Institut
für Bibliothekswissenschaft
Humboldt-Universität zu Berlin
den erarbeiteten Ziel- und Maßnahmenkatalog gibt es hier (pdf)
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mitgefahren
sind: Freitag, der 25.7.2003. Prora ist
gar nicht so weit von Berlin entfernt. Mit der Bahn 2 mal umsteigen, in
Prora aussteigen und das Gepäck dann etwas weiter schleppen, wenn
man wie wir eine Station zu früh aussteigt. Unsere Unterkunft ist
für die einen ein KdF-Urlaubsparadies, für andere eine NVA-Kaserne
oder einfach nur das wohl längste leer stehende Gebäude Deutschlands
(etwa 3,5 km).
Nachdem es zu nieseln aufhört und inzwischen alle im Wasser waren, beschließen wir, vor einer totalen Versandung drinnen zu Essen. Boris hat in Stralsund extra stark riechendes Knoblauchbrot besorgt. Das anschließende Mindmap-Brainstorming- Ideen-Sammeln wird so laut, dass ein Mitbewohner um Ruhe bittet, aber dafür kommt an diesem Abend auch schon mal sehr viel zusammen. Für morgen haben wir konkrete Arbeitsgruppen und natürlich wieder baden auf dem Programm. Ansonsten ist Ben ein guter Christ, wir werden von Hunden auf die Mauer gejagt, über die die Lebensmüden von uns balancieren und wir sehen ganz viele Sterne. Aus ?nur noch 10 Minuten am Strand weiterlaufen? wird eine Stunde, so dass Boris in Erwartung der Heimkehrer schon auf dem bloßen Federrost einschläft. Nachdem wir Ben davon überzeugt haben, jetzt keine Polonaise zu veranstalten, können auch die anderen schlafen ? mit jeweils 2 Matratzen wie die Prinzessin auf der Erbse. Samstag, der 26.7.2003. Es gibt Menschen, die stehen um 7 Uhr auf, um am Strand zu joggen. Kann man, muss man aber nicht. Nach dem Frühstück knobeln wir aus, wer einkaufen muss. Es regnet. Dafür bekommen wir auf Nachfrage einen sehr bunten Seminarraum mit Flipchart und Weltkarte aus sozialistischer Produktion. Jetzt geht es ans Eingemachte: konkrete Themenbereiche wie Kommunikation, Publicity, Arbeiten und Rituale werden in Gruppen von 2-3 Personen bearbeitet. Wir sprühen vor Ideen, aber irgendwann ist auch mal gut und wir beschließen, nach Binz zu laufen.
Nach einigen Kilometern barfuß haben wir ordentlich Hunger und holen uns Aal und köstliches Eis (nur zu empfehlen!). Boris und Stefan meinen, vier Kugeln (etwa ein halbes Kilo) verdrücken zu müssen, die ihnen unter den Händen wegschmelzen. Elke, Ben und Andrea sind derweil beim Italiener und es fängt wieder an zu nieseln. Da nehmen wir lieber den Zug zurück: 6 Personen zusammen für 3,60 ? ? da sage noch wer, die Bahn sei teuer! Die zweite Arbeitssession geht schon etwas träger aber trotzdem produktiv voran. Bevor die Sonne untergeht, wollen wir aber doch noch mal zum Strand. Als Jakob sich gerade umzieht, kommt ein Fernsehteam hereingestürmt, das Ben zu uns eingeladen hat. Wir zeigen Karin und Frank vom Offenen Kanal Bremen unsere Unterkunft und berichten stolz. Anschließend hat irgendjemand die Idee, den Strand auf der anderen Seite der Mauer zu erkunden. ?Ist doch nur ganz kurz?. Ja, ja. Wir versprechen, den Angehörigen der beiden Herren, die unbedingt die Mauer entlang balancieren müssen, im Ernstfall unser Beileid auszusprechen. Zum Glück ist dies jedoch nicht nötig. Am Strand feiert eine Gruppe jugendlicher Raver und zwei von uns entdecken die Freuden des FKK. Hinein ins Wasser! Nach dem Abendessen stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor. Wir diskutieren und sind fleißig bis zum Umfallen. Danach sind selbst die NVA-Betten samtweich. Die Zurückgebliebenen üben sich nach Mitternacht noch in Massage (wir wollen hier mal lieber keine Namen nennen), assoziativer Konversation und Japanischer Philosophie. Sonntag, der 27.8.2003 Der Wecker
muss sich irren. Bitte, wir wollen doch nur etwas Schlafen! Wir müssen
zwar um 10 Uhr unsere Zimmer räumen, bekommen aber durch Elkes Verhandlungsgeschick
den Schlüssel für den Seminarraum. Keine Müdigkeit vorschützen
? an die Arbeit.
Fazit Die ersten
Zukunftstage Bibliothekswissenschaft waren ein voller Erfolg. Jeder hat
sich mit jedem gut verstanden und dank der Abgeschnittenheit vom heimischen
Moloch konnten wir uns auf die gemeinsamen Ziele konzentrieren und hatten
eine Menge Spaß ? und das alles für nur 64 Euro pro Person
und sogar ohne den Konsum künstlicher Drogen, was mich noch immer
erstaunt (bei einem längeren Zeitraum wären aber irgendwann
Aufputschmittel nötig gewesen). Die ersten Ergebnisse gibt es in
Kürze ? wir hoffen, dass sich auch andere von unserer Begeisterung
anstecken lassen oder einfach nur so daran mitarbeiten, ihre und unsere
Visionen für das Studium und das IB zu verwirklichen. |
letzte Änderung: 01.08.2003
Ben Kaden (contextur@aol.com)