Humboldt Universität zu Berlin Institut für Bibliothekswissenschaft
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Auf ein Neues!

Zum Semesteranfang WS 2004/05

von Matti Stöhr und Sebastian Höhne

(09. November 2004)


Breakfast Club am Mittwoch, den 20.Oktober

Ferien vorbei, ein neues Semester hat begonnen, die Türen und Fenster des Instituts werden wieder aufgestoßen, um neuen Wind und frischen Tatendrang einzulassen.
Mit dem frischen Wind kamen auch 80 motivierte, neugierige Studienanfänger, um Stufe für Stufe die bibliothekswissenschaftlichen Gefilde in Berlin zu erkunden. Neben einem gut besuchten Semesteranfangsfrühstück, das von den älteren Semestern arrangiert wurde, gab es mehrere Einführungsveranstaltungen und eine abendliche Party im Foyer, um das neue Semester willkommen zu heißen.

Auch Erstsemester sollen in diesem kleinem Wintersemesteranfangsdiskurs zu Wort kommen und ihre ersten IB-Eindrücke schildern.


Dazu wurden ihrer zwei flugs vom Flur weggeholt und zum Interview gebeten.
Beide waren einhellig der Meinung, gut am Institut aufgenommen worden zu sein. Dabei waren die Angebote in der Einführungswoche sehr hilfreich. Besonders das Erstsemesterfrühstück trug dazu bei, erste Kontakte zu knüpfen. Da nicht nur hier, sondern natürlich auch in weiteren Informationsveranstaltungen, eine Reihe von fachspezifischen Fragen beantwortet wurden, fühlen sich beide gut über das Institut und den Aufbau des Studiums informiert.

Wie so oft wurde jedoch auch bei ihnen die Vorstellung des hemmungslosen Auslebens der eigenen Bibliophilie ein wenig erschüttert. Der zunehmende Umfang der für dieses Studium wichtige technischen Komponente, mit der Notwendigkeit weitrechender Computerkenntnisse etc. ernüchterte die Befragten. Sie sind aber gewillt diese Herausforderung anzunehmen und sich die geforderten Fähigkeiten im Umgang mit PC/ digitalen Medien anzueignen.
Hierfür besuchen sie beispielsweise das Studentische Tutorium. Nicht nur ihre Teilnahme zeigt, dass dieses Angebot gut angenommen wird. Die Befragten zeigten sich jedenfalls begeistert von dem Engagement der Fachschaft und finden es richtig gut, aktiv in das Geschehen mit einbezogen zu werden.

Den regulären Lehrveranstaltungen begegnen die zur Rede Gestellten mit einiger Kritik. So wird nach ihrer Meinung der rote Faden mancher Seminare nicht ganz klar. Die Interviewten vermissen eindeutige Erwartungshaltungen der Dozenten an die Studierenden. Es komme vor, dass Inhalte und Ziele der Lehrveranstaltungen nicht nachvollziehbar sind. Hier scheint also große Unsicherheit zu herrschen. Daher wäre ein zunehmend offener Dialog zwischen Studierenden und Dozenten direkt in den Veranstaltungen wünschenswert.

Nichtsdestotrotz sehen die Befragten durch ein Studium der Bibliothekswissenschaft eine Reihe von beruflichen Chancen, die sich u.a. in der Verbindung mit den weiteren Studienfächern begründen. So ganz einig ist man sich in dieser Hinsicht aber doch nicht. Auf der einen Seite wird die Existenz eines klaren Berufsbildes vermisst, während man auf der anderen Seite die Möglichkeiten eines großen, zukunftsweisenden Beschäftigungssektors schätzt.

Ob Bibliothekswissenschaft das Fach sein wird, dem sie in ihrem gesamten Studium treu sein werden, können die Befragten zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise noch nicht sagen. Eine angenehme Atmosphäre im Institut, und die Bereitschaft einer Reihe von Studierenden höherer Semester das IB aktiv mitzuformen, seien aber ansteckend.


Ihr seid nicht allein!
Schilderungen eines weiteren Studienanfängers.

von Sebastian Höhne

Aller Anfang ist schwer. Das ist im Allgemeinen bekannt und trifft auf viele Situationen zu. Für die ersten Schritte, die ersten Schultage, die ersten Fahrstunden. Die Hilfe jedoch, die ich in manch anderen Begebenheiten vermisst habe, bekam ich noch vor dem Beginn des Studiums. Natürlich wurde sie mir nicht in den Schoß gelegt, doch es bestand von Anfang an die Möglichkeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sei es seitens der Studenten oder der Professoren. Einfach fragen, hieß - und heißt Heute noch - die Devise. Die Freundlichkeit aller Helfenden ließ meine Aufregung schnell schwinden. Wie viele andere, nutzte auch ich die Einführungswoche um mir überhaupt erstmal einen Überblick zu verschaffen. Richtig interessant wurde es dann allerdings erst in der letzten Oktoberwoche, da die meisten Proseminare begannen.
In den letzten Wochen habe ich die meisten Lehrveranstaltungen mitgemacht, schon einige, meist nette, Leute kennen gelernt und schon das ein oder andere Blatt mit Fakten gefüllt. Es ist sicherlich viel Unwichtiges dabei, aber was man hat, hat man.
Ich bin einer unter vielen, aber das stört mich nicht, es hilft viel mehr. So beruhigt es ein wenig, zu wissen, dass es noch Andere gibt, die keine Kombinationsfächer haben, die lieber früher kommen und einen Stuhl am Tisch haben, als ein Fensterbrett. Manche sind nicht perfekt am Computer, kennen noch nicht alle Fachtermini oder Abbreviationen, aber wozu wären wir auch sonst hier? Sicherlich, hier und da sind Mitstudenten, die einen belächeln, wenn man in der freien Zeit schon mal das ein oder andere Buch liest, oder sich auf andere Weise als Erstsemester zu erkennen gibt. Aber auch das stört mich nicht wirklich, weil ich, wie schon gesagt, nicht der Einzige bin, dem es so geht. Vielleicht hilft dies ja meinen Kommilitonen. Ihr fühlt euch vielleicht allein, seid es aber nicht. Auch wenn ihr vielleicht nur die Namen von zwei oder drei Anderen aus einem Seminar kennt, denen (und mir) geht es nicht anders. Die meisten von uns schauen auch vor jedem Seminar noch mal an den Plan, ob es wirklich in dem Raum stattfindet, in dem wir es vermuten. Jeder fängt mal klein an und manche werden zu ganz großen, das klingt vielleicht wie kitschiges Gewäsch, mich zumindest hat es überzeugt.

 


Ersthelfer:
Studienberatung im Einsatz


Planspiele


vino e pane

Spannende Veranstaltung

Helden der Nacht

Talking 'bout the evolution..oder andere wissenschaftliche Themen


Auch hier geht es um RVK und RAK


später: Standing Orations und..

..blurry visions
 

 

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