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Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliothekswissenschaft Prof. Dr. Klaus-Peter Mieth, Proseminar Bestandserschließung, WS 2002/3 Christof
Capellaro Die
Schlagwortnormdatei - Versuch einer Einführung - Hausarbeit
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Letzte
Änderung: 4.11.2003
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e-mail:
christof.capellaro@gmx.at
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Die
ganze Arbeit als pdf-Datei (343 KB)
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| 1.0
Einleitung |
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| 1.1
Thema, Ziel und Methoden |
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Nicht selten wird
man im Informations- und Bibliothekswesen mit komplizierten, auf den ersten
Blick unverständlichen Definitionen konfrontiert, die sich vor allem dem
Anfänger nur schwer erschließen. Dennoch sollte man
sich deshalb nicht gleich davon abschrecken lassen, die wichtigsten bibliothekarischen
Hilfsmittel kennen zu lernen. Eines dieser Hilfsmittel ist die Schlagwortnormdatei
(SWD) in welche die folgende Arbeit eine kurze und möglichst leicht verständliche
Einführung zu geben versucht. Ziel der Arbeit ist
es, die zum Verständnis der Schlagwortnormdatei notwendigen Grundbegriffe
(z.B. „Schlagwort“, „Terminologiekontrolle“, „Verweisungsform“) zu erklären
und dann Aufbau, Funktion, Pflege und mögliche Zukunftsperspektiven der
Schlagwortnormdatei selbst möglichst anschaulich darzustellen. Dieses
Ziel wäre erreicht, wenn dem Leser die obige Definition nach der Lektüre
der folgenden Seiten in etwas klarerem Licht erschiene als zuvor, sich
also ein „Aha-Erlebnis“ einstellte. Im Sinne der Anschaulichkeit
wird der Text an einigen Stellen durch Abbildungen und Beispiele ergänzt.
Die Beispiele sind dabei bewusst ebenfalls großteils dem Bibliothekswesen
entnommen. Diese Arbeit ist, wie bereits dargestellt, als eine erste Einführung in das Thema konzipiert und geht deshalb nicht auf Details und Spezialfragen ein. Wer sich mit der Thematik auf einer spezielleren Ebene beschäftigen möchte, könnte die Lektüre aber als erste (Ausgangs-)Basis sehen und weitere Vertiefungen und Ergänzungen in der Spezialliteratur, die dem Literaturverzeichnis zu entnehmen ist, nachlesen. |
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| 1.2
Standortbestimmung und grundlegende Begriffe |
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Bekanntermaßen werden
in Bibliotheken Bücher und andere Medien gesammelt und für die Benutzung
bereitgehalten. Damit der Benutzer ein für sein spezielles Informationsbedürfnis
relevantes Medium in den oftmals riesigen Beständen tatsächlich ausfindig
machen kann, werden diese Bestände von Bibliothekaren nach formalen und
inhaltlichen Kriterien erschlossen. Formale Erschließung
bedeutet dabei nichts anderes, als dass für die Beschreibung eines Mediums
im Katalog formale Merkmale (wie z.B. „Autor“, „Titel“, „Verlag“) herangezogen
werden. Spielen für die Erschließung dagegen sachliche oder inhaltliche
Merkmale (wie z.B.: „Welche Themen und Fragestellungen werden in einem
Buch behandelt ?“) eine Rolle, so spricht man von Sach- oder Inhaltserschließung.
Die bibliothekarische Sacherschließung
kann grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten erfolgen, nämlich entweder
durch Klassifikation oder als verbale Sacherschließung.
[2]
Bei der Klassifikation wird ein Buch entsprechend seiner
Inhalte einer oder mehreren Klassen oder Sachgruppen eines zuvor festgelegten
Klassifikationsschemas zugeordnet. Grundidee der verbalen Sacherschließung ist es hingegen, Bücher durch die Angabe von Schlagwörtern, welche „aus dem Inhalt der Bücher gewonnen werden“, [3] zu erschließen. Nach Definition Hackers ist ein Schlagwort „ein möglichst kurzer, aber genauer und vollständiger Ausdruck für den sachlichen Inhalt eines Werkes.“ [4] |
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| 2.0
Entwicklung der Schlagwortnormdatei |
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Obwohl zahlreiche
deutsche Bibliotheken, wie z.B. die bayerische Staatsbibliothek in München,
[5]
auf eine lange Tradition, nicht nur in der klassifikatorischen,
sondern auch in der verbalen Sacherschließung, zurückblicken können, existierte
bis Anfang der Neunzehnhundertachtzigerjahre für die verbale Sacherschließung
kein einheitliches Regelwerk, das in ganz Deutschland oder gar im ganzen
deutschen Sprachraum angewendet worden wäre. Folglich
konnte die verbale Sacherschließung in einzelnen Bibliotheken nur nach
den „Hausregeln“ der jeweiligen Bibliothek erfolgen, was zwangsläufig
zu einer insgesamt uneinheitlichen Erschließungspraxis führen musste. Diese
Uneinheitlichkeit mag für Bibliothekare und Benutzer immer schon ein gewisses
Ärgernis gewesen sein. Zu einem regelrechten Problem wurde sie allerdings,
als sich der Einsatz der EDV im Bibliothekswesen immer mehr durchzusetzen
begann. Der EDV-Einsatz machte nämlich die Möglichkeiten im Verbund zu
Katalogisieren oder fremde Katalogdaten zu übernehmen zusehends interessanter.
Dies setzte jedoch Einheitlichkeit der Erschließungspraxis und deshalb
die Verwendung eines einheitlichen Regelwerkes auch im Bereich der Sacherschließung
voraus. Insofern
ist es nicht verwunderlich, dass gerade Ende der Siebzigerjahre immer
öfter Forderungen nach einem solchen Regelwerk laut wurden, bis man sie
bei einem Expertengespräch zur Sacherschließung, das 1978 in München statt
fand, erstmals detaillierter formulierte.
[6]
1980 schließlich erteilte
der Fachbeirat des DBI (= Deutsches Bibliotheks-Institut)
der Kommission für Sacherschließung den Auftrag, ein solches einheitliches
Regelwerk für die Sacherschließung in wissenschaftlichen und öffentlichen
Universalbibliotheken zu entwickeln.
[7]
1986 lag die erste Auflage dieses Regelwerkes, der
RSWK (Regeln für den Schlagwortkatalog) vor.
[8]
„Die Deutsche Bibliothek“ in Frankfurt am Main begann
noch im selben Jahr die RSWK in der praktischen Arbeit einzusetzen. Dennoch sollte allein
mit den RSWK das Problem einer einheitlichen Sacherschließung noch längst
nicht gelöst sein. – Im Gegenteil: In der Fachliteratur wird immer wieder
betont, dass von allem Anfang an nicht nur ein Regelwerk sondern auch
eine Liste der nach dem neuen Regelwerk angesetzten Schlagwörter eingefordert
worden war, weil „[e]in zentrales Regelwerk allein kaum konsistente
Indexierungsergebnisse gewährleisten könne“.
[9]
Eine solche Liste,
die SWL (Schlagwortliste), kam bis Juli 1987 durch eine von der DFG (Deutsche
Forschungsgemeinschaft) geförderte Zusammenarbeit zwischen
dem Bibliotheksverbund Bayern und „Der Deutschen Bibliothek“ zustande.
[10]
Die SWL ist somit die direkte Vorläuferin der SWD (Schlagwortnormdatei).
- 1988 stellten „Die Deutsche Bibliothek“ und der Bayerischer Verbund
nämlich einen weiteren Projektantrag an die DFG um die SWD als kooperative
(d.h. gemeinsam gepflegte) Normdatei einzurichten. Diese führten sie,
nachdem das Projekt 1990 erfolgreich abgeschlossen worden war,
[11]
in kooperativer Zusammenarbeit fort, d.h. sie sorgten
dafür, dass die in ihrem Bereich neu vergebenen Schlagwörter in die SWD
aufgenommen wurden. Im Verlauf der Neunzigerjahre
nahm die Zahl der Bibliotheksverbünde, die sich an dieser Art der kooperativen
Weiterführung beteiligten, kontinuierlich zu. Als im Jahr 1994 auch die
wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs einen diesbezüglichen Kooperationsvertrag
mit Der Deutschen Bibliothek schlossen,
[12]
hatte das Projekt Schlagwortnormdatei sogar die Landesgrenzen
Deutschlands überschritten. Gleichzeitig wurde
in den Neunzigerjahren jedoch auch immer stärker die Kritik geäußert,
dass die RSWK, also jenes Regelwerk das der Schlagwortnormdatei zugrunde
liegt, die Eigenheiten elektronischer Kataloge zu wenig berücksichtigten
und sich noch zu sehr am alten Zettelkatalog orientieren würden.
[13]
Da jedoch viele dieser
Kritikpunkte aufgenommen und bei der dritten Auflage der RSWK berücksichtigt
wurden,
[14]
ist es sehr wahrscheinlich, dass RSWK und SWD noch
längere Zeit eine gewichtige Rolle bei der Sacherschließung im deutschsprachigen
Raum spielen werden. |
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| 3.0
Aufbau der Schlagwortnormdatei |
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| 3.1
Das Prinzip der Terminologiekontrolle |
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Eine
der größten Schwierigkeiten, der man sich im Zusammenhang mit der verbalen
Sacherschließung ausgesetzt sieht, ist die Uneindeutigkeit der natürlichen
Sprache (Alltagssprache). So
kann es sein, dass ein und dieselbe Sache durch mehrere unterschiedliche
Wörter bezeichnet werden kann (z.B.: Bibliothek und Bücherei
oder Literaturverzeichnis und Bibliographie). In diesem Fall spricht
man von Synonymen. Außerdem gibt es Homonyme,
also Wörter, die verschiedene Begriffe bezeichnen können, weil sie mehrere
unterschiedliche Bedeutungen haben (z.B. Schloss). Oft ist die
Bedeutung auch vom Zusammenhang abhängig, in dem ein Wort verwendet wird.
(Ein Baum in der Botanik ist z.B. etwas anderes, als ein Baum in der
Mathematik.) Bei der verbalen Sacherschließung
wären die Auswirkungen, die solche Mehrdeutigkeiten haben könnten, natürlich
fatal. Am Ende könnte kein Benutzer (und auch kein Bibliothekar) mehr
wissen, was eigentlich gemeint ist. Deshalb
bedient man sich für die verbale Sacherschließung so genannter normierter
oder terminologisch kontrollierter Vokabulare. Terminologische Kontrolle
bedeutet hierbei nichts anderes, als dass man mit einer Wortliste arbeitet,
welche die Uneindeutigkeiten der natürlichen Sprache durch den Nachweis
begrifflicher Beziehungen auflöst.
[15]
Terminologiekontrolle
durch den Nachweis begrifflichen Beziehungen in der Schlagwortnormdatei
bedeutet also, dass |
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| Synonyme möglichst vollständig erfasst und für jeden Begriff eine Vorzugsbenennung (auch „Ansetzungsform“ genannt) bestimmt wird, die ihn eindeutig vertritt und von synonymen Nichtvorzugsbenennungen auf die jeweilige Vorzugsbenennung/Ansetzungsform verwiesen wird: [16] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| also z.B.: Bibliothek BF (Benutzt für) Bücherei | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| [Bibliothek wäre die Vorzugsbenennung oder Ansetzungsform und Bücherei die Nichtvorzugsbenennung oder Verweisungsform.], | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| dass
Homonyme besonders gekennzeichnet und mit einem so genannten Homonymenzusatz,
der die eindeutige Zuordnung sicherstellt, versehen werden: |
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| also z.B. Baum <Mathematik>, | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| und
dass auch so genannte hierarchische Beziehungen und Assoziations-beziehungen
zwischen den Begriffen nachgewiesen werden.
[17]
Das heißt, dass ein Begriff als Oberbegriff eines anderen
bzw. als verwandter Begriff eines anderen ausgewiesen werden kann: |
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| also z.B. Bibliographie
OB (Oberbegriff) Verzeichnis Bibliographie VB (verwandter Begriff) Katalog [Verzeichnis wäre ein Oberbegriff zu Bibliographie] |
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In
der Fachsprache der Bibliothekare und Dokumentare wird häufig der Ausdruck
„Thesaurus“ benutzt, wenn es um ein Werkzeug der Terminologiekontrolle
geht.
Ob
die Schlagwortnormdatei als Thesaurus bezeichnet werden kann, ist innerhalb
der Fachöffentlichkeit nicht unumstritten. Während manche Autoren diese
Frage überzeugt bejahen, verneinen sie andere ebenso überzeugt. Letztendlich
hängt die Antwort auch im wesentlichen davon ab, wie man den Begriff Thesaurus
genau definiert.
[19]
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| 3.2
Zusätzliche Informationen und Ordnungshilfen |
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In
der Schlagwortnormdatei ist jede Ansetzungsform gemeinsam mit den ihr
zugehörigen Verweisungsformen in einem Datensatz abgespeichert. Jeder
Datensatz trägt eine Datensatznummer.
[20]
Gegenwärtig (2003) enthält die SWD gut 580.000 solcher
Normdatensätze.
[21]
Ein
Normdatensatz enthält nicht nur den Nachweis der jeweiligen begrifflichen
Beziehungen, sondern darüber hinaus auch eine Reihe zusätzlicher, strukturierender
Informationen, welche die Übersichtlichkeit erhöhen und dem Anwender die
Zuordnung erleichtern sollen. Die
Normdatensätze aus der Schlagwortnormdatei sind, um sie von den Normdatensätzen
der beiden anderen Normdateien (auf die weiter unten noch kurz eingegangen
wird) zu unterscheiden, im Feld „Satzart“ durch den Indikator „s“ gekennzeichnet.
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also z.B. Marbach <Neckar> / Deutsches Literaturarchiv LC: XA-DE (XA=Europa, DE=Deutschland) ‡ XA-DE-BW (Baden Württemberg) |
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Darüber
hinaus werden die Schlagwörter klassifiziert.
[24]
Dabei wird jedes Schlagwort entsprechend seiner inhaltlichen
Bedeutung einer oder mehreren Klassen einer Systematik
[25]
zugeteilt und erhält eine entsprechende Systematiknotation,
also eine Nummer die über diese Zuordnung Auskunft gibt. Die Regeln dieser
Systematisierung sind in dem Band „SWD-Systematikgruppen – Leitfaden zu
ihrer Vergabe“ festgehalten und dadurch transparent und nachvollziehbar
gemacht. Die
Klassifizierung der Schlagwörter bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich.
So kann sich der Benutzer z.B. einen schnellen Überblick über ein bestimmtes,
ihn interessierendes Teilgebiet verschaffen und auch die Herstellung von
fachbezogenen Teilausgaben wird so ermöglicht.
[26]
Die SWD ist die einzige Normdatei in Westeuropa, die
vollständig klassifiziert wurde.
[27]
Vor
der Neuansetzung eines Schlagwortes muss dieses in einem einschlägigen
fachlichen Nachschlagewerk nachgewiesen worden sein. Die Titel der zu
diesem Zwecke heranzuziehenden Nachschlagewerke, sowie deren Rangfolge,
sind der „Liste der fachlichen Nachschlagewerke zur SWD“ zu entnehmen.
Auch das herangezogene Nachschlagewerk wird (als „Quelle“, Abkürzung Q)
im Normdatensatz angeführt. Eine
Definition, die beschreibt, was ein Schlagwort genau bezeichnet, sowie
Hinweise zur Vergabe können ebenfalls angegeben sein. Fakultativ ist auch
die Angabe einer alternativen Ansetzungsform für Öffentliche Bibliotheken. |
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| 3.3
Verhältnis zu anderen Normdateien |
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| Neben der
Schlagwortnormdatei existieren in Deutschland zwei weitere, nach ähnlichen
Prinzipien aufgebaute Normdateien, nämlich die Personennamendatei (PND)
und die Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD). Die
PND enthält normierte Personennamen, die GKD die normierten Namen von
Körperschaften (z.B. Gebietskörperschaften, Parteien, Vereinen, Verbänden).
GKD und PND finden – anders als die SWD – ihre Anwendung im Bereich der
Formalerschließung, nicht der Sacherschließung. Weil
aber sowohl Personennamen, als auch die Namen von Körperschaften, selbst
zum Schlagwort werden können,
[28]
gibt es teilweise Überschneidungen von GKD
und PND mit der Schlagwortnormdatei. Weil
sich GKD und PND aber an einem anderen Regelwerk (nämlich dem der
Formalerschließung) orientieren, kann es vorkommen, dass z.B. ein
und derselbe Name in der PND anders anzusetzen ist als in der SWD. Diese im Grunde recht ärgerliche Uneinheitlichkeit, die
auch in der Literatur häufig beklagt wird, ist nicht nur auf den Unterschied
in den Regelwerken zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Inhalts- und Formalerschließung
in deutschen Bibliotheken traditionell zwei sehr stark voneinander getrennte
Arbeitsbereiche bilden, die nur in sehr geringem Maß miteinander kooperieren.
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| 3.4
Umsetzung auf der Normdaten-CD-ROM |
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Während
nach der Einführung der SWD bei deren Verbreitung lange Zeit der Mikroficheausgabe
[29]
große Bedeutung zukam, spielt diese Form wegen der
schlechten Handhabbarkeit heute keine so bedeutende Rolle mehr. Von
größerer Bedeutung sind der Änderungsdienst auf Magnetband, der vor allem
in den Rechenzentren der Bibliotheksverbünde eingesetzt wird, um die SWD
in den lokalen Datenpool einzuspielen sowie die Umsetzung auf der Normdaten-CD-ROM. Die Normdaten-CD-ROM
(eigentlich ein Paket, das aus zwei CD-ROMs besteht) enthält alle drei
Normdateien (SWD, GKD, PND). Sie wird von „Der Deutschen Bibliothek“ hergestellt,
vertrieben und halbjährlich aktualisiert. Der Preis beträgt 306 Euro für
die Einzelplatzversion bzw. 613 Euro für die Mehrplatzlizenz.
[30]
Die CD-ROM verfügt
über eine graphische Benutzeroberfläche mit Suchmaske, Trefferkurzanzeige
(im Listenformat) sowie zwei verschiedene Arten der Vollanzeige und eine
Hilfefunktion.
[31]
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| Abb. 1: Die graphische Benutzeroberfläche der Normdaten-CD-ROM.
Hier kann nach Normdatensätzen gesucht werden. |
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| Abb. 2: Anzeige gefundener Schlagwörter in Listenform. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Abb. 3: Anzeige eines Normdatensatzes im „Thesaurusformat“. |
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| Abb. 4: Anzeige eines Normdatensatzes im „MAB-Format“.
(MAB bedeutet Maschinelles Austauschformat für Bibliotheken. Dieses dient
der gegenseitigen Übermittlung von Katalog- aber auch Normdaten. Die dreistelligen
Ziffern, die die Felder oder Kategorien darstellen, sowie die dazugehörigen
Indikatoren dieses MAB-Datensatzes sind im Anhang
aufgeschlüsselt worden.) |
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| Die Suche nach Schlagwörtern ist außerdem auch über die Z39.50-Schnittstelle des Literaturinformationssystems (ILTIS = Integriertes Literatur-, Tonträger- und Musikalien-Informations-System) auf der Homepage „Der Deutschen Bibliothek“ möglich. [32] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 4.0 Nutzen und Einsatz der Schlagwortnormdatei | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Den
Nutzen der SWD könnte man in drei zentrale Bereiche gliedern,
-
den Einsatz als Begriffsnachweissystem
bei der verbalen Sacherschließung, -
die Sicherstellung der Erschließungskonsistenz
als Ausgangsbasis für die Verbundkatalogisierung u. Fremddatenübernahme -
sowie den Einsatz bei der
Literaturrecherche und im Rahmen der Kataloge |
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| 4.1Einsatz als Begriffsnachweissystem bei der verbalen Sacherschließung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Betrachten wir zunächst
den Einsatz der SWD im Rahmen der verbalen Sacherschließung. Nach Definition der
RSWK umfasst "[d]ie Schlagwortkatalogisierung ... die Analyse des
begrifflichen Inhalts eines vorliegenden Dokuments und dessen Umsetzung
in Schlagwörter, deren Ansetzung sowie die Bildung von Schlagwortketten“,
[33]
wobei Schlagwortketten immer dann gebildet werden
müssen, wenn „zur Beschreibung eines Gegenstandes mehrere Begriffe erforderlich
[34]
“ sind. Der Sacherschließer
analysiert das Dokument also zunächst auf seinen Inhalt und recherchiert
dann in der SWD nach passenden Schlagwörtern, aus welchen er die Schlagwortketten
bildet. Insofern ist es richtig zu sagen, die SWD enthalte das „Rohmaterial“
für die Kettenbildung bei der inhaltlichen Erschließung.
[35]
Nur wenn er in der
SWD keine passenden Schlagwörter findet, welche die begrifflichen Inhalte
des zu erschließenden Dokumentes treffend beschreiben, müsste er selber
– freilich unter Beachtung des Regelwerkes – ein oder mehrere neue Schlagwörter
bilden und gegebenenfalls dafür sorgen, dass sie in die SWD aufgenommen
werden. Der Sacherschließer benutzt die SWD während des Erschließungsvorganges
also im Sinne eines Begriffsnachweissystems,
[36]
das ihn bei der Erschließungsarbeit unterstützt.
Um dieses Begriffsnachweissystem
effektiv nutzen zu können, sollte er mit dem Aufbau der Normdatei insgesamt
sowie mit dem Aufbau eines einzelnen Datensatzes und den gebotenen Recherche-
und Anzeigemöglichkeiten gut vertraut sein. |
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| 4.2
Gewährleistung konsistenter Erschließungspraxis |
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Gleichzeitig besteht der Zweck
der SWD auf anderer, „höherer“
[37]
Ebene auch genau darin, den Erschließungsaufwand der
einzelnen Bibliotheken zu minimieren. Indem der (fast) flächendeckende
Einsatz der SWD nämlich eine einheitliche Erschließungspraxis gewährleistet,
ist die wesentlichste Voraussetzung sowohl für die Verbundkatalogisierung
und den Austausch von Katalogdaten, als auch für die Übernahme fremder
Katalogdaten gegeben. Ziel dieser Verfahren ist es,
dass ein und dasselbe Werk nicht mehr in jeder einzelnen Bibliothek extra
katalogisiert und erschlossen wird, sondern dass in einer Bibliothek ein
Katalogisat erstellt wird, das andere Bibliotheken (gegebenenfalls nach
kurzer eigenständiger Prüfung) übernehmen, wobei das Hauptziel die Kostenersparnis
ist. |
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| 4.3
Einsatz bei der Literaturrecherche und im Rahmen der Literaturnachweissysteme
(Kataloge) |
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Wie
bereits am Anfang festgestellt, ist der Zweck aller Erschließungsarbeit,
dem Benutzer das Finden der gewünschten Literatur zu ermöglichen. Dies
erfolgt durch den Nachweis der Literatur im (mittlerweile in aller Regel
elektronischen) Katalog. Hinweise zur „Gestaltung der Schlagwortrecherche
im Online-Katalog“ und zum Verhältnis zwischen SWD und lokalem elektronischen
Katalog werden in § 20 der RSWK gemacht. Diese gehen von einer
getrennten Führung von Schlagwortnormdatei und lokalen Katalogdaten aus,
sehen aber vor, dass Schlagwortnormdatensätze und lokale Katalogdatensätze
verknüpft sind, sodass sowohl in der SWD wie auch im Katalog gesucht werden
kann und ein rascher Wechsel zwischen beiden möglich ist.
[38]
Anzustrebendes
Ziel ist sicherlich, das Begriffsnachweissystem Schlagwortnormdatei soweit
in das Literaturnachweissystem Katalog zu integrieren, dass bei der Beschlagwortung
durch eine Vorzugsbenennung automatisch alle synonymen Nicht-Vorzugsbenennungen
aus der SWD im entsprechenden Katalogdatensatz mitabgespeichert werden,
sodass der Benutzer bei der Literaturrecherche – auch auf die Angabe einer
Nichtvorzugsbenennung – den oder die entsprechenden Treffer erhält.
[39]
Um
einen zentralen Zugriffspunkt für Wartungs- und Änderungsarbeiten zu haben,
ist es gleichwohl sinnvoll, im Hintergrund, also in der SWD selbst, weiterhin
eine Bezeichnung als Vorzugsbenennung auszuweisen.
[40]
Darüber
hinaus wäre auch eine noch weitergehende Nutzung der in der SWD abgebildeten
begrifflichen Beziehungsstruktur für die Katalogrecherche (z.B. Nutzung
von Assoziationsrelationen, indem im Katalog auf Knopfdruck nach thematisch
ähnlicher Literatur gesucht werden kann) denkbar. |
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| 5.0
Pflege der Schlagwortnormdatei |
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Wie Ribbert betont,
führt innovative, inhaltlich neue Literatur zwangsläufig zur
Notwendigkeit, neue Schlagwörter anzusetzen, um diese neue Literatur
adäquat erschließen zu können. Darum kann "eine Datei
wie die SWD ... von der Natur der Sache her niemals ein abgeschlossenes
Vokabular sein."
[41]
Die SWD ist also keineswegs
statisch. Im Gegenteil: Laufend wird sie um neue Schlagwörter ergänzt,
die bei der Beschlagwortung neuer Literatur in den Bibliotheken der beteiligten
Verbünde „anfallen“. Wie die Pflege und
Aktualisierung der SWD konkret vor sich geht, wird im Folgenden erläutert,
wobei der Bibliotheksverbund Bayern als konkretes Beispiel dient. Grundsätzlich
ist zunächst festzuhalten, dass die Pflege der SWD nicht durch eine einzelne
Bibliothek oder einen einzelnen Bibliotheksverbund, sondern durch Zusammenarbeit
mehrerer – im Moment neun – Bibliotheksverbünde mit der Deutschen Bibliothek
erfolgt. (An
der Pflege der SWD sind gegenwärtig beteiligt: Die Deutschen Bibliothek,
BVB (Bibliotheksverbund Bayern);
GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund der Länder
Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt,
Schleswig-Holstein und Thüringen); HBZ (Hochschulbibliothekszentrum des
Landes Nordrhein-Westfalen); HEBIS (Hessisches Bibliotheks-Informationssystem);
KOBV (Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg);
SWB ( Südwestdeutscher Bibliotheksverbund); ferner der Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz-München-Rom
sowie der Verbund der wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs und die
Schweizerische Landesbibliothek SLB.)
[42]
Für
die einzelnen Bibliotheken ist dabei eine Zentralredaktion innerhalb ihres
jeweiligen Verbundes der unmittelbare Ansprechpartner. An diese Zentralredaktion
können die Bibliotheken mit Änderungs- oder Neuansetzungsvorschlägen herantreten.
[43]
Die
Zentralredaktionen wiederum stehen mit „Der Deutschen Bibliothek“ in Verbindung
und haben sowohl lesenden als auch schreibenden Zugriff auf die Schlagwortnormdatei.
[44]
Ihre
Aufgabe ist es, Änderungs- und Neuansetzungsvorschläge aus den Bibliotheken
ihres Verbundes entgegenzunehmen und auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.
(Ist
eine vorgeschlagene Änderung oder Neuansetzung regelwerkskonform, d.h.
genügt sie den Anforderungen der RSWK? Wurde das neue Schlagwort in den
vorgesehenen Nachschlagewerken nachgewiesen? Wurden alle Verweisungen
erfasst? Wurden Systemstellen und wenn nötig Länder- oder Sprachcodes
vergeben?
[45]
) Fällt
diese Überprüfung positiv aus, so wird die Neueingabe bzw. Änderung in
die SWD eingearbeitet. Fällt die Überprüfung negativ aus, so wird der
Vorschlag der jeweiligen Bibliothek zur Verbesserung retourniert. Um sich
über Problemfälle auszutauschen und über Unklarheiten Rücksprache halten
zu können, existiert ein Mailboxsystem. Gibt
es zwischen den Partnern Unstimmigkeiten (z.B. über die Löschung einzelner
Deskriptoren) so stimmen die beteiligten Verbünde und „Die Deutsche Bibliothek“
über den Streitfall ab, wobei das Mehrheitsprinzip gilt und den größeren
Verbünden kein höheres Stimmgewicht eingeräumt wird als den kleineren.
[46]
Eine
Expertengruppe aus Mitgliedern der Verbundredaktionen kommt mehrmals pro
Jahr in Frankfurt am Main zusammen, um Probleme und mögliche Weiterentwicklungen
zu besprechen.
[47]
Ähnliche Treffen und Besprechungen finden auch auf
lokaler Ebene (innerhalb der einzelnen Verbünde) statt. „Die Deutsche Bibliothek“
ist für die Vorhaltung der Daten in einem zentralen Datenpool verantwortlich
(„Ein-Daten-Konzept“
[48]
). In diesen gehen alle von den Zentralredaktionen eingebrachten
Neuansetzungen und Änderungen ein und gelangen aus diesem über die Zentralredaktionen
wiederum in die Verbünde und zu den einzelnen Bibliotheken zurück. Dies
geschieht in der Regel durch Einspeisung der Änderungen in das lokale
Verbundsystem. So wird die SWD z.B. in BVB-KAT (das System des
bayerischen Verbundes) eingespielt und wöchentlich aktualisiert.
[49]
Dadurch haben jene
Bibliotheken, die sich im Rahmen ihres Verbundes an der Pflege der SWD
beteiligen, immer (kostenlosen) Zugriff auf eine aktuelle Version der
SWD. Bibliotheken die keinem
der beteiligten Verbünde angehören, können sich mit Änderungswünschen
direkt an „Die Deutsche Bibliothek“ wenden
[50]
. Um die SWD nutzen zu können, müssen diese, ebenso
wie Anwender aus der Privatwirtschaft, jedoch einen Nutzungsvertrag mit
der Deutschen Bibliothek abschließen und durch Kauf die Normdaten-CD-ROM
erwerben. |
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6.0
Eine mögliche Zukunftsperspektive ? – Das Projekt MACS |
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Selbstverständlich
existieren Normdateien für Schlagwörter auch in anderen Ländern. Das französische
Gegenstück zur SWD ist RAMEAU (Répertoire d'autorité-matière encyclopédique
et alphabétique unifié
[51]
), das US-amerikanische LCSH (Library of Congress Subject
Headings). Die LCSH sind dabei
nicht nur für die USA eine bedeutende Normdatei, ihr Einfluß nimmt generell
zu, wobei die Grenzen des englischen Sprachraums dabei verständlicherweise
bisher aber auch immer die Grenzen der Ausbreitung darstellten. Ein interessantes
Kooperationsprojekt, das dazu angetan ist, Sprachgrenzen im Bereich der
Normdateien zu überwinden, ist das Projekt MACS (Multilingual Access to
Subjects), das 1999/2000 in Kooperation von Schweizerischer Nationalbibliothek,
„Der Deutschen Bibliothek“, Bibliothèque nationale de France und British
Library durchgeführt wurde, um anhand der beiden Themengebiete Sport und
Theater zu überprüfen, inwieweit zwischen SWD, RAMEAU und LCSH Verknüpfungsmög-lichkeiten
bestehen.
[52]
Zu diesem Zweck wurden
einige neue Titel probeweise nach allen drei Normdateien indexiert. Gezielt
wurde nach verknüpfbaren Entsprechungen bei den Schlagwörtern gesucht.
Es zeigte sich, dass viele Schlagwörter verlinkbar sind und erstaunlicherweise
die am häufigsten vergebenen Schlagwörter auch diejenigen mit der höchsten
Übereinstimmungswahrscheinlichkeit über die Grenzen der nationalen Normdateien
hinweg sind. Allerdings erwies sich die Übereinstimmungswahrscheinlichkeit
auch als stark sachgebietsabhängig.
[53]
Auf der Basis der
gesammelten Erkenntnisse können nun jedenfalls weitere Strategien entwickelt
werden, wobei besonders eine mögliche maschinelle Verlinkung einen interessanten
Ansatzpunkt darstellt.
[54]
Insgesamt kann eine
nationale Normdatei von einem solchen Projekt nur profitieren, zumal im
Zuge des Projekts und bei der Verlinkung in allen drei Normdateien einzelne
Schwachstellen aufgedeckt und fehlende Schlagwörter nachgeführt werden
konnten.
[55]
Der eingeschlagene
Weg einer Verlinkung ist außerdem deshalb interessant, weil so auf weitere
Sicht die Möglichkeit gegeben wäre, in der eigenen Landessprache zu suchen
und Treffer aus Katalogen zu erhalten, die in anderen Sprachen erschließen. Darüber hinaus bietet
Verlinkung den Vorteil, dass ein Land nicht einfach das Regelwerk bzw.
die Normdatei eines anderen vollständig übernehmen müsste. Landesspezifische
Eigenheiten und spezifische Vorteile der einzelnen Normdatei blieben so
erhalten. Vielleicht wird gerade
in solchen Entwicklungen die Zukunft der Normdateien liegen.
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| Anmerkungen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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[1]
Kunz, Grundlagen der Schlagwortnormdatei, S. 5.
[2]
Vgl. Hacker, Bibliothekarisches Grundwissen, S. 195.
[3]
Hacker, Grundwissen, S. 195.
[4]
Ebd.
[5]
Vgl. Mücke, Die Schlagwortkatalogisierung an der Bayerischen
Staatsbibliothek und deren
[6]
Vgl. Bisig, OPAC und verbale Sacherschließung, S. 117.
[7]
Vgl. Kooperative Führung einer Schlagwortnormdatei,
S. 6.
[8]
Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle in der Schlagwortnormdatei, S. 9.
[9]
Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 10.
[10]
Vgl. Schubert, Aus der Arbeit der zentralen Redaktion
München des bayerischen Verbundesfür
die SWD, S. 84.
[11]
Vgl. Stephan, Kooperative Dateiführung und redaktionelle
Aufgaben d. Dt. Bibliothek, S. 57.
[12]
Vgl. Unteregger-Vaerst, 3 Jahre Österr.-Redaktion der
Schlagwortnormdatei in Salzburg, S. 4.
[13]
Nachzulesen z.B. bei Umstätter, Wäre es nicht langsam
an der Zeit, die
[14]
Vgl. Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), 3. Aufl.,
§ 1,5.
[15]
Vgl. Kooperative Führung, S. 10.
[16]
Vgl. Kunz, Grundlagen, S. 6.
[17]
Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle,
S. 19.
[18]
DIN 1463, Teil 1.
[19]
Ribbert z.B. unterscheidet
bei den Begriffsnachweissystemen zwischen Thesauris und Standard
[20]
Vgl. Umlauf, Einführung in die Regeln für den Schlagwortkatalog
RSWK.
[21]
Recherche nach Normdatensätzen der Satzart „s“ mit
Hilfe der Normdaten-CD-ROM am 26.07.2003.
[22]
Vgl. zu den Schlagwortkategorien und Indikatoren Umlauf,
Einführung.
[23]
Vgl. Die Deutsche Bibliothek, Listen der Ländercodes,
[24]
Zur Methode der Klassifikation vgl. Abschnitt 1.2 dieser
Arbeit.
[25]
Weil die dabei angewandte Systematik aus jener des
Halbjahresverzeichnisses der Deutschen
Bibliographie hervorgegangen ist, bezeichnet man sie als HJV/MJV-Systematik.
– Vgl. SWD- Systematikgruppen
– Leitfaden zu ihrer Vergabe, S. 5.
[26]
Vgl. Systematikgruppen – Leitfaden, S. 3.
[27]
Vgl. Kelm, The Subject
Authority File in Germany, S. 66.
[28]
Nicht nur Goethe selbst hat Bücher geschrieben, sondern
auch über ihn wurden Bücher geschrieben,
bei deren Beschlagwortung der Name Goethe dann als Schlagwort auftauchen muss.
[29]
Mikrofiches sind Kärtchen aus Mikroplanfilm, die Texte
in sehr starker fotografischer Verkleinerung
enthalten, welche mit Hilfe eines speziellen Lesegerätes vergrößert
und gelesen werden
können. Zur Definition vgl. Hacker, Grundwissen, S. 121.
[30]
Vgl. Die Deutsche Bibliothek, Normdaten-CD-ROM – Produktinformation,
[31]
Vgl. ebd.
[32]
http://z3950gw.dbf.ddb.de/
oder http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/best/index.html
[33]
RSWK, 3. Aufl., § 4,1.
[34]
Ebd., § 13,1.
[35]
Vgl. Ribbert, Terminologiekontrolle,
S. 13.
[36]
Kunz, Grundlagen, S. 9.
[37]
Vgl. Umlauf, Einführung.
[38]
RSWK, 3. Aufl., § 20,3 und 4.
[39]
Vgl. Hengel-Dittrich, Normdaten als Zugriffspunkte
im Online-Katalog, S 209f.
[40]
Vgl. ebd.
[41]
Ribbert, Terminologiekontrolle, S. 13.
[42]
Vgl. Michel/Effelsberg: Schlagwortnormdatei. http://www.ddb.de/professionell/swd.htm
[43]
Vgl. dazu im Anhang die Abb. 5: Meldung an die Schlagwortnormdatei
(SWD)
[44]
Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 318.
[45]
Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 321.
[46]
Vgl. Unteregger-Vaerst, Österreich-Redaktion, S. 89.
[47]
Vgl. ebd., S. 90.
[48]
Vgl. Kooperative Führung, S. 15.
[49]
Vgl. Mücke, Schlagwortkatalogisierung, S. 319.
[50]
Vgl. Kelm, Subject
Authority File, S. 64.
[51]
Vgl. Bibliothèque nationale
de France, Rameau, http://rameau.bnf.fr/.
[52]
Vgl. MacEwan, Crossing
Language Barriers in Europe - … , S. 201.
[53]
Vgl. ebd. S. 205/6.
[54]
Vgl. ebd. S. 206. |
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a)
Monographien und Regelwerke
Die Schlagwortnormdatei, Entwicklungsstand
und Nutzungsmöglichkeiten :
Vorträge eines Kolloquiums zur Schlagwortnormdatei (SWD) in Frankfurt
a.M.
am 5. und 6. Oktober 1989 / zsgest. und hrsg. von Werner Stephan. - Berlin
[West] : Dt. Bibliotheksinst., 1990. - 179 S. (Dbi-Materialien ; 90).
Hacker, Rupert : Bibliothekarisches
Grundwissen / Rupert Hacker. - 7.,
neubearb. Aufl. - München : Saur, 2000. - 366 S.
Kooperative Führung einer
Schlagwortnormdatei : Fortführung der
Schlagwortnormdatei (SWD) ; Bericht über ein Projekt der Deutschen
Forschungsgemeinschaft / Deutsches Bibliotheksinstitut. [Projektbericht: Werner
Stephan]. - Berlin : Dt. Bibliotheksinst., 1991. - 39 S.
Liste der fachlichen Nachschlagewerke zu den Normdateien (GKD, PND, SWD) / Die Deutsche Bibliothek. - Ausg. Oktober 2000, Stand: 29. August 2000. - Frankfurt am Main, 2000. - 181 S.
Regeln für den Schlagwortkatalog : RSWK / [erarb. von der Expertengruppe RSWK des Deutschen Bibliotheksinst. für Sacherschließung, bearb. 2. Aufl. (1991). Hrsg. von Hans-Jürgen Schubert] Grundwerk. - 3., überarb. und erw. Aufl. - 1998 - Berlin : Dt. Bibliotheksinst., Losebl.-Ausg.
Zugleich unter:
http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi
berlin.de/dbi_pub/einzelpu/regelw/rswk/rswk_00.htm
[letzter Zugriff: 11.09.2003]
SWD-Sachgruppen : Leitfaden zu ihrer Vergabe / [Bearb.: Walther Traiser].
Die Deutsche Bibliothek. - Leipzig [u.a.] : Dt. Bibliothek, 2000. - 200S.
b) Bibliographisch unselbstständige
Literatur
Bisig, Urs : OPAC und verbale
Sacherschließung : ein Beitag zur RSWK-
Diskussion. In: ABI-Technik, 14(1994), S. 117-130.
Dilger, Mechthild : Revision eines
Schlagwortregisters mit Hilfe der
Schlagwortnormdatei. In: Bibliotheksdienst, 26(1992), S. 1338-1348.
Galsterer, Brigitte : RSWK / SWD und Öffentliche Bibliotheken. In: Bibliotheksdienst, 25(1991), S. 1873-1880.
Hengel-Dittrich Christine: Normdaten als Zugriffspunkte im Onlinekatalog. In: Wefers, Sabine (Hg.): 85. Deutscher Bibliothekartag in Göttingen 1995, Frankfurt/M.: Klostermann, 1996, S. 208-222.
Kelm, Barbara : The Subject Authority
File in Germany. In: Cataloguing and
Clasification Quarterly, 25(1996), S. 62-66.
Kunz, Martin : Grundlagen der
Schlagwortnormdatei. In: Dialog mit Bibliotheken,
4(1992), S. 5-10.
Lepsky, Klaus : Automatisierung
in der Sacherschließung: maschinelles
Indexieren von Titeldaten. In: Wefers, Sabine (Hg.): 85. Deutscher
Bibliothekartag in Göttingen 1995, Frankfurt/M.: Klostermann,
1996, S. 223-233.
Lepsky, Klaus : RSWK und was noch ? - Stellungnahme ... In: Bibliotheksdienst, 29(1995), S. 500-519.
MacEwan, Andrew : Crossing Language Barriers in Europe: linking LCSH to Other Subject Heading Languages. In: Cataloging and Classification Quarterly, 29(2000), S. 199-207.
Mücke, Michael : Die Schlagwortkatalogisierung
an der Bayerischen Staatsbibliothek und deren Beitrag zur Schlagwortnormdatei
(SWD)
In: Bibliotheksforum Bayern, 24(1996), S. 313-333.
Ribbert, Ulrich : Terminologiekontrolle in der Schlagwortnormdatei. In: Bibliothek - Forschung und Praxis, 16(1992), S. 9-25.
Schubert, H. : Aus der Arbeit
der zentralen Redaktion München des bayerischen
Verbundes für die SWD. In: Die Schlagwortnormdatei, Entwicklungsstand
und
Nutzungsmöglichkeiten : Vorträge Eines Kolloquiums zur Schlagwortnormdatei
(SWD) in Frankfurt a.M. am 5. und 6. Oktober 1989 / zsgest. und hrsg. Von
Werner Stephan. - Berlin [West] : Dt. Bibliotheksinst., 1990. - 179 S.
(DbiMaterialien ; 90), S. 68-82.
Stephan, Werner: Kooperative Dateiführung
und redaktionelle Aufgaben der
Deutschen Bibliothek. In: Die Schlagwortnormdatei,
Entwicklungsstand und Nutzungsmöglichkeiten : Vorträge Eines Kolloquiums
zur
Schlagwortnormdatei (SWD) in Frankfurt a.M. am 5. und 6. Oktober 1989 /
zsgest. und hrsg. von Werner Stephan. - Berlin [West] : Dt. Bibliotheksinst.,
1990. - 179 S. (Dbi-Materialien ; 90), S. 56-67.
Thomas, Sarah E.: Kooperation
der Library of Congress mit deutschen
Bibliotheken im Erschließungsbereich. In: Wefers, Sabine (Hg.): 86.
Deutscher
Bibliothekartag in Erlangen 1996, Frankfurt/M. 1997, S. 266-272.
Umstätter, Walther : Wäre
es nicht langsam an der Zeit, die
Informationstechnologie in der bibliothekarischen Sacherschließung etwas
ernster zu nehmen ? : ein Wort zu den RSWK, In: ABI-Technik, 11(1991),
S. 277-288.
Unteregger-Vaerst, Anne : 3 Jahre
Österreich-Redaktion der
Schlagwortnormdatei in Salzburg - eine Bilanz. In: VÖB-Mitteilungen
50(1997),
S. 84-100.
c)
Internetquellen und elektronische Ressourcen
Die Deutsche Bibliothek: Z39.50
Gateway
http://z3950gw.dbf.ddb.de/ oder
http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/best/index.html
["DDB-ILTIS" anklicken]
[letzter Zugriff jeweils: 26.07.2003]
Effelsberg, Hannelore: TITAN
http://www.ddb.de/professionell/titan.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Erhart, Gabi / Schrattenecker, Georg:
Zentralredaktion SWD Salzburg - Verbund der Wissenschaftlichen Bibliotheken
Österreichs - Schlagwortnormdatei (SWD)
http://www.ubs.sbg.ac.at/bibhaupt/swd.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Expertengruppe RSWK-SWD
Sitzungsberichte
[letzter Zugriff jeweils 11.09.2003]
5. Sitzung am 29. April 2003 (Entwurf)
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20030429_e.pdf
4. Sitzung am 6. Dezember 2002
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20021206_v.pdf
3. Sitzung am 13. Juni 2002
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20020613_v.pdf
2. Sitzung am 4. und 5. Dezember
2001
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20011204_v.pdf
Konstituierende Sitzung am 27. März
2001
http://www.ddb.de/professionell/pdf/p_rs_20010327_v.pdf
Zusammensetzung der Expertengruppe
http://www.ddb.de/professionell/pdf/expertengruppe.pdf
Heiner-Freiling, Magda:
DDC - LCSH - RAMEAU - SWD ... und die Frage der Mehrsprachigkeit
http://www.vdb-online.org/landesverbaende/suedwest/fortbildung-2000-heiner.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Hennecke, Joachim:
Sacherschließung nach den RSWK und nach DDC ( = Vorträge am
Österreichischen Bibliothekartag 2000, Wien / VÖB: Kommission für
Sacherschließung)
http://www.uibk.ac.at/sci-org/voeb/kofsebt.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Kuberek, Monika :
Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg - Normdaten im KOBV
http://www.kobv.de/deutsch/content/wir_ueber_uns/kobv_projekt_1997-2000/docs/normdaten-10-10-97.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Die Deutsche Bibliothek:
Listen der Ländercodes
http://www.ddb.de/professionell/pdf/laendercode.pdf
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
MACS - Multilingual access to
subjects
[Homepage mit Informationen über das Projekt]
http://infolab.kub.nl/prj/macs/macse.html
[letzter Zugriff: 23.07.2003]
Michel, Michaela, Effelsberg, Hannelore:
Schlagwortnormdatei
http://www.ddb.de/professionell/swd.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Michel, Michaela, Effelsberg, Hannelore:
ILTIS
http://www.ddb.de/professionell/iltis.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Normdaten-CD-ROM : Gemeinsame
Körperschaftsdatei, Personennamendatei,
Schlagwortnormdatei / Die Deutsche Bibliothek. - Leipzig ; Frankfurt, M. ; Berlin
:
Dt. Bibliothek, Zentrale Bibliographische Dienstleistungen. ISSN: 14311828 ...
Ersch. halbjährl . [Zugriff über das Netz der Humboldt-Universität
sowie der ZLB
Berlin.]
Die Deutsche Bibliothek:
Normdaten-CD-ROM - Produktinformation [Powerpoint]
http://www.ddb.de/produkte/dnb.htm
[letzter Zugriff: 26.07.2003, Aufruf der Homepage, rechter Frame "Produktpräsentation"]
Bibliothèque nationale de
France :
RAMEAU
http://rameau.bnf.fr/
[letzter Zugriff: 24.07.2003]
Richtlinien zur Führung der
Schlagwortnormdatei.
http://elib.zib.de/kobv/ag/nv/SWD-Richtlinien.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Stumpf, Gerhard:
Schlagwortkatalog / Schlagwort-Verbundredaktion
http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/best/index.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Die Deutsche Bibliothek:
Systematik zur SWD
www.ddb.de/professionell/pdf/swd_not.pdf
[letzter Zugriff: 26.07.2003]
Umlauf, Konrad:
Einführung in die Regeln für den Schlagwortkatalog RSWK. Mit
Übungen. Berlin: Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität
zu Berlin 1999-2002. (Berliner Handreichungen zur Bibliothekswissenschaft ;
66)
http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h66
[letzter Zugriff: 23.07.2003]
Würzl, Robert:
Aleph 500 aus der Sicht eines Bibliothekars
http://www.zid.tuwien.ac.at/zidline/zl02/aleph.html
[letzter Zugriff: 26.07.2003]