Tradition
- Praxisnähe - Internationalität.
90 Jahre Bibliothekar made in Leipzig
von Prof. Dr. Robert
Funk
Am 10. November 2004 veranstaltete der
Fachbereich "Buch und Museum" der Hochschule für
Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig sein 90 jähriges
Jubiläumskolloquium.
Die Veranstaltung ging einher mit anderen Gedenkfeiern in
der Leipziger Hochschule.
Nach der Gründung der Deutschen Bücherei 1912 in
der Buch- und Messestadt Leipzig wurde am 12. Oktober 1914
die Fachhochschule für Bibliothekstechnik und -verwaltung
gegründet - die in Deutschland älteste Ausbildungseinrichtung
für unseren Beruf.
Auf diese langjährige Tradition ging die Prodekanin Frau
Prof. Dr. Kornelia Richter intensiv ein und wurde in ihrer
Darstellung vom Direktor des "Stadtgeschichtlichen Museum"
ergänzt.
Die Praxisnähe wurde durch verschiedene Projekte der
Studierenden dargestellt - u. a. durch ein Projekt mit der
Gefängnisbibliothek in Leipzig.
Die am Nachmittag angebotene Vortragsreihe "Herausforderung
und Perspektiven der Bibliotheks- und Informationswissenschaft
in einer Zeit der Globalisierung" hat die Veränderung
des Bibliothekarberufs im 21. Jahrhundert dargestellt und
ist auf die zukünftigen Medien- und Informationsberufe
eingegangen.
Unter dem Stichwort Internationalität wurde
die Berufsausbildung in Usbekistan, Estland, den USA aber
auch in Deutschland zur Diskussion gestellt und die Auswirkungen
der Globalisierung aufgezeigt.
Für die Bundesrepublik spielten die Aufgaben der Fachhochschulausbildung
und hier die von Leipzig eine überragende Rolle.
Darüberhinaus wurde die geplante Schließung des
Instituts für Bibliothekswissenschaft der HU Berlin angesprochen.
Dies führte in der Diskussion zu großem Unverständis
und zur Ablehnung.
Das Jubliläumskolloquium war insgesamt eine gut organisierte
Veranstaltung mit einem Blick in die Zukunft der bibliothekarischen
Ausbildung, deren Veröffentlichung unser aller Interesse
finden wird.
Links:
Fachbereich
Buch und Museum der HTKW Leipzig
nach
oben |