Stumpe, Tasso:
Schöne Literatur im Internet - Typologie und Systematik

Theorie-Teil zu der Linksammlung unter http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h69/

Vorwort

0 Einleitung
    Herangehensweise und Diskussionsstand

1 Schöne Literatur im Internet: Typologie und der Versuch einer Systematik
   1.1 Einstiegsseiten: Einstiegsseiten von SuchdienstenLiterarische Linksammlungen, Germanistische Facheinführungen
   1.2 Informationen über Literatur: Biographische Informationen und Selbstdarstellungen, Literaturgeschichte, Kritiken, Rezensionen und Interviews,
    Kinder- und JugendliteraturGenres, Aus dem literarischen LebenRandbereiche
   1.3. Literatur im Internet:  Textarchive Prosa, Textarchive Lyrik, Amateurschriftstellerei
   1.4 Netzliteratur: Theorie und Einführungen, Werke der Netzliteratur

2 Das Angebot Öffentlicher Bibliotheken: Schöne Literatur im Internet
   2.1 Bibliotheken mit besonderen Sammlungen von Internetquellen zur Literatur:
    Stadtbücherei Jülich, Stadtbibliothek Göppingen, Stadtbibliothek Kehl, Stadtbücherei Heidelberg, Stadtbücherei Mannheim,
    Zentral- und Landesbibliothek Berlin
   2.2 Der futuristische leses@lon der Stadtbücherei Stuttgart:Die Webseite des futuristischen leses@lons
   2.3 Schöne Literatur im Internet: Ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Bibliothek und ihre Präsentation durch Öffentliche    Bibliotheken: Anwendungsmöglichkeiten in der Bibliothek, Präsentation

3 Annotierte Empfehlungsliste Schöne Literatur im Internet ( mit beispielhafter Feingliederung)
und eine praktische Linksammlung (Stand April 1999!)

Literaturverzeichnis (Printmedien)
 

Vorwort

Folgender Text ist im Rahmen einer Diplomarbeit entstanden. In seinen Beispielen spiegelt er den Stand vom März 1999 wider. Die theoretischen Überlegungen sind jedoch, trotz allen Änderungen nach wie vor zeitgemäß. Auf bibliothekarischer Seite hat sich einiges getan (u. a. ist ILEKS  zu neuem Leben erwacht), andererseits sind es immer noch wenige öffentliche Bibliotheken, die ein überzeugendes Internetangebot zur Schönen Literatur bieten. Inzwischen tote Links sind rot gefärbt und um Zeit und Geld des Benutzers zu sparen, wurden die Verknüpfungen gelöscht. Die roten Flecken unterstreichen die Notwendigkeit permanenter Kontrolle von Linksammlungen. Die aktualisierte Version der Linksammlung findet sich hier.
12. Januar 2000.
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 0 Einleitung

Von der literaturwissenschaftlichen und germanistischen Fachliteratur kaum berücksichtigt1, ist in den letzten Jahren ein schwer zu überschauendes Internetangebot mit literarischen Inhalten entstanden. Dabei wird das ganze Spektrum an Schöner Literatur abgedeckt, Informationen über Schöne Literatur und Primärtexte. Neu und dem Medium spezifisch ist die avantgardistische Netzliteratur in ihren verschiedenen Spielarten.

Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über dieses reichhaltige Angebot zu liefern und dessen Relevanz für die Arbeit Öffentlicher Bibliotheken darzulegen. Im Mittelpunkt steht dabei die systematisierende und wertende Betrachtung von Literatur im Internet einerseits und die Praxis ihrer Präsentation durch Öffentliche Bibliotheken andererseits. Bibliothekarische Projekte und Planungen einer möglichen zukünftigen Erschließung von Internetressourcen sind sehr umstritten. Für die Praxis spielen sie keine Rolle2 , deshalb werde ich nur am Rande darauf eingehen.

Angesichts des ständigen, sprunghaften Anstiegs an Informationen, die im Internet bereitgestellt werden, kann es sich freilich nur um eine momentane Bestandsaufnahme handeln, die keinen Anspruch auf bibliographische Vollständigkeit erhebt. Problematisch ist auch die Evaluierung von Internetangeboten, unterliegen sie doch nicht einmal einer verlegerischen Selektion. Wichtige Auswahlkriterien waren, neben formalen Aspekten wie Aktualität (letztes Update) und äußerer Erscheinung (Übersichtlichkeit, Ästhetik), die Referenz durch Verweisungen und die eigene Urteilskraft. Allgemeine bibliographische Hilfsmittel (KVK, DBI-Datenbanken etc.) und andere im Internet bereitgestellte bibliothekarische Hilfsdienste (Stumpers u. a.), die mittlerweile zum alltäglichen Handwerkszeug gerechnet werden können, werden nicht behandelt.

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In einem kurzen Überblick werde ich auf die Literatur zum Thema eingehen und danach die Erscheinungsformen der Webseiten mit literarischen Inhalten darstellen und den Versuch einer Systematik unternehmen. Hierzu werde ich einzelne Gruppen von literarischen Webseiten anhand typischer Beispiele vorstellen. Inhaltlich ist dieser Stoff in Informationen über Schöne Literatur (Übersichten, Wegweiser, biographische Datenbanken, Rezensionen, Theorie) und Schöne Literatur selbst zu trennen. Letztere tritt als elektronisch publizierter Text in konventioneller (Fließtext, linearer Text)  oder avantgardistischer (Hypertext, multimediale Literatur) Form auf. Diesen neuen Ausdrucksformen von Literatur, welche die multimedialen und interaktiven Möglichkeiten des Internets  ausnutzen, ist besonders viel Raum gewidmet. Nebenprobleme wie Copyright, das Problem der Archivierung, irrationale Interneteuphorie (und -skepsis) können nur angerissen werden.

Um das Thema einzugrenzen, werde ich mich vor allem auf deutschsprachige Seiten konzentrieren und mich ausschließlich auf kostenlose Angebote3 aus dem World Wide Web  beziehen.
Ein weiteres Kapitel ist der Präsentation und Nutzung von Internet-Literaturangeboten durch Öffentliche Bibliotheken gewidmet. Dort werden Nutzungsmöglichkeiten des Internets, unter anderem für den Auskunftsdienst, vorgestellt sowie Web-Literaturangebote ausgewählter Öffentlicher Bibliotheken einer kritischen Wertung unterzogen.

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Zuletzt stelle ich anhand einer kommentierten systematischen Liste eine Auswahl brauchbarer Internetadressen zur Schönen Literatur vor. Dieser Teil der Arbeit ist auch als HTML-Dokument auf einer Diskette beigefügt.

0.1 Herangehensweise und Diskussionsstand

Ich habe mich dem Thema zunächst auf herkömmliche Weise angenähert, d. h., ich habe die einschlägigen Fachpublikationen von Germanisten und Literaturwissenschaftlern, Bibliothekaren und die Feuilletonbeilagen großer Zeitschriften nach Beiträgen über Literatur im Internet durchsucht4.
Die Suche in germanistischen und literaturwissenschaftlichen Zeitschriften verlief ergebnislos5. Auch in kommentierten Vorlesungsverzeichnissen6  beider Fächer konnte ich keine Hinweise auf Veranstaltungen zum Thema finden. Das ist um so erstaunlicher, als viele Fachbibliotheken7  ausführliche Serviceangebote zur Literatur auf ihren Homepages anbieten8 . Literatur im Internet ist anscheinend noch nicht in den Kanon germanistischer Forschungsgegenstände gerückt.

Breiteren Raum nimmt das Thema bei den Kommunikations- und Medienwissenschaftlern  ein9. Allerdings basieren diese Arbeiten auf einer fortgeschrittenen Diskussion über die Theorie des Hypertextes, deren Rezeption sich dem Laien durch ihren hohen Abstraktionsgrad nahezu verschließt. Für die nutzer- und praxisorientierte Ausrichtung meiner Arbeit sind sie nicht von vorrangiger Bedeutung. Regelmäßig wird in den Feuilletons großer Zeitschriften über neue Internetadressen berichtet10 . Eine hervorragende Rolle spielte dabei in der Vergangenheit die Beilage der Zeit, das Zeitmagazin11 . Inzwischen haben viele Zeitungen und Zeitschriften ihr Online-Angebot ausgebaut, so daß die wichtigsten Beiträge über Internetthemen auch im Internet erscheinen, bzw. dort in komfortablen Online-Archiven gespeichert werden und bequem abrufbar sind.

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Während es für andere Wissensgebiete bereits ausführliche Internetführer gibt12 , steht für den Bereich der Schönen Literatur nur das Werk von Reinhard Kaiser "Literarische Spaziergänge im Internet"13  zur Verfügung. Kaiser ist Übersetzer und Schriftsteller14 und hat mit seinem literarischen Internetführer eine Marktlücke gefüllt15.  Er beschreibt im einleitenden Textteil, wie er sich als Internetlaie die wesentlichen Recherchetechniken angeeignet hat und gibt dann im zweiten Teil die kommentierten Ergebnisse seiner Nachforschungen wieder. Dieses Buch ist unbedingt denjenigen zu empfehlen, die wenig (oder keine) Interneterfahrungen haben und es gewohnt sind, sich einem Sachverhalt mit Hilfe eines Buches anzunähern. Eine verlegerische Besonderheit ist die Online-Ergänzung des Buches. Auf einer vom Verlag bereitgestellten Seite werden die Adressen ständig aktualisiert und erweitert, die Gesamtliste aller Links aus dem Buch und den Aktualisierungen kann heruntergeladen werden . Auf diese Weise werden die Vorzüge des Buches (Übersichtlichkeit) ideal mit den Vorteilen des Internets (Aktualität durch Update) verknüpft.
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Große Aufmerksamkeit findet das Internet in der bibliothekarischen Fachpresse16. Dabei werden alle bibliotheksrelevanten Themen, wie Auskunftsdienst, elektronische Dokumentenlieferung, die Gestaltung von Internetseiten, Informationsretrieval, um nur einige zu nennen, behandelt. Regelmäßig wird auf neue Internetangebote hingewiesen17. Die Zahl der Öffentlichen Bibliotheken mit Internetanschluß steigt weiter an18,. Die meisten Homepages bieten Informationen über Öffnungszeiten, Bestände (teils sogar Online-Kataloge) und Linksammlungen. Damit ist aber das Potential einer Internetpräsenz noch lange nicht ausgeschöpft. In Stuttgart hat man mit der Einrichtung des futuristischen Leses@lons neue Wege beschritten. Von dort tätigen Bibliothekaren stammen auch die bedeutendsten Beiträge zum Thema Schöne Literatur im Internet.
Britta Binder behandelt in ihrer Arbeit im Kapitel Schöne Literatur im Internet19  literarische Internetangebote bis Anfang 1997. Sie entwickelt keine Systematik, sondern bleibt bei der Beschreibung einzelner Projekte, um dann über das Konzept des damals gerade eröffneten futuristischen leses@lons zu berichten. Mit mehreren Beiträgen zur Netzliteratur20  hat sich Johannes Auer, der maßgeblich an der Konzeption des futuristischenleses@lons beteiligt war, hervorgetan. Auer steht in engem Kontakt zur Szene21 und hat es geschafft, avantgardistische Netzliteratur und Bibliotheksarbeit zusammenzuführen.

1 Schöne Literatur im Internet: Typologie und der Versuch einer Systematik

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Es gibt viele Typen von Internetseiten mit literarischen Inhalten. Im Folgenden will ich anhand einer selbstangefertigten Systematik die Erscheinungsformen Schöner Literatur im Internet erläutern. Eine starke Aufgliederung erscheint mir notwendig, weil die verzweigte Struktur des Internetangebotes ein gezieltes Suchen nach Sachinformationen zu einer sehr zeitraubenden Angelegenheit macht. Es ist zwar im Prinzip möglich, von einer beliebigen Einstiegsseite zum Thema Literatur alles Vorhandene zu finden, aber in der Recherchepraxis verliert man schnell den Überblick, und das Ziel gerät aus den Augen (search, don’t surf!)22.

Viele Linksammlungen Öffentlicher Bibliotheken laden mangels ausreichender Strukturierung geradezu zum zeitintensiven Surfen ein. Dem könnte, wie gezeigt wird, mit wenig Aufwand abgeholfen werden. Das Zielgruppeninteresse sei durch die Frage: „was finde ich zum Thema Literatur an welcher Stelle?" definiert. Als Zielgruppe stelle ich mir Benutzer Öffentlicher Bibliotheken vor, die sich auf verschiedenen Niveaus mit Literatur beschäftigen. Die unten vorgestellte Gliederung wird auch die Empfehlungsliste Schöne Literatur im Internet am Ende dieser Arbeit strukturieren. Nach Möglichkeit wird nicht auf Hauptseiten, sondern auf die unmittelbaren Informationsquellen verwiesen.

1.1 Einstiegsseiten23

In diese Gruppe gehören Seiten, die einen Überblick des gesamten Sachgebietes liefern. Das können Verzeichnisse großer Suchdienste24 oder Linksammlungen von Bibliotheken und anderen mit Literatur befaßten Institutionen oder auch von Amateuren sein. Sie können als jumping pages für den Einstieg und als Plattform für die Vorstellung von Neuerscheinungen dienen, weshalb sie auch für Fortgeschrittene wichtig sind.
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Aufgrund der dezentralen Organisation des Internets gibt es keinen zentralen Bestandsnachweis. Alle Verzeichnisse sind daher immer eine unvollständige Auswahl an als relevant angesehenen Seiten. Deshalb müssen mehrere, sich überschneidende, aber wegen ihrer spezifischen Ausrichtung nie identische Seiten konsultiert werden.

Einstiegsseiten von Suchdiensten

Beispiel: Yahoo.de25
Eine wegen ihrer Übersichtlichkeit und Aktualität zu empfehlende Einstiegsseite ist Yahoo.de. Von der Zeile Kunst, Kultur, Literatur der thematischen Übersicht gelangt man zur Literaturseite. Das ist eine Liste mit 19 Gliederungspunkten, die alphabetisch geordnet sind. Hinter jeder Zeile steht in Klammern die Anzahl der vorhanden Links unter diesem Gliederungspunkt, z. B.: Archive (7), Auszeichnungen (2), Autoren (96), Bibliographien (1), Bücher (37), Dichtung (61), Elektronische Literatur (31), Genre (93), Organisationen (13), Veranstaltungen (1), Verzeichnisse (10), Zeitschriften (25). Diese Liste erfüllt aber nicht immer, was sie verspricht. Unter dem Gliederungspunkt Auszeichnungen hätte ich Informationen zu Literaturpreisträgern erwartet, geboten werden aber Auslobungen zu Wettbewerben. Und unter Veranstaltungen findet sich ein Hinweis auf die Buchmessen in Frankfurt a. M. und Leipzig. Unter Bibliographien verbirgt sich eine Bibliographie zur deutschen Grammatik. Die Redaktion arbeitet also nicht mit bibliothekarischer Sorgfalt. Solche Ungenauigkeiten müssen wohl hingenommen werden26, zumal ambitionierte Projekte wie ILEKS27 weit davon entfernt sind, realisiert zu werden. Es ist zu erwarten, daß bei zunehmender Kommerzialisierung die Qualität der Eintragungen von nichtkommerziellen Internetadressen weiter abnehmen wird28.
Außerdem gibt es den bei Yahoo üblichen Verweis auf die Gleiche Kategorie im internationalen Verzeichnis, ein nützliches Instrument, wenn man über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinausblicken möchte.
Wegen seiner leicht zu behaltenden Adresse29(www.yahoo.de), seiner Verbreitung30 und seiner Aktualität ist Yahoo ein möglicher Anlaufpunkt zur ersten Recherche, besonders bei der Suche nach populären Themen, die sich hinter dem Begriff Genre verbergen.
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Literarische Linksammlungen

Neben den wenigen hervorragenden Linksammlungen Öffentlicher Bibliotheken31, gehören zu dieser Gruppe die Literaturseiten von Tages- und Wochenzeitungen32, vor allem aber auch die von Liebhabern zusammengestellten Bookmark-Sammlungen. Ihnen ist gemein, daß sie sämtliche Aspekte der Schönen Literatur berücksichtigen, Zielgruppe sind alle an Literatur Interessierten.
Beispiel: OLLi, Olivers kommentierte Links zur Literatur
Dieses stark auswählende Verzeichnis zeichnet sich durch seine ausführliche kritische Kommentierung aus.33 Daher ist es gerade für den Anfänger, der die oft gleichlautenden Link-Bezeichnungen noch nicht zuordnen kann, eine wichtige Orientierungshilfe. Oliver Gassner ist in der Szene der Netzliteratur aktiv, so daß er diesem Segment viel Platz einräumt. Wegen der unklaren Zuordnung der Gliederungspunkte fällt gezieltes Suchen allerdings schwer.
Beispiel: Bibliomaniac List34
Die Liste ist eine einzigartige Sammlung eines passionierten Lesers und Sammlers. In unerschöpflicher Fülle ist hier alles zusammengetragen, was es über und an Literatur im Netz gibt (LuBiC, Literatur und Bücher im Cyberspace ). Kolbeck verzichtet allerdings weitgehend auf die Angabe von Quellen zur Netzliteratur . Dafür listet er auf einer gesonderten Hauptseite Fundstellen zur Bibliomanie (Bibliomanika ) auf: Texte, Zitate, Bibliographien über das Lesen, Buchwesen und Bücherliebe sowie Bücherstädte. Außerdem präsentiert er selbstverfaßte Inhaltsangaben gelesener Bücher , eine Aufstellung zuletzt gelesener Bücher  und des Buches, das er gerade liest.
Die „Liste" kann in einer Bookmark-Sammlung die Funktion einer „Bibliographie der Bibliographien" zur Schönen Literatur übernehmen.
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Germanistische Facheinführungen

Für Germanisten bieten sich die speziellen Verzeichnisse an, die von Universitäten (einzelne Fachbereiche oder Fachbibliotheken) erstellt und gepflegt werden.
Beispiel: Fachinformationen Germanistik der UB der FU Berlin
Mit nur neun Punkten wird der gesamte Stoff gegliedert: WWW-Übersichten, Institutionen und Projekte, Nachschlagewerke, PersonenbezogeneSeiten, BiographischeKurzinformationen, Frauenforschung, WeiterführendeLinks, Das Letzte. Besonders stark ist die Sammlung von 1446 biographischen Kurzinformationen über deutschsprachige Autoren. Unter den letzten beiden Punkten subsummiert sich in einer lieblosen Auswahl allerlei zum Thema elektronische Literatur. Zielgruppe sind erklärtermaßen Germanisten35, weshalb längst nicht alle Aspekte der Literatur abgedeckt werden. Es wird dem Benutzer ausdrücklich mitgeteilt, was er auf dieser Seite finden kann und was nicht, nämlich bibliographische Suchhilfen und Kataloge. Viele Universitäten bzw. Universitätsbibliotheken bieten inzwischen einen vergleichbaren Service an.
Beispiel: Düsseldorfer Virtuelle Bibliothek36 : Germanistik
Besonders gelungen ist die Germanistikseite der Düsseldorfer Virtuellen Bibliothek (Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf). In 18 Gliederungspunkten wird das gesamte Spektrum der Germanistik im Internet abgedeckt. Die stärkere Aufgliederung zahlt sich aus, es werden sowohl rein germanistische Themen (Letzebuergesch, Deutsch als Fremdsprache, Mediävistik, Niederlandistik, Nordistik) als auch literarische Themen von allgemeinerem Interesse (Deutsche Literaturgeschichte, Elektronische Texte, Zeitschriften) untergebracht. Problematisch ist die starke Systematisierung, die sich an der Freihandaufstellung der Bibliothek orientiert insofern, als es auch eine Seite Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft gibt , die natürlich ebenfalls Informationen enthält, die für Germanisten interessant sein können. Um wirklich alle relevanten Internetressourcen zu überschauen, muß also auch diese Seite berücksichtigt werden. Als unglücklicher Kompromiß, die Interessen beider Fachrichtungen zu kombinieren, muß die Einrichtung einer dritten Seite Elektronische literarische Texte  betrachtet werden.
Die Aktualität der Links wird regelmäßig überprüft: maschinell durch ein Check-Programm und intellektuell durch die Fachreferenten37.
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1.2 Informationen über Literatur

Zu den Informationen über Literatur, die man sich aus dem Internet beschaffen kann, gehören biographische Informationen, Rezensionen, Berichte über die Literaturszene, Literaturgeschichte und -theorie. Diese Informationen beziehen sich auf den Gegenstand der klassischen Literaturwissenschaft, betreffen also nicht die avantgardistischen Formen der Computerliteratur. Es soll das Informationsbedürfnis verschiedener Benutzergruppen befriedigt werden. Dem spezialisierteren Bedürfnis von Studenten soll genauso entsprochen werden, wie dem des Fans populärer Genres, z. B. Krimi und Science-fiction.

Biographische Informationen und Selbstdarstellungen

Unter diesen Punkt stelle ich einerseits Internetadressen, die die Funktion biographischer Nachschlagewerke erfüllen, andererseits Verzeichnisse von Seiten, die einzelne Autoren des Literaturbetriebes präsentieren. Eine Besonderheit sind die Personenbezogenen Seiten, sie sammeln alle verfügbaren Internet-Ressourcen zu einem Autor. Selbstdarstellungen sind Homepages lebender Dichter.
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Kurzinformationen
Das sind insbesondere Kurzinformationen über Autoren, die sich vom Umfang her zwar nicht immer mit Einträgen in einschlägigen biographischen Nachschlagewerken messen können, aber gleichwohl für ein rasches Nachschlagen während der Arbeit am Rechner geeignet sind. Die Einträge sind oft anonym und enthalten kurze Werkübersichten der Autoren, aber selten weiterführende Literatur. Oft sind derartige Biographien in den Volltextarchiven enthalten. Ausführlichere Informationen zu einzelnen Literaten finden sich in der Rubrik Personenbezogene Seiten.
Beispiel: Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Biographische Kurzinformationen
Hier sind 1464 Links mit Informationen über deutschsprachige Autoren zusammengetragen. Es gibt viele Mehrfachnennungen, z. B. 32 Verweise auf Brecht. Die Links sind nicht kommentiert, es befinden sich auch Personenbezogene Seiten darunter. Die Liste ist gut geeignet, um Material für selbstanzulegende Personenbezogene Seiten zu finden.
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Personenbezogene Seiten
Sie werden in der Regel von Institutionen erstellt, die sich der Ehrung oder Erforschung eines bekannten Dichters verschrieben haben.
Beispiel: Karl-May-Gesellschaft
Es werden bereitgestellt: Texte von Karl May (25 Romane, 20 Erzählungen, zum Teil auch in Englisch), „Hunderte von Illustrationen", Sekundärliteratur im Volltext (19 Jahrbücher der KMG, eine Bibliographie der Sekundärliteratur und ein Karl-May-Figurenlexikon, das „alles über alle Figuren in allen Werken" enthält), externe und eigene Linksammlungen.

Literaturgeschichte

Zur Literaturgeschichte gibt es Internetressourcen von sehr unterschiedlichem Anspruch. Von kurzen Epochenbeschreibungen bis zu ausführlichen retrospektiven Darstellungen einzelner Zeitabschnitte der deutschen Literaturgeschichte. Detaillierte Epochenbeschreibungen können auch spezialisierteres Interesse befriedigen.
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Kritiken, Rezensionen und Interviews

Das sind vor allem Informationsquellen, zur zeitgenössische Literatur, bzw. aktuellen Produktion des Buchmarktes. Erstellt werden diese Beiträge von professionellen Journalisten oder Amateuren. Letztere sind meist von geringer Qualität. Ein hervorragendes Angebot bietet dagegen Literatur im Deutschland Radio. Der Benutzer kann hier mittels einer Suchmaschine in den Volltexten der Kritiken suchen oder sich eine alphabetische Liste der Rezensenten anzeigen lassen. Leider erfährt man nichts über den Berichtszeitraum. Der Tagesspiegel  bietet in seinem Volltextarchiv38 Beiträge seit April 1996 an. Andere Tageszeitungen bieten nur für einen kürzeren Zeitraum (taz das letzte Jahr, die Zürcher Zeitung die letzten 30 Tage, Frankfurter Rundschau die letzten 14 Tage) kostenlose Volltextrecherchen an, während andere große Tageszeitungen mit bedeutenden Feuilletons (FAZ, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung) keinen kostenlosen Service anbieten.
Literatur im Deutschland Radio bietet eine gesonderte Aufstellung gesammelter Interviews39, bei anderen Anbietern muß über das Volltextarchiv gesucht werden.

Kinder- und Jugendliteratur

Es gibt eine Reihe von Internetquellen zur Kinder- und Jugendliteratur, meistens handelt es sich um Buchtips und Rezensionen.
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Genres

Analog zum Buchmarkt sind populäre Genres auch im Internet stark vertreten. Von Liebhabern werden Seiten zu Krimi, Science-fiction und Fantasy auf unterschiedlichen Niveaus bereitgestellt. Daneben gibt es aber auch wissenschaftliche Projekte, die ein Genre behandeln.
Beispiel: Projekt „Historischer Roman"  der Universität Innsbruck
Das Resultat dieses Projektes ist eine große Datenbank. Sie enthält den Nachweis über alle deutschsprachigen Originalromane, deren Inhalt im wesentlichen vor der Geburt des Autors spielt und die zwischen 1780 und 1945 erschienen sind (6300 Titel). Außerdem werden Textbeispiele (Titelseiten, Vorwörter, Leseproben, Illustrationen) und Rezensionen aus zeitgenössischen Zeitschriften zu 2000 Romanen angeboten . Es kann nach Schlagwörtern, Stichwörtern und Autorennamen recherchiert werden. Auf einer Landkarte des deutschsprachigen Raumes um 1815 können Orte angeklickt werden, die Datenbank gibt dann die in diesem Ort (z. B. "Berlin") geborenen Autoren mittels einer alphabetischen Liste aus. Die Einträge sind mit biographischen Daten und Bibliographien versehen (insgesamt 2500 Autoren). Empirisches Material wird in Diagrammen dargestellt.
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Aus dem literarischen Leben

Hier wird über aktuelle Ereignisse des Kulturlebens berichtet. In diese Rubrik fallen: Online-Ausgaben von Zeitschriften und Zeitungen, literarische Verbände, Kulturkalender usw.

Randbereiche

Hier kann nach Bedarf alles untergebracht werden, was sich sonst schlecht einordnen läßt, aber eigentlich im weiteren Sinne zur Beschäftigung mit Literatur gehört, z. B. Links zu Themen wie Bibliophilie, Motivgeschichte, Verlagswesen, Comic, Drehbücher etc.

1.3. Literatur im Internet

In diesem Abschnitt werden einige typische Webangebote vorgestellt, die zur Arbeit mit Literatur geeignet sind. Eine besondere Rolle spielen die Volltextarchive. Das bedeutendste deutschsprachige Archiv ist das Projekt Gutenberg-DE. Es enthält vor allem Prosatexte. Daneben gibt es aber auch eine Reihe von Textarchiven, die auf Lyrik spezialisiert sind. Außerdem findet in diesem Abschnitt die Schriftstellerei von Amateuren ihren Platz. Definition für die hier versammelten Einträge: die angebotenen Texte wurden ursprünglich für den Buchmarkt geschrieben, oder sie nutzen das Internet lediglich als Publikationsmedium, ohne von den traditionellen Stilmitteln der Literatur abzuweichen. D. h., die Texte sind als sequentieller Fließtext und nicht als Hypertext angelegt, und auf multimediale Aufbereitung wird verzichtet. Die avantgardistischen Spielarten der Netzliteratur und Projekte, die extra fürs Internet ins Leben gerufen wurden, werden im Kapitel Netzliteratur vorgestellt. Zwischen Netzliteratur und traditioneller Literaturproduktion ist die Novel in Progress anzusiedeln.
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Textarchive Prosa

Beispiel: Das Projekt Gutenberg-DE
Das Projekt Gutenberg-DE ist das Beispiel für ein deutschsprachiges Volltextarchiv. Es entstand nach amerikanischem Vorbild. Das Medium Internet wird als elektronisches Archiv genutzt.
Gutenberg-DE wurde 1994 als Freizeitprojekt begonnen. Wer Lust am Eingeben oder Scannen hat, kann deutschsprachige Texte einsenden, die dann von der Redaktion formatiert werden und auf den von aol finanzierten Server gesetzt werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Wahrung des Copyrights; der Autor (bei fremdsprachigen Texten der Übersetzer) muß seit mindestens 70 Jahren verstorben sein. Zur Zeit40 enthält das Archiv Texte von 229 Autoren, die alphabetisch aufgelistet sind. Oft enthält der Eintrag zusätzlich zum Text biographische Informationen und ein Portrait. Noch können die Texte nicht heruntergeladen werden. Ein weiterer, historisch bedingter Nachteil, ist die Aufstückelung in ziemlich kleine Dateien. Ein großer Vorzug ist die archivinterne Suchmaschine, mit der die Suche nach einzelnen Begriffen oder Wendungen in allen Volltexten ermöglicht wird. So ist es möglich, motivgeschichtliche Spuren aufzunehmen. Für den Auskunftsdienst ist es ein interessantes Nachschlagewerk der Weltliteratur, das in Zukunft nur dann wissenschaftlichen Ansprüchen wird genügen können, wenn die Menge der Texte so groß ist, daß sie nahezu alle Klassiker der Weltliteratur beinhaltet und zudem eine wissenschaftliche Endredaktion die Authentizität der Texte garantiert41.
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Textarchive Lyrik

Wegen ihres geringen Umfangs läßt sich Lyrik besonders gut im Internet präsentieren. Bezüglich des Copyrights gelten dieselben Einschränkungen wie für Prosa. Die diversen Sammlungen haben sehr individuelle Aufnahmekriterien.

Amateurschriftstellerei

Das ist ein immer größer werdender Bereich mit zum Teil merkwürdigen Auswüchsen. Beliebte Betätigungsfelder sind auch sonst populäre Genres wie Science-fiction. Es gibt aber auch ernsthafte Versuche, anspruchsvolle Literatur zu produzieren. Einige führten sogar zu Verlagsveröffentlichungen.
Beispiel: Florian Schiel: Bastard Pages
Schiels sarkastische Kurzgeschichten spielen im Universitätsmilieu. Im November 1997 hat der Schwarten Verlag den ersten Teil herausgegeben. Seitdem gibt es im Internet nur noch Leseproben, und es wurde vom Verlag eine eigene Seite für die Vermarktung (Online-Bestellung, Merchandising, Fanpost) des Werkes eingerichtet, dem zur Frankfurter Buchmesse 1998 der zweite Band folgte42.

Ein anderes Beispiel ist der Hypertextroman von Norman Ohler: „Die Quotenmaschine", der bei Hoffmann und Campe verlegt wurde43.

In den USA gibt es große elektronische Verlage, die damit werben, jedem „potentiellen" Schriftsteller die Möglichkeit zu bieten, im Internet zu veröffentlichen (unabhängig vom Textumfang). In der „Marktanalyse" von Xlibris wird davon ausgegangen, daß in den USA von einer Million tätiger „Autoren" nur ein Zehntel jemals wird publizieren können. Xlibris bietet den unveröffentlichten Schriftstellern die Gelegenheit, ihre Werke im Internet zu präsentieren. Interessierte können das Buch dann on demand bestellen44.

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1.4 Netzliteratur

Unter Netzliteratur werden hier alle Formen von Literatur verstanden, die ohne Computer nicht existieren würden und im Internet publiziert werden45. Im Gegensatz zu den im vorigen Abschnitt vorgestellten Literaturformen, orientiert sich die Netzliteratur nicht an traditionellen Gattungen, Inhalten und Genres der Literatur, sondern nützt die technischen, kommunikativen und interaktiven Möglichkeiten des Internets als Stilmittel. Es gibt eine breite Spanne an Mischformen, die Übergänge zu Concept-Art und Net-Art sind fließend. Ihre Protagonisten verstehen sich als Avantgarde, wenngleich die Euphorie der Vergangenheit einer gewissen Ernüchterung gewichen ist46.
Einen großen Anteil an der Netzliteratur hat Hyperfiction, eine Fortentwicklung (durch multimediale Applikationen) der Hypertextliteratur der 80er Jahre. Zu ihr gehören auch experimentelle Lyrikformen, die sich u. a. an der Visuellen und Konkreten Literatur der 60er Jahre orientieren, zum Teil sind es sogar dieselben Autoren47. Ähnliche Wurzeln haben auch die Textmaschinen und Gedichtgeneratoren, die außerdem an gewisse Erscheinungen der Barockliteratur und des Nouveau Roman anschließen48.
Kollaborative Schreibprojekte werden wegen ihrer vernetzten Struktur ebenfalls zur Netzliteratur gezählt. Zwischen Netzliteratur und konventioneller Literatur steht die Novel in Progress.
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Theorie und Einführungen

Die meisten Einführungen in die Netzliteratur beginnen historisch bei Vannavar Bushs Memex-System (Memory Extender), das er in seinem legendären Artikel „As we may think" 1945 vorgestellt hat. Dieses System sah eine assoziative Verknüpfung des Weltwissens mit Hilfe von Mikrofilm und Photozellen vor. Das Projekt wurde zwar nie verwirklicht, aber die Hypertextpioniere der 60er Jahre knüpften daran an. Bis zu dieser Zeit war nie von einer neuen Literaturform die Rede, Hypertext wurde ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke entworfen (wie später das Internet für militärische Anforderungen). Erste kreative Experimente auf der Basis von Hypertext fanden in den 80er Jahren statt. Die Autoren mußten dazu kleine Programme schreiben, die Werke wurden auf Disketten veröffentlicht. Ein bedeutender Vertreter dieser neuen Richtung war Michael Joyce , der 1985 das literarische Programm „Storyspace" schrieb und das Ende des Gutenbergzeitalters prophezeite: „Wir befinden uns in einer Spätzeit des Drucks, einer Übergangszeit, da das Buch, wie wir es kennen, dem Ausdruck des Geistes in Lichtformen Platz macht."49Seine Stücke vertreibt er auf Disketten, die vom Eastgate Verlag verlegt werden. Demnächst soll eine webfähige Javascript-Version erscheinen50.
Doch erst mit der Entwicklung des Word Wide Web 1989 durch Tim Berners-Lee wurden die technologischen Voraussetzungen für die Publikation global lesbarer hypermedialer Dokumente geschaffen. Mit der wachsenden Popularität des Internets und der Verbreitung relativ leicht zu bedienender HTML-Editoren ist der Kreis potentieller Netzautoren enorm vergrößert worden. Prinzipiell sind damit die Voraussetzungen für „eine Poesie, die von allen gemacht wird"51vorhanden. Der ideale Netzautor wäre als Schriftsteller, Designer und Internetkenner ein Multitalent.
In allen Einführungen wird jedoch immer wieder die Frage gestellt, ob es die Netzliteratur überhaupt gibt. Kritiker wie E. Zimmer, der bei Bibliothekaren nicht zuletzt durch die Verleihung des Helmut-Sontag-Preises  bekannt geworden sein dürfte, sehen sogar einen Widerspruch zwischen Literatur und Web.
Auf dem Feld der Theorie finden sich zum einen Kommunikationstheoretiker, die das Wesen des Hypertextes untersuchen, zum anderen kritische Begleiter der aktuellen Erscheinungsformen von Netzliteratur und nicht zuletzt die Netzliteraten selbst.
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Werke der Netzliteratur

Treffpunkte und Projekte
Das sind die virtuellen Orte, an denen Literatur und die Diskussion darüber stattfindet, häufig in Form von Webringen und Foren. In einem Webring sind Seiten verschiedener Anbieter mit gleichartigem Interesse verknüpft, sie haben meist eine gemeinsame Übersichtsseite, auf der die einzelnen Teilnehmer vorgestellt werden. Das soll eine produktive Konkurrenz hervorrufen und die einzelne Seite auffindbarer machen. Foren können sich auf größeren Übersichtsseiten wie „Berliner Zimmer" finden oder auch auf einer Homepage, auf der ein einsamer „Netizen"52 ein schwarzes Brett angebracht hat. Dort können Kommentare abgegeben und beantwortet werden.
Einen guten Einblick in die Szene bekommt man, wenn man sich in die „Mailingliste Netzliteratur" einträgt. Die Mailingliste wurde 1996 von Sven Stillich gegründet und dient hauptsächlich der Diskussion über Netzliteratur, es werden aber auch Fragen der herkömmlichen Literatur behandelt. Die Diskussionsbeiträge sind äußerst knapp gehalten, der Umgangston ist familiär (bisweilen Chat-Jargon). Viele Teilnehmer scheinen literarisch (auch im klassischen Sinne) aktiv zu sein, so daß viele Anfragen um das Thema verlegerischer Tätigkeit kreisen (z. B.: „was ist von einem Druckkostenzuschußverlag zu halten?"53). Solche Anfragen werden auch schnell und ausführlich beantwortet.
Die Wettbewerbe der Zeit (zuletzt in Zusammenarbeit mit IBM, Radio Bremen u. ARD online) spielen für die Netzliteratur eine große Rolle, sie mobilisieren die Schar der potentiellen Netzliteraten und setzen durch die Bewertungen der Jury Qualitätsmaßstäbe. Das gleiche gilt für Festivals wie die Softmoderne, die zuletzt Ende Februar in Berlin stattfand. Dort werden aktuelle Entwicklungen auf Symposien diskutiert und Künstler stellen sich und ihre Projekte dar. Während bei den vorangegangenen vier Veranstaltungen dieser Art Werke etablierter Hypertextautoren vorgestellt wurden (letztes Jahr, als die Softmoderne ausnahmsweise im Goethe-Institut Prag stattgefunden hatte, war sogar Michael Joyce anwesend), sollte dieses Mal der Versuch unternommen werden, die literarische Qualität der Texte zu steigern. Zu diesem Zweck wurden Autoren herangezogen, die schon im Printbereich erfolgreich waren. Um technisches und schriftstellerisches Können zu kombinieren, wurden ihnen Programmierer und Webdesigner an die Seite gestellt. Die Resultate sind jedoch nicht einhellig positiv aufgenommen worden54.
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Zu den virtuellen Treffpunkten der Szene gehören auch Online-Magazine (E-Journale, E-Zine, Cyberzine, Online-Zeitschriften). Sie sind ähnlich organisiert wie Printmagazine, d. h., sie haben eine Redaktion, erscheinen periodisch (dem Anspruch nach) und haben ein bestimmtes Profil, sind also nicht bloß eine willkürliche Sammlung von Beiträgen. Die Magazine berichten über Werke und Theorien der Netzliteratur und veröffentlichen Werke von Netzliteraten. Es können auch Online-Versionen von gedruckten Literaturzeitschriften sein, die mit Netzliteratur befaßt sind.

Hyperfiction und multimediale Literatur
Das sind Hypertexte, die in der Regel mittels HTML und einiger Plugins produziert werden. Es gibt in den USA professionelle Hyperfiction-Autoren, die ihre auf Disketten veröffentlichten Werke vermarkten. In Deutschland ist das eher die Ausnahme.
Kollaborative Schreibprojekte
Neben Multimedia und Hypertext sind Interaktivität und Kooperativität häufig gebrauchte Stichwörter, mit denen die gestalterischen Möglichkeiten des Webs beschrieben werden.
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Beispiel: Die Säulen von Llacaan
Die Säulen von Llacaan ist ein Beispiel für einen Netzroman.
Wegen der verästelten Struktur werden die Erzählstränge solcher Verknüpfungsgeschichten oft als „Baum" dargestellt, daher auch der synonyme Gattungsbegriff Treefiction. Inhaltlich und stilistisch orientiert sich dieses Projekt am Fantasyroman und verzichtet auf alle avantgardistischen Spielereien. Vorgegeben sind einige Einstiegspunkte, zu denen der Teilnehmer eine Fortsetzung schreiben kann. Er kann auch an einer beliebigen Stelle einsteigen und eine Neben- oder Parallelhandlung ausarbeiten. „Wenn viele Leute bei dieser Geschichte mitmachen, kann eine bunte Welt entstehen, ... Mit etwas Glück kann sogar eine Welt der Phantasie entstehen, in der wir uns heimisch fühlen können." Im Grunde ist das die Vortsetzung eines Fantasy-Fanzines mit den Mitteln des Internets, bei der nicht die vorerdachte Welt eines etablierten Autors (z. B. Darkover-Zyklus von Marion Zimmer-Bradley) amateurhaft ausgeschmückt und fortgesponnen wird, sondern die auf wenigen Vorgaben beruhende des Romanredakteurs. So liegt dann auch der Gebrauchswert dieses „ersten Netzromans" weniger in der Bereitstellung eines lesenswerten Textes, das stilistische Niveau liegt etwa auf der Höhe eines anspruchslosen Unterhaltungsromans und die komplexe Verästelung der Geschichte ist unübersichtlich, als in der Möglichkeit, eigene Beiträge einzusenden und sich damit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten anzuschließen.
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Ganz andere Dimensionen nimmt das von der Aspekte-Redaktion (ZDF) betriebene Unternehmen „Novel in Progress" an. Novel in Progress erlaubt es den Usern, dem Schriftsteller bei der Arbeit zuzuschauen und diese im Idealfalle durch Kommentare zu beeinflussen. Im Sinne der Medientheorie von Idensen ein erster Schritt zur Auflösung des Autors und zu einer interaktiven Poesie, die von allen gemacht wird. In der Praxis haben sich die Autoren allerdings gegen eine Einmischung des Publikums verwahrt.

Beispiel: Marietta
Zur Zeit läuft das dritte Unternehmen dieser Art, nachdem bisher von Joseph von Westphalen und Ilija Trojanow, also im Literaturbetrieb etablierten Autoren, betreute Schreibrojekte mit Buchveröffentlichungen abgeschlossen wurden55. Beim Projekt mit Trojanow konnte der Surfer zusehen, wie die Geschichte langsam Gestalt annahm, durch Links waren verschiedene Handlungsstränge miteinander verwoben, Bilder und animierte Videosequenzen gaben die multimediale Hintermalung. In einem „Konferenzraum" konnten User mit dem Autor diskutieren. Dadurch bestand zumindest theoretisch die Möglichkeit, den Autor zu inspirieren und den Handlungsverlauf zu beeinflussen. Leider ist das Werk seit Ende 1998 nicht mehr im Netz zu finden56.
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 Mit mehr Aussicht auf einen Publikumserfolg kommt das von Matthias Politycki begleitete Projekt daher. Es ist sehr schwierig, auf der Aspekte-Seite Hintergrundinformationen über Marietta zu erhalten (die vorangegangenen Projekte werden nicht dokumentiert.). Gerade ist das Casting für eine Darstellerin der weiblichen Hauptfigur abgeschlossen worden, so daß die Fangemeinde über Real Video jetzt auch Bild und Ton zur Romanfigur hat57. Nachdem Politycki mit seinem 1997 veröffentlichten Roman „Weibersommer", der die Atmosphäre der 70er und 80er Jahre mit Hilfe kulturhistorischer Details beschreibt, einen beträchtlichen Publikumserfolg errungen hat58, soll Marietta als Fortsetzung in den 90er Jahren spielen. Eine umfangreiche Materialsammlung zur „Patina" dieses Jahrzehnts liegt bereits vor.

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Das Zusammengehen eines TV-Kulturmagazins mit einem Verlag im Internet ist ein interessantes auf die Zukunft gerichtetes Experiment, mit dem Möglichkeiten des neuen Mediums ausgelotet werden. Insbesondere unter dem Aspekt der anstehenden Zusammenfassung der Massenmedien TV, Radio und Internet über ein einziges Interface, könnte es richtungsweisend sein. Vom literarischen Standpunkt aus gesehen, waren die bisherigen Resultate eher bescheiden. Das Publikum hat das Autopol-Projekt nur zögerlich angenommen, immerhin hatte man Gelegenheit, einem professionellen Schreiber bei der Arbeit zuzusehen. Das aktuelle Projekt von Matthias Politycki scheint im Ansatz mehr zu versprechen. Immerhin ist Marietta auf etwa 1000 Buchseiten angelegt. Wer am Parallelforum teilnimmt, kann hoffen, den Dichter unmittelbar inspiriert zu haben und wird sich vielleicht auch die Buchausgabe kaufen.

2 Das Angebot Öffentlicher Bibliotheken: Schöne Literatur im Internet

Die Schöne Literatur hat im Bestandsaufbau und im Selbstverständnis Öffentlicher Bibliotheken immer eine wichtige Rolle gespielt. Es war zu erwarten, daß sich die besondere Bedeutung dieser Bestandsgruppe auch in den Internetpräsentationen der Bibliotheken widerspiegelt. Eine Stichprobe der Internetseiten der vier Berliner Bezirksbibliotheken mit Internetpräsenz lieferte allerdings ernüchternde Resultate59: nur eine dieser Bibliotheken bietet zwei Links zur Literatur an .
Für die folgende Untersuchung wurde deshalb auf die vom DBI erstellte Liste Sammelschwerpunkte von Internetquellen und Bookmark-Sammlungen in Öffentlichen Bibliotheken (Stand 22.09.99)  zurückgegriffen.
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2.1 Bibliotheken mit besonderen Sammlungen von Internetquellen zur Literatur

Den Sammelschwerpunkt Literatur haben nur die beiden Stadtbüchereien in Jülich und Stuttgart. Das Literaturangebot der Stadtbücherei Stuttgart (futuristischer leses@lon) wird wegen seiner herausragenden Bedeutung gesondert betrachtet. Neben den Bibliotheken mit dem Sammelschwerpunkt werden in der DBI-Liste auch Bibliotheken mit Bookmark-Sammlungen verzeichnet, die mehr als fünf Links aufführen. Es sind: die Stadtbibliothek Göppingen, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die Stadtbücherei Heidelberg, die Stadtbibliothek Kehl und die Stadtbücherei Mannheim. Es gibt also in der Bundesrepublik insgesamt sieben Öffentliche Bibliotheken, die ein erweitertes Angebot an Internetressourcen zur Literatur zusammengestellt haben.
Für die Untersuchung dieser Seiten werden folgende Kriterien festgelegt: Umfang und Qualität des Angebots, Darstellung (Gliederung) und Aktualität.
Stadtbücherei Jülich
Neben Stuttgart hat die Stadtbücherei Jülich den Sammelschwerpunkt Literatur. Unter Lohnenswerte Literaturlinks finden sich 24 Internetadressen aufgelistet. Die Liste ist weder inhaltlich noch formal gegliedert, aber jeder Eintrag hat eine kurze Inhaltsangabe. Die Auswahl, wenn man davon überhaupt sprechen kann, ist willkürlich. Offensichtlich wird die Liste nicht gepflegt. Der Eintrag Projekt Gutenberg-DE wird mit „Märchen zum Onlinelesen und Ausdrucken"  beschrieben, stammt also wohl aus der Zeit, als beim Projekt Gutenberg-DE Klassiker und Märchen noch in getrennten Verzeichnissen gespeichert wurden. Unerklärlich bleibt, warum man es damals versäumte auf die Klassiker im Projekt Gutenberg-DE hinzuweisen und stattdessen einen Link angegeben hat, unter dem man „Originaltexte" von Karl May finden kann. Viele andere angegebene Seiten könnten durch bessere ersetzt werden, aber das wäre nur eine notwendige Maßnahme, um die Bookmark-Sammlung benutzerfreundlich zu gestalten, es müßte vor allem eine erkennbare Gliederung (oder wenigstens Reihenfolge) der Links erfolgen. So wie sich uns die Liste heute zeigt, eignet sie sich gerade zum Zeitvertreib, den zeitgemäßen Informationsbedarf kann sie nicht erfüllen.
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Stadtbibliothek Göppingen
Etwas besser ist die Göppinger Literaturseite, sie ist nämlich gegliedert. Die Auswahl der Links scheint willkürlich, die vereinzelten Kurzkommentare müssen in aller Hast (Rechtschreibfehler!) und ohne sorgfältige Recherche erfolgt sein, sonst würde man erkannt haben, daß es sich bei dem deutschsprachigen Gutenberg Projekt nicht um eine „deutsche Version" des „Gutenberg Projekt (englische Version)" (korrekte Schreibweise: Gutenberg Project) handelt, sondern um eine völlig selbständige Unternehmenung, die auch nicht dasselbe Ziel hat, nämlich „... bis zum Jahr 2000 10000 Bücher und Dokumente elektronisch im Internet zur Verfügung zu stellen."  Gliederung und Übersichtlichkeit (10 Links) erleichtern dem Benutzer die Recherche. Bestimmte Fragen des Auskunftsdienstes (Nobelpreisträger, biographische Daten) können beantwortet werden und auch wer in copyrightfreien deutsch- und englischsprachigen Volltexten recherchieren möchte, wird fündig. Als brauchbarer weiterführender Link sind „Olivers Links zur Literatur" angegeben.
Als Ort der Leseförderung sollten Öffentliche Bibliotheken allerdings besser auf ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit achten und Rechtschreibfehler („Buchtups", „Shakespaere")  in ihren Publikationen korrigieren. Bei einer regelmäßigen Pflege des eigenen Internetangebotes würden solche Fehler gewiß nicht lange stehenbleiben.
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Stadtbibliothek Kehl
Die kleinste Sammlung hat die Stadtbibliothek Kehl. Die neun Eintragungen können natürlich nicht das ganze Spektrum der Literatur abdecken, lassen aber das Bemühen erkennen, mit sehr wenig Aufwand sehr viel zu erreichen. Die Auswahl ist sorgfältig und aktuell, es wird auf den futuristischen leses@lon verwiesen.
Stadtbücherei Heidelberg
Größer, aber nicht gegliedert, sondern alphabetisch sortiert, ist die Heidelberger Sammlung mit 16 Links. Die Einträge sind nicht erläutert, haben aber aussagekräftige Bezeichnungen von „Autorenportraits" bis „Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv". Zwar ist bei 16 Zeilen die Notwendigkeit einer Gliederung nicht so zwingend wie bei großen Linksammlungen, aber es irritiert doch, wenn von sechs Einträgen über Rezensionen (offensichtlich ein bevorzugtes Interessengebiet der Bibliothek) vier mit B beginnen („Books", „Bookinists...", „Buchrezensionen...", "Bücher...") und die beiden anderen mit L und M („Das Literarische Quartett", „Manuela Haselbergers Buchrezensionen...") . An solchen Beispielen zeigt sich der Vorteil einer sinnvollen thematischen Gliederung auch bei kleineren Auflistungen. Die Auswahl ist aktuell, auf „Literatur im Deutschlandradio" wird verwiesen. (Dieser Link sollte in keiner Sammlung zur deutschsprachigen Literatur fehlen.) Auch die Netzliteratur wird mit zwei adäquaten Bookmarks berücksichtigt.
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Stadtbücherei Mannheim
Von den 10 Links ist die Hälfte in englischer Sprache. Weiterführende Links zu deutschsprachigen Übersichtsseiten fehlen. Welche Zielgruppe angesprochen werden soll, ist nicht ersichtlich.
Fazit
Die bisher untersuchten Linksammlungen erwecken kaum den Eindruck, von spezialisierten Informationsdienstleistern erstellt worden zu sein. Vielmehr scheint es, als hätte man in den meisten Fällen konzeptionslos ein paar zufällig gefundene Internetadressen bereitgestellt und sich dann anderen Dingen gewidmet. Wenn man sich via Internet an die Öffentlichkeit wendet, mit der Chance, den Anschluß an die Konkurrenz (andere Anbieter auf dem Gebiet der nicht-kommerziellen Informationsdienstleistungen) zu halten, dann sollte man sich nicht so präsentieren. Wieso sollte jemand der Literatur wegen die Homepage einer Bibliothek anklicken, wenn er auf omnipräsenten Seiten, wie etwa Yahoo.de ein Angebot findet, das umfangreicher, aktueller, besser erschlossen und übersichtlicher ist? Es steht fest, daß ein Suchdienst wie Yahoo, der in einem Monat 27 Millionen Zugriffe verzeichnen kann, Maßstäbe gesetzt hat, an denen man sich mit dem eigenen Angebot orientieren muß60. Andernfalls wird man nie ein Internetpublikum halten können. Gewiß gibt es gewisse Engpässe an finanziellen Ressourcen und technischem Können, die einem optimalen Umgang mit dem neuen Medium noch im Wege stehen. Gerade deshalb müßten die berufsspezifischen Qualifikationen des Bibliothekars, der professionelle Umgang mit Belletristik, die selektive Erwerbung, sach- und nutzergerechte Erschließung und Präsentation von Medien aller Art, mehr zur Geltung kommen und sich auch in der Anlage von Bookmark-Sammlungen widerspiegeln. Bezeichnend, neben der weitgehende Beliebigkeit bei der Auswahl der Links, war auch der augenscheinliche Mangel an Kooperation und Kommunikation: würde man sich für die Arbeit der anderen Kollegen interessieren, könnte man sich einiges von vorbildlichen Webangeboten, die es im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken durchaus gibt, abschauen und ein höheres Gesamtniveau erreichen. Gerade das Internet sollte geeignet sein, monadische Abgeschlossenheiten aufzubrechen, um am Geschehen auf dem Forum des „global village" teilzuhaben; "ein Mausklick genügt".
Ein gelungenes Beispiel, das belegt, daß auch mit relativ wenigen (im Verhältnis zu Yahoo) Links ein effektives Informationsangebot zusammengestellt werden kann, möchte ich noch anführen, bevor ich auf das bundesweit herausragende Internetangebot der Stuttgarter Stadtbücherei zu sprechen komme. Es handelt sich um die Linksammlung zur Literatur der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
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Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Unter acht Gliederungspunkten wird fast das gesamte Spektrum an Schöner Literatur im Internet gruppiert (insgesamt 66 Links). Die Inhalte der einzelnen Einträge sind durch prägnante Kurzannotationen wiedergegeben. Vorbildlich ist die strikte Trennung von ein- und weiterführenden „Linksammlungen" einerseits und Gruppen von Webseiten mit spezifischem Inhalt andererseits: „Fachinfos Germanistik", „Digitale Bibliotheken: Volltexte", „Lyrik", „Veranstaltungen" usw. Es wird eine Zielgruppe mit gehobenem bis spezialisiertem Bedarf angesprochen, wie die vielen fremdsprachigen Links zeigen (insgesamt 15: neun in englischer, drei in spanischer, zwei in italienischer und einer in französischer Sprache). Außerdem wird auf Verweise zu populären Genres wie Krimi und Science-fiction verzichtet, Kinder- und Jugendliteratur ist in einer gesonderten Linksammlung „Kinder im WWW" untergebracht.
Die Gliederung und die enthaltenen Links sind zielgruppengerecht (gehobener und spezialisierter Bedarf). Ein kleiner Kritikpunkt ist der Gliederungspunkt „Sonstiges", in dem auf Seiten verwiesen wird, die auch anderswo hätten untergebracht werden können, aber vielleicht als Sammelbecken für die nächste und erweiterte Version der Gliederung dienen mögen. Das Angebot der ZLB ist ein guter Ausgangspunkt für Informationssuchende, der Benutzer fühlt sich durch die übersichtliche, professionell angelegte Linksammlung in guten Händen, die Bibliothek wird ihrer Rolle gerecht. Wer hier nach Schöner Literatur im Internet recherchiert hat, wird die Homepage der ZLB auch für die Suche nach Informationen zu anderen Sachgebieten aufsuchen.
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2.2 Der futuristische leses@lon der Stadtbücherei Stuttgart

Der futuristische leses@lon hat einen speziell auf die Präsentation der Belletristik, in all ihren medialen Formen (Buch, CD-ROM, Internet) ausgerichteten Anspruch. Der futuristische leses@lon ist nicht nur ein virtueller Raum, sondern die Abteilung „Belletristik" der Stadtbücherei Stuttgart. Räumlichkeiten, die auf die ergänzende Nutzung der verschiedenen Medien hin eingerichtet worden sind61. Ein Teil dieses ambitionierten Projektes ist der Aufbau einer repräsentativen Internetseite zum Thema Literatur. Engagierte Bibliothekare mit guten Beziehungen zur regionalen Literaturszene haben zusammen mit etablierten Künstlern verschiedene Webprojekte inszeniert, fördern also direkt die Verbreitung der Netzliteratur. Die Projekte haben ein großes Publikum gefunden. Und zwar nicht nur im Netz, sondern auch auf begleitenden Veranstaltungen in den Räumen der Bibliothek62. Eine weitere Besonderheit ist die Herausgabe eines Readers „Als Stuttgart Schule machte", der das literarische Schaffen regionaler Autoren der Visuellen und Konkreten Poesie der 60er Jahre dokumentiert. Reinhard Döhl, zur Zeit Professor für Literatur- und Medienwissenschaften, ist ein prominenter Vertreter der Visuellen Poesie. Sein Piktogramm „Apfel" (Umschlaggestaltung der Reclam-Ausgabe „konkrete poesie"63) wird oft als Beispiel Visueller Poesie herangezogen. Auf Döhl gehen auch die Realisierungen der Netzprojekte „Epitaph für Gertrude Stein" und „Poemchess" zurück . Im Internet-Reader wird der Konkreten Poesie ein Denkmal gesetzt. Die Einleitung „Zur Lage", ein theoretisches Manifest von 1964, liest sich wie eine moderne Anleitung zur Netzpoesie64.
Damit ist ein eindrucksvolles Vorbild für die Nutzung des globalen Mediums Internet auch für regionale (lokale) Bezüge entstanden.
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Die Webseite des futuristischen leses@lons
Die Mitarbeiter der Stadtbücherei Stuttgart haben ihre Anforderungen an eine gute Webseite formuliert . Die Konzeption der Webseite sieht vor, die Ressourcen des Internets professionell zu erschließen und eine unstrukturierte „Linkwüste" zu vermeide65. Eine Voraussetzung dafür ist eine gute, auch wertende Kommentierung der ausgewählten Links. Der Seiteninhalt sollte auf einen Blick erfaßbar sein, bei größerer Materialmenge ist am Seitenanfang ein Sprungmenü einzufügen. Die regelmäßige Kontrolle der Links, automatisch mit Check-Programmen und intellektuell durch Bibliothekare, ist unabdingbar. An diesen Maßstäben soll die Webseite des futuristischen leses@lons gemessen werden.

Die Seite hat acht Hauptgliederungspunkte, die wiederum in bis zu fünf Untergliederungspunkte aufgeteilt sind (Sprungmenü). Das wird aber erst sichtbar, wenn ein Hauptgliederungspunkt angeklickt ist. Eine Entscheidung zugunsten eines klaren Designs. Die Gliederung im Einzelnen:

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    1. Literaturprojekte
    2. Literatur online
    3. Lyrik online
    4. als Stuttgart Schule machte
    5. Literaturzeitschriften
    6. Rezensionen / Lesetips
    7. Literaturpreise
    8. Diskussion


Zu 1.: Diese Gruppe ist nochmals durch fünf Gliederungspunkte unterteilt. Es ist der umfangreichste Teil mit über 130 Eintragungen, er beginnt mit den „Projekten der Stadtbücherei Stuttgart". Hier zeigt sich das Selbstverständnis der Bibliothekare, denn sie betrachten „den Nutzen des Internets nicht nur rein reproduktiv, als schnelle Informationsquelle für Besucher und literarische Auskunftsfragen", sondern sie sehen ihre „Aufgabe auch in der Förderung künstlerischer Möglichkeiten."  Unter Literaturprojekte werden hier zum Thema Netzliteratur gehörige Internetadressen aufgelistet. Das Material ist allerdings so stark angewachsen, daß die weitere sechsteilige Untergliederung nicht ohne Anhänge mit Zwischenüberschriften auskommt. Einige Überschriften der Untergliederungspunkte stimmen auch nicht mit den in der Übersicht angegebenen überein. Die Auswahl ist sorgfältig und trotz ihrer Größe übersichtlich, allerdings sind nicht alle Links ausreichend annotiert.

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zu 2.: Hier sind in einer eindrucksvollen Liste viele Volltextarchive versammelt, es sind fast zu viele. Da die Annotationen sehr knapp gehalten sind, entsteht beinahe der Eindruck der Beliebigkeit. Hier wäre eine kritisch-vergleichende Charakterisierung der Adressen wünschenswert. Desweiteren: sehr relevante Auswahl an Autorenseiten (auch mit regionalem Bezug!), begrüßenswerte Aufführung von Comics und Drehbüchern.

Zu 3.: Hier stehen an erster Stelle wieder „Projekte", d. h. als lyrisch klassifizierte Werke der Netzliteratur. Unter der Überschrift „Volltext" folgen dann traditionelle Werke der Lyrik. Abgerundet wird dieses Informationsangebot, das neben anglo-amerikanischer Lyrik auch Sammlungen in französischer Sprache sowie Gedichte aus Lateinamerika und auch Haikus berücksichtigt, durch verschiedene Suchmaschinen, mit denen nach Gedichten und Autoren recherchiert werden kann.

Zu 4.: Hier wird der Reader zur Konkreten Poesie der Stuttgarter Schule um Max Bense und Reinhard Döhl bereitgestellt. Ein Angebot mit regionalem Bezug, das an die Tradition progressiver Literaturproduktion im Stuttgarter Raum anknüpft.

Zu 5.: Viele Links sind nicht kommentiert, was um so schwerer ins Gewicht fällt, da Online-Magazine nicht von Online-Versionen gedruckter Literaturzeitschriften unterschieden werden.

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Zu 6.: Gute Auswahl aber es fehlen Kommentare. Immerhin findet eine (wertende?) Hervorhebung durch Fettdruck statt.

Zu 7.: Keine Kommentierung der sachgemäß wenigen Links.

Zu 8.: Hier finden sich nicht Essays oder Streitschriften zur Literatur, sondern Mailinglisten, bzw. Foren sowie Newsgroups, also Angebote an denen man mehr oder weniger aktiv teilnehmen kann. Eine Charakterisierung der einzelnen Newsgroups wäre wünschenswert, ebenso Einstiegshilfen für Anfänger (Was ist und wie funktioniert eine Mailinglist oder Newsgroup?).

Zusammenfassend kann festgehalten werden, daß die Bibliothek ihren selbstgesteckten Zielen sehr nahe kommt. Inhaltlicher Schwerpunkt sind deutschsprachige Webseiten, welche Netzliteratur zum Gegenstand haben, an hervorgehobener Stelle werden selbstinitiierte Inhalte angeboten „Die Stadtbücherei Stuttgart tritt also nicht nur als Vermittlerin von Vorhandenem, sondern als Content-Provider auf" . Dabei werden aber die Informationsquellen über (konventionelle) Literatur nicht vernachlässigt. An vielen Stellen fehlen Annotationen. Angesichts des anwachsenden Stoffs könnte eine Verfeinerung der Gliederung die Webseite noch attraktiver machen, bzw. ihre Attraktivität bewahren helfen.
Auf alle Fälle ist die Bookmark-Sammlung des futuristischen leses@lons vorbildlich, und jede andere Öffentliche Bibliothek, die irgendwie mit Schöner Literatur befaßt ist, sollte mit einem Hyperlink auf dieses Angebot verweisen.

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2.3 Schöne Literatur im Internet: Ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Bibliothek und ihre Präsentation durch Öffentliche Bibliotheken

Anwendungsmöglichkeiten in der Bibliothek
Es wurden bisher die vielfältigen Erscheinungsformen der Schönen Literatur im Internet vorgestellt (Kap. 1). Abschließend sollen hier einmal praktische Anwendungsmöglichkeiten aufgeführt werden. In der Fachliteratur wurde dieser Aspekt bisher kaum berücksichtigt.
Für den Auskunftsdienst gibt es im Internet sehr viele nützliche Hilfsmittel. Biographische Kurzinformationen bedienen besonders Schüleranfragen, das Resultat der Suche kann problemlos ausgedruckt und nach Hause getragen werden. Höhere Ansprüche können durch die Personenbezogenen Seiten befriedigt werden. Eine besondere Qualität dieser Seiten ist, daß sie den Autor über ein breites mediales Spektrum zeigen. Im günstigsten Fall gibt es Material in Schrift, Bild, Ton und Film. Vielleicht gibt es sogar eine Mailinglist, eine Newsgroup oder eine Fanseite. Solche Seiten können auch von der Bibliothek selbst zusammengestellt werden (Namenspatron, Jubiläumsjahr, lokaler Bezug).
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Die Nachteile gegenüber konventionellen Nachschlagewerken (als Buch und CD-ROM) liegen auf der Hand: es sind vor allem die Lückenhaftgkeit der Aufnahmen und die zum Teil mangelnde wissenschaftliche Redaktion. Mit denselben Mängeln sind auch die Volltextarchive (Lyrik und Prosa) behaftet, die außerdem nur ältere (bzw. copyrightfreie) Literatur aufnehmen dürfen. Allerdings entfaltet das in der Anschaffung kostenlose Medium hier durch die Recherchemöglichkeiten weitere Vorteile. Über Suchfunktionen kann nach Begriffen und Zitaten gesucht werden und zwar in einer ganzen Bibliothek. So kann in der ganzen „Weltliteratur" (in dem vorhandenen Umfang) nach bestimmten Termini gesucht werden, was für Fragestellungen nicht nur der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, von großer Bedeutung ist. Das kann keine große CD-ROM-Sammlung leisten. Mit Links unterlegte Hypertexte sind eine unschätzbare Arbeitshilfe für Philologen, die von Wissenschaftlern für Wissenschaftler gemacht, auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügen können. Zukünftig könnte durch technische Fortentwicklung sogar ein Publishing-on-demand möglich sein. Copyrightfreie Klassiker könnten dann bei Bedarf zum Selbstkostenpreis in beliebiger Staffelung ausgedruckt werden (in einer Buchform). Die parallele Entwicklung des Powerbooks dürfte dagegen weniger Auswirkungen auf Bibliotheken haben.

Unübertroffen ist das Internet bei der Bearbeitung von tagesaktuellen Fragen zum literarischen Geschehen. Dafür stehen Bestsellerlisten, Buchbesprechungen und -kritiken zur Verfügung. Mit den entsprechenden Datenbanken können Nachrufe, Kritiken, Portraits und Interviews komfortabel über Stichwörter recherchiert werden. Übersichtlicher als ihre Printausgaben sind auch Veranstaltungskalender und Programmübersichten im Internet.

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Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit läßt sich das Internet einsetzen. So können zum Beispiel Lesungen durch Bereitstellung von Material über den Autor vorbereitet und beworben werden. Letzteres lohnt sich allerdings erst, wenn die eigene Webseite ein gewisses Renomee hat, d. h. in lokalen Veranstaltungskalendern (im Internet) als respektabler Veranstaltungsort aufgenommen ist. Videoaufnahmen von Lesungen könnten für das Internet aufbereitet und im Netz verbreitet werden. Das wäre ein attraktives, quasi selbstproduziertes Angebot. Die Bibliothek als Content-Provider.
Aufwendiger und besonders motiviertes Personal benötigend ist das Initiieren von netzliterarischen Wettbewerben.

Präsentation
Zuvor (Kap. 2.1) wurden die maßgeblichen Öffentlichen Bibliotheken hinsichtlich ihres literarischen Internetangebotes untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß die Präsentation der Schönen Literatur im Internet in vielen Punkten verbesserungswürdig ist. Deshalb soll an dieser Stelle noch einmal aufgeführt werden, was eine gute Präsentation ausmacht und wie sie ohne übermäßigen Einsatz von Ressourcen zu erreichen ist.
Jede Bibliothek, die die Absicht hat, sich im Internet zu präsentieren, sollte sich unbedingt vorher überlegen, was sie damit bewirken will. Es muß bedacht werden, daß eine Präsentation im Internet nicht nur vom Stammpublikum in Anspruch genommen und kritisch bewertet wird, sondern von einer breiten (im Prinzip globalen) Öffentlichkeit. Als traditioneller Informationsdienstleister vor Ort hat die Öffentliche Bibliothek einen Ruf, den sie im Internet erst noch erringen muß. Die Konkurrenz ist groß und weit fortgeschritten. Wissenschaftliche Bibliotheken haben es vorgemacht, wie man ohne übermäßigen Einsatz an Ressourcen (Geld, Equipment, technische Ausbildung, Arbeitszeit) in Form von „virtuellen Bibliotheken" ein zeitgemäßes, von den Benutzern angenommenes Informationsangebot, aufbauen kann66. Sicher muß nicht jede Öffentliche Bibliothek eine virtuelle Bibliothek aufbauen, es sollte aber überlegt werden, ob nicht angesichts der in der Öffentlichkeit weitverbreiteten Identifikation des Bibliothekars mit einem Literaturkenner (Vgl. auch die Selbstinszenierung als Bücherwurm, Leseratte in der Bibliothekswerbung) das Anlegen einer Bookmark-Sammlung Literatur sogar zwingend ist. Durch die Traditionen ihres Berufes und die qualifizierte Ausbildung sind Bibliothekare geradezu wie geschaffen, das unübersichtliche, ständig anwachsende Informationsangebot des Internets professionell zu erschließen, zu selektieren und zu präsentieren. Dazu muß die Selbstverpflichtung treten, die Webseite permanent zu pflegen. Nichts wäre schlimmer als eine „Linkwüste" zu produzieren, was die Benutzer und irgendwann auch die Träger der Bibliotheken verprellen würde.
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Daher sollten bei der äußeren Gestaltung der Seite, neben der Beachtung der Rechtschreibung, folgende Punkte beachtet werden:


Hat man sich darauf verständigt, kann man überliegen, welchem Profil die Webseite entsprechen soll und welche Interessen unbedingt bedient werden sollen. Dabei kann man sich zunächst an oft gestellten Fragen während der Benutzerschulung Internet orientieren. Derartige Einführungsveranstaltungen sollten unbedingt durchgeführt werden. Sie erfüllen den Anspruch der Förderung der Medienkompetenz und schulen das eigene Personal. Bei Interesse sind auch themenbezogene Einführungsveranstaltungen wie „Schöne Literatur im Internet" vorstellbar. Andererseits kann auch das vorhandene Bestandsprofil herangezogen werden. Auf diese Weise sind schon zwei Benutzergruppen abgedeckt, nämlich die am neuen Medium Internet interessierten Einsteiger und die langjährigen Nutzer des Medienangebotes der Bibliothek. Darüber hinaus sollten aber auch Hinweise auf Angebote jenseits des eigenen Profils nicht fehlen, denn das Webangebot sollte nicht nur die eigenen Bestände spiegeln oder ersetzen, sondern ergänzen. Angesichts der zahlreichen vorhandenen guten Beispiele (ZLB, Stuttgart, virtuelle Bibliotheken der Wissenschaftlichen Bibliotheken, Internetdienste) ist nichts einfacher, als einen Grundbestand an mehr oder weniger gut gegliederten Internetadressen zusammenzustellen. Es ist auch nicht notwendig, mühselige Recherchen nach Neuerscheinungen durchzuführen, auch diese Arbeit wird größtenteils abgenomme67. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit anderen Bibliotheken möglich.
Es gilt also: „rechtzeitig in Loknähe in einen Zug einzusteigen, der schon anfährt"68

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3 Annotierte Empfehlungsliste Schöne Literatur im Internet

Achtung: diese Liste gibt den Stand vom März 1999 wieder. Sie dient dem theoretischen Studieninteresse. Eine ständig aktualisierte, praktische Linksammlung zum Thema Schöne Literatur im Internet finden Sie hier:  http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h69/

Die Liste (und ihre Gliederung) ist nicht als Vorschlag für eine bestimmte Bibliothek gedacht, sie soll vor allem die Vielfältigkeit des Angebotes an Schöner Literatur im Internet veranschaulichen. Eine Bibiliothek müßte gemäß ihrer Rolle eindeutige Schwerpunkte setzen und zuvor folgende Fragen beantworten:

In jedem Fall sollten aber weiterführende Links als Grundbestand bereitgestellt werden (s.: 3.1.1 u. 3.1.2).
In den Gruppen wurde keine Vollständigkeit angestrebt. Es ist vielmehr ein Grundstock zur beliebigen Erweiterung angelegt worden. Innerhalb der Gliederungspunkte sind die Einträge möglichst nach ihrer Relevanz geordnet. Die bibliographischen Aufnahmen entsprechen den im Internet verwendeten Zitiertiteln.
 
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1 Einstiegsseiten
        1.1 Verzeichnisse von Suchdiensten
        1.2 Literarische Linksammlungen
        1.3 Germanistische Facheinführungen
2 Informationen über Literatur
        2.1 Biographische Informationen und Selbstdarstellungen
        2.2 Literaturgeschichte
        2.3 Kritiken, Rezensionen und Interviews
        2.4 Kinder- und Jugendliteratur
        2.5 Genres
        2.6 Aus dem Literarischen Leben
        2.7 Randbereiche
3 Literatur im Internet
        3.1 Volltexte Prosa
        3.2 Volltexte Lyrik
        3.3 Amateurschriftstellerei
4 Netzliteratur
        4.1 Theorie und Einführungen
        4.2 Werke der Netzliteratur

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3.1 Einstiegsseiten

3.1.1 Verzeichnisse von Suchdiensten


Yahoo.de: Literatur
http://www.yahoo.de/Kunst_und_Kultur/Literatur/
Für erste Anregungen geeignet, allerdings nicht für germanistische Ansprüche. Neben populären Genres wird auch „Elektronische Literatur" berücksichtigt. Mit dem Link „Gleiche Kategorie im internationalen Verzeichnis" ist ein guter systematischer Einstieg in fremdsprachliche Literaturen möglich.

Web.de: Literatur
http://web.de/Kultur/Literatur/?id=990309-35939-00
Große Anzahl Links, allerdings in schlechter Auswahl. Unter den  „Schriftstellern (181)" verbirgt sich hauptsächlich Verlagswerbung. Keine germanistischen Informationen.

Dino: Literatur
http://www.dino-online.de/seiten/go05l.htm
Keine Zählung der Links, dafür ausführliche (unkritische) Kommentierung. Deckt auch „Virtuelle Literatur" ab. Keine germanistischen Informationen.

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3.1.2 Literarische Linksammlungen


Bibliomaniac List: Index
http://www.lipsia.de/~hesse/index.htm
Umfassende Sammlung. Eigentlich zwei Teile:
LuBiC: Literatur und Bücher im Cyberspace
http://www.lipsia.de/~hesse/index3.htm
Von Markus Kolbeck erstellt und gepflegt. Es ist die umfassendste Linksammlung. Sehr gute Gliederung, die angesichts der großen Titelmenge auch notwendig ist, zumal der Autor auf Kommentierungen verzichtet. Der zweite Hauptteil „Bibliomanika" gehört zu den Randbereichen (S.: 3.2.8)

Stadtbücherei Stuttgart: Der futuristische leses@lon
http://www.s.shuttle.de/buecherei/salon1.htm
Sehr übersichtliche Gestaltung mit einer sachgemäßen Gliederung. Alle Bereiche der Literatur sind abgedeckt. Linksammlung mit der besten Übersicht zur Netzliteratur. Sehr aktuell.

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OLLi, Olivers kommentierte Links zur Literatur
http://www.swbv.uni-konstanz.de/olli/index.html#Inhalt
Von Oliver Gassner. Stark auswählendes Verzeichnis. Die Seite ist unübersichtlich (Frames), dafür sind die Links sehr ausführlich und wertend kommentiert (Benotung!). Viele Links zur Netzliteratur.

Reinhard Kaiser: Neue Literarische Spaziergänge im Internet (5. Folge)
http://www.eichborn.com/k_netzer5.htm
Die letzte Aktualisierung der Buchausgabe vom 10.11. 1998.
Dort kann auch die Gesamtliste (http://www.eichborn.com/k_netzak.htm (6.11.1998) aller im Buch beschriebenen Links, einschließlich der Aktualisierungen, heruntergeladen werden. Die Liste ist nach den im Buch verwendeten Überschriften gegliedert, einleitende Texte und Annotationen fehlen jedoch. Gute, zum Teil aber veraltete Auswahl mit internationaler Ausrichtung. Zum ersten Einstieg gut geeignet.

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Links, Literatur
http://www.zlb.de/linksammlungen/literatur.htm
Auswahl von mittlerem Umfang. Sehr übersichtlich. Berücksichtigt weder populäre Genres noch Netzliteratur.
 

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3.1.3 Germanistische Facheinführungen


Erlanger Liste: Germanistik im Internet
http://www.phil.uni-erlangen.de/~p2gerlw/ressourc/liste.html
Ästhetisch anspruchsvoll gestaltet. Nicht nur auf Germanisten ausgerichtet. Sehr umfangreiches Angebot, das gut gegliedert und sorgfältig kommentiert ist. Berücksichtigt auch Netzliteratur.

Fachinformationen Germanistik der UB der FU Berlin
http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html
Für Germanisten konzipiert. Sehr sorgfältig zusammengetragene Links mit zum Teil sehr guten Erläuterungen. Herausragende Sammlung biographischer Informationen. Wenig zum aktuellen Literaturbetrieb.

Düsseldorfer Virtuelle Bibliothek:
Germanistik
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/ger.html
Die Gliederung lehnt sich an die Freihandsystematik der UB Düsseldorf an. Besondere Sammlung literaturgeschichtlicher Links.
Literaturwissenschaft
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/lit.html
Ergänzung zur Germanistik. Viel weniger Links als dort, daher geringere Aufgliederung.

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3.2 Informationen über Literatur

3.2.1 Biographische Informationen und Selbstdarstellungen
Biographische Kurzinformationen

Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Biographische Kurzinformationen: http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#B
Es werden 1446 Links mit biographischen Informationen aufgelistet (viele Mehrfachnennungen).

Projekt Gutenberg-DE: Autoren
http://gutenberg.aol.de/mitte.htm
Das Volltextarchiv bietet zu den 229 aufgenommenen deutschen und ausländischen Autoren Kurzbiographien.

Biography.com
http://www.biography.com/search/find.html
Internationale biographische Datenbank (engl.). Liefert knappe Kurzbiographien.

Winners of the Nobel Prize in Literature
http://nobelprizes.com/nobel/literature/literature.html
Kurzbiographien aller Literatur-Nobelpreisträger (engl.). Die Texte sind vergleichsweise ausführlich.

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Autorenportraits
http://www.gezett.de/_akt-archiv.htm
Bildnisse von (in der Mehrzahl) deutschen Gegenwartsautoren.

Personenbezogene Seiten (Listen)

Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Personenbezogene Seiten
http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#pers
Gut kommentierte Liste von Personenbezogenen Seiten.

Selbstdarstellungen

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Elfriede Jelinek Homepage
http://ourworld.compuserve.com/homepages/elfriede/
Jelinek hat einige Texte (über theater, Literatur, Kino) für Germanistikstudenten bereitgestellt. Es können E-Mails aufgegeben werden. Die Seite wird von der Österreichischen Nationalbibliothek archiviert!

Reinhard Kaisers Elektroarchiv
http://members.aol.com/reinkaiser/index.htm
Kaisers Homepage, mit einigen Aufsätzen sowie einer Bibliographie eigener und übersetzter Werke.
 
 

3.2.2 Literaturgeschichte
Erlanger Liste: Die Epochen der deutschen Literatur
http://www.phil.uni-erlangen.de/~p2gerlw/ressourc/epoche.html
Umfangreiche Linksammlung zur Literaturgeschichte. Zu den einzelnen Epochen werden gut kommentierte Links zur Literatur- und Kulturgeschichte aufgelistet.

Deutsche Literaturgeschichte
http://www.snafu.de/~mcthree/literatur/epochen/index.html
Kurze Epochenbeschreibungen mit einigen weiterführenden Links.

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Was bleibt?
http://www.goethe.de/gr/lon/exhib/bleibt/titel.htm
Ausstellung des Goethe-Instituts London über die deutsche Nachkriegsliteratur mit reichlichem Material.

Epochen
http://www.xlibris.de/Buttons/EButton.htm
Von Xlibris unterhaltene Seite. Mit kurzen, hübsch aufgemacheten Epochenbeschreibungen wird für indirekt für CD-Rom-Produkte geworben.
 

3.2.3 Kritiken, Rezensionen und Interviews


Literatur im Deutschland Radio: Kritiken
http://www.dlf.de/literatur/kritiken/index.html
Kritiken der letzten Zeit (Berichtszeitraum unklar). Mit Hilfe einer Suchmaschine kann in den Volltexten der Kritiken recherchiert werden.
Liste der Rezensenten:
http://www.dlf.de/literatur/rezensenten/index.html
Liste der Gespräche und Portraits: http://www.dlf.de/literatur/gespraeche/index.html
Portraits meint hier Betrachtungen bestimmter Literaturen.
Die Beiträge aller Listen sind über eine Suchfunktion recherchierbar.

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Der Tagesspiegel: Kritiken
http://www.tagesspiegel.de/tsp_f/literatur/seiten/rezens.html
Das Volltextarchiv des Tagesspiegel enthält Kritiken, Rezensionen und Berichte, die seit April 1996 veröffentlicht wurden.

Berlin Online: Archiv der Berliner Zeitung
http://www.BerlinOnline.de/archiv/berliner_zeitung/.bin/index.cgi
Das Volltextarchiv der Berliner Zeitung enthält Kritiken, Rezensionen und Berichte, die seit Mai 1994 veröffentlicht wurden. Unterschiedliches Niveau der einzelnen Artikel.

Das Literarische Quartett
http://www.zdfmsn.de/politik/Quartett/content.html
Mit dem Archiv aller besprochenen Bücher. Zu den einzelnen Autoren gibt es kurze Notizen. Die Rezensionen bestehen aus einem Ausspruch eines der Diskutanten.

Literaturpreise

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Winners of the Nobel Prize in Literature
http://nobelprizes.com/nobel/literature/literature.html
Kurzbiographien aller Literatur-Nobelpreisträger (engl.). Die Texte sind vergleichsweise ausführlich.
 

3.2.4 Kinder- und Jugendliteratur


Literatur im Deutschland Radio: Kinder- und Jugendbuch
http://www.dlf.de/literatur/kinder/index.html
Besprechungen einzelner Werke und Autoren.

Cybertagebuch
http://www.koblenz.de/kultur/tagebuch/index.htm
Projekt, das sich an junge Leute richtet. Tagebucheintragungen können elektronisch oder auch per Post an die Redaktion geschickt werden.

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3.2.5 Genres


Historischer Roman
http://germanistik.uibk.ac.at/hr/
Datenbank, die Angaben zu 6300 deutschsprachigen Historischen Romanen enthält. Biographische Daten zu 2500 Autoren. Vielfältige Recherchmöglichkeiten. Außerdem: Diagramme, Textbeispiele und Fachaufsätze zum Thema.

Science-fiction und Fantasy

Perry Rhodan: Internet Homepage
http://www.Perry-Rhodan.net/
Enthält alle Information über Perry Rhodan. Von Fans für Fans. Ansprechende Ästhetik.

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Krimi

Ludgers Lesezeichen
http://www.geocities.com/Athens/Oracle/5244/
Von einem Liebhaber erstellte Seite mit Autorenportraits, Neuigkeiten, Rezensionen und weiterführenden Links. Liste der Homepages von englischsprachigen Bestseller-Autoren.
 

3.2.6 Aus dem Literarischen Leben


Literatur im Deutschland Radio: Aus dem literarischen Leben
http://www.dlf.de/literatur/meldungen/index.html
Monatlicher Bericht über Ereignisse des literarischen Lebens (Geburtstage, Nachrufe, Neuerscheinungen, Gespräche). Die Monatsberichte werden seit November 1997 archiviert, so daß retrospektive Betrachtungen möglich sind. Hohes Niveau der Artikel.

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Tagesspiegel: Literaturseite
http://www.tagesspiegel.de/tsp_f/literatur/literaturspiegel.html
Bietet Aktuelles aus dem Literaturbetrieb. Zu aktuellen Ereignissen werden Links gelegt (Buchmessen, Wettbewerbe, Nachrufe etc.).

Spiegel Online: Literatur aktuell
http://www.spiegel.de/kultur/mitte04.html
Liste von Beiträgen rund um die Literatur (Messen, Autorengespräche, Neuerscheinungen). Besonderheit: Die Artikel sind chronologisch sortiert, so daß eine gute retrospektive Übersicht des letzten halben Jahres geliefert wird.

Literaturwerkstatt e. v.
http://www.literaturwerkstatt.org/
Programme, Veranstaltungen und Wettbewerbe.
 

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liLi: ligatur e. V. Literatur-Info
http://www.swbv.uni-konstanz.de/eu/ligatur/lili.html
Lilis Schwerpunkt ist eigentlich die Berichterstattung über Neuigkeiten aus der Welt der Netzliteratur. Um das literarische Schaffen zu fördern, bietet Lili außerdem Informationen zu Ausschreibungen von Literaturpreisen sowie Hinweise über Zeitschriften, die Manuskripte annehmen. Dieser Informationsdienst kann kostenlos abonniert werden (E-Mail).

Schule für Dichtung Wien
http://www.sfd.at/sfdmenueframe.html
„europas erste schule für dichtung, 2600 jahre nach sappho". Stellt die eigene Tätigkeit dar und gibt einen Einblick in die Strömungen moderner österreichischer Literatur. In Internetklassen (z. B. bei Marleene Streeruwitz) können Schreibübungen absolviert werden.
Literaturzeitschriften

Berliner Zimmer: Kommentierte Links: E-Journale
http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/magazine.html
Umfangreiche Liste von Literaturzeitschriften im Internet. Besonders Online-Magazine. Die Titel sind ausführlich kommentiert. Ein Teil der aufgeführten Magazine hat allerdings sein erscheinen eingestellt.

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3.2.7 Randbereiche


Bibliomaniac List: Bibliomanika
http://www.lipsia.de/~hesse/index2.htm
Von Markus Kolbeck. Zweiter Hauptteil der BL. Akribische Sammlung von allem, was mit Büchern, dem Lesen, Bücherliebe und Bücherstädten zu tun hat. Sehr gute Gliederung, aber keine Kommentierungen.

Ulrich Goerdten: Bibliophilie im Internet: Text:
http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#pers
Linksammlung:
http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/bbliofil.html
Ein einleitender Text über Bibliophiles und Antiquarisches im Internet und die dazugehörige Linksammlung.
 

Mythica: Mythologisches Nachschlagewerk
http://www.pantheon.org/mythica/
(engl.)

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Stadtbibliothek Köln: Comics
http://www.stbib-koeln.de/fachabt/lit/comics/comiclinks.htm
Übersichtliche Linksammlung zu deutschsprachigen Angeboten, Comics und Informationen über Comics.

3.3 Literatur im Internet

3.3.1 Volltexte Prosa


Projekt Gutenberg-DE
http://gutenberg.aol.de/mitte.htm
Deutschsprachiges Volltextarchiv mit zur Zeit 229 Autoren (auch Übersetzungen). Jedem Autor ist eine Kurzbiografie (mit Abbibldung des Autors) mit einer stark gekürzten Werkübersicht beigefügt. Alle Texte sind copyrightfrei, d. h. der Autor, bzw. sein Übersetzer müssen mindestens siebzig Jahre tot sein. Enthalten sind auch viele Märchen. Neuerdings werden auch zugesandte Texte von lebenden Autoren aufgenommen. Durch eine Suchfunktion kann im gesamten Material recherchiert werden.

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Helmut Schulze: Linksammlung
http://www.geocities.com/~aristipp/litlinks/autoren.htm
Schulze sammelt alle Links zu Online-Texten der deutschen Literatur. Es sind zur zeit über 10.000. Enthalten ist nicht nur das Material aus dem Projekt Gutenberg, sondern viel mehr. Darunter auch Texte lebender Autoren (z. B. eine Rede von Christa Wolf). Zur Zeit gibt es technische Probleme, Volltextrecherche ist nicht möglich.

Bibliomaniac List: E-Text-Archive
http://www.lipsia.de/~hesse/lfb/ebooks.htm#Deutschsprachig
Eine erschöpfende Sammlung online verfügbarer Textarchive, auch international.

Athena
http://un2sg4.unige.ch/athena/html/authors.html#Texts
Internationale Sammlung von Online-Texten, darunter auch deutschsprachige, Schwerpunkt sind französischsprachige. Etwas unübersichtlich angelegt, Volltextsuche möglich.

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3.3.2 Volltexte Lyrik


Lyrik online linlks
http://www.lyrik.ch/links.htm
Große Linksammlung aller Internetquellen zur Lyrik. International, mit deutscher Abteilung. Autoren, Zeitschriften, Stilrichtungen.

Texts of Lieder and Art Songs
http://www.recmusic.org/lieder/
Alle copyrightfreien Gedichte, die vertont wurden, könnten hier gefunden werden.
Die interne Suchmaschine: http://www.recmusic.org/lieder/search.html
Goethe erhält 243 Treffer, die Gedichte werden alphabetisch aufgelistet und können gelesen (und geladen) werden.

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3.3.3 Amateurschriftstellerei


WIDD: Autorenecke
http://www.widd.de/autoren/
Für schriftstellerische Laien, die noch keinen Verlag gefunden haben. Die Texte sind nach Genres sortiert.
 

3.4 Netzliteratur

Einstiegsseiten

Die Zeit: Literatur im Internet (Übersicht)
http://www4.zeit.de/zeit/tag/surftips/index.html
Sehr anspruchsvolle Gestaltung der Seite. Die Gliederung ist unübersichtlich, aber die Links sind sehr gut kommentiert.

3.4.1 Theorie und Einführungen
Einführungen
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Dieter E. Zimmer: Die Digitale Bibliothek, 5: Web-Literatur
http://www2.zeit.de/zeit/tag/digbib/webliteratur.html
Sehr gute Einführung in die Vorgeschichte und Praxis der Netzliteratur mit sehr kritischen Anmerkungen, besonders zu den Thesen H. Idensens.

Sabrina Ortmann: Netzautoren. Erscheinungsformen der Literatur im Internet: http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/netzautoren/referat2.html
Gute Übersicht über die Typologie der Netzliteratur.

Johannes Auer: Lesen und Schreiben im Internet
http://www.shuttle.de/buecherei/druck/interlit.htm
Das Thema Netzliteratur aus bibliothekarischer Sicht. Projekte des literarischen leses@lons werden vorgestellt.

Claudia Klinger: Thesen zur Internetliteratur
http://www.snafu.de/~klinger/lit/netlit.htm
Selbst mit Netzliteratur befaßte Web-Designerin (Missing Link) über den Stand der Netzliteratur.

Dirk Schröder: Vagabundierende Literatur
http://literatur.lake.de/write/einf1.htm
Umfangreiche Einführung zum Thema, locker und informativ. Leider ist der Text in viele kurze Einzelpassagen mit jeweils alternativen Links zu Fortsetzungsseiten geteilt, was den Lesefluß beeinträchtigt.

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Hilmar Schmundt: Déja-lu im Storyspace (urspr. in: Die Zeit 33/1998)
http://service.ecce-terram.de/zeit-archiv/daten/pages/199833.c_joyce_.html
Ausführlicher Aufsatz über Michael Joyce dem Pionier der Hypertextliteratur.
Zu Michael Joyce siehe auch:
Homepage: http://iberia.vassar.edu/~mijoyce/
und: Webinterviews with Michael Joyce: http://iberia.vassar.edu/~mijoyce/InterviewPubs.html

Theorie

Stadtbücherei Stuttgart: futuristischer leses@lon: Theorie
http://www.s.shuttle.de/buecherei/litpro.htm#Theorie
Beste Seite zu diesem Thema: Einführungen, eine große Sammlung von Aufsätze zur Theorie der Netzliteratur und zur Medientheorie.

3.4.2 Werke der Netzliteratur


Treffpunkte, Projekte, Magazine

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Mailingliste Netzliteratur
http://www.netzliteratur.de/
Ursprünglich war sie das Forum zum Thema Netzliteratur mit dem Anspruch einer avantgardistischen Vorreiterrolle. Mittlerweile ist man bescheiden geworden und betrachtet sich als „das deutschsprachige Online-Forum zu Literatur im, aus dem und für das Internet im weitesten Sinne." So die Selbstdefinition auf der neugestalteten Seite: http://www.netzliteratur.de/archiv/fernlogo.htm
Wer die alltägliche Kommunikation der Netzliteraten kennenlernen will, dem sei die Anmeldung in der Liste empfohlen.

LIAS
http://literatur.lake.de/
Einstiegsseite zur Netzliteratur, sehr persönliche Auswahl, dafür übersichtlich.

Missing Link
http://www.snafu.de/~klinger/intro.htm
Cyberzine von Claudia Klinger. Mit dem Online-Tagebuch und anderen Werken der Webdesignerin.

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Webringe und Foren

Webring bla: Internet Literatur
http://www.bla2.de/cgi-bin/index.pl
Diesem Webring gehören 112 Mitglieder an.

Black Ink: Literaturboard
http://www.blackink.de/literatur/literaturboard/literaturboard.html
Forum. Auf der Hauptseite können die Diskussionsthemen angeklickt werden, um die bisherige Diskussion zu einem Thema nachzuvollziehen.

Wettbewerbe

Pegasus
http://www.pegasus98.de/indexp.htm
Eigentlich ein Magazin. Verzeichnet die Preisträger, die Laudatio, gibt Informationen über neue Ausschreibungen und archiviert alle Einsendungen zu vorangegangenen Ausschreibungen (1997 163 Titel).

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Kollaborative Schreibprojekte

Die Säulen von Llacaan
http://privat.schlund.de/N/NetzWerke/llacaan/index.htm
Kollaborativer Netzroman, der in einer Fantasy-Welt spielt. Jeder kann mitmachen. Keine multimedialen Animationen, reiner Fließtext.

Hyperfiction und multimediale Literatur

Poetron, 4G Günters genialer gedichtgenerator
http://www.in-chemnitz.de/guenter.gehl/poetron.html
http://www.in-chemnitz.de/cgi-bin/poetron?F=f&Q=N&T=G&B1=Bitte+dichte+f%FCr+mich%2C+Poetron%21&C=1#Vorgaben
Poetron dichtet selbständig oder nach Vorgaben (je zwei Substantive, Adjektive und Verben können gewünscht werden).

WWW Hyperfiction Liste
http://www.update.ch/beluga/hypfic.htm
Bedeutsame deutsche Hyperfiction-Werke werden mit bibliothekarischer Genauigkeit nachgewiesen: Titel, Autor, Verlag, Ort, URL, Entstehungsdatum, Datum der Sichtung. Dann werden Inhalt, Typologie, Technik und Rezeption angegeben. Die beste Möglichkeit, sich über Inhalte und Erscheinungsformen von Hyperfiction zu informieren.

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Loopool, ein Hyperpoetry Clip
http://www.pegasus98.de/user/pegasus/beitr147/
Gewinner des Pegasus 98. Zwei Min. Ladezeit. Ein labyrhintisches Band ist von Knotenpunkt zu Knotenpunkt mit „Versen" beschriftet. Nach dem Start bewegt sich eine Kugel durchs Labyrhint und die „Verse" werden als Sprechgesang wiedergegeben. Durch Mausklick kann die bewegungsrichtung der Kugel beeinflußt werden.

Taenaron
http://ejournal.thing.at/ejournal/ArtSite/taenaron/TN00.wrl
3-D-Gedicht von Marlene Streeruwitz.
Literaturverzeichnis
 
 

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Anmerkungen

1)   Eine Durchsicht des Jahrganges 1998 der folgenden Zeitschriften brachte null Treffer: Arcadia, Arbitrium, die horen [sic], Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Neue Rundschau, Sinn und Form u.a. Vgl. auch: Koch, Hans-Albrecht (1997): Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung für Anfänger. Darmstadt: Wiss. Buchgesell. (Germanistische Einführungen in Gegenstand, Methoden und Ergebnisse der Disziplinen und Teilgebiete). Der Autor erwähnt das Internet an keiner Stelle als Hilfsmittel der Germanistik.
2)   Vgl. dazu: Reisser, Michael: Eine Lektoratskooperation für das Internet? (Tagungsbericht). In: Buch und Bibliothek, 49 (1997), 9, S. 626-629. Dort wird u. a. die Strukturierung und zielgruppenspezifische Aufbereitung des Internetangebotes gefordert. Dazu soll kooperativ eine institutionell verankerte Datenbank, ausgehend vom BINE-Projekt, angelegt werden. Das DBI unterstützt diese Kooperationsbemühungen durch das Bereitstellen einer Übersicht mit den Sammelschwerpunkten Öffentlicher Bibliotheken. In der Praxis sind all diese Bemühungen ohne Erfolg geblieben.
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3)   Also keine kostenpflichtigen Datenbanken und Telnet-Anwendungen

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4)   D. h. in den gedruckten Publikationen

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5)   Eine Durchsicht des Jahrganges 1998 der folgenden Zeitschriften brachte null Treffer: Arcadia, Arbitrium, die horen [sic], Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Neue Rundschau, Sinn und Form u.a. Vgl. auch: Koch, Hans-Albrecht (1997): Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung für Anfänger. Darmstadt: Wiss. Buchgesell. (Germanistische Einführungen in Gegenstand, Methoden und Ergebnisse der Disziplinen und Teilgebiete). Der Autor erwähnt das Internet an keiner Stelle als Hilfsmittel der Germanistik.

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6)   Vgl. a.: (Humboldt-Univ. Berlin): Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 1999: Neuere deutsche Literatur: http://www2.rz.hu-berlin.de/inside/literatur/neuvndl.htm. Alle zitierten und kommentierten Internetadressen wurden am 25. und 26. März 1999 zuletzt geprüft!

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7)   U. a. entsprechende Fachreferate der Universitätsbibliotheken in: Berlin (FU), Düsseldorf, Erlangen.

8)   Die FU Berlin bietet sogar einen Crashkurs „Fachbibliographie Germanistik" online an: Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Fachbibliographie Germanistik: http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/kurs/kurs00.html

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9)   Mit vielen Veröffentlichungen hat sich in letzter Zeit Heiko Idensen hervorgetan.

10)   Allerdings nicht immer unter der Rubrik Literatur, sondern oft auf einer eigenen, für die Berichterstattung aus dem Internet reservierten Seite; so im Berliner Tagesspiegel unter der Rubrik Interaktiv.

11)   Dort wurden die ersten Netzliteratur-Wettbewerbe ausgelobt.

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12)   Z. B. die Internet-Reihe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (vgl. aktuellen Verlagsprospekt) „Internet für ...", zuerst für Philosophen (1997), jetzt (2. Quartal 1999) als 2., überarb. Aufl. Außerdem neu: Internet für: Althistoriker und Altphilologen, Historiker, Theologen, Juristen, Geographen.

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13)   Kaiser, Reinhard: Literarische Spaziergänge im Internet. Bücher und Bibliotheken online. 2., aktual. Aufl. Frankfurt a. M.: Eichborn, 1997. Regelmäßiges Update unter: http://www.eichborn.com/k_netzer5.htm. Die kumulierte Gesamtliste aller von ihm kommentierten Links unter: http://www.eichborn.com/k_netzak.htm

14)   Übersetzungen: u. a. Neil Postman: Das Verschwinden der Kindheit, 1983. Wir amüsieren uns zu Tode, 1985. Beide bei Fischer ersch. Bibliographie aller übers. u. selbstverf. Werke: Kaiser, Reinhard: Verstreute Werke (Bibliographische Andeutungen): http://members.aol.com/reinkaiser/bibliogr.htm

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15)   Kaiser, Reinhard: Literarische Spaziergänge: Vortitelblatt: „Dieses Buch wollte ich eigentlich nur kaufen - nicht schreiben."

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16)   Letzter Höhepunkt: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997. (BuB special).

17)   Vgl. in Buch und Bibliothek die regelmäßigen Annotationen von Alois Lipka.

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18)   Wegen des starken Zuwachses hat das DBI die Fortführung der Liste Deutsche Öffentliche Bibliotheken im Internet am 31.8.1998 eingestellt, s.: DBI: Deutsche Öffentliche Bibliotheken im Internet: http://www.dbi-berlin.de/dbi_koo/vsekr/oeb_verb/oeblist.htm

19)   Binder, Britta: Schöne Literatur im Informationszeitalter. In: Bibliothek, 21 (1997), 2, S. 149-172. Kapitel 3 Schöne Literatur im Internet: S. 158-167.

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20)   Besonders: Auer, Johannes: Schreiben und Lesen im Internet. In: Buch und Bibliothek, 50 (1998), 3, S. 172-176. Zugl.: http://www.shuttle.de/buecherei/druck/interlit.htm

21)   Teilnahme am Symposion Digitaler Diskurs in Romainmoitier / Schweiz (26.-28. Jan. 1999) mit einem Vortrag:Der Leser als DJ: http://www.kulturprozent.ch/digitalerdiskurs/99/johannes.htm

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22)   Motto übernommen aus: Sauer, Christine-Dorothea: „Search, don’t surf!": FirstSearch in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) - ein unverzichtbares Auskunftsmittel. In: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997.(BuB special). S. 81-85.

23)   Synonyme: Übersichten, Internetkataloge, Wegweiser, Verzeichnisse

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24)   Yahoo, Dino, Web.de sind Suchdienste, deren Verzeichnisse einen sachlichen Zugriff erlauben; nicht zu verwechseln mit der Stichwort-Suche in reinen Suchmaschinen (Alta Vista etc.)

25)   Yahoo.de: Literatur: http://www.yahoo.de/Kunst_und_Kultur/Literatur/

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26)   Immerhin hatte Yahoo.de bereits 1997 über 15.000 Einträge, die ständig aktualisiert werden, vgl.: Altmann, Oliver u. Pöhl, Sandra: Information Retrieval im Internet: bekannte Suchdienste und ihre Eigenschaften. In: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997. S. 18-25.

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27)   Internet-Lektoratsservice. Das Geld ist ausgegangen, deswegen ist ILEKS zur Zeit (25.3.1999) nicht verfügbar, vgl.: ILEKS (Internet-Lektoratsservice Öffentlicher Bibliotheken): http://infosoc.informatik.uni-bremen.de/birte/ileks_muster/ileks_einl.html

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28)   Yahoo plant für Gebühren eine bevorzugte Bearbeitung von Neuzugängen. Das wird einen Vorrang von E-Commerce-Firmen in den jeweiligen Yahoo-Kategorien mit sich bringen. Die bezahlten Eintragungen werden aktueller und besser bearbeitet sein und sich quantitativ in den Vordergrund drängen. Becker, Gunter: Zwei-Klassen-System im Netz. In: Tagesspiegel, 26.2. 1999, S. 34

29)   Das ist in der Praxis dann existentiell wichtig, wenn auf dem Rechner, den man benutzt, keine speziellen Bookmarks gespeichert sind.

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30)   Mit 27 Millionen Besuchern im Januar 1998 war Yahoo (international) der mit Abstand erfolgreichste Suchdienst der Welt. Vgl.: Koch, Traugott: Nutzung von Klassifikationssystemen zur verbesserten Beschreibung, Organisation und Suche von Internetressourcen. In: Buch und Bibliothek, 50 (1998), 5, S. 326-335, S. 326.

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31)   Zentral und Landesbibliothek Berlin (im Folgenden ZLB): Literatur, Links: http://www.zlb.de/linksammlungen/literatur.htm, besonders aber die Bookmark-Sammlung der Stadtbücherei Stuttgart: futuristischer leses@lon: http://www.s.shuttle.de/buecherei/salon1.htm

32)   Hier vor allem: Die Zeit: Literatur im Internet: http://www2.zeit.de/zeit/tag/surftips/index.html und das Dossier: Die Zeit: Link-Dossier Literatur: http://www2.bdaserver.de/zeit/tag/link-dossier/Kultur&%2347%3bMedien/Literatur/

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33)   Es gibt sogar ein Ranking-System (bis zu fünf Sterne können erreicht werden)

34)   Leider nicht mehr im Netz: (10.1999) Bibliomaniac List (Im Folgenden: BL): http://www.lipsia.de/~hesse/index.htm

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35)   Vgl.: Goerdten, Ulrich: Germanistik im Internet: http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#kurz

36)   Im Folgenden: DVB

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37)   Vgl.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen!" - Der Trampelpfad der Düsseldorfer Virtuellen Bibliothek. In: Bibliotheksdienst, 33 (1999), 1, S. 54-58.

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38)   Leider im Sommer '99 eingestellt
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39)   Literatur im Deutschland Radio: Gespräche und Portraits:  http://www.dradio.de/cgi-bin/user/fm1004/es/neu-lit-buch/typ/g/autornach/a,b,c,d,e/listg.html

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40)   Stand 20.3.1999

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41)   Zur Textqualität s.: Goerdten, Ulrich: Germanistik im Internet: http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/interger.html, der damalige Fachreferent Germanistik der UB der FU lobt in einem Nachtrag zu seiner Internet-Einführung, in der er sich zunächst abfällig über das Projekt Gutenberg-DE geäußert hatte, die Qualität der „jeden Kritiker beschämenden Wiedergabe der 1624er Ausgabe von Martin Opitz’ ‘Buch von der Deutschen Poeterey’".

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42)   Bastard Assistent from Hell (Florian Schiel) : http://www.bastard.de/
ders.: B.A.f.H.: Bastard Assistant from Hell. 2. Aufl. Schwarten 1998.
ders.: B.A.f.H.: The Bastard Assistent goes overseas. Schwarten 1998.

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43)   Ohler, Norman: Die Quotenmaschine. Hamburg: Hoffmann u. Campe. 1996. Im Internet: http://www.techno.net/chromapark/hyperroman/map/index.html

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44)   Xlibris: about Xlibris: http://www.xlibris.com/html/about_xlibris.html, s.a.: dort „Company Overview. Vgl. auch zu Plänen von Libri: Krempl, Stefan: Auflage : ein Exemplar. In: Die Zeit (41/1998): http://service.ecce-terram.de/zeit-archiv/daten/pages/199841.c_books_on_deman.html

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45)   In der Literatur werden synonym oder mit leichten Abweichungen in der Bedeutung auch folgende Begriffe verwendet: Internetliteratur, Webliteratur, Computerliteratur.

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46)   Vgl. dazu die Ankündigung der Softmoderne zum „Festival der Netzliteratur" (26.-27. 2. 1999, Berlin): http://userpage.fu-berlin.de/~epos/soft/SoftMo99/Inhalt1.htm

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47)   Besonders: Reinhard Döhl, Professor am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart, der 1965 den „Apfel" entworfen hat, der den Umschlag der Reclam-Ausgabe „konkrete poesie" ziert: Konkrete Poesie. Hrsg.: Eugen Gomringer. Stuttgart: Reclam, 1996. (Universal-Bibliothek 9350), dort: Umschlag u. S.: 38; vgl. auch online: http://www.geocities.com/Athens/Delphi/6657/apfel.htm. Döhl arbeitet eng mit dem futuristischen leses@lon zusammen. So entstand u. a.: Das Buch Gertrud: http://www.s.shuttle.de/buecherei/gertrud/gertrud.htm

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48)  Cramer, Florian: Permutationen: http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/index.cgi, Cramer realisiert hier Kreisscheibentexte und Permutationen der Weltliteratur, u. a. von Georg Philipp Harsdörffer, Quirinus Kuhlmann u. Raymond Queneau.

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49)   Zitiert nach: Zimmer, Dieter E.: Web-Literatur. In: Die Zeit: (Die digitale Bibliothek 5) : http://www2.zeit.de/zeit/tag/digbib/webliteratur.html

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50)   Vgl.: Schmundt, Hilmar: Déjà-lu im Storyspace. Über Michael Joyce, den Großvater der interaktiven Klickeratur. In: Die Zeit: (33/1998): http://service.ecce-terram.de/zeit-archiv/daten/pages/199833.c_joyce_.html


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51)   Vgl.: Idensen, Heiko: Die Poesie soll von allen gemacht werden! Von literarischen Hypertexten zu virtuellen Schreibräumen der Netzwerkkultur. In: Literatur im Informationszeitalter. Hrsg: Dirk Matejovski. Frankfurt a. M. [u. a.], Campus Verl., 1996. (Schriftenreihe des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen 2). S.143-184.

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52)   Jargon, dem engl. Wort citizen nachempfunden.

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53)   Ich habe mich, während ich diese Arbeit schrieb in die Mailingliste eingeschrieben. In den ersten sieben Tagen bekam ich 51 E-Mails, von denen 23 das Thema Druckostenzuschußverlag und 14 eine Neuerscheinung behandelten. Die gezielte Frage „kann mir jemand sagen wann der oesterreichische Lyriker Gerald Bisinger gestorben ist?", wurde nicht beantwortet. Die anderen Mails enthielten Hinweise auf Neuerscheinungen und Erörterungen technischer Probleme.

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54)   Vgl.: Ortmann, Sabrina: Softmoderne 1999: http://www.berlinerzimmer.de/ortmann/diary/softmoderne.htm

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55)   Zuletzt: Trojanow, Ilija: Autopol. München: dtv, 1997.


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56)   Vgl.: WWW Hyperfiction Liste:http://www.update.ch/beluga/hf.htm#TRO, mit einer strukturierten Annotation.

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57)   Bewerbungsunterlagen der Bewerberinnen: Aspekte (ZDF): Novel 3 (Galerie): http://novel.zdf.de/galerie2/galerie.asp

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58)   Vgl.: Deutsche Literatur 1997. Hrsg.: Volker Hage u. a. Stuttgart: Reclam, 1998. S. 12f. u. S. 184-189.

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59)   Stadtbibliothek Tiergarten: http://www.snafu.de/~stadtbibl.tiergarten/biblio/index.htm; Stadbibliothek Wilmersdorf: http://members.aol.com/baCberlin/index.htm; Stadtbibliothek Mitte: http://www.b.shuttle.de/stbmi/frame1.htm; Stadtbibliothek Wedding: http://www.kulturbox.de/berlin/stbwedding/
Die neuen Adressen bieten ebenfalls nichts zur Schönen Literatur (Stand 12.1999) : Wilmersdorf: http://www.berlin.de/SIS/Bibls/Wilmersdorf/aktuell/index ; Mitte:  http://www.b.shuttle.de/stbmi/ ; Wedding:  http://www.stb-wedding.de/

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60)   Vgl.: Koch, Traugott: Nutzung von Klassifikationssystemen, S. 335.

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61)   Vgl.: Binder, Britta: Schöne Literatur, S.167-170

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62)   Vgl.: Auer, Johannes: Vom futuristischen leses@lon zur Bibliothek 21. (Vortrag 3.5.98, Bibliothekarstag, DDB Frankfurt a. M.). In: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/bibliothekarstag98.htm

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63)  Vgl.: Konkrete Poesie, Umschlag u. S. 38 oder online: http://www.geocities.com/Athens/Delphi/6657/apfel.htm

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64)   Vgl. auch: Konkrete Poesie, S. 167 f.

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65)   Zum Folgenden vgl.: Auer, Johannes: Bibliothekskooperation bei der Erschließung des Internet: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/auer3.htm, zugl. in: Internet. (BuB special), S. 66 f.
u. Knoblach, Bernhard u. Auer, Johannes: More than Links. Die Stadtbücherei Stuttgart im Internet. In: http://chilias.stuttgart.de:8080/stadtbuecherei//druck_alt/ekz_1998.htm, zugl. in: ekz-konzepte, 7 (1998), S. 26 ff.
u. Auer, Johannes: Vom futuristischen leses@lon zur Bibliothek 21. (Vortrag 3.5.98, Bibliothekarstag, DDB Frankfurt a. M.). In: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/bibliothekarstag98.htm

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66)   S.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen"


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67)   S.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen"

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68)   Auer, Johannes: Bibliothekskooperation; dort auch der Begriff Linkwüste: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/auer3.htm
 

Literaturverzeichnis

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