Theorie-Teil zu der Linksammlung unter http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h69/
0 Einleitung
Herangehensweise
und Diskussionsstand
1 Schöne Literatur
im Internet: Typologie und der Versuch einer Systematik
1.1
Einstiegsseiten: Einstiegsseiten
von Suchdiensten, Literarische Linksammlungen,
Germanistische
Facheinführungen
1.2
Informationen über Literatur: Biographische
Informationen und Selbstdarstellungen,
Literaturgeschichte,
Kritiken,
Rezensionen und Interviews,
Kinder-
und Jugendliteratur, Genres,
Aus
dem literarischen Leben, Randbereiche
1.3.
Literatur im Internet: Textarchive
Prosa, Textarchive Lyrik,
Amateurschriftstellerei
1.4
Netzliteratur: Theorie und Einführungen,
Werke
der Netzliteratur
2 Das Angebot Öffentlicher
Bibliotheken: Schöne Literatur im Internet
2.1
Bibliotheken mit besonderen Sammlungen von Internetquellen zur Literatur:
Stadtbücherei
Jülich, Stadtbibliothek Göppingen, Stadtbibliothek
Kehl, Stadtbücherei Heidelberg, Stadtbücherei
Mannheim,
Zentral-
und Landesbibliothek Berlin
2.2
Der futuristische leses@lon der Stadtbücherei Stuttgart:Die
Webseite des futuristischen leses@lons
2.3
Schöne Literatur im Internet: Ihre Anwendungsmöglichkeiten in
der Bibliothek und ihre Präsentation durch Öffentliche
Bibliotheken: Anwendungsmöglichkeiten
in der Bibliothek, Präsentation
3 Annotierte Empfehlungsliste
Schöne Literatur im Internet ( mit beispielhafter Feingliederung)
und eine praktische Linksammlung
(Stand April 1999!)
Literaturverzeichnis
(Printmedien)
Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über dieses reichhaltige Angebot zu liefern und dessen Relevanz für die Arbeit Öffentlicher Bibliotheken darzulegen. Im Mittelpunkt steht dabei die systematisierende und wertende Betrachtung von Literatur im Internet einerseits und die Praxis ihrer Präsentation durch Öffentliche Bibliotheken andererseits. Bibliothekarische Projekte und Planungen einer möglichen zukünftigen Erschließung von Internetressourcen sind sehr umstritten. Für die Praxis spielen sie keine Rolle2 , deshalb werde ich nur am Rande darauf eingehen.
Angesichts des ständigen, sprunghaften Anstiegs an Informationen, die im Internet bereitgestellt werden, kann es sich freilich nur um eine momentane Bestandsaufnahme handeln, die keinen Anspruch auf bibliographische Vollständigkeit erhebt. Problematisch ist auch die Evaluierung von Internetangeboten, unterliegen sie doch nicht einmal einer verlegerischen Selektion. Wichtige Auswahlkriterien waren, neben formalen Aspekten wie Aktualität (letztes Update) und äußerer Erscheinung (Übersichtlichkeit, Ästhetik), die Referenz durch Verweisungen und die eigene Urteilskraft. Allgemeine bibliographische Hilfsmittel (KVK, DBI-Datenbanken etc.) und andere im Internet bereitgestellte bibliothekarische Hilfsdienste (Stumpers u. a.), die mittlerweile zum alltäglichen Handwerkszeug gerechnet werden können, werden nicht behandelt.
In einem kurzen Überblick werde ich auf die Literatur zum Thema eingehen und danach die Erscheinungsformen der Webseiten mit literarischen Inhalten darstellen und den Versuch einer Systematik unternehmen. Hierzu werde ich einzelne Gruppen von literarischen Webseiten anhand typischer Beispiele vorstellen. Inhaltlich ist dieser Stoff in Informationen über Schöne Literatur (Übersichten, Wegweiser, biographische Datenbanken, Rezensionen, Theorie) und Schöne Literatur selbst zu trennen. Letztere tritt als elektronisch publizierter Text in konventioneller (Fließtext, linearer Text) oder avantgardistischer (Hypertext, multimediale Literatur) Form auf. Diesen neuen Ausdrucksformen von Literatur, welche die multimedialen und interaktiven Möglichkeiten des Internets ausnutzen, ist besonders viel Raum gewidmet. Nebenprobleme wie Copyright, das Problem der Archivierung, irrationale Interneteuphorie (und -skepsis) können nur angerissen werden.Um das Thema einzugrenzen, werde ich mich
vor allem auf deutschsprachige Seiten konzentrieren und mich ausschließlich
auf kostenlose Angebote3
aus dem World Wide Web beziehen.
Ein weiteres Kapitel ist der Präsentation
und Nutzung von Internet-Literaturangeboten durch Öffentliche Bibliotheken
gewidmet. Dort werden Nutzungsmöglichkeiten des Internets, unter anderem
für den Auskunftsdienst, vorgestellt sowie Web-Literaturangebote ausgewählter
Öffentlicher Bibliotheken einer kritischen Wertung unterzogen.
Breiteren Raum nimmt das Thema bei den Kommunikations- und Medienwissenschaftlern ein9. Allerdings basieren diese Arbeiten auf einer fortgeschrittenen Diskussion über die Theorie des Hypertextes, deren Rezeption sich dem Laien durch ihren hohen Abstraktionsgrad nahezu verschließt. Für die nutzer- und praxisorientierte Ausrichtung meiner Arbeit sind sie nicht von vorrangiger Bedeutung. Regelmäßig wird in den Feuilletons großer Zeitschriften über neue Internetadressen berichtet10 . Eine hervorragende Rolle spielte dabei in der Vergangenheit die Beilage der Zeit, das Zeitmagazin11 . Inzwischen haben viele Zeitungen und Zeitschriften ihr Online-Angebot ausgebaut, so daß die wichtigsten Beiträge über Internetthemen auch im Internet erscheinen, bzw. dort in komfortablen Online-Archiven gespeichert werden und bequem abrufbar sind.
Während es für andere Wissensgebiete bereits ausführliche Internetführer gibt12 , steht für den Bereich der Schönen Literatur nur das Werk von Reinhard Kaiser "Literarische Spaziergänge im Internet"13 zur Verfügung. Kaiser ist Übersetzer und Schriftsteller14 und hat mit seinem literarischen Internetführer eine Marktlücke gefüllt15. Er beschreibt im einleitenden Textteil, wie er sich als Internetlaie die wesentlichen Recherchetechniken angeeignet hat und gibt dann im zweiten Teil die kommentierten Ergebnisse seiner Nachforschungen wieder. Dieses Buch ist unbedingt denjenigen zu empfehlen, die wenig (oder keine) Interneterfahrungen haben und es gewohnt sind, sich einem Sachverhalt mit Hilfe eines Buches anzunähern. Eine verlegerische Besonderheit ist die Online-Ergänzung des Buches. Auf einer vom Verlag bereitgestellten Seite werden die Adressen ständig aktualisiert und erweitert, die Gesamtliste aller Links aus dem Buch und den Aktualisierungen kann heruntergeladen werden . Auf diese Weise werden die Vorzüge des Buches (Übersichtlichkeit) ideal mit den Vorteilen des Internets (Aktualität durch Update) verknüpft. Große Aufmerksamkeit findet das Internet in der bibliothekarischen Fachpresse16. Dabei werden alle bibliotheksrelevanten Themen, wie Auskunftsdienst, elektronische Dokumentenlieferung, die Gestaltung von Internetseiten, Informationsretrieval, um nur einige zu nennen, behandelt. Regelmäßig wird auf neue Internetangebote hingewiesen17. Die Zahl der Öffentlichen Bibliotheken mit Internetanschluß steigt weiter an18,. Die meisten Homepages bieten Informationen über Öffnungszeiten, Bestände (teils sogar Online-Kataloge) und Linksammlungen. Damit ist aber das Potential einer Internetpräsenz noch lange nicht ausgeschöpft. In Stuttgart hat man mit der Einrichtung des futuristischen Leses@lons neue Wege beschritten. Von dort tätigen Bibliothekaren stammen auch die bedeutendsten Beiträge zum Thema Schöne Literatur im Internet.Viele Linksammlungen Öffentlicher Bibliotheken laden mangels ausreichender Strukturierung geradezu zum zeitintensiven Surfen ein. Dem könnte, wie gezeigt wird, mit wenig Aufwand abgeholfen werden. Das Zielgruppeninteresse sei durch die Frage: „was finde ich zum Thema Literatur an welcher Stelle?" definiert. Als Zielgruppe stelle ich mir Benutzer Öffentlicher Bibliotheken vor, die sich auf verschiedenen Niveaus mit Literatur beschäftigen. Die unten vorgestellte Gliederung wird auch die Empfehlungsliste Schöne Literatur im Internet am Ende dieser Arbeit strukturieren. Nach Möglichkeit wird nicht auf Hauptseiten, sondern auf die unmittelbaren Informationsquellen verwiesen.
Beispiel: Yahoo.de25
Eine wegen ihrer Übersichtlichkeit und Aktualität zu empfehlende Einstiegsseite ist Yahoo.de. Von der Zeile Kunst, Kultur, Literatur der thematischen Übersicht gelangt man zur Literaturseite. Das ist eine Liste mit 19 Gliederungspunkten, die alphabetisch geordnet sind. Hinter jeder Zeile steht in Klammern die Anzahl der vorhanden Links unter diesem Gliederungspunkt, z. B.: Archive (7), Auszeichnungen (2), Autoren (96), Bibliographien (1), Bücher (37), Dichtung (61), Elektronische Literatur (31), Genre (93), Organisationen (13), Veranstaltungen (1), Verzeichnisse (10), Zeitschriften (25). Diese Liste erfüllt aber nicht immer, was sie verspricht. Unter dem Gliederungspunkt Auszeichnungen hätte ich Informationen zu Literaturpreisträgern erwartet, geboten werden aber Auslobungen zu Wettbewerben. Und unter Veranstaltungen findet sich ein Hinweis auf die Buchmessen in Frankfurt a. M. und Leipzig. Unter Bibliographien verbirgt sich eine Bibliographie zur deutschen Grammatik. Die Redaktion arbeitet also nicht mit bibliothekarischer Sorgfalt. Solche Ungenauigkeiten müssen wohl hingenommen werden26, zumal ambitionierte Projekte wie ILEKS27 weit davon entfernt sind, realisiert zu werden. Es ist zu erwarten, daß bei zunehmender Kommerzialisierung die Qualität der Eintragungen von nichtkommerziellen Internetadressen weiter abnehmen wird28.
Außerdem gibt es den bei Yahoo üblichen Verweis auf die Gleiche Kategorie im internationalen Verzeichnis, ein nützliches Instrument, wenn man über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinausblicken möchte.
Wegen seiner leicht zu behaltenden Adresse29(www.yahoo.de), seiner Verbreitung30 und seiner Aktualität ist Yahoo ein möglicher Anlaufpunkt zur ersten Recherche, besonders bei der Suche nach populären Themen, die sich hinter dem Begriff Genre verbergen.
Beispiel: OLLi, Olivers kommentierte Links zur Literatur
Dieses stark auswählende Verzeichnis zeichnet sich durch seine ausführliche kritische Kommentierung aus.33 Daher ist es gerade für den Anfänger, der die oft gleichlautenden Link-Bezeichnungen noch nicht zuordnen kann, eine wichtige Orientierungshilfe. Oliver Gassner ist in der Szene der Netzliteratur aktiv, so daß er diesem Segment viel Platz einräumt. Wegen der unklaren Zuordnung der Gliederungspunkte fällt gezieltes Suchen allerdings schwer.Beispiel: Bibliomaniac List34
Die Liste ist eine einzigartige Sammlung eines passionierten Lesers und Sammlers. In unerschöpflicher Fülle ist hier alles zusammengetragen, was es über und an Literatur im Netz gibt (LuBiC, Literatur und Bücher im Cyberspace ). Kolbeck verzichtet allerdings weitgehend auf die Angabe von Quellen zur Netzliteratur . Dafür listet er auf einer gesonderten Hauptseite Fundstellen zur Bibliomanie (Bibliomanika ) auf: Texte, Zitate, Bibliographien über das Lesen, Buchwesen und Bücherliebe sowie Bücherstädte. Außerdem präsentiert er selbstverfaßte Inhaltsangaben gelesener Bücher , eine Aufstellung zuletzt gelesener Bücher und des Buches, das er gerade liest.
Die „Liste" kann in einer Bookmark-Sammlung die Funktion einer „Bibliographie der Bibliographien" zur Schönen Literatur übernehmen.
Beispiel: Fachinformationen Germanistik der UB der FU Berlin
Mit nur neun Punkten wird der gesamte Stoff gegliedert: WWW-Übersichten, Institutionen und Projekte, Nachschlagewerke, PersonenbezogeneSeiten, BiographischeKurzinformationen, Frauenforschung, WeiterführendeLinks, Das Letzte. Besonders stark ist die Sammlung von 1446 biographischen Kurzinformationen über deutschsprachige Autoren. Unter den letzten beiden Punkten subsummiert sich in einer lieblosen Auswahl allerlei zum Thema elektronische Literatur. Zielgruppe sind erklärtermaßen Germanisten35, weshalb längst nicht alle Aspekte der Literatur abgedeckt werden. Es wird dem Benutzer ausdrücklich mitgeteilt, was er auf dieser Seite finden kann und was nicht, nämlich bibliographische Suchhilfen und Kataloge. Viele Universitäten bzw. Universitätsbibliotheken bieten inzwischen einen vergleichbaren Service an.Beispiel: Düsseldorfer Virtuelle Bibliothek36 : Germanistik
Besonders gelungen ist die Germanistikseite der Düsseldorfer Virtuellen Bibliothek (Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf). In 18 Gliederungspunkten wird das gesamte Spektrum der Germanistik im Internet abgedeckt. Die stärkere Aufgliederung zahlt sich aus, es werden sowohl rein germanistische Themen (Letzebuergesch, Deutsch als Fremdsprache, Mediävistik, Niederlandistik, Nordistik) als auch literarische Themen von allgemeinerem Interesse (Deutsche Literaturgeschichte, Elektronische Texte, Zeitschriften) untergebracht. Problematisch ist die starke Systematisierung, die sich an der Freihandaufstellung der Bibliothek orientiert insofern, als es auch eine Seite Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft gibt , die natürlich ebenfalls Informationen enthält, die für Germanisten interessant sein können. Um wirklich alle relevanten Internetressourcen zu überschauen, muß also auch diese Seite berücksichtigt werden. Als unglücklicher Kompromiß, die Interessen beider Fachrichtungen zu kombinieren, muß die Einrichtung einer dritten Seite Elektronische literarische Texte betrachtet werden.
Die Aktualität der Links wird regelmäßig überprüft: maschinell durch ein Check-Programm und intellektuell durch die Fachreferenten37.
Beispiel: Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Biographische Kurzinformationen
Hier sind 1464 Links mit Informationen über deutschsprachige Autoren zusammengetragen. Es gibt viele Mehrfachnennungen, z. B. 32 Verweise auf Brecht. Die Links sind nicht kommentiert, es befinden sich auch Personenbezogene Seiten darunter. Die Liste ist gut geeignet, um Material für selbstanzulegende Personenbezogene Seiten zu finden.
Beispiel: Karl-May-Gesellschaft
Es werden bereitgestellt: Texte von Karl May (25 Romane, 20 Erzählungen, zum Teil auch in Englisch), „Hunderte von Illustrationen", Sekundärliteratur im Volltext (19 Jahrbücher der KMG, eine Bibliographie der Sekundärliteratur und ein Karl-May-Figurenlexikon, das „alles über alle Figuren in allen Werken" enthält), externe und eigene Linksammlungen.
Beispiel: Projekt „Historischer Roman" der Universität Innsbruck
Das Resultat dieses Projektes ist eine große Datenbank. Sie enthält den Nachweis über alle deutschsprachigen Originalromane, deren Inhalt im wesentlichen vor der Geburt des Autors spielt und die zwischen 1780 und 1945 erschienen sind (6300 Titel). Außerdem werden Textbeispiele (Titelseiten, Vorwörter, Leseproben, Illustrationen) und Rezensionen aus zeitgenössischen Zeitschriften zu 2000 Romanen angeboten . Es kann nach Schlagwörtern, Stichwörtern und Autorennamen recherchiert werden. Auf einer Landkarte des deutschsprachigen Raumes um 1815 können Orte angeklickt werden, die Datenbank gibt dann die in diesem Ort (z. B. "Berlin") geborenen Autoren mittels einer alphabetischen Liste aus. Die Einträge sind mit biographischen Daten und Bibliographien versehen (insgesamt 2500 Autoren). Empirisches Material wird in Diagrammen dargestellt.
Beispiel: Das Projekt Gutenberg-DE
Das Projekt Gutenberg-DE ist das Beispiel für ein deutschsprachiges Volltextarchiv. Es entstand nach amerikanischem Vorbild. Das Medium Internet wird als elektronisches Archiv genutzt.
Gutenberg-DE wurde 1994 als Freizeitprojekt begonnen. Wer Lust am Eingeben oder Scannen hat, kann deutschsprachige Texte einsenden, die dann von der Redaktion formatiert werden und auf den von aol finanzierten Server gesetzt werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Wahrung des Copyrights; der Autor (bei fremdsprachigen Texten der Übersetzer) muß seit mindestens 70 Jahren verstorben sein. Zur Zeit40 enthält das Archiv Texte von 229 Autoren, die alphabetisch aufgelistet sind. Oft enthält der Eintrag zusätzlich zum Text biographische Informationen und ein Portrait. Noch können die Texte nicht heruntergeladen werden. Ein weiterer, historisch bedingter Nachteil, ist die Aufstückelung in ziemlich kleine Dateien. Ein großer Vorzug ist die archivinterne Suchmaschine, mit der die Suche nach einzelnen Begriffen oder Wendungen in allen Volltexten ermöglicht wird. So ist es möglich, motivgeschichtliche Spuren aufzunehmen. Für den Auskunftsdienst ist es ein interessantes Nachschlagewerk der Weltliteratur, das in Zukunft nur dann wissenschaftlichen Ansprüchen wird genügen können, wenn die Menge der Texte so groß ist, daß sie nahezu alle Klassiker der Weltliteratur beinhaltet und zudem eine wissenschaftliche Endredaktion die Authentizität der Texte garantiert41.
Beispiel: Florian Schiel: Bastard Pages
Schiels sarkastische Kurzgeschichten spielen im Universitätsmilieu. Im November 1997 hat der Schwarten Verlag den ersten Teil herausgegeben. Seitdem gibt es im Internet nur noch Leseproben, und es wurde vom Verlag eine eigene Seite für die Vermarktung (Online-Bestellung, Merchandising, Fanpost) des Werkes eingerichtet, dem zur Frankfurter Buchmesse 1998 der zweite Band folgte42.Ein anderes Beispiel ist der Hypertextroman von Norman Ohler: „Die Quotenmaschine", der bei Hoffmann und Campe verlegt wurde43.
In den USA gibt es große elektronische Verlage, die damit werben, jedem „potentiellen" Schriftsteller die Möglichkeit zu bieten, im Internet zu veröffentlichen (unabhängig vom Textumfang). In der „Marktanalyse" von Xlibris wird davon ausgegangen, daß in den USA von einer Million tätiger „Autoren" nur ein Zehntel jemals wird publizieren können. Xlibris bietet den unveröffentlichten Schriftstellern die Gelegenheit, ihre Werke im Internet zu präsentieren. Interessierte können das Buch dann on demand bestellen44.
Zu den virtuellen Treffpunkten der
Szene gehören auch Online-Magazine (E-Journale, E-Zine, Cyberzine,
Online-Zeitschriften). Sie sind ähnlich organisiert wie Printmagazine,
d. h., sie haben eine Redaktion, erscheinen periodisch (dem Anspruch nach)
und haben ein bestimmtes Profil, sind also nicht bloß eine willkürliche
Sammlung von Beiträgen. Die Magazine berichten über Werke und
Theorien der Netzliteratur und veröffentlichen Werke von Netzliteraten.
Es können auch Online-Versionen von gedruckten Literaturzeitschriften
sein, die mit Netzliteratur befaßt sind.
Beispiel: Die Säulen von Llacaan
Die Säulen von Llacaan ist ein Beispiel für einen Netzroman.
Wegen der verästelten Struktur werden die Erzählstränge solcher Verknüpfungsgeschichten oft als „Baum" dargestellt, daher auch der synonyme Gattungsbegriff Treefiction. Inhaltlich und stilistisch orientiert sich dieses Projekt am Fantasyroman und verzichtet auf alle avantgardistischen Spielereien. Vorgegeben sind einige Einstiegspunkte, zu denen der Teilnehmer eine Fortsetzung schreiben kann. Er kann auch an einer beliebigen Stelle einsteigen und eine Neben- oder Parallelhandlung ausarbeiten. „Wenn viele Leute bei dieser Geschichte mitmachen, kann eine bunte Welt entstehen, ... Mit etwas Glück kann sogar eine Welt der Phantasie entstehen, in der wir uns heimisch fühlen können." Im Grunde ist das die Vortsetzung eines Fantasy-Fanzines mit den Mitteln des Internets, bei der nicht die vorerdachte Welt eines etablierten Autors (z. B. Darkover-Zyklus von Marion Zimmer-Bradley) amateurhaft ausgeschmückt und fortgesponnen wird, sondern die auf wenigen Vorgaben beruhende des Romanredakteurs. So liegt dann auch der Gebrauchswert dieses „ersten Netzromans" weniger in der Bereitstellung eines lesenswerten Textes, das stilistische Niveau liegt etwa auf der Höhe eines anspruchslosen Unterhaltungsromans und die komplexe Verästelung der Geschichte ist unübersichtlich, als in der Möglichkeit, eigene Beiträge einzusenden und sich damit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten anzuschließen.
Ganz andere Dimensionen nimmt das von
der Aspekte-Redaktion (ZDF) betriebene Unternehmen „Novel
in Progress" an. Novel in Progress erlaubt es den Usern, dem Schriftsteller
bei der Arbeit zuzuschauen und diese im Idealfalle durch Kommentare zu
beeinflussen. Im Sinne der Medientheorie von Idensen
ein erster Schritt zur Auflösung des Autors und zu einer interaktiven
Poesie, die von allen gemacht wird. In der Praxis haben sich die Autoren
allerdings gegen eine Einmischung des Publikums verwahrt.
Beispiel: Marietta
Zur Zeit läuft das dritte Unternehmen dieser Art, nachdem bisher von Joseph von Westphalen und Ilija Trojanow, also im Literaturbetrieb etablierten Autoren, betreute Schreibrojekte mit Buchveröffentlichungen abgeschlossen wurden55. Beim Projekt mit Trojanow konnte der Surfer zusehen, wie die Geschichte langsam Gestalt annahm, durch Links waren verschiedene Handlungsstränge miteinander verwoben, Bilder und animierte Videosequenzen gaben die multimediale Hintermalung. In einem „Konferenzraum" konnten User mit dem Autor diskutieren. Dadurch bestand zumindest theoretisch die Möglichkeit, den Autor zu inspirieren und den Handlungsverlauf zu beeinflussen. Leider ist das Werk seit Ende 1998 nicht mehr im Netz zu finden56.
Mit mehr Aussicht auf einen Publikumserfolg kommt das von Matthias Politycki begleitete Projekt daher. Es ist sehr schwierig, auf der Aspekte-Seite Hintergrundinformationen über Marietta zu erhalten (die vorangegangenen Projekte werden nicht dokumentiert.). Gerade ist das Casting für eine Darstellerin der weiblichen Hauptfigur abgeschlossen worden, so daß die Fangemeinde über Real Video jetzt auch Bild und Ton zur Romanfigur hat57. Nachdem Politycki mit seinem 1997 veröffentlichten Roman „Weibersommer", der die Atmosphäre der 70er und 80er Jahre mit Hilfe kulturhistorischer Details beschreibt, einen beträchtlichen Publikumserfolg errungen hat58, soll Marietta als Fortsetzung in den 90er Jahren spielen. Eine umfangreiche Materialsammlung zur „Patina" dieses Jahrzehnts liegt bereits vor.
Das Zusammengehen eines TV-Kulturmagazins
mit einem Verlag im Internet ist ein interessantes auf die Zukunft gerichtetes
Experiment, mit dem Möglichkeiten des neuen Mediums ausgelotet werden.
Insbesondere unter dem Aspekt der anstehenden Zusammenfassung der Massenmedien
TV, Radio und Internet über ein einziges Interface, könnte es
richtungsweisend sein. Vom literarischen Standpunkt aus gesehen, waren
die bisherigen Resultate eher bescheiden. Das Publikum hat das Autopol-Projekt
nur zögerlich angenommen, immerhin hatte man Gelegenheit, einem professionellen
Schreiber bei der Arbeit zuzusehen. Das aktuelle Projekt von Matthias Politycki
scheint im Ansatz mehr zu versprechen. Immerhin ist Marietta auf etwa 1000
Buchseiten angelegt. Wer am Parallelforum teilnimmt, kann hoffen, den Dichter
unmittelbar inspiriert zu haben und wird sich vielleicht auch die Buchausgabe
kaufen.
Die Seite hat acht Hauptgliederungspunkte, die wiederum in bis zu fünf Untergliederungspunkte aufgeteilt sind (Sprungmenü). Das wird aber erst sichtbar, wenn ein Hauptgliederungspunkt angeklickt ist. Eine Entscheidung zugunsten eines klaren Designs. Die Gliederung im Einzelnen:
Zu 1.: Diese Gruppe
ist nochmals durch fünf Gliederungspunkte unterteilt. Es ist der umfangreichste
Teil mit über 130 Eintragungen, er beginnt mit den „Projekten der
Stadtbücherei Stuttgart". Hier zeigt sich das Selbstverständnis
der Bibliothekare, denn sie betrachten „den Nutzen des Internets nicht
nur rein reproduktiv, als schnelle Informationsquelle für Besucher
und literarische Auskunftsfragen", sondern sie sehen ihre „Aufgabe auch
in der Förderung künstlerischer Möglichkeiten." Unter
Literaturprojekte werden hier zum Thema Netzliteratur gehörige Internetadressen
aufgelistet. Das Material ist allerdings so stark angewachsen, daß
die weitere sechsteilige Untergliederung nicht ohne Anhänge mit Zwischenüberschriften
auskommt. Einige Überschriften der Untergliederungspunkte stimmen
auch nicht mit den in der Übersicht angegebenen überein. Die
Auswahl ist sorgfältig und trotz ihrer Größe übersichtlich,
allerdings sind nicht alle Links ausreichend annotiert.
Zu 3.: Hier stehen an erster Stelle wieder „Projekte", d. h. als lyrisch klassifizierte Werke der Netzliteratur. Unter der Überschrift „Volltext" folgen dann traditionelle Werke der Lyrik. Abgerundet wird dieses Informationsangebot, das neben anglo-amerikanischer Lyrik auch Sammlungen in französischer Sprache sowie Gedichte aus Lateinamerika und auch Haikus berücksichtigt, durch verschiedene Suchmaschinen, mit denen nach Gedichten und Autoren recherchiert werden kann.
Zu 4.: Hier wird der Reader zur Konkreten Poesie der Stuttgarter Schule um Max Bense und Reinhard Döhl bereitgestellt. Ein Angebot mit regionalem Bezug, das an die Tradition progressiver Literaturproduktion im Stuttgarter Raum anknüpft.
Zu 5.: Viele Links sind nicht kommentiert, was um so schwerer ins Gewicht fällt, da Online-Magazine nicht von Online-Versionen gedruckter Literaturzeitschriften unterschieden werden.
Zu 6.: Gute Auswahl
aber es fehlen Kommentare. Immerhin findet eine (wertende?) Hervorhebung
durch Fettdruck statt.
Zu 7.: Keine Kommentierung der sachgemäß wenigen Links.
Zu 8.: Hier finden sich nicht Essays oder Streitschriften zur Literatur, sondern Mailinglisten, bzw. Foren sowie Newsgroups, also Angebote an denen man mehr oder weniger aktiv teilnehmen kann. Eine Charakterisierung der einzelnen Newsgroups wäre wünschenswert, ebenso Einstiegshilfen für Anfänger (Was ist und wie funktioniert eine Mailinglist oder Newsgroup?).
Zusammenfassend kann festgehalten werden,
daß die Bibliothek ihren selbstgesteckten Zielen sehr nahe kommt.
Inhaltlicher Schwerpunkt sind deutschsprachige Webseiten, welche Netzliteratur
zum Gegenstand haben, an hervorgehobener Stelle werden selbstinitiierte
Inhalte angeboten „Die Stadtbücherei Stuttgart tritt also nicht nur
als Vermittlerin von Vorhandenem, sondern als Content-Provider auf" . Dabei
werden aber die Informationsquellen über (konventionelle) Literatur
nicht vernachlässigt. An vielen Stellen fehlen Annotationen. Angesichts
des anwachsenden Stoffs könnte eine Verfeinerung der Gliederung die
Webseite noch attraktiver machen, bzw. ihre Attraktivität bewahren
helfen.
Auf alle Fälle ist die Bookmark-Sammlung
des futuristischen leses@lons vorbildlich, und jede andere Öffentliche
Bibliothek, die irgendwie mit Schöner Literatur befaßt ist,
sollte mit einem Hyperlink auf dieses Angebot verweisen.
Die Nachteile gegenüber konventionellen
Nachschlagewerken (als Buch und CD-ROM) liegen auf der Hand: es sind vor
allem die Lückenhaftgkeit der Aufnahmen und die zum Teil mangelnde
wissenschaftliche Redaktion. Mit denselben Mängeln sind auch die Volltextarchive
(Lyrik und Prosa) behaftet, die außerdem nur ältere (bzw. copyrightfreie)
Literatur aufnehmen dürfen. Allerdings entfaltet das in der Anschaffung
kostenlose Medium hier durch die Recherchemöglichkeiten weitere Vorteile.
Über Suchfunktionen kann nach Begriffen und Zitaten gesucht werden
und zwar in einer ganzen Bibliothek. So kann in der ganzen „Weltliteratur"
(in dem vorhandenen Umfang) nach bestimmten Termini gesucht werden, was
für Fragestellungen nicht nur der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft,
von großer Bedeutung ist. Das kann keine große CD-ROM-Sammlung
leisten. Mit Links unterlegte Hypertexte sind eine unschätzbare Arbeitshilfe
für Philologen, die von Wissenschaftlern für Wissenschaftler
gemacht, auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügen können.
Zukünftig könnte durch technische Fortentwicklung sogar ein Publishing-on-demand
möglich sein. Copyrightfreie Klassiker könnten dann bei Bedarf
zum Selbstkostenpreis in beliebiger Staffelung ausgedruckt werden (in einer
Buchform). Die parallele Entwicklung des Powerbooks dürfte dagegen
weniger Auswirkungen auf Bibliotheken haben.
Unübertroffen ist das Internet bei der Bearbeitung von tagesaktuellen Fragen zum literarischen Geschehen. Dafür stehen Bestsellerlisten, Buchbesprechungen und -kritiken zur Verfügung. Mit den entsprechenden Datenbanken können Nachrufe, Kritiken, Portraits und Interviews komfortabel über Stichwörter recherchiert werden. Übersichtlicher als ihre Printausgaben sind auch Veranstaltungskalender und Programmübersichten im Internet.
Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
läßt sich das Internet einsetzen. So können zum Beispiel
Lesungen durch Bereitstellung von Material über den Autor vorbereitet
und beworben werden. Letzteres lohnt sich allerdings erst, wenn die eigene
Webseite ein gewisses Renomee hat, d. h. in lokalen Veranstaltungskalendern
(im Internet) als respektabler Veranstaltungsort aufgenommen ist. Videoaufnahmen
von Lesungen könnten für das Internet aufbereitet und im Netz
verbreitet werden. Das wäre ein attraktives, quasi selbstproduziertes
Angebot. Die Bibliothek als Content-Provider.
Aufwendiger und besonders motiviertes
Personal benötigend ist das Initiieren von netzliterarischen Wettbewerben.
Daher sollten bei der äußeren
Gestaltung der Seite, neben der Beachtung der Rechtschreibung, folgende
Punkte beachtet werden:
Hat man sich darauf verständigt,
kann man überliegen, welchem Profil die Webseite entsprechen soll
und welche Interessen unbedingt bedient werden sollen. Dabei kann man sich
zunächst an oft gestellten Fragen während der Benutzerschulung
Internet orientieren. Derartige Einführungsveranstaltungen sollten
unbedingt durchgeführt werden. Sie erfüllen den Anspruch der
Förderung der Medienkompetenz und schulen das eigene Personal. Bei
Interesse sind auch themenbezogene Einführungsveranstaltungen wie
„Schöne Literatur im Internet" vorstellbar. Andererseits kann auch
das vorhandene Bestandsprofil herangezogen werden. Auf diese Weise sind
schon zwei Benutzergruppen abgedeckt, nämlich die am neuen Medium
Internet interessierten Einsteiger und die langjährigen Nutzer des
Medienangebotes der Bibliothek. Darüber hinaus sollten aber auch Hinweise
auf Angebote jenseits des eigenen Profils nicht fehlen, denn das Webangebot
sollte nicht nur die eigenen Bestände spiegeln oder ersetzen, sondern
ergänzen. Angesichts der zahlreichen vorhandenen guten Beispiele (ZLB,
Stuttgart, virtuelle Bibliotheken der Wissenschaftlichen Bibliotheken,
Internetdienste) ist nichts einfacher, als einen Grundbestand an mehr oder
weniger gut gegliederten Internetadressen zusammenzustellen. Es ist auch
nicht notwendig, mühselige Recherchen nach Neuerscheinungen durchzuführen,
auch diese Arbeit wird größtenteils abgenomme67.
Darüber hinaus ist eine Kooperation mit anderen Bibliotheken möglich.
Es gilt also: „rechtzeitig in Loknähe
in einen Zug einzusteigen, der schon anfährt"68
Die Liste (und ihre Gliederung) ist nicht als Vorschlag für eine bestimmte Bibliothek gedacht, sie soll vor allem die Vielfältigkeit des Angebotes an Schöner Literatur im Internet veranschaulichen. Eine Bibiliothek müßte gemäß ihrer Rolle eindeutige Schwerpunkte setzen und zuvor folgende Fragen beantworten:
1 Einstiegsseiten
1.1 Verzeichnisse von Suchdiensten
1.2 Literarische Linksammlungen
1.3 Germanistische Facheinführungen
2 Informationen über Literatur
2.1 Biographische Informationen und Selbstdarstellungen
2.2 Literaturgeschichte
2.3 Kritiken, Rezensionen und Interviews
2.4 Kinder- und Jugendliteratur
2.5 Genres
2.6 Aus dem Literarischen Leben
2.7 Randbereiche
3 Literatur im Internet
3.1 Volltexte Prosa
3.2 Volltexte Lyrik
3.3 Amateurschriftstellerei
4 Netzliteratur
4.1 Theorie und Einführungen
4.2 Werke der Netzliteratur
Yahoo.de:
Literatur
http://www.yahoo.de/Kunst_und_Kultur/Literatur/
Für erste Anregungen geeignet, allerdings
nicht für germanistische Ansprüche. Neben populären Genres
wird auch „Elektronische Literatur" berücksichtigt. Mit dem Link „Gleiche
Kategorie im internationalen Verzeichnis" ist ein guter systematischer
Einstieg in fremdsprachliche Literaturen möglich.
Web.de:
Literatur
http://web.de/Kultur/Literatur/?id=990309-35939-00
Große Anzahl Links, allerdings in
schlechter Auswahl. Unter den „Schriftstellern (181)" verbirgt sich
hauptsächlich Verlagswerbung. Keine germanistischen Informationen.
Dino:
Literatur
http://www.dino-online.de/seiten/go05l.htm
Keine Zählung der Links, dafür
ausführliche (unkritische) Kommentierung. Deckt auch „Virtuelle Literatur"
ab. Keine germanistischen Informationen.
Bibliomaniac
List: Index
http://www.lipsia.de/~hesse/index.htm
Umfassende Sammlung. Eigentlich zwei Teile:
LuBiC: Literatur
und Bücher im Cyberspace
http://www.lipsia.de/~hesse/index3.htm
Von Markus Kolbeck erstellt und gepflegt.
Es ist die umfassendste Linksammlung. Sehr gute Gliederung, die angesichts
der großen Titelmenge auch notwendig ist, zumal der Autor auf Kommentierungen
verzichtet. Der zweite Hauptteil „Bibliomanika" gehört zu den Randbereichen
(S.: 3.2.8)
Stadtbücherei
Stuttgart: Der futuristische leses@lon
http://www.s.shuttle.de/buecherei/salon1.htm
Sehr übersichtliche Gestaltung mit
einer sachgemäßen Gliederung. Alle Bereiche der Literatur sind
abgedeckt. Linksammlung mit der besten Übersicht zur Netzliteratur.
Sehr aktuell.
OLLi,
Olivers kommentierte Links zur Literatur
http://www.swbv.uni-konstanz.de/olli/index.html#Inhalt
Von Oliver Gassner. Stark auswählendes
Verzeichnis. Die Seite ist unübersichtlich (Frames), dafür sind
die Links sehr ausführlich und wertend kommentiert (Benotung!). Viele
Links zur Netzliteratur.
Reinhard
Kaiser: Neue Literarische Spaziergänge im Internet (5. Folge)
http://www.eichborn.com/k_netzer5.htm
Die letzte Aktualisierung der Buchausgabe
vom 10.11. 1998.
Dort kann auch die Gesamtliste
(http://www.eichborn.com/k_netzak.htm (6.11.1998) aller im Buch beschriebenen
Links, einschließlich der Aktualisierungen, heruntergeladen werden.
Die Liste ist nach den im Buch verwendeten Überschriften gegliedert,
einleitende Texte und Annotationen fehlen jedoch. Gute, zum Teil aber veraltete
Auswahl mit internationaler Ausrichtung. Zum ersten Einstieg gut geeignet.
Zentral-
und Landesbibliothek Berlin: Links, Literatur
http://www.zlb.de/linksammlungen/literatur.htm
Auswahl von mittlerem Umfang. Sehr übersichtlich.
Berücksichtigt weder populäre Genres noch Netzliteratur.
Erlanger
Liste: Germanistik im Internet
http://www.phil.uni-erlangen.de/~p2gerlw/ressourc/liste.html
Ästhetisch anspruchsvoll gestaltet.
Nicht nur auf Germanisten ausgerichtet. Sehr umfangreiches Angebot, das
gut gegliedert und sorgfältig kommentiert ist. Berücksichtigt
auch Netzliteratur.
Fachinformationen
Germanistik der UB der FU Berlin
http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html
Für Germanisten konzipiert. Sehr
sorgfältig zusammengetragene Links mit zum Teil sehr guten Erläuterungen.
Herausragende Sammlung biographischer Informationen. Wenig zum aktuellen
Literaturbetrieb.
Düsseldorfer Virtuelle Bibliothek:
Germanistik
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/ger.html
Die Gliederung lehnt sich an die Freihandsystematik
der UB Düsseldorf an. Besondere Sammlung literaturgeschichtlicher
Links.
Literaturwissenschaft
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/ulb/lit.html
Ergänzung zur Germanistik. Viel weniger
Links als dort, daher geringere Aufgliederung.
Fachinformation
Germanistik der UB der FU Berlin: Biographische Kurzinformationen: http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#B
Es werden 1446 Links mit biographischen
Informationen aufgelistet (viele Mehrfachnennungen).
Projekt
Gutenberg-DE: Autoren
http://gutenberg.aol.de/mitte.htm
Das Volltextarchiv bietet zu den 229 aufgenommenen
deutschen und ausländischen Autoren Kurzbiographien.
Biography.com
http://www.biography.com/search/find.html
Internationale biographische Datenbank
(engl.). Liefert knappe Kurzbiographien.
Winners
of the Nobel Prize in Literature
http://nobelprizes.com/nobel/literature/literature.html
Kurzbiographien aller Literatur-Nobelpreisträger
(engl.). Die Texte sind vergleichsweise ausführlich.
Autorenportraits
http://www.gezett.de/_akt-archiv.htm
Bildnisse von (in der Mehrzahl) deutschen
Gegenwartsautoren.
Personenbezogene Seiten (Listen)
Fachinformation
Germanistik der UB der FU Berlin: Personenbezogene Seiten
http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#pers
Gut kommentierte Liste von Personenbezogenen
Seiten.
Selbstdarstellungen
Elfriede
Jelinek Homepage
http://ourworld.compuserve.com/homepages/elfriede/
Jelinek hat einige Texte (über theater,
Literatur, Kino) für Germanistikstudenten bereitgestellt. Es können
E-Mails aufgegeben werden. Die Seite wird von der Österreichischen
Nationalbibliothek archiviert!
Reinhard
Kaisers Elektroarchiv
http://members.aol.com/reinkaiser/index.htm
Kaisers Homepage, mit einigen Aufsätzen
sowie einer Bibliographie eigener und übersetzter Werke.
Deutsche
Literaturgeschichte
http://www.snafu.de/~mcthree/literatur/epochen/index.html
Kurze Epochenbeschreibungen mit einigen
weiterführenden Links.
Was
bleibt?
http://www.goethe.de/gr/lon/exhib/bleibt/titel.htm
Ausstellung des Goethe-Instituts London
über die deutsche Nachkriegsliteratur mit reichlichem Material.
Epochen
http://www.xlibris.de/Buttons/EButton.htm
Von Xlibris unterhaltene Seite. Mit kurzen,
hübsch aufgemacheten Epochenbeschreibungen wird für indirekt
für CD-Rom-Produkte geworben.
Literatur im
Deutschland Radio: Kritiken
http://www.dlf.de/literatur/kritiken/index.html
Kritiken der letzten Zeit (Berichtszeitraum
unklar). Mit Hilfe einer Suchmaschine kann in den Volltexten der Kritiken
recherchiert werden.
Liste der Rezensenten:
http://www.dlf.de/literatur/rezensenten/index.html
Liste der Gespräche
und Portraits: http://www.dlf.de/literatur/gespraeche/index.html
Portraits meint hier Betrachtungen bestimmter
Literaturen.
Die Beiträge aller Listen sind über
eine Suchfunktion recherchierbar.
Der Tagesspiegel:
Kritiken
http://www.tagesspiegel.de/tsp_f/literatur/seiten/rezens.html
Das Volltextarchiv des Tagesspiegel enthält
Kritiken, Rezensionen und Berichte, die seit April 1996 veröffentlicht
wurden.
Berlin
Online: Archiv der Berliner Zeitung
http://www.BerlinOnline.de/archiv/berliner_zeitung/.bin/index.cgi
Das Volltextarchiv der Berliner Zeitung
enthält Kritiken, Rezensionen und Berichte, die seit Mai 1994 veröffentlicht
wurden. Unterschiedliches Niveau der einzelnen Artikel.
Das
Literarische Quartett
http://www.zdfmsn.de/politik/Quartett/content.html
Mit dem Archiv aller besprochenen Bücher.
Zu den einzelnen Autoren gibt es kurze Notizen. Die Rezensionen bestehen
aus einem Ausspruch eines der Diskutanten.
Literaturpreise
Winners
of the Nobel Prize in Literature
http://nobelprizes.com/nobel/literature/literature.html
Kurzbiographien aller Literatur-Nobelpreisträger
(engl.). Die Texte sind vergleichsweise ausführlich.
Literatur im
Deutschland Radio: Kinder- und Jugendbuch
http://www.dlf.de/literatur/kinder/index.html
Besprechungen einzelner Werke und Autoren.
Cybertagebuch
http://www.koblenz.de/kultur/tagebuch/index.htm
Projekt, das sich an junge Leute richtet.
Tagebucheintragungen können elektronisch oder auch per Post an die
Redaktion geschickt werden.
Historischer
Roman
http://germanistik.uibk.ac.at/hr/
Datenbank, die Angaben zu 6300 deutschsprachigen
Historischen Romanen enthält. Biographische Daten zu 2500 Autoren.
Vielfältige Recherchmöglichkeiten. Außerdem: Diagramme,
Textbeispiele und Fachaufsätze zum Thema.
Science-fiction und Fantasy
Perry
Rhodan: Internet Homepage
http://www.Perry-Rhodan.net/
Enthält alle Information über
Perry Rhodan. Von Fans für Fans. Ansprechende Ästhetik.
Krimi
Ludgers
Lesezeichen
http://www.geocities.com/Athens/Oracle/5244/
Von einem Liebhaber erstellte Seite mit
Autorenportraits, Neuigkeiten, Rezensionen und weiterführenden Links.
Liste der Homepages von englischsprachigen Bestseller-Autoren.
Literatur im
Deutschland Radio: Aus dem literarischen Leben
http://www.dlf.de/literatur/meldungen/index.html
Monatlicher Bericht über Ereignisse
des literarischen Lebens (Geburtstage, Nachrufe, Neuerscheinungen, Gespräche).
Die Monatsberichte werden seit November 1997 archiviert, so daß retrospektive
Betrachtungen möglich sind. Hohes Niveau der Artikel.
Tagesspiegel:
Literaturseite
http://www.tagesspiegel.de/tsp_f/literatur/literaturspiegel.html
Bietet Aktuelles aus dem Literaturbetrieb.
Zu aktuellen Ereignissen werden Links gelegt (Buchmessen, Wettbewerbe,
Nachrufe etc.).
Spiegel
Online: Literatur aktuell
http://www.spiegel.de/kultur/mitte04.html
Liste von Beiträgen rund um die Literatur
(Messen, Autorengespräche, Neuerscheinungen). Besonderheit: Die Artikel
sind chronologisch sortiert, so daß eine gute retrospektive Übersicht
des letzten halben Jahres geliefert wird.
Literaturwerkstatt
e. v.
http://www.literaturwerkstatt.org/
Programme, Veranstaltungen und Wettbewerbe.
Schule
für Dichtung Wien
http://www.sfd.at/sfdmenueframe.html
„europas erste schule für dichtung,
2600 jahre nach sappho". Stellt die eigene Tätigkeit dar und gibt
einen Einblick in die Strömungen moderner österreichischer Literatur.
In Internetklassen (z. B. bei Marleene Streeruwitz) können Schreibübungen
absolviert werden.
Literaturzeitschriften
Berliner Zimmer:
Kommentierte Links: E-Journale
http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/magazine.html
Umfangreiche Liste von Literaturzeitschriften
im Internet. Besonders Online-Magazine. Die Titel sind ausführlich
kommentiert. Ein Teil der aufgeführten Magazine hat allerdings sein
erscheinen eingestellt.
Bibliomaniac
List: Bibliomanika
http://www.lipsia.de/~hesse/index2.htm
Von Markus Kolbeck. Zweiter Hauptteil
der BL. Akribische Sammlung von allem, was mit Büchern, dem Lesen,
Bücherliebe und Bücherstädten zu tun hat. Sehr gute Gliederung,
aber keine Kommentierungen.
Ulrich
Goerdten: Bibliophilie im Internet: Text:
http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#pers
Linksammlung:
http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/bbliofil.html
Ein einleitender Text über Bibliophiles
und Antiquarisches im Internet und die dazugehörige Linksammlung.
Mythica:
Mythologisches Nachschlagewerk
http://www.pantheon.org/mythica/
(engl.)
Stadtbibliothek
Köln: Comics
http://www.stbib-koeln.de/fachabt/lit/comics/comiclinks.htm
Übersichtliche Linksammlung zu deutschsprachigen
Angeboten, Comics und Informationen über Comics.
Projekt
Gutenberg-DE
http://gutenberg.aol.de/mitte.htm
Deutschsprachiges Volltextarchiv mit zur
Zeit 229 Autoren (auch Übersetzungen). Jedem Autor ist eine Kurzbiografie
(mit Abbibldung des Autors) mit einer stark gekürzten Werkübersicht
beigefügt. Alle Texte sind copyrightfrei, d. h. der Autor, bzw. sein
Übersetzer müssen mindestens siebzig Jahre tot sein. Enthalten
sind auch viele Märchen. Neuerdings werden auch zugesandte Texte von
lebenden Autoren aufgenommen. Durch eine Suchfunktion kann im gesamten
Material recherchiert werden.
Bibliomaniac List:
E-Text-Archive
http://www.lipsia.de/~hesse/lfb/ebooks.htm#Deutschsprachig
Eine erschöpfende Sammlung online
verfügbarer Textarchive, auch international.
Athena
http://un2sg4.unige.ch/athena/html/authors.html#Texts
Internationale Sammlung von Online-Texten,
darunter auch deutschsprachige, Schwerpunkt sind französischsprachige.
Etwas unübersichtlich angelegt, Volltextsuche möglich.
Lyrik
online linlks
http://www.lyrik.ch/links.htm
Große Linksammlung aller Internetquellen
zur Lyrik. International, mit deutscher Abteilung. Autoren, Zeitschriften,
Stilrichtungen.
Texts
of Lieder and Art Songs
http://www.recmusic.org/lieder/
Alle copyrightfreien Gedichte, die vertont
wurden, könnten hier gefunden werden.
Die interne
Suchmaschine: http://www.recmusic.org/lieder/search.html
Goethe erhält 243 Treffer, die Gedichte
werden alphabetisch aufgelistet und können gelesen (und geladen) werden.
WIDD:
Autorenecke
http://www.widd.de/autoren/
Für schriftstellerische Laien, die
noch keinen Verlag gefunden haben. Die Texte sind nach Genres sortiert.
Die
Zeit: Literatur im Internet (Übersicht)
http://www4.zeit.de/zeit/tag/surftips/index.html
Sehr anspruchsvolle Gestaltung der Seite.
Die Gliederung ist unübersichtlich, aber die Links sind sehr gut kommentiert.
Sabrina
Ortmann: Netzautoren. Erscheinungsformen der Literatur im Internet: http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/netzautoren/referat2.html
Gute Übersicht über die Typologie
der Netzliteratur.
Johannes
Auer: Lesen und Schreiben im Internet
http://www.shuttle.de/buecherei/druck/interlit.htm
Das Thema Netzliteratur aus bibliothekarischer
Sicht. Projekte des literarischen leses@lons werden vorgestellt.
Claudia
Klinger: Thesen zur Internetliteratur
http://www.snafu.de/~klinger/lit/netlit.htm
Selbst mit Netzliteratur befaßte
Web-Designerin (Missing Link) über den Stand der Netzliteratur.
Dirk
Schröder: Vagabundierende Literatur
http://literatur.lake.de/write/einf1.htm
Umfangreiche Einführung zum Thema,
locker und informativ. Leider ist der Text in viele kurze Einzelpassagen
mit jeweils alternativen Links zu Fortsetzungsseiten geteilt, was den Lesefluß
beeinträchtigt.
Theorie
Stadtbücherei
Stuttgart: futuristischer leses@lon: Theorie
http://www.s.shuttle.de/buecherei/litpro.htm#Theorie
Beste Seite zu diesem Thema: Einführungen,
eine große Sammlung von Aufsätze zur Theorie der Netzliteratur
und zur Medientheorie.
Treffpunkte, Projekte, Magazine
LIAS
http://literatur.lake.de/
Einstiegsseite zur Netzliteratur, sehr
persönliche Auswahl, dafür übersichtlich.
Missing
Link
http://www.snafu.de/~klinger/intro.htm
Cyberzine von Claudia Klinger. Mit dem
Online-Tagebuch und anderen Werken der Webdesignerin.
Webring
bla: Internet Literatur
http://www.bla2.de/cgi-bin/index.pl
Diesem Webring gehören 112 Mitglieder
an.
Black
Ink: Literaturboard
http://www.blackink.de/literatur/literaturboard/literaturboard.html
Forum. Auf der Hauptseite können
die Diskussionsthemen angeklickt werden, um die bisherige Diskussion zu
einem Thema nachzuvollziehen.
Wettbewerbe
Pegasus
http://www.pegasus98.de/indexp.htm
Eigentlich ein Magazin. Verzeichnet die
Preisträger, die Laudatio, gibt Informationen über neue Ausschreibungen
und archiviert alle Einsendungen zu vorangegangenen Ausschreibungen (1997
163 Titel).
Kollaborative Schreibprojekte
Die Säulen von
Llacaan
http://privat.schlund.de/N/NetzWerke/llacaan/index.htm
Kollaborativer Netzroman, der in einer
Fantasy-Welt spielt. Jeder kann mitmachen. Keine multimedialen Animationen,
reiner Fließtext.
Hyperfiction und multimediale Literatur
Poetron,
4G Günters genialer gedichtgenerator
http://www.in-chemnitz.de/guenter.gehl/poetron.html
http://www.in-chemnitz.de/cgi-bin/poetron?F=f&Q=N&T=G&B1=Bitte+dichte+f%FCr+mich%2C+Poetron%21&C=1#Vorgaben
Poetron dichtet selbständig
oder nach Vorgaben
(je zwei Substantive, Adjektive und Verben können gewünscht werden).
WWW
Hyperfiction Liste
http://www.update.ch/beluga/hypfic.htm
Bedeutsame deutsche Hyperfiction-Werke
werden mit bibliothekarischer Genauigkeit nachgewiesen: Titel, Autor, Verlag,
Ort, URL, Entstehungsdatum, Datum der Sichtung. Dann werden Inhalt, Typologie,
Technik und Rezeption angegeben. Die beste Möglichkeit, sich über
Inhalte und Erscheinungsformen von Hyperfiction zu informieren.
Loopool, ein
Hyperpoetry Clip
http://www.pegasus98.de/user/pegasus/beitr147/
Gewinner des Pegasus 98. Zwei Min. Ladezeit.
Ein labyrhintisches Band ist von Knotenpunkt zu Knotenpunkt mit „Versen"
beschriftet. Nach dem Start bewegt sich eine Kugel durchs Labyrhint und
die „Verse" werden als Sprechgesang wiedergegeben. Durch Mausklick kann
die bewegungsrichtung der Kugel beeinflußt werden.
Taenaron
http://ejournal.thing.at/ejournal/ArtSite/taenaron/TN00.wrl
3-D-Gedicht von Marlene Streeruwitz.
Literaturverzeichnis
4) D. h. in den gedruckten Publikationen
5) Eine Durchsicht des Jahrganges 1998 der folgenden Zeitschriften brachte null Treffer: Arcadia, Arbitrium, die horen [sic], Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Neue Rundschau, Sinn und Form u.a. Vgl. auch: Koch, Hans-Albrecht (1997): Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung für Anfänger. Darmstadt: Wiss. Buchgesell. (Germanistische Einführungen in Gegenstand, Methoden und Ergebnisse der Disziplinen und Teilgebiete). Der Autor erwähnt das Internet an keiner Stelle als Hilfsmittel der Germanistik.
6) Vgl. a.: (Humboldt-Univ. Berlin): Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 1999: Neuere deutsche Literatur: http://www2.rz.hu-berlin.de/inside/literatur/neuvndl.htm. Alle zitierten und kommentierten Internetadressen wurden am 25. und 26. März 1999 zuletzt geprüft!
8) Die FU Berlin bietet sogar einen Crashkurs „Fachbibliographie Germanistik" online an: Fachinformation Germanistik der UB der FU Berlin: Fachbibliographie Germanistik: http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/kurs/kurs00.html
9) Mit vielen Veröffentlichungen hat sich in letzter Zeit Heiko Idensen hervorgetan.
10) Allerdings
nicht immer unter der Rubrik Literatur, sondern oft auf einer eigenen,
für die Berichterstattung aus dem Internet reservierten Seite; so
im Berliner Tagesspiegel unter der Rubrik Interaktiv.
11) Dort wurden die ersten
Netzliteratur-Wettbewerbe ausgelobt.
12) Z. B. die Internet-Reihe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (vgl. aktuellen Verlagsprospekt) „Internet für ...", zuerst für Philosophen (1997), jetzt (2. Quartal 1999) als 2., überarb. Aufl. Außerdem neu: Internet für: Althistoriker und Altphilologen, Historiker, Theologen, Juristen, Geographen.
13) Kaiser, Reinhard: Literarische Spaziergänge im Internet. Bücher und Bibliotheken online. 2., aktual. Aufl. Frankfurt a. M.: Eichborn, 1997. Regelmäßiges Update unter: http://www.eichborn.com/k_netzer5.htm. Die kumulierte Gesamtliste aller von ihm kommentierten Links unter: http://www.eichborn.com/k_netzak.htm
14) Übersetzungen: u. a. Neil Postman: Das Verschwinden der Kindheit, 1983. Wir amüsieren uns zu Tode, 1985. Beide bei Fischer ersch. Bibliographie aller übers. u. selbstverf. Werke: Kaiser, Reinhard: Verstreute Werke (Bibliographische Andeutungen): http://members.aol.com/reinkaiser/bibliogr.htm
15) Kaiser, Reinhard: Literarische Spaziergänge: Vortitelblatt: „Dieses Buch wollte ich eigentlich nur kaufen - nicht schreiben."
16) Letzter Höhepunkt:
Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997. (BuB special).
17) Vgl. in Buch und Bibliothek
die regelmäßigen Annotationen von Alois Lipka.
18) Wegen des starken Zuwachses hat das DBI die Fortführung der Liste Deutsche Öffentliche Bibliotheken im Internet am 31.8.1998 eingestellt, s.: DBI: Deutsche Öffentliche Bibliotheken im Internet: http://www.dbi-berlin.de/dbi_koo/vsekr/oeb_verb/oeblist.htm
19) Binder, Britta: Schöne Literatur im Informationszeitalter. In: Bibliothek, 21 (1997), 2, S. 149-172. Kapitel 3 Schöne Literatur im Internet: S. 158-167.
20) Besonders: Auer, Johannes: Schreiben und Lesen im Internet. In: Buch und Bibliothek, 50 (1998), 3, S. 172-176. Zugl.: http://www.shuttle.de/buecherei/druck/interlit.htm
21) Teilnahme am Symposion Digitaler Diskurs in Romainmoitier / Schweiz (26.-28. Jan. 1999) mit einem Vortrag:Der Leser als DJ: http://www.kulturprozent.ch/digitalerdiskurs/99/johannes.htm
22) Motto übernommen aus: Sauer, Christine-Dorothea: „Search, don’t surf!": FirstSearch in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) - ein unverzichtbares Auskunftsmittel. In: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997.(BuB special). S. 81-85.
23) Synonyme: Übersichten, Internetkataloge, Wegweiser, Verzeichnisse
24) Yahoo,
Dino, Web.de sind Suchdienste, deren Verzeichnisse einen sachlichen Zugriff
erlauben; nicht zu verwechseln mit der Stichwort-Suche in reinen Suchmaschinen
(Alta Vista etc.)
25) Yahoo.de: Literatur: http://www.yahoo.de/Kunst_und_Kultur/Literatur/
26) Immerhin hatte Yahoo.de bereits 1997 über 15.000 Einträge, die ständig aktualisiert werden, vgl.: Altmann, Oliver u. Pöhl, Sandra: Information Retrieval im Internet: bekannte Suchdienste und ihre Eigenschaften. In: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997. S. 18-25.
27) Internet-Lektoratsservice. Das Geld ist ausgegangen, deswegen ist ILEKS zur Zeit (25.3.1999) nicht verfügbar, vgl.: ILEKS (Internet-Lektoratsservice Öffentlicher Bibliotheken): http://infosoc.informatik.uni-bremen.de/birte/ileks_muster/ileks_einl.html
28) Yahoo plant für Gebühren eine bevorzugte Bearbeitung von Neuzugängen. Das wird einen Vorrang von E-Commerce-Firmen in den jeweiligen Yahoo-Kategorien mit sich bringen. Die bezahlten Eintragungen werden aktueller und besser bearbeitet sein und sich quantitativ in den Vordergrund drängen. Becker, Gunter: Zwei-Klassen-System im Netz. In: Tagesspiegel, 26.2. 1999, S. 34
29) Das ist in der Praxis dann existentiell wichtig, wenn auf dem Rechner, den man benutzt, keine speziellen Bookmarks gespeichert sind.
30) Mit 27 Millionen Besuchern im Januar 1998 war Yahoo (international) der mit Abstand erfolgreichste Suchdienst der Welt. Vgl.: Koch, Traugott: Nutzung von Klassifikationssystemen zur verbesserten Beschreibung, Organisation und Suche von Internetressourcen. In: Buch und Bibliothek, 50 (1998), 5, S. 326-335, S. 326.
31) Zentral und Landesbibliothek Berlin (im Folgenden ZLB): Literatur, Links: http://www.zlb.de/linksammlungen/literatur.htm, besonders aber die Bookmark-Sammlung der Stadtbücherei Stuttgart: futuristischer leses@lon: http://www.s.shuttle.de/buecherei/salon1.htm
32) Hier vor allem: Die Zeit: Literatur im Internet: http://www2.zeit.de/zeit/tag/surftips/index.html und das Dossier: Die Zeit: Link-Dossier Literatur: http://www2.bdaserver.de/zeit/tag/link-dossier/Kultur&%2347%3bMedien/Literatur/
34) Leider nicht mehr im Netz: (10.1999) Bibliomaniac List (Im Folgenden: BL): http://www.lipsia.de/~hesse/index.htm
35) Vgl.: Goerdten, Ulrich: Germanistik im Internet: http://isis.ub.fu-berlin.de/~goerdten/germref.html#kurz
37) Vgl.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen!" - Der Trampelpfad der Düsseldorfer Virtuellen Bibliothek. In: Bibliotheksdienst, 33 (1999), 1, S. 54-58.
39) Literatur im Deutschland Radio: Gespräche und Portraits: http://www.dradio.de/cgi-bin/user/fm1004/es/neu-lit-buch/typ/g/autornach/a,b,c,d,e/listg.html
41) Zur Textqualität s.: Goerdten, Ulrich: Germanistik im Internet: http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/interger.html, der damalige Fachreferent Germanistik der UB der FU lobt in einem Nachtrag zu seiner Internet-Einführung, in der er sich zunächst abfällig über das Projekt Gutenberg-DE geäußert hatte, die Qualität der „jeden Kritiker beschämenden Wiedergabe der 1624er Ausgabe von Martin Opitz’ ‘Buch von der Deutschen Poeterey’".
42) Bastard Assistent from
Hell (Florian Schiel) : http://www.bastard.de/
ders.: B.A.f.H.: Bastard Assistant from
Hell. 2. Aufl. Schwarten 1998.
ders.: B.A.f.H.: The Bastard Assistent
goes overseas. Schwarten 1998.
43) Ohler, Norman: Die Quotenmaschine. Hamburg: Hoffmann u. Campe. 1996. Im Internet: http://www.techno.net/chromapark/hyperroman/map/index.html
44) Xlibris: about Xlibris: http://www.xlibris.com/html/about_xlibris.html, s.a.: dort „Company Overview. Vgl. auch zu Plänen von Libri: Krempl, Stefan: Auflage : ein Exemplar. In: Die Zeit (41/1998): http://service.ecce-terram.de/zeit-archiv/daten/pages/199841.c_books_on_deman.html
45) In der Literatur werden synonym oder mit leichten Abweichungen in der Bedeutung auch folgende Begriffe verwendet: Internetliteratur, Webliteratur, Computerliteratur.
46) Vgl. dazu die Ankündigung der Softmoderne zum „Festival der Netzliteratur" (26.-27. 2. 1999, Berlin): http://userpage.fu-berlin.de/~epos/soft/SoftMo99/Inhalt1.htm
47) Besonders: Reinhard Döhl, Professor am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart, der 1965 den „Apfel" entworfen hat, der den Umschlag der Reclam-Ausgabe „konkrete poesie" ziert: Konkrete Poesie. Hrsg.: Eugen Gomringer. Stuttgart: Reclam, 1996. (Universal-Bibliothek 9350), dort: Umschlag u. S.: 38; vgl. auch online: http://www.geocities.com/Athens/Delphi/6657/apfel.htm. Döhl arbeitet eng mit dem futuristischen leses@lon zusammen. So entstand u. a.: Das Buch Gertrud: http://www.s.shuttle.de/buecherei/gertrud/gertrud.htm
48) Cramer, Florian: Permutationen:
http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/index.cgi,
Cramer realisiert hier Kreisscheibentexte und Permutationen der Weltliteratur,
u. a. von Georg Philipp Harsdörffer, Quirinus Kuhlmann u. Raymond
Queneau.
49) Zitiert nach: Zimmer, Dieter E.: Web-Literatur. In: Die Zeit: (Die digitale Bibliothek 5) : http://www2.zeit.de/zeit/tag/digbib/webliteratur.html
50) Vgl.: Schmundt, Hilmar: Déjà-lu im Storyspace. Über Michael Joyce, den Großvater der interaktiven Klickeratur. In: Die Zeit: (33/1998): http://service.ecce-terram.de/zeit-archiv/daten/pages/199833.c_joyce_.html
51) Vgl.: Idensen, Heiko: Die
Poesie soll von allen gemacht werden! Von literarischen Hypertexten zu
virtuellen Schreibräumen der Netzwerkkultur. In: Literatur im Informationszeitalter.
Hrsg: Dirk Matejovski. Frankfurt a. M. [u. a.], Campus Verl., 1996. (Schriftenreihe
des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen 2). S.143-184.
52) Jargon, dem engl. Wort
citizen nachempfunden.
53) Ich habe mich, während
ich diese Arbeit schrieb in die Mailingliste eingeschrieben. In den ersten
sieben Tagen bekam ich 51 E-Mails, von denen 23 das Thema Druckostenzuschußverlag
und 14 eine Neuerscheinung behandelten. Die gezielte Frage „kann mir jemand
sagen wann der oesterreichische Lyriker Gerald Bisinger gestorben ist?",
wurde nicht beantwortet. Die anderen Mails enthielten Hinweise auf Neuerscheinungen
und Erörterungen technischer Probleme.
54) Vgl.: Ortmann, Sabrina:
Softmoderne 1999: http://www.berlinerzimmer.de/ortmann/diary/softmoderne.htm
55) Zuletzt: Trojanow, Ilija: Autopol. München: dtv, 1997.
56) Vgl.: WWW Hyperfiction Liste:http://www.update.ch/beluga/hf.htm#TRO, mit einer strukturierten Annotation.
57) Bewerbungsunterlagen der Bewerberinnen: Aspekte (ZDF): Novel 3 (Galerie): http://novel.zdf.de/galerie2/galerie.asp
58) Vgl.: Deutsche Literatur 1997. Hrsg.: Volker Hage u. a. Stuttgart: Reclam, 1998. S. 12f. u. S. 184-189.
59) Stadtbibliothek Tiergarten:
http://www.snafu.de/~stadtbibl.tiergarten/biblio/index.htm;
Stadbibliothek Wilmersdorf: http://members.aol.com/baCberlin/index.htm;
Stadtbibliothek Mitte: http://www.b.shuttle.de/stbmi/frame1.htm;
Stadtbibliothek Wedding: http://www.kulturbox.de/berlin/stbwedding/
Die neuen Adressen bieten ebenfalls nichts
zur Schönen Literatur (Stand 12.1999) : Wilmersdorf: http://www.berlin.de/SIS/Bibls/Wilmersdorf/aktuell/index
; Mitte: http://www.b.shuttle.de/stbmi/
; Wedding: http://www.stb-wedding.de/
60) Vgl.: Koch, Traugott: Nutzung
von Klassifikationssystemen, S. 335.
61) Vgl.: Binder, Britta: Schöne
Literatur, S.167-170
62) Vgl.: Auer, Johannes: Vom
futuristischen leses@lon zur Bibliothek 21. (Vortrag 3.5.98, Bibliothekarstag,
DDB Frankfurt a. M.). In: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/bibliothekarstag98.htm
63) Vgl.: Konkrete Poesie, Umschlag
u. S. 38 oder online: http://www.geocities.com/Athens/Delphi/6657/apfel.htm
64) Vgl. auch: Konkrete Poesie,
S. 167 f.
65) Zum Folgenden vgl.: Auer,
Johannes: Bibliothekskooperation bei der Erschließung des Internet:
http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/auer3.htm,
zugl. in: Internet. (BuB special), S. 66 f.
u. Knoblach, Bernhard u. Auer, Johannes:
More than Links. Die Stadtbücherei Stuttgart im Internet. In: http://chilias.stuttgart.de:8080/stadtbuecherei//druck_alt/ekz_1998.htm,
zugl. in: ekz-konzepte, 7 (1998), S. 26 ff.
u. Auer, Johannes: Vom
futuristischen leses@lon zur Bibliothek 21. (Vortrag 3.5.98, Bibliothekarstag,
DDB Frankfurt a. M.). In: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/bibliothekarstag98.htm
66) S.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen"
67) S.: Hilberer, Thomas: „So läßt sich das Internet erschließen"
68) Auer,
Johannes: Bibliothekskooperation; dort auch der Begriff Linkwüste:
http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/auer3.htm
Auer, Johannes: Schreiben und Lesen im Internet. In: Buch und Bibliothek, 50 (1998), 3, S. 172-176. Zugl.: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/interlit.htm
Auer, Johannes: Vom futuristischen leses@lon zur Bibliothek 21. (Vortrag 3. 5. 1998, Bibliothekarstag, DDB Frankfurt a. M.). In: http://www.s.shuttle.de/buecherei/druck/bibliothekarstag98.htm
Becker, Gunter: Zwei-Klassen-System im Netz. In: Tagesspiegel, 26.2. 1999, S. 34.
Best, Heidi: Auf dem Weg in die Zukunft: das Projekt BINE. In: Internet in Öffentlichen Bibliotheken. Berlin: DBI, 1997. (DBI-Materialien 163). S. 65-75.
Best, Heidi: Den Onlinern auf der Spur: Das Internetprojekt BINE in der Stadtbibliothek Bremen. In: Internet. Bad Honnef: Bock u. Herchen, 1997. (BuB special). S. 68-71.Binder, Britta: Schöne Literatur im Informationszeitalter. In: Bibliothek, 21 (1997), 2, S. 149-172.
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