Institut für Bibliothekswissenschaft

Berliner Handreichungen zur Bibliothekswissenschaft. 106

Neubau der British Library St. Pancras
Anspruch und Realität

von Christoph Krempe

Christoph Krempe:

Neubau der  British Library St. Pancras - Anspruch und Realität / von Christoph Krempe. - Berlin : Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, 2002, 48 S. - (Berliner Handreichungen zur Bibliothekswissenschaft und Bibliothekarsausbildung ; 106) ISSN 14 38-76 62


Inhalt

1. Einleitung

2. Zur Geschichte der British Library

3. Die Geschichte der Entwürfe

4. Flexibilität - Eine Faulkner-Brownsche Regel

5. Der Entwurf

6. Analyse des Bibliotheksbaus nach Faulker-Brown

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildung 2 3,4 5 6 7,8 9 10,11 12 13 14 15,16,17 18 19 20 21 22
 

Abstract

Ausgehend von der Geschichte der British Library wird der 1998 eröffnete Neubau der British Library St. Pancras unter funktionalen Aspekten analysiert. Eine kurze Darstellung der Theorie des Bibliotheksbaus mit dem Schwerpunkt auf dem Aspekt der Flexibilität kommt zu dem Ergebnis, dass das in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte Konzept des open plan und die damit verbundene Forderung nach einer Vollflexibilität von Bibliotheksgebäuden angesichts der gewonnenen Erfahrungen nicht mehr als unbedingter Massstab für den modernen Bibliotheksbau gelten kann. In Auseinandersetzung mit den vom Architekten Harry Faulkner-Brown aufgestellten Regeln zur Beurteilung von Bibliotheksgebäuden wird der Neubau in seinen zentralen Funktionsbereichen dargestellt und mit den Forderungen des open plan konfrontiert. Leitkriterium ist dabei der von Faulkner-Brown als Ergänzung seiner zehn Regeln aufgestellte humanökologische Grundsatz. Das Gebäude stellt sich als ein moderner Bibliotheksbau dar, in dem die Geschichte des Bibliotheksbaus kritisch verarbeitet wurde und das den Anforderungen an eine moderne Bibliothek genügt.