| Um
es gleich vorwegzunehmen:
Die Aussage der idw-Pressemeldung "Lange Nacht
der Wissenschaften in Berlin und Potsdam war auch 2004
ein Erfolg" (link)
können wir leider so nicht bestätigen.
Es gab zur "Langen Nacht der Wissenschaften 2004"
nur 65 Besucher am IB.
Um aber all denen, die daraus möglicherweise den
Niedergang eines Faches ableiten möchten, den Wind
aus den Segeln zu nehmen: mit diesen Werten lagen wir
vermutlich im Bereich Berlin-Mitte durchaus im oberen
Mittelfeld.
Da uns der geringe Zulauf die nötige Zeit lies,
konnten wir in aller Ausführlichkeit die Veranstaltungen
im Hauptgebäude, der Universitätsbibliothek
und auch in den umliegenden Gebäuden besuchen.
Und ob es nun die Bauchtanzgruppe der Humboldt Universität
war, die wenigstens ihre erste Vorführung eher
als einsame Trainingseinheit absolvierte, der Buchrestaurator
der Universitätsbibliothek, der zwei Besuchern
demonstrierte, wie man Einbände repariert, die
Capella Academica, die im Audimax vor schätzungsweise
10 bis 15 Zuhörern Werke von Carl Stamitz spielte
oder das Team für die Kinderbetreuung am Institut
für Bibliothekswissenschaft, das
überpünktlich die Bastelbögen und Kinderbücher
mangels Nachfrage wieder zusammenräumen konnte:
Sie alle hatten sicher größere Hoffnungen
und waren insgesamt vom geringen Echo enttäuscht.
Ob es generell am Angebot
lag ist schwer zu sagen: natürlich bietet ein Fach
wie die Bibliothekswissenschaft nicht die Möglichkeit
zu spektakulären Demonstrationen, wie es der Physik
möglich ist. Natürlich fehlt ihr die traditionell
große Anziehung der medizinischen Angebote. Auch
kann es nicht mit bengalischem Feuer wie die Chemiker
aufwarten. |