Bibliotheksgeschichte live: eine Exkursion zu Barockbibliotheken in Bayern

April 1998

[Dieser Bericht ist ursprünglich veröffentlicht in der Zeitschrift
Bibliothek : Forschung u. Praxis, Jg. 22. 1998, Nr. 3, S. 356-359]

 

 

 

 

Elf Bibliothekswissenschaftler machten sich in der Osterwoche 1998 auf, um innerhalb von vier Tagen nicht weniger als sieben historisch bedeutsame Bibliotheken in Bayern zu besuchen: Regensburg, Metten, Passau (dort gleich zwei alte Bibliotheken), Fürstenzell, Ansbach, Waldsassen – klangvolle Namen, hinter denen Einsichten in die ältere Wissenstradition warteten, mit denen viele Teilnehmer so nicht gerechnet hatten.

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Sankt Emmeram in Regensburg, dessen Wurzeln ins späte siebte Jahrhundert zurückreichen, und Metten an Donau – nur 80 km stromabwärts von Regensburg –, eine Klostergründung aus karolingischer Zeit, bildeten mit ihrer langen, je ganz verschieden verlaufenen, aber doch vergleichbaren Geschichte den ungemein anregenden Auftakt:

Sankt Emmeram in Regensburg, bis zur Übernahme der großen, heute ganz in die Stadt integrierten Klosteranlage durch die Fürsten Thurn und Taxis in der Säkularisationszeit viele Jahrhunderte hindurch ein bedeutendes Reichsstift mit großer Bibliothek, in deren Skriptorium herrliche Bücher hergestellt und mit den Arbeiten aus anderen berühmten Skriptorien getauscht wurden; Metten, auch ein uraltes Kloster, jedoch mit eher bescheidener Buchtradition, dafür mit erstaunlicher Kontinuität klösterlichen Lebens seit über tausend Jahren – die Säkularisation von 1803 brachte nur eine kurze Unterbrechung, schon drei Jahrzehnte später zogen wieder Benediktinermönche in das Kloster ein und beleben es bis heute.

An beiden Orten sind spannende historische und kunsthistorische Entwicklungen zu verfolgen, aber die Exkursion galt der Bibliothekswissenschaft, nicht der Kunstgeschichte. Die uralte Buchtradition tritt dem heutigen Besucher in Regensburg wie in Metten nicht mehr in mittelalterlicher Gestalt entgegen, sondern in der des 18. Jahrhunderts.

Der in auffallend strengen barocken Formen gestaltete und von einem der berühmtesten Maler seiner Zeit, Cosmas Damian Asam (1686-1739), im Jahre 1737 ausgemalte Bibliothekssaal im ehemaligen Kloster Sankt Emmeram zu Regensburg prägt sich dem Besucher leicht und nachdrücklich ein. Keine verwirrende Fülle von Details, von Schnörkeln und Verzierungen; der Raum lenkt den Besucher nicht ab, er zwingt ihn vielmehr zur Konzentration. Er ist für die Bücher gebaut worden, und die Bücher beherrschen ihn. Freilich sind es heute nicht mehr die alten Manuskripte, die Inkunabeln und Frühdrucke der Klosterbibliothek. Die sind im Zuge der Säkularisation in bayerischen Staatsbesitz gekommen und stehen seither in staatlichen Bibliotheken. Doch auch die Büchersammlung der Fürsten Thurn und Taxis, die von 1815 an nach Regensburg gebracht und im entleerten Bibliothekssaal aufgestellt wurde, beeindruckt durch die Schönheit ihrer Einbände und die Konsistenz ihrer Aufstellung in den ebenmäßigen, einfachen Regalen. Es ist, als drückte der klösterliche Saal auch den später hineingekommenen Büchern seinen Stempel auf: Das einheitliche, in sich schlüssige Weltbild der früheren Bewohner von Sankt Emmeram wird spürbar. Der "Büchervorrath", wie man im 18. Jahrhundert zu sagen pflegte, ist durch die umlaufende Galerie in dem hochgezogenen Saal klar und einfach unterteilt und wird zusammengehalten durch die großen Deckenfresken, in denen sich Sinn und Ziel klösterlichen Lebens und geistiger Arbeit manifestieren: die göttliche Weisheit, verschlüsselt dargestellt und doch erkennbar, im breiten Mittelfresko, Paulus und Benedikt als ihre Boten in den beiden schmaleren Seitenfresken – nicht mehr; die Botschaft des auftraggebenden Abtes und des ausführenden Künstlers ist klar, mehr ist nicht nötig.

Unweit des Barocksaales ein bibliotheksgeschichtliches Kabinettstück aus einer späteren Zeit: die Büchersammlung des Grafen Montgelas, des bayerischen Ministerpräsidenten der Säkularisationszeit, in einfachen, edlen Bücherschränken des Empire. Eine auf Rädern verschiebbare stabile Leiter zum Erreichen der höher aufgestellten Bücher zeigt, wie man sich früher zu helfen wußte. Man brauchte nicht wie Spitzwegs berühmter Leser auf labiler Leiter stehend, Bücher unter die Arme und zwischen die Beine zu klemmen; man konnte sicher auf einer kleinen Plattform stehen und die Bücher auf ihrem Geländer ablegen.

Eine kleine Präsenzbibliothek mit Nachschlagewerken und Sekundärliteratur in einem freundlichen Raum mit einer Reihe von Arbeitsplätzen für Benutzer, ganz in der Nähe der Altbestände, rundet den guten Eindruck vom kulturellen Engagement der fürstlichen Familie ab. Der fürstliche Archivar und Bibliothekar führte lebendig und mit großer Fachkunde.

Alles in allem ein bemerkenswertes Beispiel für den in der Bibliothekstypologie immer seltener werdenden Fall der "Privatbibliothek". Träger der Einrichtung, der "Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek" ist in der Tat bis heute die adlige Familie – nicht nur Träger, auch Unterhaltsträger!

Die Bibliothek des Klosters Metten. Ein langgestreckter, niedriger Raum des 17. Jahrhunderts, der seine barocke Ausstattung aber erst in den Jahren 1706 bis 1729 erhalten hat. Die Decke wird von einer ganzen Reihe von Säulen mit eindrucksvollem Figurenschmuck, überlebensgroßen weißen Jünglingspaaren getragen, die ihre Aufgabe als Atlanten mühelos zu meistern scheinen. Es ist kein heller Saal, der die Empfindungen und Gedanken nach oben lenken würde, eher ein Raum, in dessen dichter Ausstattung und fast dämmrigem Licht der Leser früherer Zeiten bei den Büchern Ruhe und Einkehr gesucht haben mag. Der Raum ist in der Tat so niedrig, daß eine Galerie für die oberen Bücher - in den Bibliotheken des 18. Jahrhunderts ein unerläßliches architektonisches Merkmal - entbehrlich ist. Der Leser kann die Bücher in den herrlich geschnitzten, goldverzierten Schränken bequem erreichen. In den 14 Deckenfeldern, die durch die Säulen und durch dicke, z.T. mit Bücherschränken ummantelte, Stützen abgegrenzt werden, sind die eigenartigen Bilder des Freskomalers Innozenz Waräthi zu sehen, die nicht leicht zu "lesen" sind: Tugend- und Lasterkataloge (welche Tugenden sollte der Mönch erstreben, welche Laster meiden?), vor allem aber eine Reihe von Darstellungen aus der spannungsreichen Geschichte des Verhältnisses von Wissen und Glauben, die den Mönch daran erinnern, daß Heil wie Unheil aus der Lektüre erwachsen kann. Hieronymus in der Auseiandersetzung mit der antiken heidnischen Literatur, Bonaventura und Thomas von Aquin im Gespräch, Anselm von Canterbury und Thomas vor dem Hintergrund einer gemalten Bibliothek - man ahnt, daß es bereits eine Auseinandersetzung mit der frühen Aufklärung gab; der Auftraggeber spürte wohl, daß eine neue Zeit heraufzog, wie im frühen Mittelalter, als die rational geprägte Scholastik das mystisch geprägte Denken der patristischen Zeit ablöste.

Durch Lektüre weise, nicht unweise zu werden, war in Metten erklärter Zweck der Klosterbibliothek wie in Regensburg. Während er in Regensburg durch das große Deckengemälde unmißverständlich klargemacht wurde, geschah dies in Metten schon beim Eintritt in die Bibliothek; in einer Kartusche über der Pforte steht die dem Alten Testament entnommene Inschrift Sapientia aedificavit sibi domum – Die Weisheit hat sich das Haus erbaut.

Ein junger Pater, promovierter Philosoph und Lehrer am Gymnasium des Klosters, daneben Bibliothekar wider Willen – wie er selbst erklärte –, suchte kritisch und nachdenklich die Kunde zu vermitteln, die die alte Bibliothek der modernen Zeit sagen könnte. – Die genügend zur Sprache gekommene verwickelte Geschichte der heute in Metten aufbewahrten Bücherbestände und ihrer nur noch mit Mühe unterscheidbaren einzelnen Teile wird niemand im so genau behalten haben, ein trefflicher Beitrag zu dem endlosen Thema "Habent sua fata libelli" waren die Erläuterungen, die P. Placidus hierzu zu geben und mit spitzen Bemerkungen zum Thema "Beutekunst" zu versehen wußte, aber auf jeden Fall. Und einige Zimelien, im historischen Bibliotheksraum in einer Vitrine ausgestellt, dürften sehr wohl in Erinnerung bleiben, so ein schönes, großes Antiphonar von 1437 und ein Exemplar der Schedelschen Weltchronik (1493); letztere gibt es im Institut für Bibliothekswissenschaft immerhin in Faksimile.

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In der ehemals Fürstbischöflichen Hofbibliothek Passau (heute Museum), der ehemaligen Jesuitenbibliothek Passau (heute: Staatliche Bibliothek) und der Klosterbibliothek Fürstenzell bei Passau kamen andere, doch ebenso lebendige Eindrücke von Bibliotheksgeschichte auf die elf reisenden Humboldtianer zu.

Für die Fürstbischöfliche Hofbibliothek Passau, die schon im 17. Jahrhundert eingerichtet und ausgemalt wurde, hatte man in der "Neuen Residenz" einen ungewöhnlich langen Raum bestimmt, in dem die (recht einfachen) Bücherschränke an den beiden Längsseiten zwischen die Fenster plaziert wurden. Die Bücher, die heute in den Schränken stehen, sind Altbestände, die nur noch wenig genutzt werden, aber – weil der Raum ein öffentlich zugängliches Museum geworden ist – so gut gesichert sind, wie sie es in einer Bibliothek gewiß nicht wären: Stoff zum Nachdenken über unseren Umgang mit altem Kulturgut, im übrigen ein Beitrag zum Dauerthema konservieren oder nutzen? Das eigentlich Interessante an dem Raum ist die sehr italienisch wirkende illusionistische Deckenmalerei, die viele und schwer zu entschlüsselnde Aussagen über die Wissenschaften macht, die in den Büchern der Bibliothek enthalten sind.
Anders die ehemalige Jesuitenbibliothek in Passau. 1680 an der jetzigen Stelle im Gebäude des Kollegiums eingerichtet und 1740 ausgeschmückt, wirkt der Raum eher nüchtern, nur zum Studium bestimmt. Einfacher, freilich sehr schöner und kunstvoller Stuck überzieht die Wände, der Heilige Geist – als Taube – schwebt über dem Raum, unübersehbares Zeichen dafür, woher letztlich die Einsicht kommt, die die Studenten des Kollegiums in den Büchern suchen und suchen sollen. In den Jahren 1612 / 1615 war das Jesuitenkollegium in Passau gegründet worden; es bestand hier bis zur Aufhebung des Ordens im Jahre 1773. Die bis dahin aufgebaute Bibliothek fiel 1773 an den Fürstbischof und 1803 mit der Säkularisation an den bayerischen Staat. Die Bücher sind an Ort und Stelle verblieben und verstärken mit ihren ganz einheitlichen Lederbänden den Eindruck wissenschaftlicher Strenge, der für diese Ordensgemeinschaft ohnehin charakteristisch war und ist.

Im modernen Teil der Staatlichen Bibliothek waren für die Besucher aus Berlin die Zimelien ausgebreitet worden, vor allem Bücher des 18. bis 20. Jahrhunderts. In Erinnerung bleibt u.a. eine herrliche großformatige Alexander-von Humboldt-Ausgabe, ein im Jugendstil gestalteter Text des Nibelungenliedes, für das man in Passau – an der Nibelungenstraße! – ein neues Empfinden aufbringt. Es bleibt nur, dem Leiter der Staatlichen Bibliothek, der sich einen halben Tag lang Zeit genommen hatte, für seine überaus fachkundige und detailreiche Führung zu danken.

Fürstenzell – ein Kontrastprogramm zu allem bisher Gesehenen. Für die ehemalige Zisterzienserabtei war nach der Säkularisation eine über hundertjährige Pause entstanden, bis die schönen Gebäude in kirchliche Obhut zurückkehrten; seit einiger Zeit haben sich dort die Maristen, eine aus Frankreich stammende und hauptsächlich in der Südsee aktive moderne Missionsgesellschaft angesiedelt. Die Klosterbibliothek ist vollständig erhalten, ein geschnitztes Rokoko-Ensemble, das seinesgleichen sucht. Der Meister Joseph Deutschmann (1717-1787) hat Bücherschränke, Treppen und Galerie aus einem Guß geschaffen, in den schönsten roten und rosa Farben marmoriertes Holz, mit Gold abgesetzt und mit geschwungenen Aufsätzen von mitreißender Leichtigkeit und Fröhlichkeit, umschwebt von 40 humorvoll, mitunter sarkastisch gestalteten Putten. Lichtdurchflutet ist der Raum, die Fenster sind an drei Seiten des Rechtecks. Die Atlanten freilich, welche die Galerie tragen – Kopf und Oberkörper – ächzen unter ihrer Last; sie leiden wirklich, jeder in einer anderen Weise als der Nachbar. Sie bilden einen nachdenklich machenden Kontrast und sind scheinbare Fremdkörper in ihrer heiteren Rokoko-Umgebung. Wie mögen die Mönche in dieser Umgebung mit den Büchern umgegangen sein? Man kann es sich heute nur noch schwer vorstellen, und zwar umso weniger, als die heutigen Bewohner des Klosters in die seit der Säkularisation leeren Bücherschränke Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts gestellt haben. Der andersartige Charakter dieser Bücher, die anderen, z.T. bunten Farben der Rücken, das insgesamt kleinere Format vermitteln einen Eindruck, den man irgendwie als unpassend empfindet. Aber wie mögen breite, großformatige und einheitlich in Schweinsleder gebundene Bücher hier einmal ausgesehen haben? Etwas befremdlich ist das Fehlen eines Deckengemäldes. Es soll niemals eines gegeben haben. Der Maristenpater, der die Gruppe freundlich empfing, nahm sich viel Zeit, so daß jeder die divergierenden Empfindungen in dieser ungewöhnlichen Bibliothek auf sich wirken lassen konnte. Die Gruppe scheidet mit großem Dank.

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Der Rückweg nach Berlin führte über Ansbach und Waldsassen. Ansbach, das als Teil der Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth lange Zeit unter der Herrschaft der Hohenzollern stand, war für die Reisenden aus Berlin eine irgendwie witzige Dreingabe; Waldsassen ein wahrhaft krönender Abschluß, obwohl es – im

Gegensatz zu den meisten anderen besuchten Bibliotheken – wohl schon seit langem vom Tourismus entdeckt worden ist.

Die Anfänge der Schloßbibliothek Ansbach, heute etwas prosaisch "Staatliche Bibliothek" genannt, reichen in die Zeit der fränkischen Hohenzollern zurück. Die etwa 100.000 Bände sind heute im ehemaligen Schloßtheater aufgestellt, eine aparte, durchaus attraktive Art, Bücher zu präsentieren; freilich halten sich die Benutzerzahlen in dieser eher geschichtlich bestimmten Bibliothek, die u.a. die Bestände des Historischen Vereins für Mittelfranken verwaltet, in Grenzen. Manche kommunale Öffentliche Bibliothek würde sich einen solchen publikumsorientierten Raum wünschen. Auch hier einige merkenswerte Wertstücke, vor allem schöne historische Landkarten, die von der Leiterin in großzügiger Weise gezeigt und erklärt wurden.

Die ehemalige Zisterzienserabtei Waldsassen im Stiftsland, im bayerisch-böhmisch-sächsischen Dreieck gelegen, lohnt – die Touristen haben's bemerkt – einen eigenen Besuch, nicht nur einen Abstecher. Gegründet im Jahre 1133, nach der Reformation unter protestantisch-kurpfälzischer Herrschaft jahrzehntelang verödet, im 17. Jahrhundert wiederbesiedelt, 1803 wiederum aufgelöst. Nach Jahrzehnten abermaliger Brache kamen im Lauf des 19. Jahrhunderts Zisterzienserinnen, die in Waldsassen bis heute eine Mädchenschule führen und vor allem: einen der schönsten Bibliothekssäle Deutschlands hüten und zeigen.

1704 bis 1727 wurde der rechteckige Raum als Bibliothek eingerichtet und ausgestattet. Er hat eine flache Decke mit vier von einander getrennten Gemälden, die alle der Ehre des großen Ordensvaters Bernhard von Clairvaux dienen, und eine an drei Seiten umlaufende Galerie, Fenster nur an einer der beiden Längsseiten. Der Raum ist nicht sehr hell, und die freien Flächen, die nicht von den Bücherschränken eingenommen werden, sind vollständig mit einem speziellen Stuck, dem hier so genannten Bandelwerk, ausgefüllt, sodaß der Besucher sich vorkommt wie eingehüllt in die ungemein dichte künstlerische Ausstattung. Die Galerie wird von lebensgroßen geschnitzten Atlanten getragen, die allesamt vornüber gebeugt und in eigenartigen, exotischen Gewandungen ihre schwere Aufgabe erfüllten. Der Meister Karl Stilp mag bei der Arbeit sein Vergnügen gehabt haben, die Kunsthistoriker von heute plagen sich mit der Interpretation. In den offenen Regalen, die wie die Armarien aller süddeutschen Klosterbibliotheken 1803 ausgeräumt worden waren, stehen heute wiederum – freilich als staatliche Leihgaben – schöne alte Bücher in hellen Ledereinbänden. Die Bücher erfüllen keinen Benutzungszweck mehr, haben aber in ihrer jetzigen Aufstellung einen guten musealen Sinn: Der ursprüngliche Eindruck des Bibliothekssaales dürfte einigermaßen echt sein.

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1600 km Fahrt, wohltuende intakte und sehr urbane Städte, meistens gutes Wetter, angenehme Unterkunft in drei verschiedenen Jugendherbergen, ungezwungene und fröhliche Abende – Erinnerungen, die man gerne hat; ein guter Hintergrund für die vier Tage lang intensiv erlebte Bibliotheksgeschichte. Alle Teilnehmer dürften einen bleibenden Eindruck von der großen Bibliothekskultur des 18. Jahrhunderts mitgenommen haben, aber auch von dem rabiaten Einschnitt, den die Säkularisation darstellte, und schließlich von den verschlungenen Wegen der Bücher in allen Epochen europäischer Kulturgeschichte.