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Diana Marten, Boris Jacob und Matti Stöhr beim Interview
Diana Marten, Boris Jacob und Matti Stöhr beim Interview

LIBREAS PODCAST # 1

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Spieldauer: 7min 32 sec

BOBCATSSS im Interview.

Boris Jacob spricht mit den BOBCATSSS 2008-Mitorganisatoren Diana Marten und Matti Stöhr.

11.Juni 2007

 

- Transkript zum Interview -

LIBREAS: Was ist den eigentlich BOBCATSSS?

Matti: BOBCATSSS ist ein alljährlich stattfindendes Symposium auf dem Feld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Das Besondere daran ist, dass dieses Symposium in Zusammenarbeit von einer west- und einer osteuropäischen Universität zusammen organisiert wird und, das ist eigentlich viel wichtiger, das wird von Studenten für Studenten organisiert.

Dieses Konzept hat sich schon so lange bewährt, da man das jetzt im nächsten Jahr, letztendlich schon zum 16. Mal veranstaltet. Und dieses Symposium im nächsten Jahr wird im Januar stattfinden, vom 28. bis zum 30. Januar, und zwar in Zadar, in Kroatien.

Was man noch sagen kann: BOBCATSSS der Name besteht letztendlich aus den Anfangsbuchstaben der Gründerstädte, BOBCATSSS wurde nämlich 1993 initiiert. Diese Gründerstädte sind: Budapest, Oslo, Barcelona, Copenhagen, Amsterdam, Tampere, Stuttgart, Szombathely und Sheffield.

LIBREAS: Und was hat denn Berlin jetzt mit dem nächsten BOBCATSSS-Symposium zu tun?

Diana: Unser Institut ist einer der vier Organisatoren, wir haben zwei Universitäten in Kroatien, die Universität von Zadar [Department of Information Sciences] und die Universität von Osijek [Department of Library and Information Science] und in Deutschland eben die FH-Potsdam, [Fachbereich Informationswissenschaften] und unser Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

LIBREAS: Wie organisiert man denn ein Symposium mit vier Universitäten?

Matti: Wir nutzen einfach die Möglichkeiten des Internets, wir nutzen an dieser Universität [Humboldt-Universität zu Berlin] und auch am Institut die Lehr- und Kommunikationsplattform Moodle (http://www.moodle.de/). Das ist ein Open Source-System, das auch an anderen Universitäten international eingesetzt wird und wir haben uns entschieden das als Kommunikationsplattform zu nutzen. Das funktioniert eigentlich ganz gut und so bringt man die vier Mitorganisatoren auch zusammen.

LIBREAS: Ihr beide seid ja jeweils Leiter einer Gruppe in dieser Organisation, vielleicht könnt ihr uns ein bisschen davon erzählen.

Diana: Wir haben für jede Gruppe einen so genannten Chair gewählt, der eigentlich dafür verantwortlich ist, dass in der Gruppe auch was passiert, also der die Leute ein bisschen animiert, wenn jetzt Aufgaben zu verteilen sind, ins Forum schreibt, das und das ist zu tun und wer übernimmt das.

Und dass, wenn sich niemand meldet, er die Leute irgendwo auch gezielt anspricht, nicht, dass sich das dann alles im Sande verläuft und dann in der jeweiligen Gruppe nichts passiert.

Ich bin Chair der Financing Group und wir sind dafür zuständig, dass Geld eingenommen wird, um das Symposium zu finanzieren, weil es sich nicht allein aus den Teilnehmergebühren refinanzieren lässt. Wir haben jetzt eine Liste gemacht mit potenziellen Sponsoren, die angeschrieben werden, dann haben wir eine Preisliste gemacht, was also gesponsort werden kann, was das in etwa kosten wird, haben dann noch Ausgaben und Einnahmen gegengerechnet, so dass wir jetzt im Prinzip ein Finanzmodell haben und einfach mal schauen müssen was sich dadurch durchs Sponsoring finanzieren lässt.

LIBREAS: Sponsoren sind also noch willkommen?

Diana: Ja, auf jeden Fall, also immer ran.

Matti: Ich bin Chair der Coordination and Integration Management Group. Meine Aufgabe ist es, oder die Aufgabe der Gruppe ist es, vor allen Dingen zwischen den Gruppen und Aufgaben zu koordinieren bzw. zu integrieren, dass man die Aufgaben verknüpft um Doppelarbeit zu vermeiden.

Und die Coordination and Integration Management Group ist vor allem für die technischen Belange zuständig. Sie ist dafür zuständig, dass unser Kommunikationssystem Moodle richtig läuft, dass Kommunikationsmöglichkeiten eingesetzt werden können, dass auch Fehler gefunden werden bzw. Inhalte zusammengeführt werden und sie ist auch für die technische Umsetzung der Konferenzwebsite zuständig.

Man kann sagen, dass die Gruppe, der ich als Chair vorstehe, eine so genannte Metagruppe ist, die sich nahezu um alle Belange kümmert, also letztendlich von oben auf die Organisation ein Auge hat.

LIBREAS: Momentan läuft ja noch der Call for Papers, wer kann denn eigentlich an der Konferenz teilnehmen?

Diana: Teilnehmen können eigentlich alle, die sich für das Symposium interessieren. Also: Unsere Zielgruppe sind eigentlich Studenten, wir freuen uns über jeden Beitrag, der von Studenten eingereicht wird. Natürlich können auch Dozenten und Praktiker ihre Vorträge einreichen, weil uns natürlich auch an dem Erfahrungsaustausch zwischen Studenten und bereits Berufstätigen gelegen ist.

Ich kann nochmal die Unterthemen des Hauptthemas erwähnen, wir wollen eben „Providing Access to Information for Everyone“ unter dem technischen Aspekt, dem politischen Aspekt, dem sozialen als auch dem wirtschaftlichen Aspekt betrachten.

Momentan können bis zum 15. Juni noch Abstracts eingereicht werden, die sollen [maximal] 400 Wörter umfassen und weitere Informationen zu den Abstracts, wie man dises am Besten strukturiert, findet ihr auch auf der Homepage unter
www.bobcatsss2008.org

LIBREAS: Ihr beide habt ja auch schon an vergangenen Konferenzen teilgenommen, erzählt uns doch mal ein bisschen wie ihr die empfunden habt.

Diana: […] und ich habe das als erstes wie eine große Familie empfunden, wo man herzlich willkommen aufgenommen wird, man wird gleich in Gespräche verwickelt, die Leute sind sehr interessiert wo man herkommt, was man dort so macht.

Und ich habe es einfach sehr genossen über den Tellerrand hinauszuschauen und Leute aus der ganzen Welt zu treffen, also man fühlt sich dann nicht wie sonst immer so ein bisschen als Exot mit seinem Fach, sondern man findet einfach sehr viele Gleichgesinnte.

Matti: Also was mich besonders begeistert hat ist, dass man über so eine Konferenzteilnahme, die auch noch international ist, reisen kann, viele andere Kulturen kennen lernen kann, andere Menschen kennen lernen kann, die dazu noch das gleiche Fach studieren oder mit dem gleichen Thema vertraut sind und das man noch Gespräche führen kann.

Aber, wie ich auch schon sagte, es ist interessant und vor allen Dingen auch eine Bereicherung seines Studierendenlebens, wenn man auch noch etwas von der Welt sehen kann. Und dass auch relativ günstig, indem man auch Orte Sieht, Osteuropa, wo die Symposien ja in der Regel stattfinden, die man vorher nicht kannte und sich damit auch den Horizont erweitert.

LIBREAS: Also definitiv ein Muss für jeden Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Matti: Definitiv.

Diana: In jedem Fall.

LIBREAS: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der Organisation.

Diana: Wir danken dir für das Gespräch.

Matti: Wir hoffen auch, dass wir durch unser kleines Interview hier noch Leute begeistern können bei BOBCATSSS teilzunehmen oder sogar noch ein Paper einzureichen.

 
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