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Umlauf, Konrad, Materialien zum Bibliotheksmarketing (Vorlesungsskript). Berlin: Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin 2000.
Teil 1 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index.html
Teil 2 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index2.html
Teil 3 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index3.html
Teil 4 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index4.html
Teil 5 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index5.html
Teil 6 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index6.html
Teil 7 = http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h62/index7.html
6.1.6 Produktziele
6.1.6.1 Billige Massenprodukte
Ziel ist, bekannte und eingeführte Produkte in großen Stückzahlen kostengünstig herzustellen und preiswert zu verramschen
Teuer (Ausschluß breiter Käuferschichten, Seltenheit) und hoher Anmutungsanspruch (mit diesen Produkten grenzt man sich gegen die breite Masse ab)
Hohe Gegenstands- und Sachansprüche, einfach, aber dabei durchdacht. Eine geniale Idee liegt zugrunde. Innovativ
Anmutungs- und Wahrnehmungsansprüche spielen eine geringe Rolle, Gegenstands- und Sachansprüche müssen aber auf gutem Niveau befriedigt werden.
Imitation von exklusiven, intelligenten oder soliden Produkten auf bescheidenerem Niveau; Anmutungs- und Wahrnehmungsansprüche spielen keine Rolle, Gegenstands- und Sachansprüche werden auf durchschnittlichem oder knapp unterdurchschnittlichem Niveau befriedigt.
Merkmal ist nicht das Niveau, sondern: man wartet ab, ob ein neues Produkt sich auf dem Markt durchsetzt, und versucht dann, in der Wachstumsphase ohne eigene Entwicklungskosten und ohne eigenes Risiko der Markteinführung etwas vom Umsatz abzubekommen.
6.1.6.7 Designorientierte Produkte
befriedigte durchdachte Sach- und Gegenstandsansprüche, unverwechselbare Ästhetik und hohe soziale Anmutungsansprüche
wie die exklusiven Produkte, aber mit besonderer, individueller Dreingabe
6.1.7 Produktausstrahlungseffekte
= Produktmerkmale, die den Einsatz von besonders geeigneten Instrumenten der Distributions-, Entgelt- und Kommunikationspolitik nahelegen. Übertragen auf Bibliotheken (Schwerpunkt solide und intelligente Produkte): Bibliotheken sollten:
6.3.1 Bestandskonzept, Erwerbungspolitik
Handlungsalternativen zur Optimierung einer Lehrbuchsammlung
|
Bewegtenquote Anzahl bewegte |
hoch |
temporär notwendig | Halten, Ausbauen |
| niedrig | Aussondern | ggf. Verlustexemplar | |
| niedrig | hoch | ||
|
Ausleihquote = Umsatz = Anzahl Ausleihen dividiert durch Gesamtzahl Exemplare |
|||
Literaturbedarf in UBen, Quelle: Bibliotheken '93 aufgrund Empfehlungen des Wissenschaftsrats, ähnlich Empfehlungen des Beirats für Wissenschafts- und Hochschulfragen des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst

Wieviel der gewünschten Literatur ist zum aktuellen Zeitpunkt verfügbar?
Studie an der UB Magdeburg 1995, Quelle: Controlling und Marketing in
Wissenschaftlichen Bibliotheken (Combi) (1998-99). Bd. 1. Berlin: Dt.
Bibliotheksinst. (Dbi-Materialien. 177), S. 197-209.
Benutzerfragebogen

Fehlerarten

Fehlerquellen gemäß Branching-Analysis

6.3.4 Präsenznutzung
Zeitschriftennutzunganalysen
Kriterien zur Wahl der Methode:
Methoden:
Vergleich der Nutzungsanalyse mit Experten-, Nutzerbefragung
Ownership versus access Entscheidungen
6.3.6 Kulturmanagement,
Programmarbeit
6.3.6.1 Ziele und Rahmenbedingungen
Abbildung 49 Kulturpolitische Begriffe, Ziele, Formen (eigene Darstellung)
| Schlüsselbegriff | Kulturpol. Ziel | charakterist. Formen |
| Kulturanthropologie | den Menschen zur Selbstverwirklichung und Emanzipation zu verhelfen | unspezifische Veranstaltungen |
| Kulturtopographie | den Menschen zur Übereinstimmung mit seiner Heimat zu verhelfen | Mundartlesungen, Folklore |
| Kulturökologie | den Menschen zur Selbsterkenntnis, Selbstbesinnung zu verhelfen | Bauchtanz, Batik, Bibelkreis |
| Kulturökonomie | kulturelle Angebote für ökonomische Zwecke (Stadtmarketing, Wirtschaftswachstum) nutzbar zu machen | kulturelle Stadtinszenierung |
| Mitmachkultur | den Menschen zur Selbstentfaltung durch kulturelle Eigenbetätigung zu verhelfen | Psychodrama, Gruppenspiele, organisierte Graffiti |
| Leseförderung | das Lesen als Kulturtechnik zu erhalten und zu fördern | Lesenächte, Lesewettbewerbe |
| Literaturförderung | Literatur und Autoren zu fördern | Autorenlesungen, Literaturstipendien, Stadtschreiber |
| Freie Gruppen | Kulturellen (semi-)professionellen Gruppen außerhalb öffentlicher Institutionen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben | Freie Theater-, Musik-, Kleinkunstgruppen |
| Amateurkultur | Bürgern Raum zur kulturellen Betätigung in ihrer Freizeit zu geben | Amateurtheater, -chöre, Ausstellung des Fotoclubs, Schülerband |
| Alltagskultur | den Bürgern zum bewußten Umgang mit den alltäglichen kulturellen Ausdrucksformen zu verhelfen | Ausstellung über Kopftücher bei deutschen und türkischen Frauen, Ausstellung über Graffiti, Stadtfeste |
| Hochkultur | zum Schönen, Wahren und Guten zu führen, kulturelle Repräsentation der Elite | Kammerkonzert, Oper, Sprechtheater |
| Eventkultur | durch große Namen und festliche Ereignisse ein saturiertes Lebensgefühl zu steigern | Pomp, Duck and Circumstances |
| Arbeiterkultur | den Arbeitern Kultur zu bringen oder ihnen zu einem eigenen kulturellen Ausdruck zu verhelfen | Arbeiterliteratur, -theater, Schalmeienkonzerte |
| Soziokultur | besonders im Wohnkiez Brücken zu schlagen zwischen Kunst und Alltag, damit dieser als veränderbar erlebt wird | Kulturladen, Geschichtswerkstatt, Dokumentarfilm über Stadtplanung von unten |
| Kulturelle Minderheiten | den Austausch und die Toleranz zwischen Minderheiten und der Mehrheit fördern | kurdisches Neujahrsfest, Tanzgruppe aus Somalia, sorbische Folklore |
| Kultur für alle | allen Bürgern die Teilhabe an kulturellen Werten und die kulturelle Selbstbetätigung zu ermöglichen | unspezifisch |
| Kulturelle Bildung | den Menschen zur Erweiterung ihrer kulturellen Kenntnis und Selbsterkenntnis zu verhelfen | Aquarellkurs, Literaturgesprächskreis |
| Unterhaltung | dem legitimen Bedürfnis nach Ablenkung und Zerstreuung Raum zu geben | Show, Musical, Unterhaltungsfilm |
| Soziale Befriedung | durch kulturelle Angebote Betätigungsfelder und Sinn zu stiften, um Vandalismus zu verhindern | Jugendfreizeiteinrichtungen |
6.3.6.2 Arten von Veranstaltungen
6.3.6.3 Planung und Durchführung von Veranstaltungen
Rechtliche Aspekte
Anlässe, Reihen
Vielfältiges Veranstaltungsspektrum, das aber zunehmend unter Konkurrenzdruck gerät durch neu aufkommende lokale Veranstaltungsangebote, daher abnehmende Resonanz der BIS-Veranstaltungen
Motivation der Mitarbeiter lässt nach, es bleiben vor allem Ausstellungen von überregionaler Bedeutung
Keine Koordination, kein Gesamtkonzept, das die veränderten Rahmenbedingungen reflektiert.
Regelmäßige Veranstaltungsreihe der Mediothek in Zusammenarbeit mit dem Fachbereichen, z.B. Literaturverfilmungen, Anglo-American Videocinema
Planung, Organisation, Kosten
Abbildung 50 Checklisten Veranstaltungen, aus: Öffentlichkeitsarbeit (1982) und Werbung Öffentlicher Bibliotheken. Ein Arbeitshandbuch. Höhl, Martha (Hrsg.). Berlin: Dt. Bibliotheksinstitut (Dbi-Materialien. 14):
Checkliste für Vorträge, Disussionsrunden u.a. Veranstaltungen
Checkliste für PR-Aktionen, z.B. "Runde Ausleihzahlen"
Checkliste für Autorenlesungen
Vertragsmuster
6.3.6.4 Ausstellungen
Abbildung 51 Checkliste Ausstellungen aus: Öffentlichkeitsarbeit (1982) und
Werbung Öffentlicher Bibliotheken. Ein Arbeitshandbuch. Höhl, Martha (Hrsg.). Berlin:
Dt. Bibliotheksinstitut (Dbi-Materialien. 14).
Checkliste I Austellungen (Blatt 1)
Checkliste I Austellungen (Blatt 2)
Checkliste II Austellungen
Erfassungsbogen
Leihvertrag (Blatt 1)
Leihvertrag (Blatt 2)