dazu gibt, sondern natürlich auch nur eine kleine. Und jeder einzelne Mitarbeiter in der Institution hat auch vielfältige Aufgaben, die nicht so streng abgegrenzt sind. Und das spiegelt sich dann quasi auch in den Bibliotheken wieder, dass es da nicht bloß rein um die bibliothekarische Arbeit geht, sondern um das vielfältigere Angebot, was man dann einfach noch leisten muss. Und dann eben auch nach außen hin, natürlich.

04:30
Leyla Schön: Vielleicht entsteht das auch so als Bedürfnis, wenn man so viel als Bibliothekarin an einer Institution alleine ist, dass man so sich zeigen möchte. Kann sein, das wir uns dann zeigen: hier bin ich, das mach ich und das kann ich...

04:45
Sandra Butte: ...und das mache ich darüber hinaus, über das was man als bibliothekarische Arbeit versteht. Also einfach um zu zeigen, wie vielfältig das dann auch ist. Um dann natürlich auch Interessenten zu finden für die Bibliothek. Weil das ist auch mal so ein bisschen das Problem, wenn man allein steht, dass man Leute finden muss... also, das ist vielleicht wieder so ein persönliches Thema von mir. Das können wir vielleicht ein bisschen später noch mal ansprechen. Also dass wir einfach so ein bisschen Nutzerrequirierung brauchen. Und man dadurch natürlich mehr auch an verschiedenen Stellen nach außen hin macht, als es die eigentliche bibliothekarische Arbeit verlangt.

05:16
LIBREAS: Mir fiel einfach bei dem Buch auch auf, dass diese Bibliotheken sich sehr unterscheiden, also auch in der Bestandsgröße. Also mir ist aufgefallen, dass da auch einige Bibliotheken sind, wo der Bestand fast gar nicht abgebildet ist, sondern andere Arbeit explizit hervorgehoben wurde, z.B. als Kommunikationszentrum und so weiter. Deswegen wollte ich nachfragen.
Aber vielleicht können wir zum Arbeitskreis kommen. Das ist ja hier so eine Besonderheit in Berlin/Brandenburg, dass es diesen Arbeitskreis gibt, seit über zehn Jahren. Da haben sie ja letztes Jahr Geburtstag gefeiert. Und vielleicht können Sie noch mal die Ziele und vor allem auch die Erfahrungen darstellen. Die Ziele sind eigentlich relativ klar.

05:52
Sandra Butte: Ich glaube, dass musst du machen, weil du ja quasi Mitgründerin bist. Ich bin ja so ein ganz junges Mitglied. Deswegen, glaube ich, machst du vielleicht die erste Perspektive und ich die zweite.

06:00
Leyla Schön: Ja, wie wir das in dem Buch auch schon so ein bisschen angerissen haben, kam so dieser Wunsch von diesen Kleinstbibliotheken mit diesen einzelnen Fachkräften, sich auszutauschen. Und da gab es damals den Deutschen Bibliotheksdienst mit dem Beratungsdienst (wissenschaftliche) Spezialbibliotheken, namentlich Frau Morgenstern, die dafür schon einen Runden Tisch geschaffen hatte, weil sie das aus den USA kannte, dass da diese OPL-Bewegung sich schon sehr schön vernetzt hatte und damit auch Wirkung gezeigt hatte und eigene Management-Tools sozusagen herausgegeben hatte. Und dann gab es zweimal solch einen Runden Tisch im Bibliotheksinstitut oder vom Bibliotheksinstitut organisiert. Und da haben wir, die wir so dabei eingeladen waren das waren Spezialbibliothekare, die eben schon unter den spezialbibliothekarischen Themen sich kannten, da waren wir zu dritt oder viert. Und haben gesagt: wollen wir nicht auch so einen Kreis gründen? Weil wir die Idee gut fanden, das war sehr überzeugend, was so berichtet wurde.
Da haben wir uns so probeweise das erste Mal in der Topographie des Terrors in der Bibliothek getroffen und hatten also auch sofort Themen uns auszutauschen. Also diese völlig unterschiedlichen Organisationen und einen gemeinsamen Nenner eben in der Regel eine Bibliothekarin, die die Bibliothek leitete oder aufbaute. Und da kam sofort so... also es war eine offene, fachliche Atmosphäre. Und wir haben sofort dann vereinbart, dass wir uns regelmäßig jetzt bei einer anderen treffen. Und wir waren bestimmt am Anfang sechs, sieben Frauen und dann wurden wir ganz schnell mehr. Also wir haben so Einzelne angeschrieben, dass sprach sich rum, dass sich da so ein Kreis trifft. Um mittlerweile stehen auf dem Verteiler 38 Bibliotheken, zu den Treffen kommen in der Regel so 20.
Wir haben uns über die Jahre sozusagen immer wieder neu – wir mussten uns nicht neu gründen, es waren zwar immer wieder neue Gesichter, Andere gingen, veränderten sich, gingen in den Ruhestand – das haben wir auch jetzt sehr oft schon erlebt, dass welche jetzt wirklich in den Ruhestand gehen. Aber der Kreis ist als solcher immer noch aktiv und wird aktiver. Also mit dieser Buchpublikation, dem eigenen Blog, der dann später dazu kam, wurden wir immer sichtbarer und fassbarer.

08:20
LIBREAS: Hat es,– also offenbar hat es ja eine Wirkung gehabt, für die OPLs, so dass sie sich immer wieder treffen wollten. Aber was sind die positiven Erfahrungen? Bestärkt man sich in seiner Arbeit? Oder bestärkt man sich in seiner Arbeit gegenüber der Institution?

08:33
Sandra Butte: Also ich glaube, das ist eine Mischung aus allen letztlich. Also man hat ja keine direkten Kollegen, die man in der tagtäglichen Arbeit konsultieren kann, bei welchen Fragen auch immer. Sei es in der täglichen Arbeit, sei es im Kontakt mit den Chefs oder mit den anderen Mitarbeitern oder mit Nutzern oder mit wem auch immer. Also man kann ja mit niemandem erst mal direkt kommunizieren.
Und dafür dienen diese Treffen eigentlich, um sich auf jeder Ebene miteinander zu vernetzen, miteinander sich zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen und zu sehen: Wie machst du das oder wie machst du das nicht? Und dann für sich selber zu sehen: Okay, das ist eine andere Institution, die Bibliothek funktioniert vielleicht anders, weil sie auch andere Aufgaben hat. Aber vielleicht kann ich bestimmte Verhaltensregeln für mich selber übernehmen. Oder welche für mich daraus ableiten. Und das ist eigentlich das Positive, dass man einfach dort, aufgrund eben der Vielfältigkeit der Institutionen sich auch vielfältige Lösungen für einen selber ergeben können, wenn man dann bereit ist, sie umsetzen. Und das ist eigentlich das Spannende an dem Arbeitskreis.

09:28
Leyla Schön: Ja, also es ist wirklich jeder... jeder kommt mit seinen Belangen. Also manchmal ist es jemand mit einem Problem, dass er sagt: "Also mein Buchhändler macht in letzter Zeit Schwierigkeiten oder ähnliches. Mit welchen habt ihr gute Erfahrungen?" als ganz banales Beispiel bis hin zu: "Ich soll hier in der Stellenbeschreibung ... und auf einmal wird das umgeschrieben, und ich möchte aber nicht. Und was ratet ihr mir?" Also wir sind uns schon ein ganz guter Ratgeber gewesen, aber manchmal wissen wir auch nicht weiter. Und dann holen wir uns richtigen Rat von außen. Oder besseren. Also das machen wir auch, wenn wir merken, da ist Bedarf an einem bestimmten Thema, dann holen wir uns Referenten für den Arbeitskreis. Und da wir inzwischen wirklich so viele sind mit teilweise sehr renommierten Bibliotheken kommen die Referenten gerne zu uns. Also sogar Freitag nachmittag, das ist unser Trefftag, in der Regel. Wir bekommen wunderbare Referenten, die bereit sind, nach Berlin in der Regel Freitag nachmittag zu fahren, um uns was zu erzählen...

10:28
Sandra Butte: ...und zumindest drei Stunden mit uns zusammen zu arbeiten und sich den Fragen zu stellen. Die sind immer sehr interessiert und die finden das immer sehr spannend, dass es wirklich diesen lebhaften Austausch einfach gibt. Und dieses Interesse, dieses freiwillige Interesse vor allem Dingen, sich zu vernetzen und sich Freitagnachmittag weiterzubilden. Was auch wirklich nicht selbstverständlich ist, glaube ich.

10:48
LIBREAS: Aber Sie geben ja auch Handreichungen noch raus.

10:51
Leyla Schön: Ja. Also wir sind in jeder Form... Es gibt ja diese OPL-Checklisten, wo wir mitgearbeitet haben, früher. Wir haben diesen Blog, wo wir irgendwelche Hinweise geben. Also wir schreiben... Einige publizieren sowieso. Frau Dr. Aleksander hat wieder jetzt einen sehr schönen Artikel veröffentlicht (Aleksander, Karin (2011). Hier sind Frauen und andere Geschlechter sichtbar: 45. Fachtagung der deutschsprachigen Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -informations-/-dokumentationseinrichtungen (ABI) vom 28.10 bis 31.10.2010 in Dresden. In: Bibliotheksdienst 21 (2011) 2, 153-156). Also da sind wir aktiv.



Das mehrfach angesprochene Buch: OPL-Arbeitskreis Berlin/Brandenburg (Hrsg.) (2010). One-Person-Libraries Berlin : 10 Jahre Arbeitskreis OPL Berlin/Brandenburg. Berlin: BibSpider.

11:09
LIBREAS: Ja, das ist auffällig. Das ist sehr laut, eigentlich. Vielleicht können Sie dann zu dem Buch selber etwas sagen. Also wir haben es jetzt schon mehrfach angesprochen: DAS BUCH. Aber vielleicht können Sie das einfach einführen.

11:24
Leyla Schön: Ja, das war eine ganz spontane Idee. Irgendwie, bei einem Treffen, pünktlich zum Zehnjährigen, meinte jemand wirklich – also in dem Moment habe ich mich, glaube ich, von der ganzen Runde angeschaut gefühlt, weil ich dann diejenige war als ältestes Mitglied – "sind wir nicht gerade zehn Jahre geworden"? Und ich habe kurz nachgedacht. Ja, das stimmt. Wir sind jetzt zehn Jahre dabei. Und das müssen wir doch in irgendeiner Form feiern oder ausdrücken. Und dann kam ganz schnell von zwei Frauen die Idee: Wie wäre es mit einem Buch? Und alle waren begeistert. Und es haben sich dann auch drei zusammen getan, die die Herausgeberschaft übernehmen wollten. Jana Haase, die gesagt hat, ich mach da mit; Corinna Haas und Karin Aleksander. Und dann haben die sich wirklich sehr engagiert. Und haben geguckt: die Mittel, was kostet ein Buch? Wer würde denn ein Buch über uns machen? Und wie sollte denn das Buch aussehen? Und dann haben mehrere Treffen dazu stattgefunden. Wir haben Beiträge eingereicht. Also jede sollte was Lebendiges beschreiben. Nachher wurde es ja dann eine Doppelung. Es ist ja nicht nur ein Bericht über unseren Arbeitskreis, über unsere Arbeit in den Bibliotheken, sondern es ist ja auch ein Photoband.

12:37
Sandra Butte: Ein sehr schöner Photoband.

12:40
LIBREAS: Mit dem Buch war die Hoffnung quasi die OPLs bekannt zu machen? Oder war es tatsächlich eher so ein Geburtstagsgeschenk an sich selber? Es sieht ja sehr ambitioniert aus. Frau Haase hat ja auch bei der Vorstellung berichtet, dass das ja auch durch die Zusammenarbeit mit dem Lette-Verein, Schülerinnen und Schülern, so ambitioniert aussieht. Aber: gibt es denn die Hoffnung, dass das Buch irgendwas, also die OPLs, noch mehr in den Mittelpunkt rückt? Weil ich habe ja immer das Gefühl, die sind schon sehr offensiv da. Das haben wir ja schon gesagt.

13:09
Leyla Schön: Also ich denke, es ist auf jeden Fall ein Geburtstagsgeschenk, es ist eine Festschrift für unseren Arbeitskreis. Aber es ist auch noch mal trotzdem der Wunsch, sichtbar zu werden. Auch bei den eigenen Institutionen noch mal zu zeigen: schaut mal. Aber auch in der Fachwelt, bei den großen Kolleginnen und Kollegen sage ich jetzt mal, die ja doch so die Fachdokumentation, die Fachsprache besetzen. Oder auch die ganzen... wenn ich so gucke: Jetzt ist Bibliothekartag in Berlin. Ja, und das ist noch mal, um zu sagen, "wir sind auch da". Auch wenn wir nicht groß sind und auch wenn wir nicht die Zeit haben, immer an Konferenzen teilzunehmen. Wir haben unseren Beitrag trotzdem geleistet.

13:55
Sandra Butte: Quasi auch als Zeichen, um weiterhin sichtbar zu bleiben. Auch wenn Sie gesagt haben, dass wir quasi schon so präsent sind und dass Sie uns als laut empfinden. Aber so eine Publikation ist, glaube ich, einfach dafür da, um einfach einen dauerhaften Fingerzeig zu geben und zu sagen: hier sind wir und es lohnt sich auf uns zu achten. Und das ist, glaube ich, oft auch ein bisschen das Problem, dass es halt nicht so in der Form passiert. Also man muss halt immer viel aus sich selbst heraus machen, damit man wahrgenommen wird. Es gibt halt wenig... also es kommt wenig, wenn man nicht selber sich präsentiert. Und dafür ist es, denke ich, ganz gut.

14:30
Leyla Schön: Ja. Ich erinnere mich beispielsweise an meine Zeit in der UB. Da sind so die Leiter gekommen und haben gesagt: "Willst du nicht zu diesem Kongress gehen? Solltest du nicht zum Bibliothekartag gehen?" Das passiert in der OPL nicht. Da sagen die eher: "Um Gottes willen. Wer soll dich vertreten, wenn du weg bist?" Und deshalb dieser Wunsch noch den Anschluss zu behalten.

14:51
Sandra Butte: Einfach im Gespräch zu bleiben, eigentlich.

14:52
LIBREAS: Wie ist denn die Erfahrung der Zusammenarbeit mit anderen, also den großen Bibliotheken? Gibt's da überhaupt so eine „Response”? Oder wird man da nicht wahrgenommen, also gar nicht wahrgenommen als OPL?

15:04
Sandra Butte: Also ich habe eigentlich kaum direkten Kontakt, außer wenn ich Fernleihebestellungen mache. Und dann wird man, glaube ich... also da funktioniert das sehr gut. Aber sonst habe ich... ist das bei mir noch nicht so, dass ich so viel direkten Kontakt oder Austausch habe. Den habe ich wirklich dann mit den anderen OPLs. Aber nicht wirklich an große Institutionen angebunden. Bei mir ist es weder gut noch schlecht, würde ich sagen. Es ist einfach bis jetzt nicht, noch kein Thema in der Form.

15:34
Leyla Schön: Ja und ich habe den Eindruck, dass man sich auch sozusagen immer zweimal vorstellen muss, wenn man so aus einer OPL, gerade aus so einer kleinen... Gerade auch mit meinem Hintergrund der Organisation, das ist schon was sehr Besonderes. Obwohl wir jetzt schon seit fast 20 Jahren hier in Berlin aktiv arbeiten, ist es doch schon immer noch so, dass ich mich immer noch vorstellen muss. Es ist wohlwollend, aber es ist schon irgendwo das Gefühl „ich kann gar nicht mitreden”. Also wenn ich in so einer Veranstaltung sitze und da sitzen dann fünf MPI-Bibliotheksleiter und ich als kleine Maus dazwischen. Also ich fühl mich jetzt... Das ist immer noch mal eine andere Ebene.
Aber es sind durchaus in unserem Arbeitskreis Bibliothekarinnen dabei, die schon auch auf diesem Level mitsprechen. Die dann so diese Entlastung von der Organisation erfahren, dass sie wirklich auch in diesen Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen auftreten und auch sich die Zeit nehmen, mal bei der IFLA mitzuarbeiten. Also das haben wir auch. Und das kommt dann auch wieder in den Arbeitskreis zurück. Davon profitieren wir dann indirekt auch schon wieder.

16:36
LIBREAS: Dann noch eine Frage zu dem Arbeitskreis. Der ist ja ein Berlin-Brandenburgischer Arbeitskreis. Sehe ich das richtig? Ist das eine Besonderheit in Deutschland oder gibt es ähnliche Verbindungen von OPLs auch anderswo?

16:48
Leyla Schön: Also das ist eher andersrum, sage ich mal. Weil wir in Berlin so eine wahnsinnig große Bibliothekslandschaft haben, sind wir so viele in einer Stadt. Also ich kenne andere, die dann wirklich so über eine größere Region sich treffen müssen.

17:02
Sandra Butte: So wie Thüringen zum Beispiel...

17:04
Leyla Schön: ... oder Rhein-Neckar. Wir sind schon auch der Aktivste und Größte und vielleicht auch der Älteste. Aber eigentlich, wenn ich mir das so kilometermäßig betrachte, ist das eher so, dass wir auf einem kleinsten Raum sehr, sehr viele sind. Das ist schon etwas Besonderes. Während andere wirklich von sonstwo anfahren müssen, wenn sie sich treffen wollen.

17:27
Sandra Butte: Also wir haben wirklich halt den direkteren Austausch durch die Größe der Stadt, weil wir einfach näher beisammen sind als in diesen anderen Kreisen – die es ja gibt in Deutschland –, haben wir dadurch ja auch eine höhere Regelmäßigkeit in den Treffen. Also ich kann es nicht 100%ig für die anderen sagen. Aber aufgrund der Größe der anderen Arbeitskreise, die es auch gibt, gehe ich davon aus, dass es so ist.

17:47
LIBREAS: Und was ist mit den internationalen Kooperationen? Weil: als Bewegung, wenn ich es richtig verstanden habe, kommt der Begriff und auch die Idee, dass als Bewegung zu machen, ja aus den USA.

17:56
Leyla Schön: Also ich war Mitglied der SLA für ein paar Jahre. Dort ist das ja auch eine eigene Abteilung, die Solo Division. Da war ich sozusagen auch im Europa-Netzwerk, aber da ist eigentlich nie etwas Wesentliches passiert, so dass ich da wieder ausgestiegen bin. Das war mir auf Dauer zu teuer.
Die internationale Zusammenarbeit geht eigentlich nur über die Bekanntschaft mit Guy St. Clair und Judith Siess. Aber die hat sich auch mittlerweile in Rente begeben. Also das sind so praktisch die... Guy St. Clair ist so der Vater dieser OPL-Bewegung, Judith Siess ist seine würdige Nachfolgerin, hat viele, viele Jahre den OPL Newsletter herausgegeben. Aber auch sie ist in Rente jetzt gegangen. Und von daher sind wir eigentlich, habe ich den Eindruck, dass wir mittlerweile für uns selbst genügen, aktiv genug sind, dass wir nicht mehr so diesen Blick nach drüben haben, dass wir sagen: "Was machen die neu? Können wir was abkupfern?" Wir sind selber...

18:55
Sandra Butte: Genau, das denke ich auch. Also es hat halt eine Weile gedauert, ehe es dann wirklich diesen Anstoß damals gab. Aber als dann sozusagen der Stein einmal ins Rollen gekommen ist, seitdem rollt er, glaube ich auch. Und er rollt für uns auch ganz gut. Also das ist jetzt so, dass man selber jetzt geschafft hat, sich sein eigenes Profil herauszubilden, auch in Form solcher Arbeitskreise. Und wir da jetzt gar nicht mehr so sehr gucken müssen: Was machen die anderen? Müssen wir da jetzt was nachmachen? Oder können wir uns wirklich auf uns selbst konzentrieren? Das findet, glaube ich, gerade ganz gut statt.

19:24
Leyla Schön: Und da eine von uns sowieso immer unterwegs ist – also es sind bestimmt sieben Frauen aus unserem Arbeitskreis, die irgendwie diese Study-Tours mit der Initiative Fortbildung gemacht haben, also so Austausch, 14 Tage oder 10 Tage in den USA unterwegs waren und dort andere große oder kleine Bibliotheken kennengelernt haben, und auch davon erzählen und auch Berichte schreiben und so, da sehen wir auch immer wieder: Was passiert woanders? Ist da etwas Interessantes, was wir näher betrachten wollen? Und da merke ich wirklich: Das reicht. Eine von uns schafft es immer auf irgendeine Fachveranstaltung, schafft es, hinzugehen und bringt die Ergebnisse, sozusagen, in den Kreis wieder zurück. Und wir können sehen, ob wir davon was brauchen oder nachahmen wollen.

20:07
Sandra Butte: ...oder verbessern.

20:11
LIBREAS: Nee, verbessern ist gut. Ich habe nämlich den Eindruck, also wenn ich mir anschaue, was in OPLs passiert, dass OPLs auch Einrichtungen sind, die schneller in der Lage sind, Dinge umzusetzen oder Ideen auszuprobieren und dass sie dies in Berlin/Brandenburg auch machen. Also jetzt im Vergleich zu größeren Einrichtungen. Ist das nur mein Eindruck? Oder glauben Sie auch, dass Sie einen größeren Freiraum haben und ihn auch mehr nutzen, um Innovationen einzuführen?

20:35
Sandra Butte: Also ich denke, dass Ihr Eindruck da nicht täuscht. Also das ist durchaus so. Und ich glaube, das liegt auch in der Natur der Sache der OPL, weil man eben nicht ein großes Kollegium hat oder mehrere Etagen über sich, durch die man sich erst durchgraben muss, bevor man irgendeine Idee, die man entwickelt hat, durchsetzen kann. Sondern die Hierarchien sind meist sehr viel flacher und man kann sehr viel schneller auf Sachen von außen reagieren oder auf Ideen, die man selber aus dem Arbeitskreis mitbringt und die dann halt sehr viel schneller umsetzen.
Heißt aber im Gegenzug auch, dass man alle, sage ich jetzt mal so, Innovationen, die es am Markt gibt, natürlich auch selbst verfolgen muss. Weil sonst ist man natürlich, wenn man nur auf bestimmte Sachen guckt und nicht versucht, das Ganze im Blick zu behalten, läuft man schnell Gefahr, dass man bestimmte Sachen verpasst. Und da hat man halt niemanden, der einem sagt so "guck mal da und guck mal da".
Und das ist dann sozusagen das Manko in dem Moment, die fehlenden Kollegen oder die große Abteilung, die dann zwar auf der einen Seite die Schnelligkeit zulässt, aber auf der anderen Seite das Arbeitspensum für einen selber höher schraubt, was aber den Arbeitskreis umso wichtiger macht. Weil da natürlich mehr Kolleginnen verschiedenen Blickwinkel haben, aufgrund Ihrer Institutionen, ihrer Erfahrungen, ihrer Interessen und sich da einfach die Sachen sehr gut bündeln und man da einfach wirklich an der Stelle, gerade was Innovationsfähigkeit einfach wirklich angeht, einen tollen Austausch einfach machen kann, den man alleine einfach gar nicht leisten könnte.

22:03
Leyla Schön: Ja, der kurze Weg. Man ist ja selber die eigene Chefin. Und das ist schon natürlich auch... Also in meinem Beispiel darf das halt nicht Geld kosten. Also sonst bin ich wirklich frei zu tun und zu lassen, was ich möchte, da habe ich das Vertrauen der Institution. Da heißt es immer: "Klar, wenn du meinst, das ist gut, mach es." Also das ist schon eine wunderbare Freiheit. Nur es darf halt nichts kosten. Das ist immer dann das Problem.

22:31
Sandra Butte: Das ist das große Problem. Das ist bei uns das Gleiche, leider. Also das ist wirklich: Jede Idee wird wohlwollend aufgenommen. Da wird gesagt: "Toll, mach das. Das ist toll, wenn du das machst. Und wir freuen uns, wenn du dich da vernetzt. Wenn du dies machst und das machst." Aber das große Problem ist dann wirklich von diesen kleinen Institutionen: es darf leider nichts kosten oder wenn, dann so gering, dass es quasi schon wieder nichts ist. Das ist dann immer ein bisschen schwierig, leider.

22:51
Leyla Schön: Aber es gibt auch Bibliotheken in dem Arbeitskreis, wo es auch mal... die auch wirklich offen sagen: "Ich bin überzeugt von der Software, die übernehme ich jetzt." Und dann darf das auch umgesetzt werden. Also die Beispiele haben wir dann auch, dass wir da nicht nur, wie wir beide offensichtlich, auf kleiner Sparflamme fahren, sondern es gibt auch schon Institutionen, wo wirklich ein großer Etat für die Bibliothek vorhanden ist. Und dann kann man sicherlich auch mehr machen.

23:15
Sandra Butte: Und wo man auch außer der Reihe Sachen beantragen kann und Sachen erstattet werden und gekauft werden können und so. Sicher. Aber bei uns das gerade leider nicht so.

23:28
LIBREAS: Okay. Mich würde vielleicht zum Abschluss noch mal die Arbeit in Ihren einzelnen Bibliotheken interessieren. Könnten Sie kurz berichten, wie Sie eigentlich den Bestand aufbauen und kontrollieren? Also gibt es da einen direkten Einfluss der Institutionen? Machen Sie so was wie NutzerInnenforschung? Weil Sie haben ja im Gegensatz zu Öffentlichen oder großen Wissenschaftlichen Bibliotheken eher eine sehr kleine Zielgruppe, eine sehr spezielle Zielgruppe. Also das würde mich interessieren.

23:54
Leyla Schön: Also bei mir im Behandlungszentrum für Folteropfer ist es so, dass ich schon auch selber gucke, was wir brauchen. In den ersten Monaten war es so, dass ich mich informieren durfte. Also es gibt da eine Organisation dieser Art in London, in Kopenhagen. Wobei die in Kopenhagen wirklich auch eine wissenschaftliche Spezialbibliothek haben, so wie ich meine bezeichnen würde. Und da hat mich der Bibliothekar beispielsweise besucht und hat schon die Dubletten mitgebracht und hat mir gesagt, worauf es ankommt in der Arbeit. Das war für mich eine unglaublich große Einstiegshilfe. Und in Absprache mit den Kollegen habe ich den Bestand aufgebaut. Inzwischen bin ich so in dem Thema drin, dass ich also das selbstständig mache.
Aber durch den engen Kontakt mit den Kollegen, die meistens Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialarbeiten oder andere Therapeuten sind – die kommen, fragen: "Haben wir das Buch?" Oder wenn sie wissen, es erscheint gerade etwas Neues, sagen sie schon: "Das kommt demnächst raus, das müssen wir haben." Meistens ist es dann so, dass es schon bestellt ist, ja. Wir veröffentlichen selber viel, die Therapeuten schreiben viel. Von daher sind wir eigentlich auch schon in den Fachzeitschriften repräsentiert und gucken, wissen immer schon, was rankommt.
Aber es ist ein großes, interdisziplinäres Thema, dass ich eigentlich immer eher gucken muss: Was muss ich unbedingt haben? Weil die Fülle ist so groß und mein Etat ist so klein, dass ich wirklich sehr genau gucke: Was brauche ich unbedingt? Und was geht sonst nur über Fernleihe oder Kurzausleihe, über die Nachbarbibliothek oder ähnliches? Aber es ist schon so, dass ich da wirklich sehr selbstständig bin und dann aber auch immer einlade und sage: wenn ihr findet, dass irgendwas spannend ist, wenn ihr findet, das gehört dazu, immer melden. Und das machen sie sehr gerne, das machen sie schon sehr gerne.
Ich finde auch die Arbeit mit Externen fantastisch. Es kommen sehr viele Studenten, so Sozialarbeiter, Psychologie und Medizin, schreiben bei uns die Diplomarbeiten, Doktorarbeiten, was auch immer, Hausarbeiten. Und wenn die so an ein Thema rangehen und so nachfragen nach bestimmten Themen, dann ist das für mich immer ganz spannend zu gucken, was wollen die noch dazu haben, was glauben die was gehört zum Thema noch dazu. Und dann für mich dann so hinterher zu überlegen, doch, das schaffe ich an, das scheint interessant zu sein. Wenn da der zweite schon danach gefragt hat, dann bestelle ich es auch. Also so baue ich diese große, kleine Fachbibliothek auf, ja.

26:27
Sandra Butte: Ich denke, also bei mir ist das relativ ähnlich. Also wir sind... das ist ja noch eine sehr junge Bibliothek, bin ja erst seit vier Jahren dabei, die aufzubauen. Und unser Zentrum ist hervorgegangen aus der Wissenschaftlichen Station, die die Polnische Akademie der Wissenschaften vorher an diesem Standort betrieben hat und ist dann umgewandelt worden in dieses Forschungsinstitut, das erste seiner Art von der Polnischen Akademie. Und hat halt den Anspruch, deutsch-polnische Geschichte auch interdisziplinär zu erforschen.
Das heißt, dass dort auch ein sehr großes Spektrum an Literatur abgedeckt werden kann, aber natürlich ist es in der Realität ein bisschen was anderes. Und das heißt, wir hatten einen kleinen Bestand, den wir von der Wissenschaftlichen Station, die davor war, übernommen. Und haben aber auch viele – also es einen wissenschaftlichen Mitarbeiter bei uns am Haus, der sich am Anfang in der ganz frühen Phase um den Aufbau gekümmert hat. Und da hatten wir relativ viel Geld zur Verfügung. Und der hat... der ist, sage ich mal, mit einem Koffer voll Geld einkaufen gefahren. Und der hat von verschiedenen, also vor allem antiquarische Bestände, hat der einfach in großer Zahl erworben, von verschiedenen Stellen. Forschungsstelle Dortmund für Ost-Europa, Schenkungen verschiedener Art und so weiter. Also das war der erste Grundstock, der entstanden ist.
Dann haben wir auch viele Schenkungen bekommen, kriegen wir auch noch nach wie vor. Also von vielen, teilweise emeritierten Professoren, die einfach ihre Bibliothek zuhause ein bisschen ausdünnen und für uns auch einfach wertvolle Geschenke machen. Das ist ein konstanter Faktor für uns für den Bestandaufbau. Und dann hat sich das auch wirklich so entwickelt, dass wir diesen antiquarischen Grundstock geschaffen haben und es jetzt darum geht, auch aufgrund des sehr kleinen Etats ist es so, dass wir uns bemühen, vornehmlich polnische Publikationen hier vor Ort bereitzuhalten, die es in anderen Bibliotheken in Berlin nicht gibt.
Das heißt natürlich haben wir auch deutsche Bücher zu dem Thema, aber versuchen da wirklich nur ausgewählte zu kaufen. Zumal man im Schnitt für ein deutsches Fachbuch drei bis vier polnische bekommt. Das ist natürlich auch immer ein großer Unterschied wo man immer aufpassen muss bei dem entsprechenden Etat. Da ist es auch so, dass ich das auch selbstständig mache. Durchaus eingearbeitet in das Thema.
Aber wir hatten beziehungsweise haben auch zwei große Projekte am Institut und dadurch wölbt sich der Bestand auch dementsprechend in die Richtung ein bisschen, in der das Projekt läuft. Und momentan geht es um Erinnerungskulturen. Wir haben ein Projekt zu deutsch-polnischen Erinnerungsorten, das heißt relativ viel Erinnerungsliteratur, die es so in dem Bereich... was ja auch sehr populär ist, auch sehr boomt. Da haben wir einen großen Bereich eigentlich, der so als Spezialthema noch so bei uns angeschafft wird. Genau. Und so neben der selbstständigen Arbeit von mir ist es dann wirklich so, dass projektbezogene Sachen, dann meistens schon Vorrang haben vor dem Rest. Und polnische Bücher haben Vorrang vor den deutschen. So kann man das, glaube ich, ganz gut zusammenfassen.

29:27
LIBREAS: Okay. Also dann danke ich Ihnen für den Einblick in die OPL-Arbeit. Und wünsche Ihnen noch viel Erfolg mit dem Arbeitskreis vor allem, der – wie gesagt – sehr laut ist.

29:37
Beide: Dankeschön. Sehr gerne.

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