Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliothekswissenschaft
Prof. Dr. Klaus-Peter Mieth, Proseminar Bestandserschließung, WS 2002/3

Christof Capellaro

Die Schlagwortnormdatei -
ein zentrales Hilfsmittel der verbalen Sacherschließung

Versuch einer Einführung

- Hausarbeit -

Letzte Änderung: 4.11.2003
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Gliederung    
 
1.0 Einleitung    
  1.1 Thema, Ziel und Methoden    
  1.2 Standortbestimmung und grundlegende Begriffe    
     
2.0 Entwicklung der Schlagwortnormdatei    
       
3.0 Aufbau der Schlagwortnormdatei    
 

3.1 Das Prinzip der Terminologiekontrolle

   
  3.2 Zusätzliche Informationen und Ordnungshilfen    
  3.3 Verhältnis zu anderen Normdateien    
  3.4 Umsetzung auf der Normdaten-CD-ROM    
     
4.0 Nutzen und Einsatz der SWD    

 

4.1 Einsatz als Begriffsnachweissystem bei der verbalen Sacherschließung    

 

4.2 Gewährleistung konsistenter Erschließungspraxis    
  4.3 Einsatz bei der Literaturrecherche und im Rahmen der Literaturnachweissysteme (Kataloge)    
     

5.0 Pflege der Schlagwortnormdatei

   
     

6.0 Eine mögliche Zukunftsperspektive ? - Das Projekt MACS

   
       
Anmerkungen
 
Literatur und Internetquellen    
a) Monographien und Regelwerke    
b) Bibliographisch unselbstständige Literatur    
c) Internetquellen und elektronische Ressourcen    
   
Anhang

 

 
  1.0 Einleitung  
  1.1 Thema, Ziel und Methoden  
 
 
 

Abgeleitet von der Definition eines Thesaurus ist die Schlagwort-normdatei ... zu beschreiben als die geordnete Zusammenstellung von Schlagwörtern und ihren Verweisungsformen, die in Bibliotheken zur Inhaltserschliessung und zur Führung eines Schlagwortkataloges verwendet werden.“ [1]

 
     
 

Nicht selten wird man im Informations- und Bibliothekswesen mit komplizierten, auf den ersten Blick unverständlichen Definitionen konfrontiert, die sich vor allem dem Anfänger nur schwer erschließen.

Dennoch sollte man sich deshalb nicht gleich davon abschrecken lassen, die wichtigsten bibliothekarischen Hilfsmittel kennen zu lernen. Eines dieser Hilfsmittel ist die Schlagwortnormdatei (SWD) in welche die folgende Arbeit eine kurze und möglichst leicht verständliche Einführung zu geben versucht.

Ziel der Arbeit ist es, die zum Verständnis der Schlagwortnormdatei notwendigen Grundbegriffe (z.B. „Schlagwort“, „Terminologiekontrolle“, „Verweisungsform“) zu erklären und dann Aufbau, Funktion, Pflege und mögliche Zukunftsperspektiven der Schlagwortnormdatei selbst möglichst anschaulich darzustellen. Dieses Ziel wäre erreicht, wenn dem Leser die obige Definition nach der Lektüre der folgenden Seiten in etwas klarerem Licht erschiene als zuvor, sich also ein „Aha-Erlebnis“ einstellte.

Im Sinne der Anschaulichkeit wird der Text an einigen Stellen durch Abbildungen und Beispiele ergänzt. Die Beispiele sind dabei bewusst ebenfalls großteils dem Bibliothekswesen entnommen.

Diese Arbeit ist, wie bereits dargestellt, als eine erste Einführung in das Thema konzipiert und geht deshalb nicht auf Details und Spezialfragen ein. Wer sich mit der Thematik auf einer spezielleren Ebene beschäftigen möchte, könnte die Lektüre aber als erste (Ausgangs-)Basis sehen und weitere Vertiefungen und Ergänzungen in der Spezialliteratur, die dem Literaturverzeichnis zu entnehmen ist, nachlesen.

 
 

 
  1.2 Standortbestimmung und grundlegende Begriffe  
 
 
 

Bekanntermaßen werden in Bibliotheken Bücher und andere Medien gesammelt und für die Benutzung bereitgehalten. Damit der Benutzer ein für sein spezielles Informationsbedürfnis relevantes Medium in den oftmals riesigen Beständen tatsächlich ausfindig machen kann, werden diese Bestände von Bibliothekaren nach formalen und inhaltlichen Kriterien erschlossen.

Formale Erschließung bedeutet dabei nichts anderes, als dass für die Beschreibung eines Mediums im Katalog formale Merkmale (wie z.B. „Autor“, „Titel“, „Verlag“) herangezogen werden. Spielen für die Erschließung dagegen sachliche oder inhaltliche Merkmale (wie z.B.: „Welche Themen und Fragestellungen werden in einem Buch behandelt ?“) eine Rolle, so spricht man von Sach- oder Inhaltserschließung. Die bibliothekarische Sacherschließung kann grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten erfolgen, nämlich entweder durch Klassifikation oder als verbale Sacherschließung. [2] Bei der Klassifikation wird ein Buch entsprechend seiner Inhalte einer oder mehreren Klassen oder Sachgruppen eines zuvor festgelegten Klassifikationsschemas zugeordnet.

Grundidee der verbalen Sacherschließung ist es hingegen, Bücher durch die Angabe von Schlagwörtern, welche „aus dem Inhalt der Bücher gewonnen werden“, [3] zu erschließen. Nach Definition Hackers ist ein Schlagwort „ein möglichst kurzer, aber genauer und vollständiger Ausdruck für den sachlichen Inhalt eines Werkes.“ [4]

 
 

 
  2.0 Entwicklung der Schlagwortnormdatei  
 
 
 

Obwohl zahlreiche deutsche Bibliotheken, wie z.B. die bayerische Staatsbibliothek in München, [5] auf eine lange Tradition, nicht nur in der klassifikatorischen, sondern auch in der verbalen Sacherschließung, zurückblicken können, existierte bis Anfang der Neunzehnhundertachtzigerjahre für die verbale Sacherschließung kein einheitliches Regelwerk, das in ganz Deutschland oder gar im ganzen deutschen Sprachraum angewendet worden wäre.

Folglich konnte die verbale Sacherschließung in einzelnen Bibliotheken nur nach den „Hausregeln“ der jeweiligen Bibliothek erfolgen, was zwangsläufig zu einer insgesamt uneinheitlichen Erschließungspraxis führen musste.

Diese Uneinheitlichkeit mag für Bibliothekare und Benutzer immer schon ein gewisses Ärgernis gewesen sein. Zu einem regelrechten Problem wurde sie allerdings, als sich der Einsatz der EDV im Bibliothekswesen immer mehr durchzusetzen begann. Der EDV-Einsatz machte nämlich die Möglichkeiten im Verbund zu Katalogisieren oder fremde Katalogdaten zu übernehmen zusehends interessanter. Dies setzte jedoch Einheitlichkeit der Erschließungspraxis und deshalb die Verwendung eines einheitlichen Regelwerkes auch im Bereich der Sacherschließung voraus.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass gerade Ende der Siebzigerjahre immer öfter Forderungen nach einem solchen Regelwerk laut wurden, bis man sie bei einem Expertengespräch zur Sacherschließung, das 1978 in München statt fand, erstmals detaillierter formulierte. [6]

1980 schließlich erteilte der Fachbeirat des DBI (= Deutsches Bibliotheks-Institut) der Kommission für Sacherschließung den Auftrag, ein solches einheitliches Regelwerk für die Sacherschließung in wissenschaftlichen und öffentlichen Universalbibliotheken zu entwickeln. [7] 1986 lag die erste Auflage dieses Regelwerkes, der RSWK (Regeln für den Schlagwortkatalog) vor. [8] „Die Deutsche Bibliothek“ in Frankfurt am Main begann noch im selben Jahr die RSWK in der praktischen Arbeit einzusetzen.

Dennoch sollte allein mit den RSWK das Problem einer einheitlichen Sacherschließung noch längst nicht gelöst sein. – Im Gegenteil: In der Fachliteratur wird immer wieder betont, dass von allem Anfang an nicht nur ein Regelwerk sondern auch eine Liste der nach dem neuen Regelwerk angesetzten Schlagwörter eingefordert worden war, weil „[e]in zentrales Regelwerk allein kaum konsistente Indexierungsergebnisse gewährleisten könne“. [9]

Eine solche Liste, die SWL (Schlagwortliste), kam bis Juli 1987 durch eine von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderte Zusammenarbeit zwischen dem Bibliotheksverbund Bayern und „Der Deutschen Bibliothek“ zustande. [10] Die SWL ist somit die direkte Vorläuferin der SWD (Schlagwortnormdatei). - 1988 stellten „Die Deutsche Bibliothek“ und der Bayerischer Verbund nämlich einen weiteren Projektantrag an die DFG um die SWD als kooperative (d.h. gemeinsam gepflegte) Normdatei einzurichten. Diese führten sie, nachdem das Projekt 1990 erfolgreich abgeschlossen worden war, [11] in kooperativer Zusammenarbeit fort, d.h. sie sorgten dafür, dass die in ihrem Bereich neu vergebenen Schlagwörter in die SWD aufgenommen wurden.

Im Verlauf der Neunzigerjahre nahm die Zahl der Bibliotheksverbünde, die sich an dieser Art der kooperativen Weiterführung beteiligten, kontinuierlich zu. Als im Jahr 1994 auch die wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs einen diesbezüglichen Kooperationsvertrag mit Der Deutschen Bibliothek schlossen, [12] hatte das Projekt Schlagwortnormdatei sogar die Landesgrenzen Deutschlands überschritten.

Gleichzeitig wurde in den Neunzigerjahren jedoch auch immer stärker die Kritik geäußert, dass die RSWK, also jenes Regelwerk das der Schlagwortnormdatei zugrunde liegt, die Eigenheiten elektronischer Kataloge zu wenig berücksichtigten und sich noch zu sehr am alten Zettelkatalog orientieren würden. [13]

Da jedoch viele dieser Kritikpunkte aufgenommen und bei der dritten Auflage der RSWK berücksichtigt wurden, [14] ist es sehr wahrscheinlich, dass RSWK und SWD noch längere Zeit eine gewichtige Rolle bei der Sacherschließung im deutschsprachigen Raum spielen werden.

 
 

 
  3.0 Aufbau der Schlagwortnormdatei  
 
 
3.1 Das Prinzip der Terminologiekontrolle
 
 
 

Eine der größten Schwierigkeiten, der man sich im Zusammenhang mit der verbalen Sacherschließung ausgesetzt sieht, ist die Uneindeutigkeit der natürlichen Sprache (Alltagssprache).

So kann es sein, dass ein und dieselbe Sache durch mehrere unterschiedliche Wörter bezeichnet werden kann (z.B.: Bibliothek und Bücherei oder Literaturverzeichnis und Bibliographie). In diesem Fall spricht man von Synonymen.

Außerdem gibt es Homonyme, also Wörter, die verschiedene Begriffe bezeichnen können, weil sie mehrere unterschiedliche Bedeutungen haben (z.B. Schloss). Oft ist die Bedeutung auch vom Zusammenhang abhängig, in dem ein Wort verwendet wird. (Ein Baum in der Botanik ist z.B. etwas anderes, als ein Baum in der Mathematik.)

Bei der verbalen Sacherschließung wären die Auswirkungen, die solche Mehrdeutigkeiten haben könnten, natürlich fatal. Am Ende könnte kein Benutzer (und auch kein Bibliothekar) mehr wissen, was eigentlich gemeint ist.

Deshalb bedient man sich für die verbale Sacherschließung so genannter normierter oder terminologisch kontrollierter Vokabulare. Terminologische Kontrolle bedeutet hierbei nichts anderes, als dass man mit einer Wortliste arbeitet, welche die Uneindeutigkeiten der natürlichen Sprache durch den Nachweis begrifflicher Beziehungen auflöst. [15]

Terminologiekontrolle durch den Nachweis begrifflichen Beziehungen in der Schlagwortnormdatei bedeutet also, dass

 
      Synonyme möglichst vollständig erfasst und für jeden Begriff eine Vorzugsbenennung (auch „Ansetzungsform“ genannt) bestimmt wird, die ihn eindeutig vertritt und von synonymen Nichtvorzugsbenennungen auf die jeweilige Vorzugsbenennung/Ansetzungsform verwiesen wird: [16]    
      also z.B.:   Bibliothek BF (Benutzt für) Bücherei      
      [Bibliothek wäre die Vorzugsbenennung oder Ansetzungsform und Bücherei die Nichtvorzugsbenennung oder Verweisungsform.],      
             
      dass Homonyme besonders gekennzeichnet und mit einem so genannten Homonymenzusatz, der die eindeutige Zuordnung sicherstellt, versehen werden:    
      also z.B. Baum <Mathematik>,      
             
      und dass auch so genannte hierarchische Beziehungen und Assoziations-beziehungen zwischen den Begriffen nachgewiesen werden. [17] Das heißt, dass ein Begriff als Oberbegriff eines anderen bzw. als verwandter Begriff eines anderen ausgewiesen werden kann:    
      also z.B. Bibliographie OB (Oberbegriff) Verzeichnis
Bibliographie VB (verwandter Begriff) Katalog
[Verzeichnis wäre ein Oberbegriff zu Bibliographie]   
     
     
 

In der Fachsprache der Bibliothekare und Dokumentare wird häufig der Ausdruck „Thesaurus“ benutzt, wenn es um ein Werkzeug der Terminologiekontrolle geht.

Nach DIN (Deutsches Institut für Normung) ist „[e]in Thesaurus im Bereich der Information und Dokumentation ... eine geordnete Zusammenstellung von Begriffen und ihren (vorwiegend natürlichsprachigen) Bezeichnungen, die in einem Dokumentationsgebiet zum Indexieren, Speichern und Wiederauffinden dient. Ein Thesaurus ist dadurch gekennzeichnet, dass er Synonyme erfasst, Homonyme und Polyseme besonders kennzeichnet, für jeden Begriff eine Bezeichnung festlegt, Beziehungen zwischen den Begriffen festlegt und den Geltungsbereich einschränkt. Des Weiteren ist ein Thesaurus eine Liste zulässiger und nicht zulässiger Deskriptoren für ein Sachgebiet, wobei alle Deskriptoren miteinander in einem Geflecht von Beziehungen stehen (Thesaurusrelation).“ [18]

Ob die Schlagwortnormdatei als Thesaurus bezeichnet werden kann, ist innerhalb der Fachöffentlichkeit nicht unumstritten. Während manche Autoren diese Frage überzeugt bejahen, verneinen sie andere ebenso überzeugt. Letztendlich hängt die Antwort auch im wesentlichen davon ab, wie man den Begriff Thesaurus genau definiert. [19]

 
 

 
  3.2 Zusätzliche Informationen und Ordnungshilfen  

 

In der Schlagwortnormdatei ist jede Ansetzungsform gemeinsam mit den ihr zugehörigen Verweisungsformen in einem Datensatz abgespeichert. Jeder Datensatz trägt eine Datensatznummer. [20] Gegenwärtig (2003) enthält die SWD gut 580.000 solcher Normdatensätze. [21]

Ein Normdatensatz enthält nicht nur den Nachweis der jeweiligen begrifflichen Beziehungen, sondern darüber hinaus auch eine Reihe zusätzlicher, strukturierender Informationen, welche die Übersichtlichkeit erhöhen und dem Anwender die Zuordnung erleichtern sollen.

Die Normdatensätze aus der Schlagwortnormdatei sind, um sie von den Normdatensätzen der beiden anderen Normdateien (auf die weiter unten noch kurz eingegangen wird) zu unterscheiden, im Feld „Satzart“ durch den Indikator „s“ gekennzeichnet.

Jedes Schlagwort wird außerdem einer bestimmten Schlagwortkategorie zugeordnet und mit einem entsprechenden Indikator versehen, wie die folgende Tabelle zeigt. [22]

Indikator

Schlagwortart

Beispiel(e)

Cc

Körperschaft, deren Ansetzungsform

 

 

mit einem Geografikum beginnt

Berlin / Universität <Humboldt-Universität>

Ff

Formschlagwort

 Atlas, Bibliographie

Gg

Geo- /ethnographisches Schlagwort

Berlin, Chiemsee, Navajo

Kk

Körperschaft ohne Geografikum

Deutscher Bibliotheksverband

Pp

Personenschlagwort

Büchner, Georg

Ss

Sachschlagwort

Bibliotheksbau, Röntgentechnik

Tt

Titel eines Werkes

¬Die¬ Blechtrommel <Film>

Zz

Zeitschlagwort

Geschichte <500-1500>

Bestimmte Typen von Schlagwörtern (z.B. geographische und ethnographische Schlagwörter, Sprachbezeichnungen, Körperschaftsschlagwörter) erhalten als zusätzliches Ordnungsmerkmal auch einen Ländercode, der den geographischen Bezug zum Ausdruck bringen soll und den Bestimmungen internationaler Normen entspricht. [23]

 
     
also z.B.
Marbach <Neckar> / Deutsches Literaturarchiv
LC: XA-DE (XA=Europa, DE=Deutschland)
‡ XA-DE-BW (Baden Württemberg)   
     
     
 

Darüber hinaus werden die Schlagwörter klassifiziert. [24] Dabei wird jedes Schlagwort entsprechend seiner inhaltlichen Bedeutung einer oder mehreren Klassen einer Systematik [25] zugeteilt und erhält eine entsprechende Systematiknotation, also eine Nummer die über diese Zuordnung Auskunft gibt. Die Regeln dieser Systematisierung sind in dem Band „SWD-Systematikgruppen – Leitfaden zu ihrer Vergabe“ festgehalten und dadurch transparent und nachvollziehbar gemacht.

Die Klassifizierung der Schlagwörter bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. So kann sich der Benutzer z.B. einen schnellen Überblick über ein bestimmtes, ihn interessierendes Teilgebiet verschaffen und auch die Herstellung von fachbezogenen Teilausgaben wird so ermöglicht. [26] Die SWD ist die einzige Normdatei in Westeuropa, die vollständig klassifiziert wurde. [27]

Vor der Neuansetzung eines Schlagwortes muss dieses in einem einschlägigen fachlichen Nachschlagewerk nachgewiesen worden sein. Die Titel der zu diesem Zwecke heranzuziehenden Nachschlagewerke, sowie deren Rangfolge, sind der „Liste der fachlichen Nachschlagewerke zur SWD“ zu entnehmen. Auch das herangezogene Nachschlagewerk wird (als „Quelle“, Abkürzung Q) im Normdatensatz angeführt.

Eine Definition, die beschreibt, was ein Schlagwort genau bezeichnet, sowie Hinweise zur Vergabe können ebenfalls angegeben sein. Fakultativ ist auch die Angabe einer alternativen Ansetzungsform für Öffentliche Bibliotheken.

 
     


Also z.B. Gorbacev, Michail S.

ÖB       Gorbatschow, Michail S.

     
 

 
  3.3 Verhältnis zu anderen Normdateien  

  Neben der Schlagwortnormdatei existieren in Deutschland zwei weitere, nach ähnlichen Prinzipien aufgebaute Normdateien, nämlich die Personennamendatei (PND) und die Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD).

Die PND enthält normierte Personennamen, die GKD die normierten Namen von Körperschaften (z.B. Gebietskörperschaften, Parteien, Vereinen, Verbänden). GKD und PND finden – anders als die SWD – ihre Anwendung im Bereich der Formalerschließung, nicht der Sacherschließung.

Weil aber sowohl Personennamen, als auch die Namen von Körperschaften, selbst zum Schlagwort werden können, [28] gibt es teilweise Überschneidungen von GKD und PND mit der Schlagwortnormdatei.

Weil sich GKD und PND aber an einem anderen Regelwerk (nämlich dem der Formalerschließung) orientieren, kann es vorkommen, dass z.B. ein und derselbe Name in der PND anders anzusetzen ist als in der SWD.

Diese im Grunde recht ärgerliche Uneinheitlichkeit, die auch in der Literatur häufig beklagt wird, ist nicht nur auf den Unterschied in den Regelwerken zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Inhalts- und Formalerschließung in deutschen Bibliotheken traditionell zwei sehr stark voneinander getrennte Arbeitsbereiche bilden, die nur in sehr geringem Maß miteinander kooperieren.

 
 

 
  3.4 Umsetzung auf der Normdaten-CD-ROM  

 

Während nach der Einführung der SWD bei deren Verbreitung lange Zeit der Mikroficheausgabe [29] große Bedeutung zukam, spielt diese Form wegen der schlechten Handhabbarkeit heute keine so bedeutende Rolle mehr.

Von größerer Bedeutung sind der Änderungsdienst auf Magnetband, der vor allem in den Rechenzentren der Bibliotheksverbünde eingesetzt wird, um die SWD in den lokalen Datenpool einzuspielen sowie die Umsetzung auf der Normdaten-CD-ROM.

Die Normdaten-CD-ROM (eigentlich ein Paket, das aus zwei CD-ROMs besteht) enthält alle drei Normdateien (SWD, GKD, PND). Sie wird von „Der Deutschen Bibliothek“ hergestellt, vertrieben und halbjährlich aktualisiert. Der Preis beträgt 306 Euro für die Einzelplatzversion bzw. 613 Euro für die Mehrplatzlizenz. [30]

Die CD-ROM verfügt über eine graphische Benutzeroberfläche mit Suchmaske, Trefferkurzanzeige (im Listenformat) sowie zwei verschiedene Arten der Vollanzeige und eine Hilfefunktion. [31]

 
     
   
  Abb. 1: Die graphische Benutzeroberfläche der Normdaten-CD-ROM.
Hier kann nach Normdatensätzen gesucht werden.
 
     
   
  Abb. 2: Anzeige gefundener Schlagwörter in Listenform.  
     
   
  Abb. 3: Anzeige eines Normdatensatzes im „Thesaurusformat“.  
   
   
  Abb. 4: Anzeige eines Normdatensatzes im „MAB-Format“. (MAB bedeutet Maschinelles Austauschformat für Bibliotheken. Dieses dient der gegenseitigen Übermittlung von Katalog- aber auch Normdaten. Die dreistelligen Ziffern, die die Felder oder Kategorien darstellen, sowie die dazugehörigen Indikatoren dieses MAB-Datensatzes sind im Anhang aufgeschlüsselt worden.)  
     
  Die Suche nach Schlagwörtern ist außerdem auch über die Z39.50-Schnittstelle des Literaturinformationssystems (ILTIS = Integriertes Literatur-, Tonträger- und Musikalien-Informations-System) auf der Homepage „Der Deutschen Bibliothek“ möglich. [32]  
 

 
  4.0 Nutzen und Einsatz der Schlagwortnormdatei  

 

Den Nutzen der SWD könnte man in drei zentrale Bereiche gliedern,

-         den Einsatz als Begriffsnachweissystem bei der verbalen Sacherschließung,

-         die Sicherstellung der Erschließungskonsistenz als Ausgangsbasis für die Verbundkatalogisierung u. Fremddatenübernahme

-         sowie den Einsatz bei der Literaturrecherche und im Rahmen der Kataloge

 
 

 
  4.1Einsatz als Begriffsnachweissystem  bei der verbalen Sacherschließung  

 

Betrachten wir zunächst den Einsatz der SWD im Rahmen der verbalen Sacherschließung.

Nach Definition der RSWK umfasst "[d]ie Schlagwortkatalogisierung ... die Analyse des begrifflichen Inhalts eines vorliegenden Dokuments und dessen Umsetzung in Schlagwörter, deren Ansetzung sowie die Bildung von Schlagwortketten“, [33] wobei Schlagwortketten immer dann gebildet werden müssen, wenn „zur Beschreibung eines Gegenstandes mehrere Begriffe erforderlich [34] “ sind.

Der Sacherschließer analysiert das Dokument also zunächst auf seinen Inhalt und recherchiert dann in der SWD nach passenden Schlagwörtern, aus welchen er die Schlagwortketten bildet. Insofern ist es richtig zu sagen, die SWD enthalte das „Rohmaterial“ für die Kettenbildung bei der inhaltlichen Erschließung. [35]

Nur wenn er in der SWD keine passenden Schlagwörter findet, welche die begrifflichen Inhalte des zu erschließenden Dokumentes treffend beschreiben, müsste er selber – freilich unter Beachtung des Regelwerkes – ein oder mehrere neue Schlagwörter bilden und gegebenenfalls dafür sorgen, dass sie in die SWD aufgenommen werden. Der Sacherschließer benutzt die SWD während des Erschließungsvorganges also im Sinne eines Begriffsnachweissystems, [36] das ihn bei der Erschließungsarbeit unterstützt.

Um dieses Begriffsnachweissystem effektiv nutzen zu können, sollte er mit dem Aufbau der Normdatei insgesamt sowie mit dem Aufbau eines einzelnen Datensatzes und den gebotenen Recherche- und Anzeigemöglichkeiten gut vertraut sein.

 
 

 
  4.2 Gewährleistung konsistenter Erschließungspraxis  

 

Gleichzeitig besteht der Zweck der SWD auf anderer, „höherer“ [37] Ebene auch genau darin, den Erschließungsaufwand der einzelnen Bibliotheken zu minimieren. Indem der (fast) flächendeckende Einsatz der SWD nämlich eine einheitliche Erschließungspraxis gewährleistet, ist die wesentlichste Voraussetzung sowohl für die Verbundkatalogisierung und den Austausch von Katalogdaten, als auch für die Übernahme fremder Katalogdaten gegeben.

Ziel dieser Verfahren ist es, dass ein und dasselbe Werk nicht mehr in jeder einzelnen Bibliothek extra katalogisiert und erschlossen wird, sondern dass in einer Bibliothek ein Katalogisat erstellt wird, das andere Bibliotheken (gegebenenfalls nach kurzer eigenständiger Prüfung) übernehmen, wobei das Hauptziel die Kostenersparnis ist.

 
 

 
  4.3 Einsatz bei der Literaturrecherche und im Rahmen der Literaturnachweissysteme (Kataloge)  

 

Wie bereits am Anfang festgestellt, ist der Zweck aller Erschließungsarbeit, dem Benutzer das Finden der gewünschten Literatur zu ermöglichen. Dies erfolgt durch den Nachweis der Literatur im (mittlerweile in aller Regel elektronischen) Katalog. Hinweise zur „Gestaltung der Schlagwortrecherche im Online-Katalog“ und zum Verhältnis zwischen SWD und lokalem elektronischen Katalog werden in § 20 der RSWK gemacht.

Diese gehen von einer getrennten Führung von Schlagwortnormdatei und lokalen Katalogdaten aus, sehen aber vor, dass Schlagwortnormdatensätze und lokale Katalogdatensätze verknüpft sind, sodass sowohl in der SWD wie auch im Katalog gesucht werden kann und ein rascher Wechsel zwischen beiden möglich ist. [38]

Anzustrebendes Ziel ist sicherlich, das Begriffsnachweissystem Schlagwortnormdatei soweit in das Literaturnachweissystem Katalog zu integrieren, dass bei der Beschlagwortung durch eine Vorzugsbenennung automatisch alle synonymen Nicht-Vorzugsbenennungen aus der SWD im entsprechenden Katalogdatensatz mitabgespeichert werden, sodass der Benutzer bei der Literaturrecherche – auch auf die Angabe einer Nichtvorzugsbenennung – den oder die entsprechenden Treffer erhält. [39]

Um einen zentralen Zugriffspunkt für Wartungs- und Änderungsarbeiten zu haben, ist es gleichwohl sinnvoll, im Hintergrund, also in der SWD selbst, weiterhin eine Bezeichnung als Vorzugsbenennung auszuweisen. [40]

Darüber hinaus wäre auch eine noch weitergehende Nutzung der in der SWD abgebildeten begrifflichen Beziehungsstruktur für die Katalogrecherche (z.B. Nutzung von Assoziationsrelationen, indem im Katalog auf Knopfdruck nach thematisch ähnlicher Literatur gesucht werden kann) denkbar.

 
 

 
5.0 Pflege der Schlagwortnormdatei  

 

Wie Ribbert betont, führt innovative, inhaltlich neue Literatur zwangsläufig zur Notwendigkeit, neue Schlagwörter anzusetzen, um diese neue Literatur adäquat erschließen zu können. Darum kann "eine Datei wie die SWD ... von der Natur der Sache her niemals ein abgeschlossenes Vokabular sein." [41]

Die SWD ist also keineswegs statisch. Im Gegenteil: Laufend wird sie um neue Schlagwörter ergänzt, die bei der Beschlagwortung neuer Literatur in den Bibliotheken der beteiligten Verbünde „anfallen“.

Wie die Pflege und Aktualisierung der SWD konkret vor sich geht, wird im Folgenden erläutert, wobei der Bibliotheksverbund Bayern als konkretes Beispiel dient.

Grundsätzlich ist zunächst festzuhalten, dass die Pflege der SWD nicht durch eine einzelne Bibliothek oder einen einzelnen Bibliotheksverbund, sondern durch Zusammenarbeit mehrerer – im Moment neun – Bibliotheksverbünde mit der Deutschen Bibliothek erfolgt.

(An der Pflege der SWD sind gegenwärtig beteiligt: Die Deutschen Bibliothek, BVB (Bibliotheksverbund Bayern); GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen); HBZ (Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen); HEBIS (Hessisches Bibliotheks-Informationssystem); KOBV (Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg); SWB ( Südwestdeutscher Bibliotheksverbund); ferner der Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz-München-Rom sowie der Verbund der wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs und die Schweizerische Landesbibliothek SLB.) [42]

Für die einzelnen Bibliotheken ist dabei eine Zentralredaktion innerhalb ihres jeweiligen Verbundes der unmittelbare Ansprechpartner. An diese Zentralredaktion können die Bibliotheken mit Änderungs- oder Neuansetzungsvorschlägen herantreten. [43]

Die Zentralredaktionen wiederum stehen mit „Der Deutschen Bibliothek“ in Verbindung und haben sowohl lesenden als auch schreibenden Zugriff auf die Schlagwortnormdatei. [44]

Ihre Aufgabe ist es, Änderungs- und Neuansetzungsvorschläge aus den Bibliotheken ihres Verbundes entgegenzunehmen und auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

(Ist eine vorgeschlagene Änderung oder Neuansetzung regelwerkskonform, d.h. genügt sie den Anforderungen der RSWK? Wurde das neue Schlagwort in den vorgesehenen Nachschlagewerken nachgewiesen? Wurden alle Verweisungen erfasst? Wurden Systemstellen und wenn nötig Länder- oder Sprachcodes vergeben? [45] )

Fällt diese Überprüfung positiv aus, so wird die Neueingabe bzw. Änderung in die SWD eingearbeitet. Fällt die Überprüfung negativ aus, so wird der Vorschlag der jeweiligen Bibliothek zur Verbesserung retourniert. Um sich über Problemfälle auszutauschen und über Unklarheiten Rücksprache halten zu können, existiert ein Mailboxsystem.

Gibt es zwischen den Partnern Unstimmigkeiten (z.B. über die Löschung einzelner Deskriptoren) so stimmen die beteiligten Verbünde und „Die Deutsche Bibliothek“ über den Streitfall ab, wobei das Mehrheitsprinzip gilt und den größeren Verbünden kein höheres Stimmgewicht eingeräumt wird als den kleineren. [46]

Eine Expertengruppe aus Mitgliedern der Verbundredaktionen kommt mehrmals pro Jahr in Frankfurt am Main zusammen, um Probleme und mögliche Weiterentwicklungen zu besprechen. [47] Ähnliche Treffen und Besprechungen finden auch auf lokaler Ebene (innerhalb der einzelnen Verbünde) statt.

„Die Deutsche Bibliothek“ ist für die Vorhaltung der Daten in einem zentralen Datenpool verantwortlich („Ein-Daten-Konzept“ [48] ). In diesen gehen alle von den Zentralredaktionen eingebrachten Neuansetzungen und Änderungen ein und gelangen aus diesem über die Zentralredaktionen wiederum in die Verbünde und zu den einzelnen Bibliotheken zurück. Dies geschieht in der Regel durch Einspeisung der Änderungen in das lokale Verbundsystem. So wird die SWD z.B. in BVB-KAT (das System des bayerischen Verbundes) eingespielt und wöchentlich aktualisiert. [49]

Dadurch haben jene Bibliotheken, die sich im Rahmen ihres Verbundes an der Pflege der SWD beteiligen, immer (kostenlosen) Zugriff auf eine aktuelle Version der SWD.

Bibliotheken die keinem der beteiligten Verbünde angehören, können sich mit Änderungswünschen direkt an „Die Deutsche Bibliothek“ wenden [50] . Um die SWD nutzen zu können, müssen diese, ebenso wie Anwender aus der Privatwirtschaft, jedoch einen Nutzungsvertrag mit der Deutschen Bibliothek abschließen und durch Kauf die Normdaten-CD-ROM erwerben.

 
 

 
 

6.0 Eine mögliche Zukunftsperspektive ? –

Das Projekt MACS

 

 

Selbstverständlich existieren Normdateien für Schlagwörter auch in anderen Ländern. Das französische Gegenstück zur SWD ist RAMEAU (Répertoire d'autorité-matière encyclopédique et alphabétique unifié [51] ), das US-amerikanische LCSH (Library of Congress Subject Headings).

Die LCSH sind dabei nicht nur für die USA eine bedeutende Normdatei, ihr Einfluß nimmt generell zu, wobei die Grenzen des englischen Sprachraums dabei verständlicherweise bisher aber auch immer die Grenzen der Ausbreitung darstellten.

Ein interessantes Kooperationsprojekt, das dazu angetan ist, Sprachgrenzen im Bereich der Normdateien zu überwinden, ist das Projekt MACS (Multilingual Access to Subjects), das 1999/2000 in Kooperation von Schweizerischer Nationalbibliothek, „Der Deutschen Bibliothek“, Bibliothèque nationale de France und British Library durchgeführt wurde, um anhand der beiden Themengebiete Sport und Theater zu überprüfen, inwieweit zwischen SWD, RAMEAU und LCSH Verknüpfungsmög-lichkeiten bestehen. [52]

Zu diesem Zweck wurden einige neue Titel probeweise nach allen drei Normdateien indexiert. Gezielt wurde nach verknüpfbaren Entsprechungen bei den Schlagwörtern gesucht. Es zeigte sich, dass viele Schlagwörter verlinkbar sind und erstaunlicherweise die am häufigsten vergebenen Schlagwörter auch diejenigen mit der höchsten Übereinstimmungswahrscheinlichkeit über die Grenzen der nationalen Normdateien hinweg sind. Allerdings erwies sich die Übereinstimmungswahrscheinlichkeit auch als stark sachgebietsabhängig. [53]

Auf der Basis der gesammelten Erkenntnisse können nun jedenfalls weitere Strategien entwickelt werden, wobei besonders eine mögliche maschinelle Verlinkung einen interessanten Ansatzpunkt darstellt. [54]

Insgesamt kann eine nationale Normdatei von einem solchen Projekt nur profitieren, zumal im Zuge des Projekts und bei der Verlinkung in allen drei Normdateien einzelne Schwachstellen aufgedeckt und fehlende Schlagwörter nachgeführt werden konnten. [55]

Der eingeschlagene Weg einer Verlinkung ist außerdem deshalb interessant, weil so auf weitere Sicht die Möglichkeit gegeben wäre, in der eigenen Landessprache zu suchen und Treffer aus Katalogen zu erhalten, die in anderen Sprachen erschließen.

Darüber hinaus bietet Verlinkung den Vorteil, dass ein Land nicht einfach das Regelwerk bzw. die Normdatei eines anderen vollständig übernehmen müsste. Landesspezifische Eigenheiten und spezifische Vorteile der einzelnen Normdatei blieben so erhalten.

Vielleicht wird gerade in solchen Entwicklungen die Zukunft der Normdateien liegen.



 

 
  Anmerkungen  
     
 

[1] Kunz, Grundlagen der Schlagwortnormdatei, S. 5.

[2] Vgl. Hacker, Bibliothekarisches Grundwissen, S. 195.

[3] Hacker, Grundwissen, S. 195.

[4] Ebd.

[5] Vgl. Mücke, Die Schlagwortkatalogisierung an der Bayerischen Staatsbibliothek und deren Beitrag zur Schlagwortnormdatei (SWD), S. 314.

[6] Vgl. Bisig, OPAC und verbale Sacherschließung, S. 117.

[7] Vgl. Kooperative Führung einer Schlagwortnormdatei, S. 6.

[8] Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle in der Schlagwortnormdatei, S. 9.

[9] Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 10.

[10] Vgl. Schubert, Aus der Arbeit der zentralen Redaktion München des bayerischen Verbundesfür die SWD, S. 84.

[11] Vgl. Stephan, Kooperative Dateiführung und redaktionelle Aufgaben d. Dt. Bibliothek, S. 57.

[12] Vgl. Unteregger-Vaerst, 3 Jahre Österr.-Redaktion der Schlagwortnormdatei in Salzburg, S. 4.

[13] Nachzulesen z.B. bei Umstätter, Wäre es nicht langsam an der Zeit, die Informationstechnologie in der bibliothekarischen Sacherschließung etwas ernster zu nehmen? S. 277-288.

[14] Vgl. Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), 3. Aufl., § 1,5.

[15] Vgl. Kooperative Führung, S. 10.

[16] Vgl. Kunz, Grundlagen, S. 6.

[17] Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 19.

[18] DIN 1463, Teil 1.

[19] Ribbert z.B. unterscheidet bei den Begriffsnachweissystemen zwischen Thesauris und Standardlisten und ordnet die Schlagwortnormdatei den Standardlisten und nicht den Thesauri zu. – Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 14f.

[20] Vgl. Umlauf, Einführung in die Regeln für den Schlagwortkatalog RSWK.

http://www.ib.hu berlin.de/~kumlau/handreichungen/h66/.

[21] Recherche nach Normdatensätzen der Satzart „s“ mit Hilfe der Normdaten-CD-ROM am 26.07.2003.

[22] Vgl. zu den Schlagwortkategorien und Indikatoren Umlauf, Einführung.

[23] Vgl. Die Deutsche Bibliothek, Listen der Ländercodes,

http://www.ddb.de/professionell/pdf/laendercode.pdf.

[24] Zur Methode der Klassifikation vgl. Abschnitt 1.2 dieser Arbeit.

[25] Weil die dabei angewandte Systematik aus jener des Halbjahresverzeichnisses der Deutschen

Bibliographie hervorgegangen ist, bezeichnet man sie als HJV/MJV-Systematik. – Vgl. SWD-

Systematikgruppen – Leitfaden zu ihrer Vergabe, S. 5.

[26] Vgl. Systematikgruppen – Leitfaden, S. 3.

[27] Vgl. Kelm, The Subject Authority File in Germany, S. 66.

[28] Nicht nur Goethe selbst hat Bücher geschrieben, sondern auch über ihn wurden Bücher

geschrieben, bei deren Beschlagwortung der Name Goethe dann als Schlagwort auftauchen muss.

[29] Mikrofiches sind Kärtchen aus Mikroplanfilm, die Texte in sehr starker fotografischer

Verkleinerung enthalten, welche mit Hilfe eines speziellen Lesegerätes vergrößert und gelesen

werden können. Zur Definition vgl. Hacker, Grundwissen, S. 121.

[30] Vgl. Die Deutsche Bibliothek, Normdaten-CD-ROM – Produktinformation, 

http://www.ddb.de/produkte/dnb.htm.

[31] Vgl. ebd.

[33] RSWK, 3. Aufl., § 4,1.

[34] Ebd., § 13,1.

[35] Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 13.

[36] Kunz, Grundlagen, S. 9.

[37] Vgl. Umlauf, Einführung.

[38] RSWK, 3. Aufl., § 20,3 und 4.

[39] Vgl. Hengel-Dittrich, Normdaten als Zugriffspunkte im Online-Katalog, S 209f.

[40] Vgl. ebd.

[41] Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 13.

[42] Vgl. Michel/Effelsberg: Schlagwortnormdatei. http://www.ddb.de/professionell/swd.htm

[43] Vgl. dazu im Anhang die Abb. 5: Meldung an die Schlagwortnormdatei (SWD)
Korrektur- und Ergänzungsvorschläge zu vorhandenen Schlagwörtern.

[44] Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 318.

[45] Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 321.

[46] Vgl. Unteregger-Vaerst, Österreich-Redaktion, S. 89.

[47] Vgl. ebd., S. 90.

[48] Vgl. Kooperative Führung, S. 15.

[49] Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 319.

[50] Vgl. Kelm, Subject Authority File, S. 64.

[51] Vgl. Bibliothèque nationale de France, Rameau, http://rameau.bnf.fr/.

[52] Vgl. MacEwan, Crossing Language Barriers in Europe - … , S. 201.

[53] Vgl. ebd. S. 205/6.

[54] Vgl. ebd. S. 206.

[55] Vgl. ebd. S. 204.



 

Literatur und Internetquellen

a) Monographien und Regelwerke

Die Schlagwortnormdatei, Entwicklungsstand und Nutzungsmöglichkeiten :
Vorträge eines Kolloquiums zur Schlagwortnormdatei (SWD) in Frankfurt a.M.
am 5. und 6. Oktober 1989 / zsgest. und hrsg. von Werner Stephan. - Berlin
[West] : Dt. Bibliotheksinst., 1990. - 179 S. (Dbi-Materialien ; 90).

Hacker, Rupert : Bibliothekarisches Grundwissen / Rupert Hacker. - 7.,
neubearb. Aufl. - München : Saur, 2000. - 366 S.

Kooperative Führung einer Schlagwortnormdatei : Fortführung der
Schlagwortnormdatei (SWD) ; Bericht über ein Projekt der Deutschen
Forschungsgemeinschaft / Deutsches Bibliotheksinstitut. [Projektbericht: Werner
Stephan]. - Berlin : Dt. Bibliotheksinst., 1991. - 39 S.

Liste der fachlichen Nachschlagewerke zu den Normdateien (GKD, PND, SWD) / Die Deutsche Bibliothek. - Ausg. Oktober 2000, Stand: 29. August 2000. - Frankfurt am Main, 2000. - 181 S.

Regeln für den Schlagwortkatalog : RSWK / [erarb. von der Expertengruppe RSWK des Deutschen Bibliotheksinst. für Sacherschließung, bearb. 2. Aufl. (1991). Hrsg. von Hans-Jürgen Schubert] Grundwerk. - 3., überarb. und erw. Aufl. - 1998 - Berlin : Dt. Bibliotheksinst., Losebl.-Ausg.

Zugleich unter:
http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi
berlin.de/dbi_pub/einzelpu/regelw/rswk/rswk_00.htm

[letzter Zugriff: 11.09.2003]

SWD-Sachgruppen : Leitfaden zu ihrer Vergabe / [Bearb.: Walther Traiser]. Die Deutsche Bibliothek. - Leipzig [u.a.] : Dt. Bibliothek, 2000. - 200S.




b) Bibliographisch unselbstständige Literatur

Bisig, Urs : OPAC und verbale Sacherschließung : ein Beitag zur RSWK-
Diskussion
. In: ABI-Technik, 14(1994), S. 117-130.

Dilger, Mechthild : Revision eines Schlagwortregisters mit Hilfe der
Schlagwortnormdatei
. In: Bibliotheksdienst, 26(1992), S. 1338-1348.

Galsterer, Brigitte : RSWK / SWD und Öffentliche Bibliotheken. In: Bibliotheksdienst, 25(1991), S. 1873-1880.

Hengel-Dittrich Christine: Normdaten als Zugriffspunkte im Onlinekatalog. In: Wefers, Sabine (Hg.): 85. Deutscher Bibliothekartag in Göttingen 1995, Frankfurt/M.: Klostermann, 1996, S. 208-222.

Kelm, Barbara : The Subject Authority File in Germany. In: Cataloguing and
Clasification Quarterly, 25(1996), S. 62-66.

Kunz, Martin : Grundlagen der Schlagwortnormdatei. In: Dialog mit Bibliotheken,
4(1992), S. 5-10.

Lepsky, Klaus : Automatisierung in der Sacherschließung: maschinelles
Indexieren von Titeldaten
. In: Wefers, Sabine (Hg.): 85. Deutscher
Bibliothekartag in Göttingen 1995, Frankfurt/M.: Klostermann,
1996, S. 223-233.

Lepsky, Klaus : RSWK und was noch ? - Stellungnahme ... In: Bibliotheksdienst, 29(1995), S. 500-519.

MacEwan, Andrew : Crossing Language Barriers in Europe: linking LCSH to Other Subject Heading Languages. In: Cataloging and Classification Quarterly, 29(2000), S. 199-207.

Mücke, Michael : Die Schlagwortkatalogisierung an der Bayerischen Staatsbibliothek und deren Beitrag zur Schlagwortnormdatei (SWD)
In: Bibliotheksforum Bayern, 24(1996), S. 313-333.

Ribbert, Ulrich : Terminologiekontrolle in der Schlagwortnormdatei. In: Bibliothek - Forschung und Praxis, 16(1992), S. 9-25.

Schubert, H. : Aus der Arbeit der zentralen Redaktion München des bayerischen
Verbundes für die SWD
. In: Die Schlagwortnormdatei, Entwicklungsstand und
Nutzungsmöglichkeiten : Vorträge Eines Kolloquiums zur Schlagwortnormdatei
(SWD) in Frankfurt a.M. am 5. und 6. Oktober 1989 / zsgest. und hrsg. Von
Werner Stephan. - Berlin [West] : Dt. Bibliotheksinst., 1990. - 179 S.
(DbiMaterialien ; 90), S. 68-82.

Stephan, Werner: Kooperative Dateiführung und redaktionelle Aufgaben der
Deutschen Bibliothek
. In: Die Schlagwortnormdatei,
Entwicklungsstand und Nutzungsmöglichkeiten : Vorträge Eines Kolloquiums zur
Schlagwortnormdatei (SWD) in Frankfurt a.M. am 5. und 6. Oktober 1989 /
zsgest. und hrsg. von Werner Stephan. - Berlin [West] : Dt. Bibliotheksinst.,
1990. - 179 S. (Dbi-Materialien ; 90), S. 56-67.

Thomas, Sarah E.: Kooperation der Library of Congress mit deutschen
Bibliotheken im Erschließungsbereich
. In: Wefers, Sabine (Hg.): 86. Deutscher
Bibliothekartag in Erlangen 1996, Frankfurt/M. 1997, S. 266-272.

Umstätter, Walther : Wäre es nicht langsam an der Zeit, die
Informationstechnologie in der bibliothekarischen Sacherschließung etwas ernster zu nehmen ?
: ein Wort zu den RSWK, In: ABI-Technik, 11(1991),
S. 277-288.

Unteregger-Vaerst, Anne : 3 Jahre Österreich-Redaktion der
Schlagwortnormdatei in Salzburg - eine Bilanz
. In: VÖB-Mitteilungen 50(1997),
S. 84-100.



c) Internetquellen und elektronische Ressourcen

Die Deutsche Bibliothek: Z39.50 Gateway
http://z3950gw.dbf.ddb.de/ oder
http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/best/index.html
["DDB-ILTIS" anklicken]
[letzter Zugriff jeweils: 26.07.2003]

Effelsberg, Hannelore: TITAN
http://www.ddb.de/professionell/titan.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Erhart, Gabi / Schrattenecker, Georg:
Zentralredaktion SWD Salzburg - Verbund der Wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs - Schlagwortnormdatei (SWD)
http://www.ubs.sbg.ac.at/bibhaupt/swd.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Expertengruppe RSWK-SWD
Sitzungsberichte
[letzter Zugriff jeweils 11.09.2003]

5. Sitzung am 29. April 2003 (Entwurf)
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20030429_e.pdf

4. Sitzung am 6. Dezember 2002
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20021206_v.pdf

3. Sitzung am 13. Juni 2002
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20020613_v.pdf

2. Sitzung am 4. und 5. Dezember 2001
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20011204_v.pdf

Konstituierende Sitzung am 27. März 2001
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20010327_v.pdf

Zusammensetzung der Expertengruppe
http://www.ddb.de/professionell/pdf/expertengruppe.pdf

Heiner-Freiling, Magda:
DDC - LCSH - RAMEAU - SWD ... und die Frage der Mehrsprachigkeit
http://www.vdb-online.org/landesverbaende/suedwest/fortbildung-2000-heiner.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Hennecke, Joachim:
Sacherschließung nach den RSWK und nach DDC ( = Vorträge am Österreichischen Bibliothekartag 2000, Wien / VÖB: Kommission für Sacherschließung)
http://www.uibk.ac.at/sci-org/voeb/kofsebt.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Kuberek, Monika :
Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg - Normdaten im KOBV
http://www.kobv.de/deutsch/content/wir_ueber_uns/kobv_projekt_1997-2000/docs/normdaten-10-10-97.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Die Deutsche Bibliothek:
Listen der Ländercodes
http://www.ddb.de/professionell/pdf/laendercode.pdf
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

MACS - Multilingual access to subjects
[Homepage mit Informationen über das Projekt]
http://infolab.kub.nl/prj/macs/macse.html
[letzter Zugriff: 23.07.2003]

Michel, Michaela, Effelsberg, Hannelore:
Schlagwortnormdatei
http://www.ddb.de/professionell/swd.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Michel, Michaela, Effelsberg, Hannelore:
ILTIS
http://www.ddb.de/professionell/iltis.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Normdaten-CD-ROM : Gemeinsame Körperschaftsdatei, Personennamendatei,
Schlagwortnormdatei / Die Deutsche Bibliothek. - Leipzig ; Frankfurt, M. ; Berlin :
Dt. Bibliothek, Zentrale Bibliographische Dienstleistungen. ISSN: 14311828 ...
Ersch. halbjährl . [Zugriff über das Netz der Humboldt-Universität sowie der ZLB
Berlin.]

Die Deutsche Bibliothek:
Normdaten-CD-ROM - Produktinformation [Powerpoint]
http://www.ddb.de/produkte/dnb.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003, Aufruf der Homepage, rechter Frame "Produktpräsentation"]

Bibliothèque nationale de France :
RAMEAU
http://rameau.bnf.fr/
[letzter Zugriff: 24.07.2003]

Richtlinien zur Führung der Schlagwortnormdatei.
http://elib.zib.de/kobv/ag/nv/SWD-Richtlinien.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Stumpf, Gerhard:
Schlagwortkatalog / Schlagwort-Verbundredaktion
http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/best/index.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Die Deutsche Bibliothek:
Systematik zur SWD
www.ddb.de/professionell/pdf/swd_not.pdf
[letzter Zugriff: 26.07.2003]

Umlauf, Konrad:
Einführung in die Regeln für den Schlagwortkatalog RSWK. Mit Übungen. Berlin: Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin 1999-2002. (Berliner Handreichungen zur Bibliothekswissenschaft ; 66)
http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h66
[letzter Zugriff: 23.07.2003]

Würzl, Robert:
Aleph 500 aus der Sicht eines Bibliothekars
http://www.zid.tuwien.ac.at/zidline/zl02/aleph.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]



Christof Capellaro, November 2003